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„Cash Flow at Risk“-Verfahren für das Risikomanagement. Begrifflichkeiten und Grundlagen

Title: „Cash Flow at Risk“-Verfahren für das Risikomanagement. Begrifflichkeiten und Grundlagen

Academic Paper , 2006 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Kaufmann Benedikt Niemann (Author)

Business economics - Controlling
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In dieser Arbeit wird neben einer ausführlichen Analyse des Terminus Risiko auch auf die Ablaufschritte eines Risikomanagementsystems eingegangen. Die Einordnung Marktpreisrisiken in das Gesamtgerüst der Unternehmensrisiken und die verschiedenen Möglichkeiten zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken bilden die theoretischen Grundlagen. Die Arbeit schließt mit der Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, wobei insbesondere auf die Ausführungen des KonTraG eingegangen wird, sowie einer Analyse der im Rahmen dieser Arbeit betrachteten Zielgröße Cash Flow.

aus dem Inhalt:
- Risiko und Risikomanagement,
- Marktpreisrisiken und Unternehmensrisiken,
- Hedging-Maßnahmen,
- rechtliche Rahmenbedingungen,
- Cash Flow als Zielgröße

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risiko und Risikomanagement

3. Marktpreisrisiken und Unternehmensrisiken

4. Hedging-Maßnahmen zur Risikoabsicherung

5. Rechtliche Rahmenbedingungen

6. Cash Flow als Zielgröße

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der systematischen Analyse des Risikomanagements, wobei insbesondere die Identifikation und Quantifizierung von Marktpreisrisiken sowie deren Absicherung durch geeignete Derivate untersucht werden. Zudem wird die gesetzliche Notwendigkeit eines Risikomanagementsystems beleuchtet und die Bedeutung der Zielgröße Cash Flow für die Unternehmenssteuerung herausgearbeitet.

  • Grundlagen des Risikobegriffs und des Risikomanagementprozesses
  • Klassifizierung von Marktpreis- und Unternehmensrisiken
  • Strategien und Instrumente zur Risikoabsicherung (Hedging)
  • Rechtliche Anforderungen an die Risikoüberwachung (KonTraG)
  • Methodik der Cash-Flow-Ermittlung zur Risikoanalyse

Auszug aus dem Buch

4 Hedging-Maßnahmen zur Risikoabsicherung

Der Aspekt der Risikosteuerung nicht außen vor bleiben. Einem Unternehmen nützt bspw. die Kenntnis geringer zukünftiger Cash Flows in Folge von negativen Wechselkursentwicklungen wenig, wenn Unkenntnis über die Absicherungsmöglichkeiten eines solchen Risikos besteht. Hedging-Maßnahmen zur Absicherung gegen unvorteilhafte Entwicklungen von Marktpreisrisiken können in real- und finanzwirtschaftliche Handlungsaktivitäten unterteilt werden. Bartram (1999) bezeichnet die realwirtschaftlichen Maßnahmen auch als operative Maßnahmen bzw. operatives Hedging auf Realgüterebene.

Folgendes Beispiel demonstriert eine mögliche operative bzw. realwirtschaftliche Maßnahme: Ein deutsches Unternehmen bietet seine Produkte zum Großteil auf dem amerikanischen Markt an, produziert diese jedoch in Deutschland. Eine Verlagerung des Produktionsstandorts Deutschland nach Amerika hätte zur Folge, dass Herstellungskosten und Umsatz jeweils in US-Dollar anfallen würden, wodurch das Wechselkursrisiko gemindert werden könnte.

Derivative Finanzinstrumente oder kurz Derivate bilden den Kern der finanzwirtschaftlichen Maßnahmen. Durch die zunehmende Bedeutung von Marktpreisrisiken stieg auch die Bedeutung von Derivaten, so dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Typen derivativer Finanzinstrumente entwickelt wurden. Unabhängig vom Typ hängt der Wert eines Derivats vom Wert einer „anderen zugrunde liegende Variablen“ ab, wobei es sich generell um Preise von Marktgegenständen handelt. Zu den Derivaten, die ein Unternehmen zur Absicherung gegen die Marktpreisrisiken verwenden kann zählen Forwards, Futures, Swaps und Optionen. Da eine detaillierte Analyse der Derivate-Typen aufgrund deren großen Komplexität an dieser Stelle zu weit führen würde, beschränken sich die weiteren Ausführungen auf eine knappe Darstellung wichtiger Aspekte zur Erlangung eines Grundverständnisses.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert den Terminus Risiko, den Risikomanagementprozess, die Einordnung von Marktpreisrisiken sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Zielgröße Cash Flow.

