Diese Arbeit gibt eine ausführliche Darstellung der Balanced Scorecard. Es wird auf die Entstehung, die Konzeption, die Grundlagen und vor allem auf die vier Grundperspektiven (Finanz-, Kunden-, interne Prozess- und Lern- und Entwicklungsperspektive) näher eingegangen und deren Bedeutung und Wirkungsweise geklärt.
Aus dem Inhalt:
Idee und Ziel,
Darstellung des Grundkonzeptes,
Vision, Mission und Strategie als Ausgangspunkt der Balanced Scorecard,
Strategische Ziele – Operationalisierung der Strategie,
Ursache-/ Wirkungsbeziehungen,
Kennzahlen,
Leistungstreiber (Frühindikatoren),
Ergebniskennzahlen (Spätindikatoren),
Zielwerte,
Strategische Aktionen,
Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard:
Finanzperspektive (Wachstumsphase, Reifephase, Erntephase),
Kundenperspektive (Kernkennzahlen (Spätindikatoren), Leistungstreiber (Frühindikatoren)),
Interne Prozessperspektive (Innovationsprozess, Betriebsprozess, Kundendienstprozess),
Lern- und Entwicklungsperspektive,
Vor- und Nachteile der Balanced Scorecard.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Entstehung der Balanced Scorecard
2.1 Begriff „Balanced Scorecard“
2.2 Historische Entwicklung
3 Konzeption der Balanced Scorecard
3.1 Idee und Ziel
3.2 Darstellung des Grundkonzeptes
3.3 Vision, Mission und Strategie als Ausgangspunkt der Balanced Scorecard
3.3.1 Die Vision
3.3.2 Die Mission
3.3.3 Die Strategie
3.4 Strategische Ziele – Operationalisierung der Strategie
3.5 Ursache-/ Wirkungsbeziehungen
3.6 Kennzahlen
3.6.1 Harte Kennzahlen
3.6.2 Weiche Kennzahlen
3.6.3 Leistungstreiber (Frühindikatoren)
3.6.4 Ergebniskennzahlen (Spätindikatoren)
3.7 Zielwerte
3.8 Strategische Aktionen
4 Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard
4.1 Die Finanzperspektive
4.1.1 Die Wachstumsphase
4.1.2 Die Reifephase
4.1.3 Die Erntephase
4.2 Die Kundenperspektive
4.2.1 Kernkennzahlen (Spätindikatoren)
4.2.2 Leistungstreiber (Frühindikatoren)
4.3 Die interne Prozessperspektive
4.3.1 Der Innovationsprozess
4.3.2 Der Betriebsprozess
4.3.3 Der Kundendienstprozess
4.4 Die Lern- und Entwicklungsperspektive
4.4.1 Kernkennzahlen (Spätindikatoren)
4.4.2 Leistungstreiber (Frühindikatoren)
4.5 Weitere Perspektiven
5 Vor- und Nachteile der Balanced Scorecard
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Balanced Scorecard als Instrument des Controllings umfassend darzustellen, ihre Konzeption zu erläutern und ihre Bedeutung für die strategische Unternehmenssteuerung aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie finanzielle und nicht-finanzielle Kennzahlen verknüpft werden, um Strategien erfolgreich umzusetzen.
- Historische Entstehung und Grundbegriffe der Balanced Scorecard.
- Transformation von Vision und Mission in strategische Ziele.
- Die vier zentralen Perspektiven (Finanz-, Kunden-, Prozess-, Lern- und Entwicklungsperspektive).
- Einsatz von Früh- und Spätindikatoren zur Erfolgssteuerung.
- Vor- und Nachteile sowie praktische Anforderungen an die Implementierung.
Auszug aus dem Buch
3.1 Idee und Ziel
Die Grundidee der Balanced Scorecard beruht auf der Feststellung, dass die Steuerung von Unternehmen mit Hilfe von traditionellen Kennzahlensystemen, in denen finanzielle und vergangenheitsbezogene Kennzahlen im Vordergrund stehen, heutzutage der Realität und ihrem raschen Wandel nicht mehr gerecht werden. Der Grund dafür ist, dass die traditionellen Kennzahlensysteme der Unternehmensführung aufgrund dessen, dass sie meist nur die finanzielle Dimension berücksichtigen, nur einen sehr eingeschränkten Blick auf die gesamte Leistung des Unternehmens geben.
