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"Das Unbehagen in der Kultur". Zu den Aspekten Schuldgefühl und Aggression bei Sigmund Freud

Titel: "Das Unbehagen in der Kultur". Zu den Aspekten Schuldgefühl und Aggression bei Sigmund Freud

Hausarbeit , 2013 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dorothee Stauche (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich in erster Linie mit dem Text "Das Unbehagen in der Kultur" von Sigmund Freud. Besonders werden dabei die daraus gegriffene Aspekte über das Schuldgefühls als Ursprung der Kultur und die daraus resultierende Aggressionshaltung der Individuen zu dieser aufgezeigt. Zudem soll die Lösung, welche die Kultur zur Beseitigung der Aggression, näher beleuchtet werden. Um diese Intention zu einem in sich geschlossen Ergebnis zu führen, wird zunächst eine Gegenüberstellung zweier Aufsätze unter der Prämisse des Kulturbegriffs in seiner Entstehung gegenüber gestellt. Somit wird ein kurzer Vergleich zwischen Hubertus Busches "Was ist Kultur? Erster Teil: Die vier historischen Grundbedeutungen" und der bereits oben genannten Abhandlung Freuds angestrebt. Im Anschluss daran folgt eine psychologische Determination des Seelenapparats und die Erläuterung zu den Anfängen des Kulturprozesses. Abgeschlossen wird diese wissenschaftliche Darstellung mit der Charakterisierung des Aggressionstriebs als Antagonist zur Kultur.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kultur - Eine Begriffsklärung unter Einbezug der Freudschen Seelentrias

2. 1 Der Versuch einer Definition von Kultur

2. 2 Der Aufbau des Seelenapparates bei Freud

3. Die Genese des Kulturkonflikts

3. 1 Der Beginn des Kulturprozesses mit dem Urvatermord

3. 2 Die Entstehung des Aggressionstriebs und das Entgegenwirken durch die Kultur

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk "Das Unbehagen in der Kultur" von Sigmund Freud mit dem Ziel, die Rolle des Schuldgefühls als Ursprung der Kultur und die daraus folgende Aggressionshaltung der Individuen zu analysieren. Dabei wird die psychologische Struktur des Seelenapparats beleuchtet, um zu erklären, wie die Kultur durch Triebverzicht und die Internalisierung von Aggression das Zusammenleben ermöglicht und gleichzeitig das individuelle Unbehagen provoziert.

  • Die psychoanalytische Definition und Interpretation von Kultur.
  • Die Struktur des Freudschen Seelenapparates (Es, Ich, Über-Ich).
  • Die Rolle des Urvatermordes als Ausgangspunkt des Kulturprozesses.
  • Das Wechselspiel zwischen Eros und Destruktionstrieb.
  • Die Entstehung und Funktion des Schuldgefühls im Kontext der Kulturentwicklung.

Auszug aus dem Buch

3. 2 Die Entstehung des Aggressionstriebs und das Entgegenwirken durch die Kultur

Die Entstehung des Aggressionstriebs lässt sich nur durch ein kleines Ausschweifen in der Trieblehre Freuds exakt erklären. Dieser zu Folge existieren zwei Grundtriebe, welche Eros und Destruktionstrieb bzw. Todestrieb heißen. Während der Eros der Grund für die libidinöse Verbindung mehrerer Individuen untereinander ist, versucht der Destruktionstrieb alles Existierende in eine anorganische Form, sozusagen zum Ursprung, zurückzuführen. Es scheint, als wären diese zwei Triebe vollkommen konträr zueinander und würden ein gleichzeitiges Agieren unmöglich machen. Am Beispiel des Sadismus wird jedoch das Gegenteil bewiesen. Im Sadismus, eines der deutlichsten Beispiele, können beide Triebe durchaus zum selben Zeitpunkt zum Vorschein kommen. Dies geschieht freilich in unterschiedlich starker Ausprägung, d. h. wenn der Todestrieb schwächer ist, dann ist der Eros kräftiger, und umgekehrt. Dieses pro- und antagonistischen Handeln der zwei Grundtriebe liefert eine Erklärung für alle Mysterien des Seins der Menschen.

So spielt der Eros den Antagonisten zum Aggressionstrieb, in dem er die Menschen in einer möglichst großen, libidinös an- und ineinander 'verwachsenen' Gesellschaft ganz im Sinne der Kultur vereinigt.

