Die Angst vor dem Scheintod

Eine Äußerungsform der Todesangst um 1800


Bachelorarbeit, 2014

49 Seiten, Note: 1,1


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung

Die Beziehung des Menschen zum Tod

Aufklärung und medizinhistorische Aspekte des Scheintods

Diskussion: Die Angst vor dem Scheintod - Dem Menschen immanent oder spezifisch für den Menschen um 1800?
Wandlung der Seelenvorstellung
Der Tod als Prozess
Volkskundliche Vorstellungen vom Tod
Scheintod und Wiederbelebung
Alte Autoritäten und neue Erzählformen
Die Kennzeichen des Todes und ärztliche Professionalisierungsbestrebungen
Veränderungen im Bestattungswesen und Leichenhäuser
Verschwinden der Panik und real-medizinische Aspekte des Scheintods

Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

EINLEITUNG

Als um die Mitte des 14. Jahrhunderts in Köln eine besonders schwere Pestepidemie wütet, wird eine Frau aus einer Patrizierfamilie, ein vermeintliches Pestopfer, mit großem Pomp von ihrem Gatten beerdigt. Der an ihrem Finger belassene wertvolle Goldring verführt die Totengräber kurz darauf, ihren Sarg in der Nacht wieder auszugraben. Doch als sie den Deckel aufbrechen, richtet sich die tot Geglaubte im Sarg auf und die Grabräuber ergreifen die Flucht. Dank der Laterne der Totengräber findet sie den Weg Heim zu ihrem bestürzten Gatten, dem sie in den Jahren nach ihrer Rettung sogar noch drei Söhne gebärt, die alle in den Stand der Geistlichen eintreten.1

Ein weiterer - und unlängst sehr berühmter - Fall vom Scheintod ereilt eine junge Frau, ebenfalls aus Deutschland. Aus niederen Beweggründen trachtet ihr ein Familienmitglied nach dem Leben, versucht sie zu ersticken und zu vergiften. Beide Male kann die Frau noch gerettet werden, beim dritten und letzten Mordanschlag jedoch scheint jede Hilfe vergebens und eine Bestattung wird anberaumt. Ein glücklicher Zufall führt dazu, dass sie beim Transport in ihrem Sarg wieder zum Leben erwacht. Nach ihrer Tortur heiratet sie und lebt noch ein langes, glückliches Leben. Zeit und Ort sind nicht eindeutig rekonstruierbar, aber der Name der jungen Frau ist sicher überliefert: Schneewittchen.2

Diese Beispiele zeigen, dass wahrscheinlich jedem unserer Zeitgenossen eine Geschichte über den Scheintod bekannt ist, vor allem dank der Gebrüder Grimm. Aber auch die Legende von der Frau mit dem Ring erfreut sich großer Popularität und tritt als Motiv in unzähligen Berichten über Scheintod und Lebendigbegrabensein wieder auf. Die Faszination an diesem Thema begleitet den Menschen schon tausende Jahre, so findet der dänische Medizinhistoriker Jan Bondeson das Motiv der vorzeitig Begrabenen bereits in der griechischen Antike bei Chariton aus Aphrodisias.3 In seiner Erzählung von "Chaireas und Kallirrhoë", die vor das 2. Jahrhundert n. Chr. datiert wird, scheint Chaireas seine Gemahlin Kallirrhoë mit einem heftigen Magentritt zu töten und bestattet sie umgehend in einer Gruft. Unglücklicherweise erwacht diese wieder in ihrem einsamen Grab und wird später von Piraten, die die Gruft plündern, als Sklavin verkauft. Es gibt unzählige weitere Berichte über Menschen, die lebendig begraben wurden, verteilt über die letzten 2500 Jahre. Bedeutet dies aber auch, dass die Menschheit von Anbeginn an von der Angst vor dem Scheintod getrieben wird? Heinz Schott, Medizinhistoriker, fasst in seinem Artikel "Der Leichnam in medizinhistorischer Sicht" zusammen, kaum ein Phänomen, das mit Sterben und Tod zusammenhänge, habe je so große Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie der Scheintod, zeitweise wäre das Ausschließen eines Scheintodes das grundlegendere Motiv als die mögliche Feststellung eines gewaltsamen Todes gewesen.4 Er spricht damit die Zeit um 1800 in Deutschland an, in der sich eine wahre Hysterie um das Thema Scheintod und vorzeitige Bestattung entwickelt und ein Randphänomen in das Zentrum des öffentlichen Interesses katapultiert. Zwischen 1740 und 1880 vermehrt sich die Anzahl der Bücher und medizinischen Aufsätze über Scheintod und vorzeitiges Begräbnis in Deutschland explosionsartig.5 Damit bietet sich dieser Arbeit eine enorme Menge an Primärquellen, es wird jedoch nur mit wenigen ausgewählten Schriften gearbeitet, vor allem mit denen der deutschen Ärzte Johann Peter Frank (1745 - 1821) und Christoph Wilhelm Hufeland (1762 - 1836), bedeutende Autoritäten der Medizin ihrer Zeit, die auch heute noch ein hohes Ansehen genießen.