2. Risiko und Risikomanagement: Es erfolgt eine Abgrenzung von Risiko und Ungewissheit basierend auf Wahrscheinlichkeiten sowie eine Definition von Risiko als Gefahr negativer Ergebnisabweichungen, gefolgt von einer Darstellung des Risikomanagementsystems.

3. Marktpreisrisiken und Unternehmensrisiken: Dieses Kapitel definiert Marktpreisrisiken als Wechselkurs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken, illustriert deren Bedeutung anhand historischer Ereignisse und ordnet sie in das Gefüge der Unternehmensrisiken ein.

4. Hedging-Maßnahmen zur Risikoabsicherung: Hier werden operative Absicherungsmaßnahmen und derivative Finanzinstrumente wie Forwards, Futures, Swaps und Optionen als Instrumente der Risikosteuerung erläutert.

5. Rechtliche Rahmenbedingungen: Der Fokus liegt auf der Verpflichtung zur Implementierung von Risikoüberwachungssystemen, insbesondere durch die Anforderungen des KonTraG und der Baseler Eigenkapitalvereinbarung.

6. Cash Flow als Zielgröße: Das Kapitel behandelt die Ermittlung des Cash Flows mittels direkter und indirekter Methode und geht auf die approximative Messung durch das EBITDA ein.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Marktpreisrisiken, Cash Flow at Risk, CFaR, Derivate, Hedging, KonTraG, Risikoüberwachung, Unternehmensrisiken, Wechselkursrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko, Value at Risk, Finanzwirtschaft, Risikosteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen und Verfahren des modernen Risikomanagements in Unternehmen, mit einem spezifischen Fokus auf die Identifikation, Messung und Steuerung von Marktpreisrisiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Fundierung des Risikobegriffs, die Systematik der Risikomanagementprozesse, der Einsatz von Derivaten sowie die rechtlichen Pflichten zur Risikoüberwachung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für die Steuerungsmöglichkeiten von Marktpreisrisiken zu vermitteln und die Notwendigkeit einer frühzeitigen Risikoidentifikation und -quantifizierung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Forschung zu Risikomanagementmethoden, statistischen Messverfahren wie VaR und CFaR sowie rechtlichen Anforderungen zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Differenzierung von Risiko- und Ungewissheitssituationen, die Kategorisierung von Unternehmensrisiken, operative und finanzielle Absicherungsinstrumente sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen wie das KonTraG analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikomanagement, Marktpreisrisiken, Cash Flow at Risk (CFaR), Derivate und das KonTraG definiert.

Welche Rolle spielt das KonTraG für Unternehmen?

Das KonTraG verpflichtet Aktiengesellschaften zur Implementierung eines Risikoüberwachungssystems, um bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Unternehmensziele zu sichern.

Warum wird der Cash Flow als Zielgröße betrachtet?

Der Cash Flow ist eine zentrale Größe zur Abbildung der Liquiditäts- und Finanzlage sowie der Innenfinanzierungskraft, was ihn zu einer geeigneten Basis für die Messung von Risikopotenzialen macht.

Welcher Unterschied besteht zwischen Forwards und Futures?

Forwards sind individuell gestaltbare, außerbörsliche Verträge, während Futures standardisierte, börsengehandelte Instrumente darstellen.

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Details

Title
„Cash Flow at Risk“-Verfahren für das Risikomanagement. Begrifflichkeiten und Grundlagen
Grade
1,0
Author
Diplom-Kaufmann Benedikt Niemann (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V280377
ISBN (eBook)
9783656734208
ISBN (Book)
9783656735175
Language
German
Tags
cash flow risk risikomanagement begrifflichkeiten grundlagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Benedikt Niemann (Author), 2006, „Cash Flow at Risk“-Verfahren für das Risikomanagement. Begrifflichkeiten und Grundlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280377
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