Die Aggression selber ist dem Todestrieb entlehnt und äußert sich deswegen zerstörend gegen die Außenwelt. Doch welche Maßnahmen wird die Kultur ergreifen, um gegen den rebellierenden Todestrieb in Form der Aggression vorzugehen?

Der Aggressionstrieb wird wieder zurück in den Seelenapparat zurückgeschickt. Das bedeutet, das Über- Ich wendet seine Aggressionen gegen das Ich - ähnlich wie der Urvater, welcher durch die Einengung der Befriedigung der Trieben als eine Art Vorbild für die Kultur bezeichnet werden kann, dies mit seinen Söhnen tat. Die Kultur kontrolliert die Aggression, indem sie das Individuum mit eben dieser Gewalt schwächt. Bei dem Vorgang der Bestrafung des Ichs durch das Über- Ich, entsteht erneut das Schuldgefühl.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Schuldgefühle als Ursprung der Kultur dienen und inwieweit der Aggressionstrieb als Antagonist zur kulturellen Entwicklung steht.

2. Kultur - Eine Begriffsklärung unter Einbezug der Freudschen Seelentrias: Es erfolgt eine Definition des Kulturbegriffs unter Einbezug von Hubertus Busche sowie eine detaillierte psychologische Beschreibung des Freudschen Seelenapparates.

3. Die Genese des Kulturkonflikts: Das Kapitel analysiert den Beginn des Kulturprozesses durch den Urvatermord und erläutert die Entstehung des Aggressionstriebs sowie die kulturelle Gegensteuerung.

4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass das Schuldgefühl aus der Ambivalenz zum Urvater die Basis für die Gemeinschaft bildet, wobei die Strenge des Über-Ichs das ständige Unbehagen provoziert.

Schlüsselwörter

Sigmund Freud, Das Unbehagen in der Kultur, Schuldgefühl, Kulturprozess, Aggressionstrieb, Seelenapparat, Über-Ich, Eros, Todestrieb, Urvatermord, Triebverzicht, Psychoanalyse, Kultur, Destruktionstrieb, Realangst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Sigmund Freuds Werk "Das Unbehagen in der Kultur" und untersucht, wie Schuldgefühle und Aggressionen das Verhältnis zwischen Individuum und Kultur prägen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Definition von Kultur, die Struktur des Seelenapparats sowie die Entstehung kultureller Konflikte durch menschliche Triebstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Schuldgefühl als Basis der Kultur fungiert und warum der Aggressionstrieb als notwendiger Kontrahent des Kulturfortschritts gilt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literarische Analyse, einen Vergleich mit kulturwissenschaftlichen Definitionen von Hubertus Busche und eine psychoanalytische Determination der Freudschen Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition von Kultur, die Komponenten des Seelenapparats (Es, Ich, Über-Ich), der Urvatermord und die Dynamik zwischen Eros und Todestrieb erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schuldgefühl, Aggressionstrieb, Freud, Kultur, Triebverzicht, Über-Ich, Eros, Todestrieb und Psychoanalyse.

Inwiefern beeinflusst der Ödipuskomplex laut der Arbeit die Kultur?

Der Ödipuskomplex führt zur Bildung des Über-Ichs, das die strafende Rolle des Urvaters übernimmt, was wiederum zur Verinnerlichung von Schuldgefühlen und zur Kontrolle des Individuums führt.

Warum empfindet die Autorin das Freudsche Werk als "logisch durchdacht, aber spekulativ"?

Sie schätzt die logische Herleitung des Schuldgefühls, kritisiert jedoch die Passagen über die Urfamilie als wissenschaftlich schwer belegbar, da sie eher auf Spekulation als auf harten Fakten basieren.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Das Unbehagen in der Kultur". Zu den Aspekten Schuldgefühl und Aggression bei Sigmund Freud
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Übung Kulturphilosophie
Note
2,0
Autor
Dorothee Stauche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V280485
ISBN (eBook)
9783656739333
ISBN (Buch)
9783656739289
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unbehagen in der Kultur Siegmund Freud Kultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dorothee Stauche (Autor:in), 2013, "Das Unbehagen in der Kultur". Zu den Aspekten Schuldgefühl und Aggression bei Sigmund Freud, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280485
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Leseprobe aus  13  Seiten
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