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Portfolio als alternative Leistungsbewertung

Titel: Portfolio als alternative Leistungsbewertung

Examensarbeit , 2008 , 71 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anja Frank (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine der vermutlich größten Herausforderungen unserer Zeit ist die stetige Zunahme an Wissen in unserer Gesellschaft. Neue technische Entwicklungen und Errungenschaften erfordern ein permanentes „Sich-Auseinandersetzen“, „Sich-Entwickeln“ des Bürgers, von der frühen Kindheit bis ins hohe Rentenalter. Im Zuge dessen ist „Lebenslanges Lernen“ zu einem allgegenwärtigen Begriff geworden, der alle Bereiche unseres Alltags berührt und auch in politische Programme Einzug gehalten hat. Durch die Globalisierung, die Notwendigkeit der Spezialisierung und den stetigen Kampf um die Vorherrschaft in der Forschung und Entwicklung, wächst der Bedarf an fähigen, flexiblen sowie teamfähigen Arbeitskräften und mit ihm der Wunsch nach entsprechend vergleichbaren Qualifikationsnachweisen. Kein Wunder also, dass verstärkt versucht wird, Bildungssysteme in Europa miteinander vergleichbar zu machen und anwendbare Beschreibung von Qualifikationen zu entwickeln. Ein Beispiel für die Darstellung der individuellen Kompetenzen von Arbeitnehmern ist der Europass, eine Sammlung von Dokumenten, die den Bürgerinnen und Bürgern den Nachweis ihrer Kompetenzen erleichtern soll und ihnen einen Überblick über ihre individuellen Fähigkeiten ermöglicht, unabhängig davon, ob diese in formalen, nicht formalen oder informellen Lernprozessen erworben wurden.

Portfolios, wie der Europass, rücken in allen Ausbildungsbereichen langsam in den Vordergrund und gewinnen im Kontext des selbstverantwortlichen und lebensbegleitenden Lernens immer mehr an Bedeutung. Aber nicht nur in der Berufsausbildung oder im universitären Bereich wird individuelles, neues Lernen erprobt. Der „Hype“ ums Portfolio hat auch die Schulen erreicht und wird zunehmend zu einem anerkannten und beliebten Instrument bei der Wissensvermittlung. Egal, ob in der Reformschule Hamburg - Winterhude oder der Montessori Oberschule in Potsdam: Viele Schulen in Deutschland etablieren neue Methoden, bei denen Schüler sich möglichst selbstständig den Stoff erarbeiten sollen, in denen selbst gesteuertes Lernen stärker unterstützt wird.
Entsprechend diesen neuen Entwicklungen wird sich meine Examensarbeit mit dem Portfolio als alternative Form der Leistungsbewertung beschäftigen sowie mit den Voraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz in Schulen. Doch bevor diese neue Methode auf ihre Tauglichkeit überprüft werden kann, muss und soll eine Basis geschaffen werden, auf die meine Argumentation aufbaut.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung, Problemstellung und Überblick

2 Vorbetrachtungen

2.1 Leistung und Leistungsmessung

2.1.1 Leistung, ihre Definition und ihre Abhängigkeiten

2.1.2 Leistungsbewertung und Leistungsbeurteilung

2.1.3 Ein historischer Überblick

2.1.4 Funktionen der Leistung und der Leistungsmessung

2.2 Die neue Lernkultur und der neue Leistungsbegriff

2.2.1 Neue Leistungsanforderungen in der Schule

2.2.2 Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen

2.2.3 Aktuelle Betrachtungen

2.3 Zusammenfassung

3 Portfolios als Alternative Leistungsbewertung

3.1 Merkmale an neue Formen der Leistungsbewertung

3.2 Das Portfolio

3.2.1 Definition

3.2.2 Phasen der Portfolioarbeit

3.2.3 Portfoliotypen

3.2.4 Portfolios und der Unterricht

3.3 Einsatzmöglichkeiten von Portfolios zur Leistungsbeurteilung und Leistungsbewertung

3.3.1 Portfolios als Alternative Leistungsbewertung

3.3.2 Portfolios als „Sanierung“ der Ziffernbewertung

3.3.3 Beurteilung und Benotung von Portfolios

3.4 Kritik und mögliche Gefahren bei der Portfolioarbeit

3.4.1 erhöhter Arbeits- und Zeitaufwand

3.4.2 Fremdbeurteilung und Selbstbeurteilung

4 Zusammenfassung, Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Examensarbeit untersucht das Potenzial von Portfolios als alternative Form der Leistungsbewertung im schulischen Kontext. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit diese Methode den Anforderungen einer modernen, kompetenzorientierten Lernkultur gerecht werden kann und welche Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz erfüllt sein müssen.

