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Erforschung des Burnout-Syndroms unter Berücksichtigung von Stressphänomenen am Arbeitsplatz

Title: Erforschung des Burnout-Syndroms unter Berücksichtigung von Stressphänomenen am Arbeitsplatz

Bachelor Thesis , 2014 , 58 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Annika Kramer (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Die Begriffe „Burnout“ und „Stress“ sind insbesondere im Arbeitsalltag zu Schlagwörtern geworden. Immer häufiger kommt es dadurch zu Personalausfällen. Viele Menschen sind gar nicht mehr in der Lage, sich zu regenerieren und werden aus ihren beruflichen und sozialen Gefügen geworfen.
Relevant ist das Thema Burnout aufgrund von langwierigen und auch kostenintensiven Folgen für Unternehmen, Behörden, Krankenkassen und letztlich für die gesamte Gesellschaft. In den letzten Jahren ist die Zahl der Krankheitstage aufgrund von psychischer Krankheit, insbesondere von Burnout stark angestiegen. Die Techniker Krankenkasse hat ermittelt, dass „jährlich rund 40 000 Arbeitskräfte wegen einer mit Burnout assoziierten Erkrankung an ihrem Arbeitsplatz fehlen“.
Die Beschäftigten der öffentlichen Verwaltung sind zunehmend den stagnierenden, sogar knapper werdenden finanziellen Ressourcen ausgesetzt und können den ständig steigenden Arbeitsanforderungen nicht mehr standhalten. Durch organisationsbedingten Druck auf die Mitarbeiter ist es nicht verwunderlich, dass diese verstärkt Symptome des Burnout-Syndroms zeigen. Trotz der drastischen Zunahme von psychischen Krankheiten in Deutschland weiß man in vielen Betrieben und Verwaltungen noch sehr wenig über die Ursachen des Burnout-Syndroms und mögliche Präventionsmaßnahmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stress am Arbeitsplatz

2.1 Entstehung und Begriffsbestimmung

2.2 Gefährdete Berufsgruppen

2.3 Stressoren am Arbeitsplatz

2.4 Stressreaktionen

3. Was ist Burnout?

3.1 Entstehung und Begriffsbestimmung

3.2 Gefährdete Berufsgruppen

3.3 Phasen und Symptomatik

3.4 Auswirkungen auf die Gesundheit

3.5 Wissenschaftliche Ursachenmodelle

3.5.1 Persönlichkeitszentrierter Erklärungsansatz

3.5.2 Sozial-, arbeits- und organisationspsychologischer Erklärungsansatz

3.5.3 Soziologisch geprägter Erklärungsansatz

4. Umgang mit Betroffenen in der öffentlichen Verwaltung

4.1 Interview mit dem Sozialen Ansprechpartner der Stadt ***

4.2 Auswertung des Interviews

5. Behandlungs- und Präventionsansätze von Burnout

5.1 Behandlungsmöglichkeiten

5.2 Individuelle, personenbezogene Vorbeugung

5.2.1 Stärkung der individuellen Ressourcen

5.2.2 Stressbewältigung

5.2.2.1 Kurzfristige Stressbewältigungsmaßnahmen

5.2.2.2 Langfristige Stressbewältigungsmaßnahmen

5.3 Vorbeugung am Arbeitsplatz

5.3.1 Betriebliches Gesundheitsmanagement

5.3.2 Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Vorzeigekommune Dortmund

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelor-Thesis untersucht das Burnout-Syndrom, insbesondere unter dem Einfluss zunehmender Stressbelastungen und personeller Engpässe innerhalb der öffentlichen Verwaltung, um Präventionsmöglichkeiten und Lösungsansätze zu identifizieren.

  • Analyse von Stressfaktoren und deren psychischen sowie physischen Auswirkungen am Arbeitsplatz.
  • Erforschung der wissenschaftlichen Erklärungsmodelle für die Entstehung von Burnout.
  • Evaluation von Bewältigungsstrategien und Präventionsmaßnahmen auf individueller und organisatorischer Ebene.
  • Praxisnahe Untersuchung des Umgangs mit Betroffenen durch ein Experteninterview mit einem Sozialen Ansprechpartner.
  • Darstellung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements als zukunftsorientiertes Instrument für Kommunalverwaltungen.

Auszug aus dem Buch

3.5.1 Persönlichkeitszentrierter Erklärungsansatz

Es existiert der persönlichkeitszentrierte Ansatz mit seinen Vertretern Schmidbauer (1974), Lauderdale (1982), Meier (1983), Fischer (1983), Freudenberger & Richelson (1983), Edelwich & Brodsky (1984) und Burisch (1989). Die Persönlichkeit des Betroffenen steht bei diesen Erklärungsansätzen im Vordergrund. Als Ursache wird die Diskrepanz zwischen Idealvorstellungen und Wirklichkeit angenommen. Insbesondere bei Menschen, die an dem sogenannten Helfersyndrom leiden und an Burnout erkranken, ist das Burnout-Syndrom auf den persönlichkeitszentrierten Ansatz zu stützen. Freudenberger hat den Begriff „Burnout“ im Kontext des Helfersyndroms geprägt und sah unrealistische Zielsetzungen und eine hohe Erwartungshaltung als ursächlichen Kern des Burnout-Syndroms. Dabei thematisierte er den Verlust der Mitarbeitermotivation in verschiedenen sozialen Berufen als Risikofaktor.