Der Übergang vom Leben zum Tod erregt jedoch nicht erst und nicht nur im 18. Jahrhundert die Aufmerksamkeit der Zeitgenossen. Wie kommt es also, dass die Frage nach Sterben, Tod und dem Dazwischen sowie die damit einhergehende Beschäftigung mit eindeutigen - oder eben keinesfalls so eindeutigen - Todeszeichen so einträglich Einzug in das alltägliche Leben der Menschen findet? Geschieht dies gar aufgrund eines übereilt handelnden Bestattungswesens zur Zeit der Aufklärung? Die Scheintodthematik, die mit der Medizin der Aufklärung gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Welt der Volksgeschichten zu verlassen scheint und zu einer Scheintod problematik wird, ist lange schon im Interesse der gegenwärtigen Wissenschaft und es finden sich unterschiedliche Erklärungsmodelle. Der Forschungsstand kann grob in zwei Positionen zusammengefasst werden:

I. Die Scheintoddebatte ist Ausdruck einer schon immer bestehenden menschlichen Angst, die nur einen "Popularisator"6 benötigte, beziehungsweise eine verdeckte Todesangst, und
II. sie ist keine existente Grundangst, sondern nur eine soziokulturelle Reaktion auf ein radikal neues Verständnis des Todes, verbunden mit den Professionalisierungsbestrebungen der Ärzte.

Den Quellenkorpus dieser Arbeit bildet Sekundärliteratur, die das Thema Scheintod medizinisch-wissenschaftlich reflektiert und aufgrund ihrer Anschlussmöglichkeit zu den in der Arbeit vorliegenden Fragestellungen, aber auch der sich differierenden Ergebnisse der Forschung zum Thema - nämlich der oben vorgenommen Zweiteilung, und zuletzt ihrer fortlaufenden Rezeption in nachfolgenden Werken zum Thema ausgewählt wurde. Im Konkreten sind dies hauptsächlich: Der Mediziner Martin Patak (1967), der die Angst vor dem Scheintod ideengeschichtlich interpretiert und die Ansicht vertritt, dass die Angst lange bekannt war, aber die Aufklärung benötigte, um sich ihrer annehmen zu können; Ingrid Stoessel (1983), Medizinhistorikerin, die die Thematik tiefenpsychologisch beleuchtet; der Mediziner Tankred Koch (1990), er widmet sich der Debatte im engeren medizinhistorischen Sinne und hinterfragt die Realität des Scheintodes; der Medizinhistoriker Jan Bondeson (2002), der in der Angst vor dem Scheintod eine Urangst sieht, die auf einer realen Gefahr des Lebendigbegrabenwerdens fußt; und schließlich die Wissenschaftshistorikerin Gerlind Rüve (2008), die die Debatte als Ausdruck eines Epochenwandels und einer Verwissenschaftlichung der Gesellschaft versteht.

Um Grundlagen für die Diskussion über Aufklärung und Scheintod zu schaffen, wird zu Beginn kurz zusammengetragen, wie sich die Beziehung des Menschen zum Tode grundsätzlich, vor allem vom Mittelalter bis hin um 1800, in Deutschland entwickelt. Nachfolgende psychologische und philosophische Bearbeitungen des Todes und auch der Angst davor bleiben unerwähnt, da der Umfang der vorliegenden Arbeit der Fülle an wichtigen Beiträgen, unter anderem von Freud und Heidegger, zu dieser Fragestellung nach Mensch und (seinem) Tod nicht gerecht werden kann. Darauf aufbauend wird die allgemeine Geisteshaltung der Aufklärung und die medizinhistorische Entwicklung kurz zusammengefasst. Im Hauptteil widmet sich die vorliegende Arbeit der Diskussion, ob die Angst vor dem Scheintod und damit vor dem verfrühten Begräbnis dem Menschen immanent oder zeitspezifisch für die Zeit um 1800 in Deutschland ist. Sie möchte zeigen, dass die Angst die tröstliche Verheißung vom Ewigen Leben im Paradies ablöst,7 zum Motor für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und medizinischen Fortschritt wird und sich als Phänomen nicht in nur eine der beiden oben genannten Positionen einordnen lassen wird. So trat die Angst vor dem Scheintod zwar zunächst als spezifische Angst als Teil der Professionalisierungsbestrebungen seitens der Ärzteschaft, aber vor allem Teil einer Kontingenzerfahrung unbekannten Ausmaßes und damit dramatischem Sinnbild des Mentalitätsumbruchs im 18. Jahrhundert hervor, konnte so aber ohne bereits vorher existierende, der Menschheit immanenten elementaren Todesangst nie zu einem solchen gesellschaftlichen Angstphänomen anwachsen.

