Diese Arbeit stellt die Ergebnisse einer explorativen Erhebung dar. Dabei wurde mittels teilstandardisierter Fragebögen eine Erhebung unter insgesamt 20 Kliniken unterschiedlicher Struktur, Trägerschaft und regionaler Ausprägung durchgeführt. Dabei wird in dieser Arbeit zunächst auf das Forschungsproblem und das methodische Vorgehen eingegangen. Es folgt die Darlegung der Auswahl des Untersuchungsdesigns und der Methode der Datensammlung. Danach wird auf das Vorgehen bei Akquirierung der befragten Einrichtungen eingegangen und eine Beschreibung der Durchführung der Erhebung erörtert. Nach der wissenschaftlich begründeten Darlegung der Auswertung der Erhebung folgt die Ergebnisdarstellung. Dabei werden die befragten Einrichtungen in einer Matrixtabelle vorgestellt und nachfolgend die identifizierten Kategorien dargelegt. Eine Zusammenfassung der relevantesten Ergebnisse aus der schriftlichen Befragung schließt diese Arbeit ab.
Aus dem Inhalt:
- Forschungsproblem und methodisches Vorgehen,
- Ergebnisse der schriftlichen Befragung,
- Zusammenfassung der relevantesten Ergebnisse
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2 Forschungsproblem und methodisches Vorgehen
2.1 Auswahl des Untersuchungsdesigns
2.2 Methode der Datensammlung
2.3 Akquirierung der befragten Einrichtungen und Durchführung der Erhebung
2.4 Auswertung der Erhebung
3 Ergebnisse der schriftlichen Befragung
3.1 Vorstellung der implementierenden Einrichtungen und Beschreibung der verantwortlichen Personen
3.2 Wissensmanagement
3.3 Anpassung und projekthafte Umsetzung des Expertenstandards
3.4 Durchführung des Audits
3.5 Reflexion der Implementierung
4 Zusammenfassung der relevantesten Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ die Implementierung des nationalen Expertenstandards „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ in klinischen Einrichtungen. Ziel ist es, auf Basis der Erfahrungen von Praktikern, die den Implementierungsprozess aktiv verantwortet haben, erfolgskritische Faktoren sowie hemmende und förderliche Maßnahmen zu identifizieren, um anderen Einrichtungen bei der Einführung des Standards wertvolle Orientierungshilfen zu bieten.
- Empirische Untersuchung in 20 Kliniken unterschiedlicher Struktur und Trägerschaft.
- Analyse des Wissensmanagements und der Schulungskonzepte in den Einrichtungen.
- Untersuchung der projekthaften Umsetzung und Anpassung des Expertenstandards an die hausinternen Gegebenheiten.
- Evaluation der Durchführung von Audits zur Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit.
- Reflexion der Implementierung durch die Verantwortlichen zur Identifikation von Erfolgsfaktoren.
Auszug aus dem Buch
2.1 Auswahl des Untersuchungsdesigns
Wir entschieden uns in Anbetracht der eingangs dargestellten Argumente für eine explorative Untersuchung. LoBiondo-Wood/Haber (1996) stellen hierbei fest, dass innerhalb von explorativen Forschungsarbeiten detaillierte Beschreibungen von Variablen gesammelt werden und dazu verwendet werden können, um durchdachte Pläne zur Verbesserung der Praktiken im Gesundheitswesen auszuarbeiten (vgl. LoBiondo-Wood/Haber 1996, 263). In Anbetracht unseres Anliegens, zunächst möglichst viele Informationen über den Sachverhalt der Implementierung zu gewinnen und daraus eventuell thesenhaft Empfehlungen aussprechen zu können, erschien uns dieses Vorgehen am angemessensten.
Diekmann (2005) führt an, dass explorative Studien dann durchgeführt werden, wenn der zu erforschende Bereich relativ unbekannt ist und nur vage Vermutungen über Strukturen vorliegen (vgl. Diekmann 2005, 30). Der Bereich der Implementierung ist, wie bereits erwähnt, bisher nur sehr schemenhaft dokumentiert worden. Der Erfolg einer Studie hängt hierbei weitgehend von der Qualität der Methoden ab, welche für die Sammlung der Daten ausgewählt und eingesetzt werden (vgl. LoBiondo-Wood/Haber 1996, 388).
