Die Ausrichtung eines internationalen Großevents bringt vielfältige positive Auswirkungen für das Gastgeberland mit sich. Hierzu gehören unter anderem Möglichkeiten zur Ankurbelung der Wirtschaft sowieso positive Imageeinflüsse. Allerdings werden auch negative Auswirkungen stark diskutiert. Aktuell steht die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien im Mittelpunkt der Medien. Zusammen mit der allgemeinen Ausrichtung von Events wie der Weltmeisterschaft bilden vor allem auch Sicherheitsaspekte eine zentrale Thematik. Solche Aspekte umfassen den lokalen Ausbau und die Sicherung der Infrastruktur, die Aufstockung der Sicherheitskräfte in und um die Stadien oder deeskalierende Maßnahmen unter den rivalisierenden Fans. Besonders bei Schwellenländern wie Brasilien oder Südafrika besteht großes öffentliches Interesse an Sicherheitsfragen. Die teilweise weit verbreitete Armut in der Bevölkerung führt zu Bedenken bezüglich einer geringeren Hemmschwelle für Straftaten. Diese Seminararbeit beschäftigt sich nicht mit den Auswirkungen der Armut auf eine eventuelle Bereitschaft für illegale Handlungen, sondern mit der Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen der Ausrichtung sportlicher Großevents und einer Veränderung der Kriminalitätsrate gibt. Noch immer bestehen empirische Unstimmigkeiten darüber, inwiefern und in welchem Ausmaß eine signifikante Relation zwischen sportlichen Events und einer steigenden Kriminalitätsrate besteht. Zunächst sollen die möglichen Ursachen und Determinanten für einen solchen Zusammenhang definiert und erläutert werden. Anschließend werden die Strategien und Methoden der Feldversuche, mit denen die Fragestellung bestmöglich beantwortet werden kann, aufgezeigt. Abschließend werden die Findungen der Studien dargestellt, in einem Fazit zusammengefasst und diskutiert sowie Anregungen für zukünftige Forschungsfragen geboten.
Inhaltsverzeichnis
- ABBILDUNGSVERZEICHNIS
- 1. EINLEITUNG
- 2. ÖKONOMISCHE ANNAHMEN
- 2.1 KRIMINALITÄT
- 2.2 GROßEVENTS
- 3. VERKNÜPFUNG ZWISCHEN GROßEVENTS UND DER KRIMINALITÄT
- 3.1 POTENTIELLE EINFLUSSFAKTOREN
- 3.1.1 Bündelung
- 3.1.2 Verschiebung der Sicherheitskräfte
- 3.1.3 Freiwilliger Verzicht
- 3.2 IDENTIFIZIERUNG DER STRATEGIEN
- 3.3 EMPIRISCHE FINDUNGEN
- 3.1 POTENTIELLE EINFLUSSFAKTOREN
- 4. FAZIT
- LITERATURVERZEICHNIS
- EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Frage, ob ein Zusammenhang zwischen der Ausrichtung sportlicher Großevents und einer Veränderung der Kriminalitätsrate besteht. Sie analysiert die ökonomischen Annahmen, die hinter dieser Frage stehen, und untersucht die möglichen Ursachen und Determinanten für einen solchen Zusammenhang. Die Arbeit beleuchtet die Strategien und Methoden der Feldversuche, die zur Beantwortung der Fragestellung eingesetzt werden können, und präsentiert die Ergebnisse empirischer Studien.
- Ökonomische Annahmen zur Kriminalität und Großevents
- Potenzielle Einflussfaktoren auf die Kriminalitätsrate während Großevents
- Strategien und Methoden zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Großevents und Kriminalität
- Empirische Befunde zu den Auswirkungen von Großevents auf die Kriminalitätsrate
- Diskussion der Ergebnisse und Anregungen für zukünftige Forschungsfragen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Ausrichtung von internationalen Großevents und deren Auswirkungen auf das Gastgeberland ein. Sie beleuchtet die positiven und negativen Aspekte, insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsaspekte. Die Arbeit konzentriert sich auf die Frage, ob ein Zusammenhang zwischen der Ausrichtung sportlicher Großevents und einer Veränderung der Kriminalitätsrate besteht.
Das Kapitel "Ökonomische Annahmen" definiert die Begriffe Kriminalität und Großevents und erläutert wichtige Einflussfaktoren. Es stellt die ökonomischen Annahmen dar, die das Verständnis der Thematik ermöglichen.
Das Kapitel "Verknüpfung zwischen Großevents und der Kriminalität" untersucht die potenziellen Einflussfaktoren, die einen Zusammenhang zwischen Großevents und einer Veränderung der Kriminalitätsrate verursachen könnten. Es werden verschiedene Strategien und Methoden der Feldversuche vorgestellt, die zur Beantwortung der Fragestellung eingesetzt werden können.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Ausrichtung von Großevents, insbesondere sportlicher Großevents, die Auswirkungen auf die Kriminalitätsrate, die ökonomischen Annahmen zur Kriminalität, die potenziellen Einflussfaktoren auf die Kriminalitätsrate während Großevents, die Strategien und Methoden zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Großevents und Kriminalität sowie die empirischen Befunde zu den Auswirkungen von Großevents auf die Kriminalitätsrate.
Häufig gestellte Fragen
Führen sportliche Großevents wie die WM zu mehr Kriminalität?
Die Forschung zeigt kein einheitliches Bild. Während einige Studien einen Anstieg bestimmter Delikte (z.B. Diebstahl) verzeichnen, führt die erhöhte Polizeipräsenz oft zu einem Rückgang in anderen Bereichen.
Welchen Einfluss hat die Bündelung von Menschenmassen?
Große Menschenansammlungen in Stadien oder Fanmeilen schaffen Gelegenheiten für Kleinkriminalität, können aber durch gezielte Überwachung auch besser kontrolliert werden.
Was bedeutet „Verschiebung der Sicherheitskräfte“?
Sicherheitskräfte werden oft an Event-Hotspots konzentriert. Dies kann dazu führen, dass die Kriminalität in Außenbezirken ansteigt, da dort die Überwachung abnimmt.
Warum sind Sicherheitsfragen in Schwellenländern wie Brasilien besonders brisant?
Bestehende soziale Ungleichheit und Armut führen oft zu der Befürchtung, dass Großevents eine niedrigere Hemmschwelle für Straftaten provozieren könnten.
Gibt es ökonomische Gründe für Kriminalität bei Events?
Ökonomische Modelle betrachten Kriminalität oft als rationale Entscheidung basierend auf Risiko und Ertrag. Die hohe Zahl an Touristen erhöht den potenziellen Ertrag für Täter.
- Citar trabajo
- Patrick Palme (Autor), 2014, Soccer and Crime. Auswirkungen von Fußball-Großevents auf die Kriminalitätsrate, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280446