DIE BEZIEHUNG DES MENSCHEN ZUM TOD

"[...] [D]er Tod als Feind, der Tod als Heimkehr, der Tod als Geheimnis.", so steht es im Klappentext von Jan Assmanns "Der Tod als Thema der Kulturtheorie".8 Thomas H. Macho ergänzt im selben Werk: "Der Tod ist ein widerspenstiges Thema".9 Die Erkenntnisgrenzen, die sich ergäben, da der Tod nur aus einer externen Perspektive betrachtbar bleibe und keine hermeneutische Annäherung oder gar teilnehmende Beobachtung zulasse, würden eine wissenschaftliche Theoretisierung des Todes erschweren. Dennoch muss eine Kultur immer auch eine Antwort auf die Frage nach Tod, Sterblichkeit oder Unsterblichkeit geben und dieses Urproblem der menschlichen Existenz lösen alle Kulturen bisweilen grundverschieden: "So einförmig der Tod sich aus biologischer Perspektive ausnehmen mag, so tausendfältige Formen nimmt seine kulturelle Überformung und Bewältigung an".10 Nur damit käme der Mensch mit dem schmerzlichen, gar unerträglichen Bewusstsein seiner existenziellen Begrenzung zurecht.11 So zeigt sich der Tod mal als Feind, mal als Heimkehr, bleibt aber immer das Geheimnis, bleibt unvorstellbar. Diese Unvorstellbarkeit führt jedoch keinesfalls zur Resignation, ganz im Gegenteil belebt sie die Phantasie in einem solchen Maße, dass es immer schon einen gewaltigen Sturm an Bildern und Visionen gab, denn keine bekannte Hochkultur verzichtet darauf, den Tod und das Leben der Toten in allen Details auszumalen, stellt Macho fest.12 So hatte im Altertum praktisch jede philosophische Schule ihre eigene Theorie,13 bis mit dem Aufkommen des Christentums eine ganz neue Antwort gegeben wird. Die großen Weltreligionen im Allgemeinen sehen im Tod (zumeist) den Übergang in eine "andere Welt", dabei stellen sie Tod und Sterben in einen umfassenden, kosmischen Sinnzusammenhang, der allem, was existiert, Sinn verleiht.14 Dem Gläubigen wird Unsterblichkeit verheißen und der Tod selbst wird zu einem Übergang, an dessen Ende ein Sondergericht über Himmel oder Hölle entscheidet.15 Es wird eine Dreiteilung des Kosmos in drei unterschiedliche Sphären vorgenommen: In der christlichen Tradition steht der Mensch zwischen Gott und Tier und bildet die Erde die Mitte des Kosmos zwischen Himmel und Unterwelt.16 Während die Sphäre des Himmels die Unvollkommenheit des Diesseits überwindet und in einen Idealzustand überführt, bedeutet der Eintritt in die Unterwelt in aller Regel eine Verschlechterung gegenüber dem Diesseits.17 Der Tod, auch die Geburt, hat prinzipiell unverfügbare Grenzen, so entstehen zahlreiche Praktiken und Rituale, um das Schicksal günstig zu beeinflussen oder schlimme Vorkommnisse, als Prüfung oder Strafe gesehen, überhaupt ertragen zu können.18 Zunehmend gewinnt der "gute Tod" an Bedeutung, was meint, vorbereitet und im Kreise der Gemeinschaft zu sterben, vom Priester Absolution, die letzte Ölung und letzte Kommunion empfangend.19 Das danach beginnende Totenritual von Waschung, Einnähen ins Leichentuch, Totenwache, die Lesung der letzten Messe bis schließlich zur Beerdigung ist von der Kirche streng geregelt. Mit dem Leichenschmaus ist für die Hinterbliebenen das Ritual beendet; von der Kirche bis hier hin begleitet, kehren sie wieder zurück ins "normale" Leben, nun eben mit neuer Ordnung.20 Für die Toten bedeutet ihr Sterben die Trennung der Seele vom Leib, diese tritt vor das Jüngste Gericht, welches über ewige Verdammnis oder Glückseligkeit entscheidet. Auf die Gerechten warten die Freuden des Himmels, auf die Sünder die Qualen der Hölle. So hat der Tod