  • Bedeutung von Leistung und Leistungsbewertung im historischen und pädagogischen Kontext
  • Wandel der Lernkultur und die Entwicklung hin zur Kompetenzorientierung
  • Konzept, Phasen und verschiedene Typen der Portfolioarbeit
  • Chancen und Risiken bei der Bewertung und Benotung von Portfolios
  • Praktische Implementierung von Portfolios im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Definition

Die Grundidee des Portfolios ist einfach und bereits aus anderen Bereichen wie dem der Kunst umfassend bekannt. In einer Sammelmappe werden ausgewählte Werke direkt als Belege für die Leistungsfähigkeit vorgelegt und ermöglichen dem eventuellen Auftraggeber eine eigene Urteilsbildung. Das Konzept kann aber auch auf die Unterrichtspraxis angewandt werden, um die Leistungen sowie Lern- und Arbeitsprozesse von Schülern kenntlich zu machen. Diese Idee entwickelte sich vor allem in den USA und wurde ab 1990 zu einer sehr beliebten und erfolgreichen Beurteilungsmethode. Sie stellte sich der enormen Verbreitung von standardisierten Tests entgegen, um Stärken sowie Schwächen des Lernenden besser beschreiben zu können und einen Einblick in seine Arbeit und Entwicklung zu ermöglichen (Lissmann 2001, S.299f). Auch in Deutschland wurde das Konzept der „Direkten Leistungsvorlage“ schon früh aufgegriffen und zunächst von Fritz Karsen, dann von Rupert Vierlinger ausgearbeitet und publik gemacht (vgl. Sacher 2001, S.171).

In der Literatur gibt es zahlreiche unterschiedliche Definitionen von Portfolios. Bei näherer Betrachtung kann das Portfolio selbst aber in zwei Aspekte aufgeschlüsselt werden. Einerseits wird es als Synonym für eine Sammlung von Arbeiten verstanden, die in einer sinnvollen Weise zusammengestellt werden müssen, beschreibt also eine Sammelmappe. Anderseits ermöglicht es als Methode eine zeitraumbezogene, entwicklungsorientierte Perspektive der Schülerbeurteilung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung, Problemstellung und Überblick: Einführung in die gesellschaftliche Relevanz von Wissenszunahme und lebenslangem Lernen sowie die daraus resultierende Notwendigkeit, Portfolios als alternatives Leistungsbewertungsinstrument in Schulen zu prüfen.

2 Vorbetrachtungen: Fundierte Auseinandersetzung mit den Begriffen Leistung und Leistungsmessung, eingebettet in einen historischen Überblick und eine Diskussion über eine neue Lernkultur sowie den Erwerb von Schlüsselqualifikationen.

3 Portfolios als Alternative Leistungsbewertung: Analyse der methodischen Merkmale, Definitionen, Typologien und Einsatzmöglichkeiten von Portfolios, inklusive einer kritischen Betrachtung der Bewertung, Benotung und potenzieller Gefahren.

4 Zusammenfassung, Schlussfolgerungen und Ausblick: Synthese der Ergebnisse, die Portfolios als wertvolle, wenn auch anspruchsvolle Methode zur Förderung von Kommunikation über Leistung und als Beitrag zur Reform der bestehenden Lernkultur ausweist.

Schlüsselwörter

Portfolioarbeit, Leistungsbewertung, neue Lernkultur, Kompetenzorientierung, Leistungsmessung, Selbststeuerung, Schulpädagogik, Leistungsbeurteilung, Handlungskompetenz, Prozessorientierung, Bildungsauftrag, Individualisierung, Reflexion, Ziffernnoten, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Portfolio als alternative Form der Leistungsbewertung und prüft, ob es ein geeignetes Instrument für moderne schulische Lernanforderungen darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Definition von Leistung, die historische Entwicklung pädagogischer Leistungsbegriffe, die neue Lernkultur sowie die methodische Umsetzung und Kritik der Portfolioarbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob Portfolios als Alternative zur herkömmlichen Leistungsbewertung dienen können und ob sie in der Lage sind, die Ansprüche moderner Bildungsprozesse zu erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse pädagogischer Konzepte, Literaturstudien sowie persönlichen Erfahrungen der Autorin aus einem durchgeführten Portfolio-Experiment.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Leistungsbewertung, die methodische Einbettung des Portfolios in den Unterricht und die kritische Analyse von Chancen und Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Portfolioarbeit, Kompetenzorientierung, Leistungsbeurteilung, neue Lernkultur und pädagogischer Leistungsbegriff.

Wie wirken sich Portfolios auf das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern aus?

Portfolios fördern laut der Autorin eine vertrauensvollere Beziehungsstruktur durch verstärkten Dialog, Feedback und gemeinsame Reflexion statt einseitiger Bewertung.

Welche Rolle spielt die Selbstbeurteilung in der Portfolioarbeit?

Die Selbstbeurteilung ist zentral, da sie den Schüler befähigt, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und Lernprozesse eigenverantwortlich zu steuern.

Ist eine Zensierung von Portfolios aus Sicht der Autorin empfehlenswert?

Die Autorin äußert sich kritisch gegenüber einer reinen Benotung, da diese den Lernprozess behindern kann, hält jedoch konsensbasierte, transparente Bewertungskriterien für vertretbar.

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Portfolio als alternative Leistungsbewertung
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1
Autor
Anja Frank (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
71
Katalognummer
V280516
ISBN (eBook)
9783656737438
ISBN (Buch)
9783656741114
Sprache
Deutsch
Schlagworte
portfolio leistungsbewertung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Frank (Autor:in), 2008, Portfolio als alternative Leistungsbewertung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280516
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  71  Seiten
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