Es gibt persönliche Stressoren, die das Auftreten des Burnout-Syndroms begünstigen, dazu zählen das Perfektionsstreben, eine hohe Leistungserwartung an sich selbst, ein hohes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, das Helfersyndrom, emotionale Labilität und die Bereitschaft, bei erhöhten Anforderungen mehr zu leisten statt aufzugeben. Insgesamt zeigen die betroffenen Personen eine hohe Involviertheit in die Arbeit und identifizieren sich stark damit. Es handelt sich um hoch motivierte Menschen, die ihre begrenzten Handlungsmöglichkeiten als sehr belastend erleben. Sie machen im Arbeitsalltag oft die schmerzliche Erfahrung, sich völlig verausgabt zu haben und anderen nicht mehr geben zu können. Auch ist ein Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen und den Ressourcen erkennbar. Kann der Betroffene die hohen Anforderungen in emotional und körperlich belastenden Arbeitssituationen nicht mehr kompensieren, ist er zunehmend Burnout gefährdet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert Burnout als zunehmend relevantes gesellschaftliches Problem in der öffentlichen Verwaltung und leitet die Forschungsfragen zur Stressentstehung und Prävention her.

2. Stress am Arbeitsplatz: Dieses Kapitel definiert Stress, analysiert gefährdete Berufsgruppen und untersucht organisationale sowie individuelle Stressoren am Arbeitsplatz.

3. Was ist Burnout?: Es werden Definitionen, Phasenmodelle und Symptome von Burnout erläutert sowie verschiedene wissenschaftliche Ursachenmodelle differenziert betrachtet.

4. Umgang mit Betroffenen in der öffentlichen Verwaltung: Durch ein Experteninterview mit einem Sozialen Ansprechpartner werden praxisnahe Einblicke in den Umgang mit Burnout-Fällen in der kommunalen Verwaltung gegeben und ausgewertet.

5. Behandlungs- und Präventionsansätze von Burnout: Das Kapitel behandelt verschiedene Maßnahmen zur Vorbeugung, darunter individuelle Ressourcenstärkung, Stressbewältigungsmethoden sowie die strategische Bedeutung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

6. Ausblick: Der Autor schlussfolgert, dass die Burnout-Prävention in Verwaltungen aufgrund demografischer und struktureller Herausforderungen zukünftig einen zentralen Stellenwert einnehmen muss.

Schlüsselwörter

Burnout-Syndrom, Stress am Arbeitsplatz, Öffentliche Verwaltung, Stressbewältigung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Helfersyndrom, psychische Belastung, Personalabbau, Stressoren, Ressourcenstärkung, Arbeitsbelastung, Berufskrankheit, Resilienz, Arbeitsplatzgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit erforscht das Burnout-Syndrom vor dem Hintergrund berufsbedingter Stressphänomene, speziell innerhalb der öffentlichen Verwaltung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ursachen von Stress, die Symptomatik von Burnout, psychologische Erklärungsmodelle sowie konkrete Präventions- und Bewältigungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das Burnout-Syndrom in der öffentlichen Verwaltung relevant ist und durch welche organisationale oder individuelle Maßnahmen dem entgegengewirkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einem qualitativen Interview mit einem Sozialen Ansprechpartner einer Stadtverwaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Stress und Burnout, die Auswertung des Experteninterviews sowie eine detaillierte Darstellung von Präventionsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Burnout-Syndrom, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Stress am Arbeitsplatz, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention und öffentliche Verwaltung.

Welche Rolle spielt die "Vorzeigekommune Dortmund" in dieser Arbeit?

Dortmund dient als Praxisbeispiel für ein erfolgreiches betriebliches Arbeits- und Gesundheitsmanagement (BAGM), das die verschiedenen Säulen der Gesundheitsprävention vorbildlich integriert.

Inwiefern beeinflussen Personaleinsparungen das Burnout-Risiko?

Die Arbeit zeigt, dass Personaleinsparungen und die damit verbundene Arbeitsverdichtung wesentliche Stressoren darstellen, die das Risiko für Burnout-Erscheinungen erhöhen, da Aufgaben bei weniger Personal bewältigt werden müssen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention wichtig?

Die Differenzierung verdeutlicht, dass sowohl das Individuum durch Ressourcenstärkung als auch der Arbeitgeber durch eine gesundheitsförderliche Arbeitsplatzgestaltung in der Verantwortung stehen, Burnout vorzubeugen.

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Details

Title
Erforschung des Burnout-Syndroms unter Berücksichtigung von Stressphänomenen am Arbeitsplatz
College
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Duisburg
Grade
1,3
Author
Annika Kramer (Author)
Publication Year
2014
Pages
58
Catalog Number
V280818
ISBN (eBook)
9783656746522
ISBN (Book)
9783656746508
Language
German
Tags
Burnout Burn out Stress Stressphänomene öffentliche Verwaltung Arbeitsplatz gefährdete Berufsgruppen Stressoren Stressreaktionen Phasen Symptomatik Symptome Ursachen Ursachenmodelle persönlichkeitszentrierter Erklärungsansatz soziologisch geprägter Ansatz Erklärungsansätze Interview Umgang mit Betroffenen Behandlungsansätze Prävention Präventionsansätze Behandlungsmöglichkeiten individuelle Vorbeugung Vorbeugung individuelle Ressourcen Stressbewältigung Resilienz Stressbewältigungsmaßnahmen Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM Vorzeigekommune Dortmund Stadt Dortmund Vorzeigekommune BGF Betriebliche Gesundheitsförderung Burnout-Syndrom Burn Out Syndrom Stadt Bachelorarbeit Bachelor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Kramer (Author), 2014, Erforschung des Burnout-Syndroms unter Berücksichtigung von Stressphänomenen am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280818
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