als Übergangsstadium in ein besseres Leben im Mittelalter seinen Sinn, die Kirche hilft der Gemeinschaft in ihrer dominierenden Rolle mit Regeln und Ritualen.21 Der Tod selbst ist ein vertrauter Begleiter, sieht sich der mittelalterliche Mensch doch ganz in Einheit mit der Natur und versucht sich im 14. und 15. Jahrhundert durch Sterbebüchlein, die "Ars moriendi", und den Darstellungen des Totentanzes auf einen würdigen Tod vorzubereiten und durch das mit ihm Befassen den Schrecken zu nehmen.22 Statt einer direkten Angst vor dem Tod stellt sich eine Angst vor dem Jenseits dar: Das Bewusstsein, sterben zu müssen, bereitet angesichts der Gewissheit des jenseitigen Heils keine Sorgen.23 Diese Nachexistenz gilt sogar als die wertvollere, das Leben selbst wird zu einer bloßen Vorbereitung degradiert.24 Wer sich im Hier nicht an die göttlichen Gesetze hält, den erwartet unbeschreibliches und vor allem unendliches Grauen in der Hölle. Martin Patak und Ingrid Stoessel sind sich einig, dass sich in allen religiösen Systemen vom Fortleben nach dem Tode Verdrängungsmechanismen spiegeln, die dem Tod seine Bedeutung als Vernichtung des Lebens rauben und die Todesangst verdrängen wollen.25 Aus dieser Negation der Lebensvernichtung durch den Tod entstammt, laut Patak, auch das Ersinnen der Geister der Verstorbenen.26 So sehr die Kirche durch ihre (Sozial-)Disziplinierung auch den Tod kontrolliert, ist sie nie fähig, den Glauben an eine fortwährende Präsenz der Toten zu eliminieren.27 Diese abergläubigen Vorstellungen, zum Teil rühren sie aus der Ahnenverehrung aus vorchristlicher Zeit her, werden gefüttert durch die miserablen hygienischen Zustände auf den Kirchhöfen und in der Kirche selbst.28 Da sich hohe Geistliche, Wohlhabende und Verdiente der Gemeinde auch innerhalb der Kirche bestatten lassen können - die Leichen legt man in Erdlöcher direkt unter den Bodenplatten - führt die durch Verwesung verpestete Luft in den Gotteshäusern zuweilen zu Ohnmacht, in seltenen Fällen sogar zum Tod29. Auf den Kirchhöfen kommen aufgrund der oft zu geringen Grabtiefe Leichenteile an die Oberfläche und können sich durch Setzen und Verwesen der Leichen sogar bewegen. Gibt es keinen Platz mehr auf dem Kirchhof, der sich meist im Zentrum der Stadt befindet und auch als Marktplatz oder gar Wohngebiet, beispielsweise in Kriegszeiten, benutzt wird, werden die Knochen ausgegraben und in Beinhäusern gesammelt. In Krisenzeiten, wie zum Beispiel bei Seuchenbefall, werden die Opfer außerhalb der Stadtmauern gekalkt und in Massengräbern bestattet.30 Allerdings muss streng zwischen dem Leben nach dem Tod in Himmel, Hölle oder dergleichen, und wiedergekehrten Toten unterschieden werden.31 Eine leibliche Wiederauferstehung ist zunächst nur Jesu Christi vorbehalten,32 zunehmend vermischen sich aber pagane Mythen und die Erfahrungen mit sich bewegenden Leichenteilen, Leichenschmatzen und anderen schauerlichen Beobachtungen bei Exhumierungen und führen zu falschen Deutungen und tiefsitzenden Ängsten. Denn Wiedergänger (Untote und Geister) sind durch böse Taten zu Lebzeiten verflucht und verbreiten Schrecken und Entsetzen.33 Aberglauben, der die Menschen noch weit über fünf Jahrhunderte später mit unzähligen Geschichten über Geister, Vampire und Zombies - oder eben Scheintoten - unterhält. Otto Danwerth erkennt im "Requiem aeternam dona eis, domine" ("Herr, gib ihnen ewige Ruhe") einen Hinweis auf die schon im Mittelalter vorherrschende ambivalente Beziehung zu den Toten und die Angst vor Wiedergängern.34

