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Die Salutogenese nach A. Antonovsky und der Stellenwert der Psychomotorik für Gesundheitsförderung im Kindesalter

Título: Die Salutogenese nach A. Antonovsky und der Stellenwert der Psychomotorik für Gesundheitsförderung im Kindesalter

Tesis , 2004 , 95 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Gabriele Heibach (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Themenkomplex der Gesundheit und Gesundheitsförderung im Kindesalter. Verfolgt man die aktuellen Diskussionen zu dieser Thematik in der medialen Berichterstattung oder auch in einschlägigen Fachpublikationen, kommt man auf den ersten Blick zu dem Schluss, dass der Gesundheitszustand der heutigen Kinder besorgniserregend zu sein scheint. Vielerorts sind Schlagzeilen zu lesen wie: „Kinder bewegen sich zu wenig“, „sind zu dick“, „können sich nicht konzentrieren“ und „leiden verstärkt unter Verhaltensauffälligkeiten!“. Dieser öffentliche Tenor wird durch Aussagen von Fachleuten, wie zum Beispiel E.J. Kiphard (1997), gestützt, der die aktuelle Situation folgender Maßen charakterisiert.

„Wir laufen Gefahr, dass unsere Kinder und Jugendlichen sich zu einer Generation von Weichlingen, Schlaffis und Stubenhockern zurück entwickeln. […] Unsere Volksgesundheit ist in Gefahr. […] Noch nie waren unsere Kinder so ungeschickt wie heute, […] [sie] können kaum noch kraftvoll auf einem Bein hüpfen, geradeaus rückwärts gehen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren, geschweige denn rückwärts balancieren“ (ebd., 49ff).

Immer häufiger wird von dem Anstieg von Degenerationserscheinungen, wie Haltungsschäden, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Schwächen, Allergien oder Koordinationsschwächen, bereits im Kindesalter berichtet. So scheint es der modernen Medizin zwar immer besser zu gelingen Infektions- und Kinderkrankheiten in den Griff zu bekommen und so zu einer Verbesserung des kindlichen Gesundheitszustands beizutragen, allerdings treten jetzt an deren Stelle, laut Medien, die sogenannten Zivilisationskrankheiten. Verantwortlich für diese defizitäre Gesundheitslage wird der allgegenwärtig postulierte Bewegungsmangel der jungen Generation gemacht. So lässt sich in einem Bericht der WHO/FIMS (1994) lesen, dass körperliche Inaktivität zu den Faktoren gehört, die am häufigsten einen frühzeitigen Tod bedingen und zu Todesraten in ähnlichen Dimensionen wie das Rauchen führt (vgl. ebd., 26). Aufgrund solcher Erkenntnisse ist es verständlich, dass es immer mehr Stimmen gibt, die dazu aufrufen, diesem „gefährlichen“ Trend entgegenzuwirken.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. SITUATIONSANALYSE

2.1 Wandel der kindlichen Lebenswelt

2.1.1 Urbanisierung

2.1.2 Institutionalisierung

2.1.3 Mediatisierung

2.1.4 Kosumorientiertheit

2.2 Bewegungsmangel als Folge der veränderten Lebenswelt

2.2.1 Körperliche Auswirkungen von Bewegungsmangel

2.2.2 Psycho-soziale Auswirkungen von Bewegungsmangel

2.3 „Realität oder Panikmache?“ - Analyse der empirischen Datenlage zum Gesundheitszustand unserer Kinder heute