Dabei haben traditionelle Kennzahlensysteme folgende Mängel aufzuweisen: Sie sind vergangenheitsbezogen und operativ, sie sind nicht mit der Strategie des Unternehmens verbunden, finanzielle Kennzahlen stehen im Vordergrund, während nicht finanzielle Kennzahlen außer Betracht bleiben. Zudem bilden die Systeme nur Symptome des geschäftlichen Wirkens ab, sagen aber kaum etwas über die wesentlichen Treiber des Erfolgs aus. Sie sind häufig zu komplex, sodass eine große Interpretationsbedürftigkeit besteht, weshalb auch die Aussagekraft der Kennzahlen begrenzt ist. Des Weiteren stehen sie meist erst zu spät zur Verfügung und die Kennzahlen werden nicht mit dem Managementsystem verbunden.
Bei Unternehmen, die nur mit traditionellen Kennzahlensystemen arbeiten, besteht das Risiko, dass sie durch den einseitigen Blick auf kurzfristige finanzwirtschaftliche Daten Investitionen vornehmen, die sich kurzfristig zwar positiv als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen, sie aber auf der anderen Seite langfristige Wertschöpfungsinvestitionen (z.B. in Informationssysteme, neue Technologien, u.ä.) vergessen, die als eigentliche Treiber des zukünftigen Unternehmenserfolgs anzusehen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung definiert die Balanced Scorecard als Managementinstrument zur Strategieumsetzung und benennt die behandelten Perspektiven sowie die inhaltliche Zielsetzung der Arbeit.
2 Entstehung der Balanced Scorecard: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Performance Measurements, die historische Entwicklung durch Kaplan und Norton sowie die Gründe für die wachsende Bedeutung des Instruments.
3 Konzeption der Balanced Scorecard: Hier werden die Grundidee, die Herleitung strategischer Ziele aus Vision und Mission, die Bedeutung von Ursache-Wirkungs-Ketten sowie die Anforderungen an Kennzahlen und Zielwerte detailliert beschrieben.
4 Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard: Dieses umfangreiche Kapitel widmet sich den zentralen Säulen (Finanz-, Kunden-, Prozess-, Lern- und Entwicklungsperspektive) und erläutert für jede Perspektive spezifische Kennzahlen und Leistungstreiber.
5 Vor- und Nachteile der Balanced Scorecard: Das Kapitel bietet eine übersichtliche Gegenüberstellung der strategischen Vorteile und der implementierungsbedingten Herausforderungen bei der Anwendung des Konzepts.
6 Fazit: Das Fazit betont, dass die Balanced Scorecard ein exzellentes, aber unternehmensindividuell anzupassendes Instrument darstellt, für das es keine universelle „one-size-fits-all“-Lösung gibt.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Controlling, Strategieumsetzung, Performance Measurement, Kennzahlensystem, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, Frühindikatoren, Spätindikatoren, Leistungstreiber, Unternehmenssteuerung, Strategie, Wertschöpfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Balanced Scorecard als einem modernen Managementsystem, das Unternehmen hilft, ihre Strategien effektiv in konkrete Ziele und Kennzahlen zu übersetzen und umzusetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Konzeption der Balanced Scorecard, die Ableitung von Strategien in vier verschiedene Perspektiven sowie die Unterscheidung zwischen finanziellen und nicht-finanziellen Kenngrößen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die theoretische Funktionsweise des Instruments darzustellen, die Logik der vier Perspektiven zu erläutern und aufzuzeigen, wie diese zur Leistungsverbesserung in Unternehmen beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Studien zur Balanced Scorecard, ergänzt durch eine strukturierte Darstellung der Zusammenhänge zwischen Strategie und operativer Umsetzung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Entstehung des Konzepts, die methodische Konzeption (inklusive Ursache-Wirkungs-Ketten und Zielwerten) sowie eine detaillierte Erläuterung der vier Standard-Perspektiven und deren Kennzahlen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Strategieumsetzung, Balanced Scorecard, Kennzahlen, Performance Measurement und die vier spezifischen Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse, Lernen/Entwicklung) charakterisiert.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Kennzahlentypen?
Die Arbeit differenziert zwischen harten (finanziellen) und weichen (nicht-finanziellen) Kennzahlen sowie funktional zwischen Ergebniskennzahlen (Spätindikatoren) und Leistungstreibern (Frühindikatoren).
Warum ist laut der Arbeit eine unternehmensindividuelle Anpassung notwendig?
Da kein Unternehmen identisch ist, müssen Faktoren wie Größe, Branche und Strategie individuell berücksichtigt werden, weshalb es keine pauschale „one-size-fits-all“-Lösung für die Gestaltung der Scorecard gibt.
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- Marion Schauder (Author), 2004, Die Balanced Scorecard im Controlling. Entstehung, Konzeption, Vor- und Nachteile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280318