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Turnierentlohnung und Anstrengung der Sportler - Golf und andere Beispiele

Titel: Turnierentlohnung und Anstrengung der Sportler - Golf und andere Beispiele

Seminararbeit , 2004 , 21 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: lic. rer. pol. Yves Grüninger (Autor:in)

Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern das Entlohnungssystem von Arbeitskräften eine Auswirkung auf deren Produktivität hat, war schon oft Gegenstand von empirischen Untersuchungen. Lazear (2000) beispielsweise dokumentiert den Unterschied der Produktivität der Arbeitskräfte vor und nach dem Übergang von Stundenlöhnen zu Stücklöhnen und stellt eine signifikante Zunahme der Produktivität fest.1 Der Turnierentlohnung als Spezialform der Leistungsentlohnung hingegen, wurde bislang deutlich weniger Gewicht verliehen. Die vorliegende Arbeit befasst sich denn auch genau mit dieser Form der Entlohnung und untersucht die Wirkung der gesetzten Anreize auf die Anstrengung der Turnierteilnehmer. Dabei bietet sich der Sport als Untersuchungsgebiet an, weil Daten über die Anreize für die Teilnehmer (Preisverteilung) vorhanden sind und unter gewissen Bedingungen die Anstrengung über den erzielten Output (Rang) messbar ist.2 Zudem existieren gute Angaben über individuelle Attribute der einzelnen Arbeitnehmer (Sportler), die Gehälter sind recht transparent und die gesamte Karriere der Sportler kann vollständig verfolgt werden.3 Da diese Statistiken auch durchgehend detaillierter und genauer sind als typische mikroökonomische Daten, erachte ich es als sinnvoll, verschiedene Analysen aus dem Sport miteinander zu vergleichen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Turnierentlohnung auf ihre Anreizwirkungen hin zu untersuchen und im besten Fall allgemeingültige Erkenntnisse zu erhalten. (...)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER HINTERGRUND

2.1 Anreiztheorie und das Prinzipal-Agent Modell

2.2 Basiswerk der Turniertheorie von Lazear/Rosen (1981)

2.3 Erkenntnisse aus den bisherigen Überlegungen

2.3.1 Direkte Anwendung auf den Sport

2.3.2 Weiterentwicklungen der klassischen Turniertheorie

2.3.3 Grenzen der Anwendbarkeit der Turniertheorie

3. EVIDENZ AUS DEM SPORT

3.1 Das Beispiel Golf

3.1.1 Aufbau und Hypothesen

3.1.2 Empirische Analyse

3.1.3 Kritische Würdigung

3.2 Zusätzliche Erkenntnisse aus dem Marathon Sport

3.2.1 Aufbau und Hypothesen

3.2.2 Empirische Analyse

3.2.3 Kritische Würdigung

3.3 Zusätzliche Erkenntnisse aus dem Autorennsport

3.3.1 Aufbau und Hypothesen

3.3.2 Empirische Analyse

3.3.3 Kritische Würdigung

4. SCHLUSSFOLGERUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel dieser Seminararbeit ist es, die Wirkung von Turnierentlohnungssystemen auf die Anstrengung von Sportlern zu untersuchen und anhand empirischer Daten auf allgemeingültige Erkenntnisse zu prüfen. Dabei wird das Verhältnis zwischen Veranstaltern und Sportlern als Prinzipal-Agent-Beziehung analysiert, um zu verstehen, wie Preisgeldstrukturen die Leistungsbereitschaft beeinflussen.

  • Grundlagen der Anreiztheorie und des Prinzipal-Agent-Modells
  • Anwendung der Turniertheorie nach Lazear/Rosen auf den Profisport
  • Empirische Analyse von Preisgeldstrukturen im Golfsport
  • Untersuchung von Anreizwirkungen im Marathon und Autorennsport
  • Kritische Reflexion der messbaren Leistungsfähigkeit im Turniersport

Auszug aus dem Buch

2.2 Basiswerk der Turniertheorie von Lazear/Rosen (1981)

Mit dem Paper „Rank-Order Tournaments as Optimum Labor Contracts“ (1981), veröffentlicht im Journal of Political Economy, legten die beiden Ökonomen Edward P. Lazear und Sherwin Rosen den Grundstein zur Turniertheorie. Dabei analysieren sie Lohnsysteme, welche aufgrund des individuellen Rangs und nicht entsprechend der Höhe des absoluten Outputs vergüten, was unter anderem unkontrollierbare Einflüsse neutralisiert. Die Theorie basiert zwar auf Erfahrungen in Organisationen, kann aber gut auf sportliche Wettbewerbe wie Golf, Marathon oder Autorennen angewendet werden, da gerade diese ranggeordnet sind.