3. GESUNDHEIT UND GESUNDHEITSFÖRDERUNG

3.1 Was ist Gesundheit?

3.1.1 Historische Entwicklung des Gesundheitsbegriffs

3.1.2 Ganzheitliches Verständnis von Gesundheit

3.2 Was ist Gesundheitsförderung?

3.2.1 Begriffsdifferenzierung

3.2.2 Kritik an den pathogenetisch orientierten Präventionsmaßnahmen

3.3 Zwischenfazit

4. DAS MODELL DER SALUTOGENESE NACH ANTONOVSKY

4.1 Gesundheit und Krankheit

4.2 Das Kohärenzgefühl

4.2.1 Verstehbarkeit

4.2.2 Handhabbarkeit

4.2.3 Bedeutsamkeit

4.2.4 Entwicklung des Kohärenzgefühl

4.3 Generalisierte Widerstandsressourcen

4.4 Stressoren und Spannungsregulation

4.5 Der Einfluss des Kohärenzgefühl auf die Gesundheit

4.6 Bewertung und Stand der empirischen Fundierung

5. STELLENWERT DER PSYCHOMOTORIK FÜR DIE GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM KINDESALTER

5.1 Historische Entwicklung der Psychomotorik

5.2 Grundannahmen

5.2.1 Entwicklung als Person – Kontext – Interaktion

5.2.2 Die Bedeutung von Bewegungserfahrungen

5.2.3 Die Bedeutung der Wahrnehmung

5.3 Ziele und Inhalte

5.3.1 Förderung der Ich-Kompetenz durch Körpererfahrung

5.3.2 Förderung der Sach-Kompetenz durch Materialerfahrung

5.3.3 Förderung der Sozial-Kompetenz durch Sozialerfahrung

5.4 Bezugstheorien

5.4.1 Identität und Selbstkonzept

5.4.2 Die Theorie der kognitiven Entwicklung nach Piaget

5.4.3 Weitere Theorien

5.5 Zwischenfazit zum Konzept der Psychomotorik

5.6 Gesundheitsfördernde Elemente der Psychomotorik

5.6.1 Stärkung des Kohärenzgefühls

5.6.2 Aufbau generalisierter Widerstandsressourcen

5.7 Konsequenzen für die Praxis

5.7.1 Leitlinien der Gesundheitsförderung im Elementarbereich

5.7.2 Praktische Beispiele für die Gesundheitsförderung im Elementarbereich

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, wie eine kindgemäße Gesundheitsförderung gestaltet sein kann, die die mangelnden Bewegungserfahrungen der heutigen Kindergeneration berücksichtigt. Die Arbeit setzt sich kritisch mit pathogenetisch orientierten Ansätzen auseinander und entwickelt auf Basis des Salutogenese-Modells von Aaron Antonovsky sowie des Konzepts der Psychomotorik einen ganzheitlichen, pädagogischen Förderansatz zur Stärkung der kindlichen Gesundheitsressourcen.

  • Analyse der veränderten kindlichen Lebenswelt und deren Auswirkungen auf die motorische Entwicklung.
  • Kritische Reflexion gesundheitsförderlicher Maßnahmen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit im Kindesalter.
  • Erläuterung des Modells der Salutogenese und seiner Bedeutung für die Gesundheitsförderung.
  • Darstellung der Psychomotorik als praxisnahes Konzept zur Entwicklungs- und Gesundheitsförderung.
  • Ableitung pädagogischer Leitlinien und praktischer Umsetzungsbeispiele für den Elementarbereich.

Auszug aus dem Buch

Verinselung

Um verständlich zu machen was unter dem Begriff Verinselung zu verstehen ist, bietet es sich an, kurz den bereits angerissenen Wandel der räumlichen Bedingungen, in denen Kindern von der Nachkriegszeit bis heute aufgewachsen sind nachzuzeichnen.

Zeiher (1991) beschreibt, dass es durch die Kriegsschäden zu einer weitgehenden Auflösung von funktionsorientierten bzw. spezialisierten Räumen kam. Sowohl Kinder als auch Erwachsene mussten sich ihre räumliche Umwelt für die jeweiligen Bedürfnissen passend machen. Für Kinder lag hier aber auch ein bestimmter Reiz bzw. ein enormes Entwicklungspotenzial. Sie konnten in konstruktiver Weise verändernd auf ihre unmittelbare Umwelt einwirken und sich diese allmählich, mit zunehmendem Alter, in „erweiternden konzentrischen Kreisen“ aneignen (s. Abb.1) (vgl. Fischer 2001, 71; Pfeil n. Zeiher 1991, 187). Kinder konnten zunächst ihren direkten Lebensraum, also die Wohnung, erkunden und dann Schritt für Schritt den näheren und schließlich auch den weiteren Lebensraum (vgl. Zeiher 1991, 187f).

Daraus ergibt sich ein „Modell des einheitlichen Lebensraums“, indem alle Einzelsegmente in einem klaren und nachvollziehbaren räumlichen Zusammenhang zu einander stehen (vgl. ebd., 187).

Mit der Spezialisierung von Orten auf bestimmte Funktionen und der zunehmenden Institutionalisierung und Verplanung der kindlichen Freizeitgestaltung geht eine „Verinselung des Lebensraums“ einher (s. Abb.2). Kinder suchen heute für bestimmte Tätigkeiten speziell dafür vorgesehene Orte, wie z.B. den Kindergarten, den Sportverein oder die Musikschule auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Problematik des kindlichen Bewegungsmangels und formuliert die zentrale Fragestellung nach einer kindgemäßen Gesundheitsförderung.