Etwa um 1400 spaltet die Reformation Europa radikal in zwei Hälften, gerade auch bezüglich der Haltung zum Tod: Die katholische Lehre vom Fegefeuer wird nun von der entstehenden evangelischen Konfession abgelehnt, damit verlieren unter anderem auch der Ablasshandel und die Gebete für die Toten, um die Leidenszeit im Fegefeuer zu verkürzen, ihren Sinn.35 Weitere Folgen sind Veränderungen im Bestattungswesen: Begräbnispomp wird strikt abgelehnt und die Teilnahme des Priesters auf das eigentliche Begräbnis reduziert, Grundnormen für ein "gutes" Sterben aber bleiben bestehen und bis ins 18. Jahrhundert hinein bleibt der Tod von Familie und Gemeinschaft begleitet.36 Mit der Aufklärung gehen schließlich Prozesse wie die Säkularisierung einher, die sich gravierend auf die Haltung zum Tod auswirken,37 an deren Ende dieser nicht mehr als Übergang gesehen und die heilsgeschichtliche Erwartung zutiefst erschüttert werden wird.

AUFKLÄRUNG UND MEDIZINHISTORISCHE ASPEKTE DES SCHEINTODS

Die medizinischen Theorien der Antike geraten mit dem Fall des Römischen Reiches weitgehend in Vergessenheit. So bestand die Medizin im Mittelalter zunächst aus Improvisation und Aberglaube,38 wenn überhaupt behandelt wurde - denn Krankheiten waren Gotteswerk und nur er konnte entscheiden, ob es wieder zur Gesundung kam oder nicht dann meist mit sehr verwunderlichen Therapieansätzen. Mit den Kreuzzügen findet die islamische Medizin ihren Weg ins Abendland. Sie beruht vor allem auf den antiken Theorien von Hippokrates (ca. 460 - 370 v. Chr.) und von Galen (ca. 130 - 200 n. Chr.), Mitbegründer der Viersäftelehre, derzufolge ein Mensch nur gesund sei, wenn sich die vier Körperflüssigkeiten Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle im Gleichgewicht befänden.39 Durch das Dogma, den Körper unter allen Umständen unversehrt zu lassen, entwickeln sich zwei Stränge in der Patientenbehandlung: Ärzte befassen sich ausschließlich mit Innerer Medizin, chirurgische Behandlungen fallen in die Hände von sogenannten Handwerkschirurgen, die ohne akademische Ausbildung Zähne ziehen, amputieren und sich in Schädeldecken bohren, alles ohne ernstzunehmende Betäubung, vom Beachten der Hygiene ganz zu schweigen. Auch wenn es bereits einige Könner gibt, die es wirklich verstehen, Leben zu erhalten, führen die obskuren Behandlungsmethoden nicht selten über kurz oder lang zum Tod des Patienten. So ist die Gesundheitspflege des Mittelalters und der Renaissance den Ärzten des 17. Jahrhunderts verdächtig geworden und die praktischen Heilmittel der Zeit - Brechmittel, zerriebene Geschlechtsteile, Kot und Urin und anderes heute Fragwürdiges - überzeugen längst selbst diejenigen nicht mehr, die sie verordnen.40 Die Seuchen jener Zeit lösen dazu immer wieder chaotische Zustände aus, sie bringen eine schier unglaubliche Menge an Toten, entvölkern ganze Landstriche und die Leichen werden eiligst in Massengräbern beerdigt, ohne sorgfältige Untersuchungen. Hier sieht Bondeson einen möglichen Beginn der Scheintoddiskussion, da sich viele Ärzte im 17. Jahrhundert bereits der Gefahr bewusst gewesen seien, dass in diesem Chaos tödliche Fehlurteile unterlaufen könnten.41 Den Beweis sieht er unter anderem in der Entdeckung von Gebeinen bei einer Ausgrabung eines Pest-Massengrabes von 1722 in Marseille, denen eine gut zweieinhalb Zentimeter lange Bronzenadel im großen Zeh steckte, vermutlich absichtlich unter den Zehnagel getrieben, um den Eintritt des Todes zu überprüfen.42 Solche Methoden sollen im nächsten Kapitel ausführlicher Berücksichtigung finden.

Während Ärzte die Frage nach Sinn und Wesen des Todes lieber Philosophen und Theologen überlassen, erscheinen Fragen der Vorhersage und exakter Fixierung des Todeszeitpunktes wichtig für die Medizin.43 Da einzelne Fälle von Scheintod seit der Antike bekannt sind, werden zur negativ ausfallenden Atemprobe noch weitere physische Veränderungen herangezogen, um den tatsächlichen Tod festzustellen.44 Traditionell ist dies allgemein Pulslosigkeit, blasse und kalte Haut, Augenveränderungen und schließlich Totenflecke und Totenstarre.45 In der Regel genügt das Urteil Angehöriger, um den Arzt vom eingetretenen Tod zu überzeugen.46 Auch wenn es unlängst einzelne Stimmen des Bedenkens gibt, lautet der allgemeine Forschungsstand, dass bis Mitte des 18. Jahrhunderts der Scheintod kein ernstzunehmendes Problem ist, weder für Ärzte noch für das öffentliche Bewusstsein.47