Obwohl Turniere und Stücklöhne durchaus unterschiedliche Einrichtungen zur Generierung von Anreizen sind, beweisen die beiden Autoren, dass unter der Annahme risikoneutraler Arbeiter beide Systeme eine pareto-optimale Allokation erreichen. Im praktischen Einsatz wird man allerdings feststellen, dass die Kosten der Messung in den beiden Systemen wesentlich variieren können. Wenn es billiger ist, den Rang eines Teilnehmers zu messen (Ordinalskala) als dessen absoluten Output (Kardinalskala), so dominiert die Turnierentlohnung den Stücklohn. In diesem Fall werden die Löhne insofern Prämien ähneln, als dass sie vom realisierten Grenzprodukt abweichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Entlohnungssysteme und Begründung, warum der Sport als ideales Untersuchungsgebiet für Turniertheorie dient.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Erläuterung der Anreiztheorie sowie des Prinzipal-Agent-Modells und Darstellung der grundlegenden Arbeit von Lazear/Rosen (1981).

3. EVIDENZ AUS DEM SPORT: Empirische Überprüfung der theoretischen Hypothesen anhand von Datensätzen aus dem Golf-, Marathon- und Autorennsport.

4. SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Diskussion der Erkenntnisse im Hinblick auf die Anwendbarkeit der Turniertheorie.

Schlüsselwörter

Turnierentlohnung, Anreiztheorie, Prinzipal-Agent-Modell, Sportökonomie, Leistungsentlohnung, Preisgeldstruktur, relative Leistung, Golfsport, Marathon, Autorennsport, Arbeitsleistung, Produktivität, Anstrengungsniveau, Risikoverteilung, Selektion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Turnierentlohnungssysteme die Anstrengung von Teilnehmern beeinflussen, insbesondere wenn die direkte Beobachtung individueller Arbeitseinsätze schwierig ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Anreiztheorie, das Prinzipal-Agent-Modell, die Turniertheorie nach Lazear/Rosen sowie die empirische Evidenz aus verschiedenen Sportarten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die theoretisch abgeleiteten Anreizwirkungen von Turniersystemen anhand von empirischen Studien im Sport zu verifizieren und allgemeingültige ökonomische Erkenntnisse daraus abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich bestehender empirischer Studien (Regressionen), um Hypothesen zur Wirkung von Preisgeldern und Gehaltsspreizungen zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Turnierentlohnung und liefert danach eine detaillierte empirische Evidenz aus Golf, Marathon und Autorennsport.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Turnierentlohnung, Anreiztheorie, Prinzipal-Agent-Modell, relative Leistungsbewertung und Preisgeldstrukturen.

Warum eignet sich gerade der Sport zur Analyse der Turniertheorie?

Sport bietet transparente Gehaltsdaten, gut messbare Resultate (Ränge/Zeiten) und dokumentierte Karriereverläufe, was eine präzise statistische Auswertung im Vergleich zu allgemeineren mikroökonomischen Daten ermöglicht.

Welche Rolle spielt die "Spreizung" der Preisgelder?

Die Spreizung, also der Unterschied zwischen den Preisgeldern, fungiert als zentraler Anreizparameter, der Athleten zu einer höheren Anstrengung motivieren kann, wobei jedoch ein Optimum beachtet werden muss.

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Details

Titel
Turnierentlohnung und Anstrengung der Sportler - Golf und andere Beispiele
Hochschule
Universität Basel  (Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Uni Basel)
Veranstaltung
Personal- & Sportökonomie
Note
2.3
Autor
lic. rer. pol. Yves Grüninger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V28033
ISBN (eBook)
9783638299282
ISBN (Buch)
9783638806220
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Turnierentlohnung Anstrengung Sportler Golf Beispiele Personal- Sportökonomie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
lic. rer. pol. Yves Grüninger (Autor:in), 2004, Turnierentlohnung und Anstrengung der Sportler - Golf und andere Beispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28033
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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