Nach der dargelegten Problematik und unseren Vorüberlegungen zum Untersuchungsdesign wäre es unserer Ansicht nach auch angemessen gewesen, im Rahmen eines qualitativen Forschungsansatzes Interviews zu führen. Helfferich (2004) führt dazu an, dass die Daten mittels qualitativer Interviews in einer hochkomplexen und die Subjektivität der befragten Personen einbeziehenden Situation erzeugt wird (vgl. Helfferich 2004, 7). In diesem Zusammenhang haben wir uns dafür entschieden, die Störfaktoren, die im Rahmen von unterschiedlichen Kommunikationsstilen durch die Interviewerin und Interviewer entstehen können, zu umgehen. Somit haben wir uns – auch in Anbetracht von mit Interviews verbundenen hohen zeitlichen und materiellen Aufwendungen, unter anderem aufgrund von Anreise zu den Einrichtungen – entschieden, einen teilstandardisierten Fragebogen zu entwickeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die explorative Untersuchung ein, beschreibt das Ziel, mittels teilstandardisierter Fragebögen in 20 Kliniken den Implementierungsprozess des Expertenstandards zu erheben, und skizziert den weiteren Aufbau der Arbeit.
2 Forschungsproblem und methodisches Vorgehen: Hier wird die Entscheidung für ein exploratives Design begründet, die Konstruktion des Erhebungsinstrumentes dargelegt und das methodische Vorgehen bei der Auswahl und Befragung der Einrichtungen erläutert.
3 Ergebnisse der schriftlichen Befragung: Dieses zentrale Kapitel wertet die Rückläufe deskriptiv aus und behandelt dabei die Strukturdaten der Häuser, das Wissensmanagement, die praktische Umsetzung, die Durchführung von Audits sowie die Reflexion der Implementierung durch die Anwender.
4 Zusammenfassung der relevantesten Ergebnisse: Das Kapitel bietet einen prägnanten Überblick über die wichtigsten Befragungsergebnisse in Tabellenform, um die wesentlichen Erkenntnisse der explorativen Studie kompakt darzustellen.
Schlüsselwörter
Dekubitusprophylaxe, Expertenstandard, Implementierung, Pflegepraxis, Qualitätsmanagement, Wissensmanagement, Kliniken, explorative Erhebung, Pflegemanagement, Schulung, Audit, Dekubitus, Pflegestandard, Prozessmanagement, Anonymisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht explorativ, wie Kliniken den nationalen Expertenstandard „Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ erfolgreich in ihre pflegerische Praxis implementieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation der Implementierung, dem Wissensmanagement durch Schulungen, der praktischen Anpassung des Standards an hausinterne Strukturen sowie der anschließenden Qualitätssicherung mittels Audits.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Ziel ist die Ermittlung eines effizienten und effektiven Weges zur Implementierung des Expertenstandards, um durch die Erfahrungen aktiver Praktiker anderen Einrichtungen eine Orientierungshilfe zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein explorativer Ansatz gewählt, bei dem 20 Einrichtungen mittels teilstandardisierter Fragebögen schriftlich befragt wurden, um anschließend die Daten deskriptiv auszuwerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Einrichtungen, die Analyse der Fortbildungsmaßnahmen, die Beschreibung der projekthaften Umsetzung, die Auditierung der Erfolge sowie die Reflexion der Implementierung aus Sicht der befragten Verantwortlichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Dekubitusprophylaxe, Expertenstandard, Implementierung, Qualitätsmanagement und Pflegepraxis gekennzeichnet.
Wie wurde die Zielgruppe für die Befragung ausgewählt?
Die Auswahl erfolgte in zwei Gruppen: eine selektive Gruppe von zehn Kliniken, die dem Autorenteam aufgrund ihrer aktiven Implementierung bekannt waren, sowie eine rein zufällige Auswahl weiterer zehn Krankenhäuser.
Welches Problem ergab sich bei der Auditierung in einigen Kliniken?
Es zeigte sich, dass neben der Anwendung des vom DNQP vorgeschlagenen Audits einige Einrichtungen eigene Instrumente zur Prävalenzerhebung und Dokumentationskontrolle entwickelt oder bestehende angepasst haben.
Welche wesentliche Erkenntnis gibt es hinsichtlich des Widerstands in der Praxis?
Während in einigen Einrichtungen der hohe Dokumentationsaufwand zu Widerständen bei den Mitarbeitern führte, berichteten andere von einer überraschend hohen Akzeptanz, wobei Schulungen maßgeblich zur Problemlösung beitrugen.
- Citar trabajo
- Carmen Wolfsteiner (Autor), Michelangelo Ferrentino (Autor), 2006, Dekubitusprophylaxe in der Pflege. Empirische Erhebung zur Implementierung des Expertenstandards, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280452