Die Ärzte des 17. und 18. Jahrhunderts müssen sich mit immer neuen Erkenntnissen auseinandersetzen und tradierte Vorstellungen aufgeben. Die neu aufkommenden Fragen der Medizin betreffen den ganzen Menschen, denn wie kann man wirklich heilen, wenn man nicht einmal weiß, was "Leben" ist, was es bedeutet, "krank" zu sein und wo eine Krankheit überhaupt entsteht?48 Eine lebendige Diskussion entwickelt sich, Furore machen in Deutschland vor allem die Lehren des Mathematikers, Physikers und Philosophen René Descartes' (1596 - 1650) Mitte des 17. Jahrhunderts, der die noch weitgehend unbegriffenen physiologischen Vorgänge des Körpers als recht einfache physikalische beschreibt - nämlich Wärme, Druck, Ausdehnung, Bewegung - und damit den Organismus enthüllt.49 Zunächst bleiben Sektionen verboten, aber durch das Wüten der Pest und dem sehnlichen Wunsch nach Heilung treffen sie zunehmend auf Akzeptanz.50 Mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften wird der tote Körper alsbald verdinglicht,51 die Unantastbarkeit des Körpers schließlich aufgelöst. Das neue Interesse der Medizin kennt keine Scheu vor anatomischen Experimenten, greift dazu auch zu Vivisektionen bei Tieren, und entdeckt dabei immer mehr das Innerste des Menschen. So kommt es 1628 zu einer der bahnbrechendsten Entdeckungen der Geschichte der Medizin: William Harvey (1578 - 1657) entdeckt den Blutkreislauf und widerlegt damit die Jahrhunderte geltende Theorie Galens.52 Mit seiner Absicht, Galens Theorien abzusichern, die er für "minus firma" ("nicht ganz sicher") erachtet, bringt er die traditionelle Auffassung vom Herzen und seiner Funktion gänzlich zu Fall und stellt damit nicht zuletzt eine der gängigsten Behandlungsmethoden überhaupt infrage: Den Aderlass.53 Als eines der schrecklichsten Mittel und Schuld an vielen Scheintodfällen bewertet der Mediziner Tankred Koch den Aderlass, der bei fast allen Erkrankungen automatisch verordnet wird und den seinerzeit bereits Hippokrates angeordnet hatte.54 Koch berichtet von Fällen, bei denen bis zu zweieinhalb Liter Blut entnommen würden, und da sich Pesterreger schneller vermehrten als rote Blutkörperchen, oder von Typhus- oder Cholerakeimen überladenes Blut immer dicker und immer weniger fähig werde, Sauerstoff zu transportieren, könne man sich schnell denken, dass die armen Leute alsbald die Anzeichen einer "vita minima" (wörtlich: "reduziertes Leben", medizinischer Begriff für Scheintod) zeigen.55 Wenn doch ein letztes Aufbäumen des vermeintlichen Toten stattfände, dann sei das erste Mittel, ihn ins Leben zurückzuholen: Der Aderlass.56 Erst zu Zeiten Christoph Wilhelm Hufelands, als die Viersäftelehre von der Theorie des Vitalismus abgelöst wird - die Anschauung von einer übernatürlichen, immateriellen Lebenskraft in den Organismen - sinkt die Häufigkeit der Aderlässe.57 Schon Harvey vertritt 100 Jahre zuvor die Ansicht, dass sich in der Natur die göttliche Ordnung der Dinge zeige, dass etwa dem Blut eine Kraft zur Selbstbewegung innewohne, die es durch die Venen immerfort zur Körpermitte treibe.58 Dieser Ansicht wird sich im folgenden Kapitel noch einmal ausführlicher gewidmet. Zunächst aber soll in aller Kürze die Geisteshaltung der Aufklärer grob zusammengefasst und damit schlussendlich der Weg in die Scheintoddebatte gefunden werden.

Die Jenseitssehnsucht, die Flucht vor dem Ich, der Schwulst - die Hauptkomponenten des Barocks - werden durch eine Kultur des Verstandes, durch Rationalismus und Positivismus der Aufklärung ab etwa 1720 zurückgedrängt.59 Die Vernunft, also ein von Aberglauben und Vorurteilen freies Denken, gilt als Maßstab für das persönliche und gesellschaftliche Handeln. Anstelle eines allmächtigen Gottes geht alle Handlung nun vom vernunftgeleiteten, autonom denkenden Individuum aus.60 Der Mensch wird inzwischen als Einzelwesen gesehen, als ein Element eines großen Ganzen, das Individuum rückt ins Zentrum. Vorher wurde der Sinn des Lebens darin gesehen, sich für das Leben im Jenseits vorzubereiten, nun aber findet eine Hinwendung zum Diesseits statt. Das Leben des Individuums an sich erlangt ausreichend Sinn, die Glückseligkeit steht jetzt im Mittelpunkt. Glücklich wird der Mensch durch die Befriedigung seiner Lebensbedürfnisse und durch Tugendhaftigkeit. Seine Lebensaufgabe ist mithin die Förderung des Nützlichen und Guten, so nähert er sich seinem Lebensziel: Der intellektuellen und moralischen Vollkommenheit.61 Alle Lehren und Überlieferungen der historischen Religionen, die dem gesunden Menschenverstand zu widersprechen scheinen oder rationalistischer Kritik nicht standhalten, werden als Erfindung abgetan; der Autoritätsanspruch der Kirche folgerichtig abgelehnt.62 Soweit Religion nun nicht gänzlich abgelehnt wird, hält man sich an die Vorstellung des Deismus:

"Gott steht außerhalb der Welt; er ist die höchste Intelligenz, der weise Erbauer der Weltmaschine, der ihrem Ablauf, nachdem er sie einmal in Bewegung gesetzt hatte, untätig zuschaut. [...] Die Beziehung zu Gott, dem Heil der Seele, der Tod und das Jenseits sind für den Aufklärer keine eigentlich brennenden Probleme mehr. Es interessiert ihn vor allem der Mensch in seiner Selbstherrlichkeit und nicht seine Abhängigkeit vom Schicksal."63

Aus einem religiösen Weltbild wird ein naturwissenschaftliches: Neue Wissenschaften werden entstehen; sie werden nun erklären, was unklar ist und das Heil der Menschheit sein, denn die Aufklärung ist eine Blütezeit der Wissenschaften und Künste, mit ihr geht ein immenser naturwissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt einher.

