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Kirche und Missionierung Lateinamerikas in der Kolonialzeit

Titre: Kirche und Missionierung Lateinamerikas in der Kolonialzeit

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 47 Pages , Note: 1,8

Autor:in: Johannes Woog (Auteur)

Romanistique - Philologie latino-américaine
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mission und Conquista werden häufig als Synonym verstanden und es wird von dem einheitlichen Bild einer Schwertmission, d.h. von der Eroberung des lateinamerikanischen Kontinents und seiner Ureinwohner durch Kreuz und Schwert, ausgegangen.
Die historischen Untersuchungen vermitteln allerdings ein weitaus differenzierteres Bild der Korrelation von Staat, Kirche, Missionierung und Conquista Lateinamerikas. Die gegenwärtige Arbeit widmet sich dieser Untersuchung...

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1 KIRCHE UND STAAT

1.1 Die Conquista als Fortsetzung der Reconquista

1.2 Das Verhältnis von Kirche und Staat im Spanien des 15. Jahrhunderts

1.3 Patronatos

1.4 Das Universalpatronat über die Kirche

1.5 Das System der encomiendas, requerimientos und repartimientos

2 MISSIONIERUNG

2.1 Die Hauptträger der Missionierung in Lateinamerika

2.2 Missionsmethoden und Missionsverlauf

3 KIRCHE, MISSION UND STAAT - PROTEST

3.1 Kirche und Mission – ein einheitliches Erscheinungsbild?

3.2 Innerkirchliche Konflikte und Fraktionen

3.3 Humanitärer Protest der Missionare - Bartolomé de Las Casas - Apostel der Indios

3.4 Rechtstitelfrage der Conquista und der Disput von Valladolid

3.5 Das Ende der Einheit von Mission und Conquista

4 DIE JESUITENREDUKTION – EINE ANTIKOLONIALE UTOPIE

4.1 Guaranitisch-christliche Synthese

4.2 Das Leben in den Reduktionen

4.3 Das Ende der Reduktionen

5 RESÜMEE

5.1 Das Erbe der Conquista

5.2 Das Erbe der Mission

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Verhältnis von Kirche, Staat und Missionierung während der Kolonialzeit in Lateinamerika und analysiert, inwiefern diese Institutionen eng mit der Conquista und ökonomischen Ausbeutungsprozessen verknüpft waren oder durch humanitären Protest eine Gegenposition einnahmen.

  • Die historische Korrelation von Kirche und spanischem Staatskirchentum durch das Patronatssystem.
  • Die unterschiedlichen Missionsmethoden und die Rolle der verschiedenen Bettelorden.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem System der Encomiendas und der Zwangschristianisierung.
  • Der innerkirchliche Widerstand durch Indioverteidiger wie Bartolomé de Las Casas.
  • Die Jesuitenreduktionen als Modell einer antikolonialen Utopie und Mikrogesellschaft.

Auszug aus dem Buch

Die Conquista als Fortsetzung der Reconquista

Die Eroberung und damit einhergehende Evangelisierung der Neuen Welt nach der Landung Christopher Kolumbus auf der heute namentlich bekannten Karibischen Insel San Salvador im Jahre 1492 muss zweifelsohne als Beginn einer neuen Epoche, als eine Epochengrenze, als Zeitraum historischen Wandels, für Europa als auch für den amerikanischen Kontinent und seine Bewohner verstanden werden. Nichtsdestotrotz ist die Conquista nicht als historisches Ereignis einer „Stunde null“ aufzufassen, sondern fußt auf einer weit zurückreichenden verbindenden Tradition von militärischer Eroberung und Christianisierung, basierend auf der Reconquista, der Rückeroberung der Iberischen Halbinsel durch das christliche Spanien. Die Rückeroberung der durch den Einfall der Mauren im 8. Jahrhundert verloren gegangenen Gebiete der Iberischen Halbinsel wurde im Laufe der Zeit und mit Fortschreiten des Rückeroberungsprozesses verstärkt zu einem religiösen und auch identitätsbildenden Kampf, im nationalstaatlichen Sinne, der hiesigen christlich-iberischen Königreiche unter der Führung Kastiliens gegen die Ungläubigen, zur Verbreitung des christlichen Glaubens und letztendlich zur Erneuerung christlicher Herrschaft durch die Katholischen Könige, Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon, welche mit der Vereinigung ihrer beiden Königreiche (1469) den Grundstein für die Entstehung des heutigen spanischen Nationalstaates legten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 KIRCHE UND STAAT: Analyse des Patronatssystems, welches die Kirche rechtlich und politisch unter die Aufsicht der spanischen Krone stellte und als Instrument der Herrschaftssicherung fungierte.