2. SITUATIONSANALYSE: Dieses Kapitel analysiert den Wandel der kindlichen Lebenswelt durch Urbanisierung, Institutionalisierung, Mediatisierung und Konsumorientierung sowie deren psycho-soziale Auswirkungen.

3. GESUNDHEIT UND GESUNDHEITSFÖRDERUNG: Hier werden unterschiedliche Gesundheitsbegriffe und -definitionen diskutiert sowie pathogenetisch orientierte Ansätze kritisch hinterfragt.

4. DAS MODELL DER SALUTOGENESE NACH ANTONOVSKY: Das Kapitel stellt das Modell der Salutogenese als Gegenentwurf zur klassischen Pathogenese vor, wobei der Fokus auf dem Kohärenzgefühl und den Widerstandsressourcen liegt.

5. STELLENWERT DER PSYCHOMOTORIK FÜR DIE GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM KINDESALTER: Dieser Hauptteil verknüpft das Konzept der Psychomotorik mit salutogenetischen Grundgedanken, um eine ganzheitliche Förderung von Körper-, Sach- und Sozialkompetenz zu begründen.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit fasst zusammen, dass Psychomotorik ein geeigneter Weg ist, um die Bedingungen für eine gesunde kindliche Entwicklung im Sinne der Salutogenese in der Praxis umzusetzen.

Schlüsselwörter

Gesundheitsförderung, Psychomotorik, Salutogenese, Kindesalter, Kohärenzgefühl, Bewegungsmangel, Entwicklung, Selbstkonzept, Widerstandsressourcen, Bewegungserfahrungen, Körpererfahrung, Selbstwirksamkeit, Gesundheitsbewusstsein, Lebenswelt, Handlungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung im Kindesalter und der Frage, wie man dem aktuellen Trend des Bewegungsmangels durch ein pädagogisch fundiertes Konzept entgegenwirken kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Situationsanalyse kindlicher Lebensbedingungen, die theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Gesundheit und Gesundheitsförderung sowie die methodische Verknüpfung von Salutogenese und Psychomotorik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein kindgemäßes, ganzheitliches Gesundheitsförderungskonzept zu entwerfen, das auf der Psychomotorik basiert und den Anforderungen des salutogenetischen Modells gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie aktuelle Literatur, Studien und Fachdiskurse aus der Erziehungswissenschaft, Gesundheitssoziologie und Psychomotorik sichtet und kritisch vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Konzept der Salutogenese nach Aaron Antonovsky und der Stellenwert der Psychomotorik erläutert. Zudem wird aufgezeigt, wie diese beiden Ansätze ineinandergreifen, um die kindliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kohärenzgefühl, Bewegung, Ganzheitlichkeit, Selbstwirksamkeit und Kompetenzförderung charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich dieser Ansatz von klassischen Präventionsprogrammen?

Im Gegensatz zu pathogenetisch orientierten Programmen, die oft auf ein isoliertes Defizit-Training und Verbote setzen, fokussiert dieser Ansatz auf die Stärkung vorhandener Ressourcen und die Förderung der Freude an der Bewegung.

Wie genau fördert die Psychomotorik die Gesundheit von Kindern?

Die Psychomotorik fördert die Gesundheit, indem sie den Kindern vielfältige Erfahrungsräume bietet, die ihr Selbstbild stärken, ihnen ein Gefühl von Handhabbarkeit vermitteln und sie motivieren, aktiv an der Gestaltung ihrer Umwelt teilzuhaben.

Final del extracto de 95 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Salutogenese nach A. Antonovsky und der Stellenwert der Psychomotorik für Gesundheitsförderung im Kindesalter
Universidad
University of Cologne  (Heilpädagogische Fakultät)
Calificación
1,0
Autor
Gabriele Heibach (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
95
No. de catálogo
V28102
ISBN (Ebook)
9783638299831
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konzept Salutogenese Antonovsky Berücksichtigung Stellenwertes Psychomotorik Gesundheitsförderung Kindesalter Thema Salutogenese
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gabriele Heibach (Autor), 2004, Die Salutogenese nach A. Antonovsky und der Stellenwert der Psychomotorik für Gesundheitsförderung im Kindesalter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28102
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