Durch die Säkularisierung verliert die Religion an sozialer Bedeutung. Der Mensch sieht sich nunmehr von den Fesseln des (Aber)Glaubens befreit, zugleich aber verliert er die Sicherheit der Unsterblichkeit der Seele. Die gesamte heilsgeschichtliche Erwartung zeigt sich erschüttert, es folgt eine Kontingenzerfahrung unbekannten Ausmaßes, die eine neue Sinnstiftung dringend notwendig macht.64 Dieses Erschrecken liegt laut Gerlind Rüve der Scheintoddebatte, die Mitte des 18. Jahrhunderts ihren Beginn nimmt, zugrunde.65

DISKUSSION: DIE ANGST VOR DEM SCHEINTOD - DEM MENSCHEN IMMANENT ODER SPEZIFISCH FÜR DEN MENSCHEN UM 1800?

Warum der Scheintod gerade zu Zeiten der Aufklärung seine Blüte erlebt, soll im aktuellen Kapitel ausführlich diskutiert werden, denn die um 1800 in Deutschland zeitweise sehr leidenschaftlich geführte Debatte zeigt sich als sehr vielschichtiges Phänomen. Wie bereits erwähnt, war das Phänomen schon in der Antike bekannt, hinterließ aber nicht den Eindruck einer Gefahr für die gesamte Menschheit.66 Wohl versuchten die Ärzte schon damals die Ursache zu ergründen, allerdings sah man in der Regel solche Vorkommnisse als ein göttliches Zeichen oder sonst einem Wunder.67 Auch im Mittelalter fand man keine andere Lösung, da die scholastische Medizin, wie oben beschrieben, starr an kirchlichen Autoritäten und der Abneigung gegen anatomische Studien festhielt, zumal die Medizin sowieso ausschließlich in den Händen des Klerus lag.68 Chirurgie wurde als Schlächterei herabgesetzt, der plötzliche Tod galt als göttliche Strafe und wer nach den Ursachen suchte, wurde als Ketzer verdammt.69 So schwelt das Thema Scheintod ungelöst durch die Jahrhunderte.

Wandlung der Seelenvorstellung

Die Geschichte des Scheintods beginnt mit der Geschichte der Auflösung der Seelenvorstellung, die mit einer anthropologischen Transformation einhergeht.70 Bereits in der Renaissance wird um die Unsterblichkeit der Seele gestritten: Höhepunkt bildet hier die Aussage des Italieners Pietro Pomponazzi (1462 - 1525), der die Frage nur mit Argumenten der Vernunft überprüfe und dies schließe alle Gründe für die Annahme einer Unsterblichkeit der Seele aus.71 Damit bestreite er keine Glaubenswahrheiten, fordere aber das Recht ein, eine Seelenlehre als Wissenschaft unabhängig von Theologie zu betreiben, die rein rationalen Argumenten verpflichtet sei.72 Das systematische Interesse der Seelenlehre dieser Zeit liegt darin, Grundfragen des Erkennens verstärkt zu überdenken, das Zustandekommen individueller Wahrnehmung, ihr Verhältnis zum Allgemeinheitsanspruch des Erkennens sowie dessen Sicherung und Geltungsbereich.73 Erkenntnistheorie als spezifische Wissenschaft vom Wesen, den Prinzipien und Grenzen des Erkennens kennt die Renaissance allerdings noch nicht.74 Dennoch markiert die Diskussion dieser Zeit bereits ein erkenntnistheoretisches Dilemma, welches Michael Stadler zusammenfasst:

"Soll der Allgemeinheitsanspruch des Wissens aufrechterhalten werden, mit seiner Konnotation zeitlicher und räumlicher Unabhängigkeit, so scheint die Annahme einer intellektiven Seele mit den gleichen Qualitäten notwendig zu werden. Sie muß als Subjekt der Erkenntnis universell, unvergänglich, immateriell sein. Soll aber die Erkenntnis als kausaler Prozeß, der bei der sinnlichen Wahrnehmung anhebt, rekonstruiert werden, so ist der gesamte Mensch, das konkrete Individuum Subjekt und die intellektive Seele wird als forma corporis [(in Form der Körper)] verstanden."75

[...]


1 Jan Bondeson: Lebendig begraben - Geschichte einer Urangst. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2002. S. 40ff.

2 vgl. Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart 1980/ 2010. S. 258ff.

3 Bondeson: Lebendig begraben, S. 22f.

4 Heinz Schott: Der Leichnam in medizinhistorischer Sicht. in: Tod und toter Körper: Der Umgang mit

dem Tod und der menschlichen Leiche am Beispiel der klinischen Obduktion; Hrsg.: Dominik Groß. Kassel Univ. Press, Kassel 2007. S. 50.

5 Bondeson: Lebendig begraben, S. 331.

6 Gerlind Rüve: Scheintod - Zur kulturellen Bedeutung der Schwelle zwischen Leben und Tod um 1800. transcript Verlag, Bielefeld 2008. S. 110.

7 Ingrid Stoessel: Scheintod und Todesangst -äußerungsformen der Angst in ihren geschichtlichen Wandlungen (17. - 20. Jahrhundert). Köln 1983. S. 2.