2 MISSIONIERUNG: Untersuchung der verschiedenen Bettelorden als Hauptträger der Christianisierung und Darstellung der unterschiedlichen, teils synkretistischen Missionsmethoden.

3 KIRCHE, MISSION UND STAAT - PROTEST: Darstellung der innerkirchlichen Konflikte zwischen der kolonialistischen Fraktion und den Indioverteidigern, gipfelnd im Disput von Valladolid.

4 DIE JESUITENREDUKTION – EINE ANTIKOLONIALE UTOPIE: Beschreibung der Jesuitenreduktionen als autarke Mikrogesellschaften, die als Alternative zur kolonialen Ausbeutung dienten und in Paraguay und Bolivien entstanden.

5 RESÜMEE: Reflektion über das ambivalente Erbe der Conquista und der Mission, das sowohl Unterdrückung als auch Ansätze für Menschenrechte und Völkerrecht hervorbrachte.

Schlüsselwörter

Conquista, Missionierung, Lateinamerika, Patronatssystem, Bartolomé de Las Casas, Jesuitenreduktionen, Kolonialzeit, Encomienda, Indioverteidiger, Völkerrecht, Synkretismus, Reconquista, Kirche, Staat, Humanitärer Protest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Verbindung von Kirche, Staat und Missionierung in Lateinamerika während der Kolonialzeit sowie deren Ambivalenz zwischen kolonialer Herrschaft und humanitärem Widerstand.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen das Patronatssystem, die verschiedenen Missionsordnungen, das encomienda-System, die Rolle der Indioverteidiger sowie die Jesuitenreduktionen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, ein differenziertes Bild der Conquista und Mission zu vermitteln, das über vereinfachte Schwarz-Weiß-Darstellungen hinausgeht und die historischen Machtstrukturen sowie den geleisteten Widerstand beleuchtet.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden historischen Untersuchung und Analyse primär- und sekundärliterarischer Quellen zur Kolonialgeschichte Lateinamerikas.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der kirchenpolitischen Machtverhältnisse (Patronate), die unterschiedlichen Missionsansätze der Orden, den humanitären Protest gegen die koloniale Ausbeutung und das Modell der Jesuitenreduktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind u.a. Conquista, Missionierung, Bartolomé de Las Casas, Patronatssystem, Indioverteidiger und Jesuitenreduktionen.

Was unterscheidet die Jesuitenreduktionen von anderen kolonialen Strukturen?

Die Reduktionen zeichneten sich durch eine weitgehende Abkapselung von kolonialen Siedlern und Ausbeutungsmechanismen aus, wobei sie eine hybride Form aus indigener Kultur und christlicher Struktur bildeten und autark funktionierten.

Welche Bedeutung hatte der Disput von Valladolid für die koloniale Gesetzgebung?

Er war der Höhepunkt der Auseinandersetzung um die Rechte der Indios und trug dazu bei, radikale, indioverachtende Ansichten in der offiziellen Politik zu begrenzen und die Indianersklaverei langfristig in den Fokus der Kritik zu rücken.

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Résumé des informations

Titre
Kirche und Missionierung Lateinamerikas in der Kolonialzeit
Université
Dresden Technical University  (Fakultät Sprach-, Literatur-, Kulturwissenschaften // Institut für Romanistik // Begleitstudium Lateinamerika)
Cours
Indigene Völker Lateinamerikas
Note
1,8
Auteur
Johannes Woog (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
47
N° de catalogue
V280689
ISBN (ebook)
9783656743835
ISBN (Livre)
9783656745372
Langue
allemand
mots-clé
Conquista Mission Bartolome de las Casas Schwert Leyes de Burgos Leyes Nuevas Lateinamerika Kolonialzeit Reyes Católicos Reduktionen Jesuiten Bettelmönche Eroberung der neuen Welt Kirche Kirche gegen Staat Missionsmethoden Missionsverlauf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johannes Woog (Auteur), 2013, Kirche und Missionierung Lateinamerikas in der Kolonialzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280689
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Extrait de  47  pages
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