Die vorliegende Arbeit gibt eine Einsicht in die britische Kleiderordnung und ist ein Versuch, den englischen Charakter in Bezug auf Kleidung zu verstehen und analytisch zu beschreiben. Erwähnt werden unter anderem die gängigen Klischees und Eigenschaften, welche die Engländer typisch englisch aussehen lassen. Die Besonderheiten der britischen Kleidungsgewohnheiten werden in zweierlei Hinsicht betrachtet, nämlich Konformismus und Nonkonformismus. Abschließend ist die gefundene Korrelation zwischen dem englischen Charakter und der Kleiderordnung Englands aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
I. Kleidung
1.1. Kleidungsuniversalien
1.2. Typisch englisch
II. Konformismus vs. Nonkonformismus
2.1. Konformismus: Tradition und Uniform
2.2. Konformismus: Klassen und ihre Kleidung
2.3. Nonkonformismus: Englische Exzentrizität
2.4. Nonkonformismus: Londoner Jugendkulturen
Fazit: Englische Gesellschaft und ihre Kleidung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die britischen Kleidungsgewohnheiten, um durch eine deskriptiv-analytische Beobachtung ein tieferes Verständnis für den englischen Charakter zu gewinnen und bestehende Klischees sowie Vorurteile kritisch zu hinterfragen.
- Die funktionale Bedeutung von Kleidung als Kommunikationsmittel
- Das Spannungsfeld zwischen Konformismus und Nonkonformismus
- Einfluss des britischen Klassensystems auf die Kleiderwahl
- Englische Exzentrizität als nationales Merkmal
- Die Rolle von Londoner Jugendkulturen und ihre modische Ausdruckskraft
Auszug aus dem Buch
1.1. Kleidungsuniversalien
Einer der wichtigsten Mittel für Selbstidentität einer Nation ist ihre Kleidungsgewohnheiten, oder, falls vorhanden, ihr Nationaltracht. Bevor wir mit der eigentlichen Untersuchung der Kleidungsgewohnheiten der Briten beginnen, müssen einige grundlegende Kleidungsuniversalien geklärt werden.
In allen europäischen Kulturen hat Kleidung folgende Funktionen: Sie dient der Geschlechtsunterscheidung, als Statussymbol, Zugehörigkeitskennzeichen, markiert das Alter des Trägers und zeigt unter anderem an, in welchem Zeitalter man lebt: “The way that we dress can serve either to confirm or to subvert various facets of our identities, such as our gender, race, class and age. Clothes also reflect our perceptions of the historical epoch in which we live — how we relate to the cultural mood of the day.”
Die Geschlechtsunterscheidende Funktion ist die offensichtlichste von allen Funktionen der Kleidung. Es geht dabei darum, beide Geschlechter füreinander attraktiv zu machen. ‚Getragene’ Statussymbole markieren die soziale Herkunft seines Trägers. Häufig kennzeichnet Kleidung die Mitglieder einer Gruppe als deren Angehörige, beispielsweise als Mitspieler einer Mannschaft im Sport, oder sie kennzeichnet einen Beruf, wie zum Beispiel der Arztkittel oder der Blaumann des Handwerkers.
Weitere Markierungsfunktionen der Kleidung sind ästhetischer Art: Die Selbstdarstellung oder das Schmücken des Trägers, aber auch das ironische Spielen und Experimentieren mit etablierten Formen der Kennzeichnung.
Darüber hinaus hat Kleidung oft auch noch eine sinnliche Erlebnisfunktion. Kleidung ist Genussmittel oder sogar Spielzeug. Darunter fällt der sinnliche Genuss an bestimmten Materialien, Formen und Farben sowie am Spielen und Experimentieren mit ihnen. Als Beispiele dafür kann man das Kuscheln in weichen Stoffen sowie der Genuss einer anmutigen Erscheinung nennen.
Alle genannten Aspekte werden bei der folgenden analytisch-deskriptiven Beobachtung der Kleidungsgewohnheiten der Briten berücksichtigt.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Kleidung: Dieses Kapitel erläutert universelle Funktionen von Kleidung in europäischen Kulturen und untersucht die Schwierigkeit, ein einheitliches Bild des „typisch Englischen“ zu definieren.
II. Konformismus vs. Nonkonformismus: Hier werden gegensätzliche Dresscodes analysiert, wobei traditionelle Uniformen und Klassenzugehörigkeiten dem Phänomen der Exzentrizität und jugendkulturellen Ausdrucksformen gegenübergestellt werden.
Fazit: Englische Gesellschaft und ihre Kleidung: Das Fazit resümiert, dass die britische Kleiderordnung trotz ihrer Widersprüchlichkeit eine komplexe Korrelation zwischen dem englischen Nationalcharakter und gesellschaftlichen Normen aufzeigt.
Schlüsselwörter
Kleidungsgewohnheiten, England, Konformismus, Nonkonformismus, britische Gesellschaft, Kleidungsuniversalien, Klassendenken, Exzentrizität, Jugendkulturen, Modegeschichte, kulturelle Identität, Sozialverhalten, Kleiderordnung, Individualismus, Dresscode
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die britischen Kleidungsgewohnheiten, um zu verstehen, wie sich der englische Charakter in der Kleiderwahl manifestiert.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Unterscheidung zwischen Konformismus und Nonkonformismus sowie der Bedeutung sozialer Klassen und jugendkultureller Bewegungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Klischees über britische Mode zu hinterfragen und zu ergründen, ob und wie Kleidung als Spiegelbild des englischen Charakters dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Es wird eine deskriptiv-analytische Beobachtung durchgeführt, die durch Fotomaterial renommierter Fotografen und bestehende anthropologische Literatur gestützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kleidungsuniversalien sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von traditioneller Kleidung, Klassenzugehörigkeit und exzentrischen Modestilen.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Konformismus, Exzentrizität, Klassendenken, Identität und kulturelle Traditionen definiert.
Welche Rolle spielen Schuluniformen in der Analyse?
Schuluniformen werden als zentrales Beispiel für den britischen Konformismus angeführt, der bereits im frühen Kindesalter beginnt und eine lange Tradition widerspiegelt.
Warum wird speziell London als Fokus gewählt?
London wird aufgrund seiner Vorreiterrolle in Sachen Modetrends seit den 60er Jahren als repräsentativer Schauplatz für moderne britische Kleidungsgewohnheiten betrachtet.
Welches Fazit zieht die Autorin über die britische Kleidung?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Briten am besten gekleidet wirken, wenn sie strengen Traditionen folgen oder diese bewusst provokativ brechen.
- Citation du texte
- Sergej Sajzew (Auteur), 2010, Kleidungsgewohnheiten der Briten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280282