8 Jan Assmann: Der Tod als Thema der Kulturtheorie - Todesbilder und Todesriten im Altenägypten. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000. S. 2.

9 Thomas H. Macho in: Assmann: Der Tod als Thema der Kulturtheorie, S. 91.

10 Assmann: Der Tod als Thema der Kulturtheorie, S. 16.

11 ebd., S. 14.

12 Thomas Macho: Die neue Sichtbarkeit des Todes. Wilhelm Fink Verlag, München 2007. S. 9.

13 Martin Patak: Die Angst vor dem Scheintod in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Juris Druck + Verlag Zürich, Zürich 1967. S. 20.

14 Hans-Georg Soeffner: Ein Diesseits ohne Jenseits? Vom "Sinn" des Todes und dem Weg zu einer Gesellschaft ohne Jenseitsvorstellungen. in: Tod und toter Körper, S. 205.

15 Otto Danwerth: Tod und Jenseits in Europa - Ein kulturhistorischer Abrißvon der Antike bis in die Gegenwart. http://parapluie.de/archiv/sprung/tod/

16 Soeffner: Ein Diesseits ohne Jenseits?, S. 206.

17 ebd., S. 207.

18 Macho in: Assmann: Der Tod als Thema der Kulturtheorie, S. 270.

19 Danwerth: Tod und Jenseits in Europa.

20 ebd.

21 ebd.

22 Stoessel: Scheintod und Todesangst, S. 4f.

23 ebd.

24 Patak: Die Angst vor dem Scheintod, S. 22.

25 vgl. Patak, S. 22 u. Stoessel S. 11.

26 Patak: Die Angst vor dem Scheintod, S. 22.

27 Danwerth: Tod und Jenseits in Europa.

28 ebd.

29 Danwerth: Tod und Jenseits in Europa.

30 ebd.

31 Tankred Koch: Lebendig begraben. Tosa Verlag, Wien 2002. S. 43.

32 ebd.

33 ebd.

34 Danwerth: Tod und Jenseits in Europa.

35 ebd.

36 ebd.

37 ebd.

38 Richard David Precht: Rätsel Mensch - Von Ren é Descartes bis Robert Koch: Eine kleine Geschichte der Medizin. in: Die Geburt der modernen Medizin: Wie Europas Heilkunst ein neues Bild vom Menschen entwarf; DIE ZEIT Geschichte Nr. 2/08. S. 18.

39 ebd.

40 ebd.

41 Bondeson: Lebendig begraben, S. 36.

42 ebd., S. 37f.

43 Stoessel: Scheintod und Todesangst, S. 29.

44 ebd.

45 ebd.

46 ebd.

47 ebd., S. 30.

48 Precht: Rätsel Mensch, S. 18.

49 ebd., S. 18ff.

50 Groß, Dominik / Schäfer, Gereon: Die klinische Sektion und ihre gesellschaftliche Wahrnehmung. Die medizinhistorische Perspektive. in: Tod und toter Körper, S. 61.

51 Danwerth: Tod und Jenseits in Europa.

52 Precht: Rätsel Mensch, S. 19 und Staas, Christian: Das entzauberte Herz - Wie William Harvey den Blutkreislauf entdeckte. in: Die Geburt der modernen Medizin, S. 54.

53 Staas: Das entzauberte Herz, S.54.

54 Koch: Lebendig begraben, S. 48.

55 ebd., S. 52.

56 ebd.

57 ebd., S. 52f.

58 Staas: Das entzauberte Herz, S. 54f.

59 Patak: Die Angst vor dem Scheintod, S. 55.

60 Rüve: Scheintod, S. 11.

61 Patak: Die Angst vor dem Scheintod, S. 54.

62 Patak: Die Angst vor dem Scheintod, S. 55.

63 ebd., S. 54f.

64 Rüve: Scheintod, S. 10ff.

65 ebd., S. 12.

66 Patak: Die Angst vor dem Scheintod, S. 27.

67 ebd., S 27f.

68 Patak: Die Angst vor dem Scheintod, S. 28.

69 ebd.

70 Rüve: Scheintod, S. 58ff.

71 Michael Stadler: Renaissance: Weltseele und Kosmos, Seele und Körper. in: Die Seele: ihre Geschichte im Abendland; Hrsg.: Gerd Jüttemann / Michael Sonntag / Christoph Wulf. Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen 2005, S. 190.

72 ebd., S. 190f.

73 ebd., S. 191.

74 ebd.

75 Stadler: Weltseele und Kosmos, Seele und Körper, S. 191.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten

Details

Titel
Die Angst vor dem Scheintod
Untertitel
Eine Äußerungsform der Todesangst um 1800
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Kulturwissenschaft)
Note
1,1
Autor
Jahr
2014
Seiten
49
Katalognummer
V280522
ISBN (eBook)
9783656762515
ISBN (Buch)
9783656762522
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
angst, scheintod, eine, äußerungsform, todesangst
Arbeit zitieren
B. A. Sabrina Dietrich (Autor), 2014, Die Angst vor dem Scheintod, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280522

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