Das Wort Ziel kommt in unserem Sprachgebrauch sehr häufig vor. Viele Sprichwörter verweisen darauf, wie wichtig es ist Ziele zu haben. Es ist bewiesen, dass zielorientiertes Handeln effektiver ist und schneller zum Ergebnis führt als ein Handeln „auf gut Glück“. Nicht nur im Leben sind konkrete Ziele essentiell, auch ein Unternehmen hat Ziele. Diese Ziele kann es durch die Hilfe derMitarbeiter erreichen. Die Voraussetzung ist, dass sowohl die Führungsposition als auch die Mitarbeiter die selben Ziele anstreben. In der Personalentwicklung wurde dafür das Management by Objektives, bekannt als „Führung durch Zielvereinbarung“, entwickelt. Oft finden Zielvereinbarungen während des Mitarbeitergespräches statt. Doch wie werden Ziele „richtig“ vereinbart? Die vorliegende Hausarbeit widmet sich daher der Frage, wie Ziele richtig formuliert werden. Hierbei wird unter anderem Bezug auf die SMART-Formel genommen. Zunächst soll die Führungstechnik „Führung durch Zielvereinbarung“ näher erläutert werden. Als nächstes folgen die Punkte „Mitarbeitergespräch“ und „Ablauf eines Zielvereinbarungsprozesses“. Daran anschließendwird die SMART-Formel erläutert. Weiterhin werden die Erkenntnisse aus der Zielsetzungstheorie von Locke und Latham vorgestellt. Abschließend werden die Vor- und Nachteile des MbO-Systemsvorgetragen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist MbO?
2.1 Das Mitarbeitergespräch
2.2 Ablauf der Zielvereinbarung
2.3 SMART-Kriterien
2.4 Zielsetzungstheorie nach Locke und Latham
3. Vorteile von MbO
4. Nachteile von MbO
5. Resümee
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "Management by Objectives" (MbO) mit dem zentralen Fokus auf die korrekte Formulierung von Zielvereinbarungen im beruflichen Kontext. Ziel ist es, den theoretischen Rahmen sowie die praktischen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Führen durch Zielvereinbarungen zu beleuchten.
- Grundlagen des Management by Objectives (MbO)
- Die Bedeutung und Herausforderungen des Mitarbeitergesprächs
- Methodische Anwendung der SMART-Formel
- Wissenschaftliche Perspektiven der Zielsetzungstheorie nach Locke und Latham
- Kritische Würdigung der Vor- und Nachteile von Zielvereinbarungssystemen
Auszug aus dem Buch
2.3 SMART-Kriterien
Wie werden Ziele richtig formuliert, damit sie Erfolg bringen? Laut der SMART-Formel sollen Ziele folgendermaßen formuliert werden: spezifisch, messbar, akzeptabel, realistisch und terminiert. „Ziele müssen grundsätzlich erreichbar sein, sonst sind es Irrlichter ohne Richtungsweiser für das Handeln. Eine wenn auch noch so kleine Chance der Realisierbarkeit lässt auch Wünsche, Hoffnungen, Vorsätze und Utopien richtungsweisend werden. Erst die Beschreibung eines ganz konkreten Zustands jedoch, den ich herbeiführen will, führt mich zu zielgerichtetem Handeln“ (Kowalzik, U. 2005, S.49). Demzufolge ist die genaue Beschreibung des Zieles Voraussetzung, um die notwendigen Handlungen auszuführen. Nichts desto trotz ist die Präzisierung von Lern- und Entwicklungszielen nicht ganz einfach.
Das folgende Beispiel kann dies verdeutlichen: Die „kommunikative Kompetenz“ oder der „kooperative Führungsstil“ sollen ausgebaut werden. In diesem Fall müssen sich die Gesprächspartner darauf einigen, woran sie in einem Jahr den Zuwachs an „kommunikativer Kompetenz“ oder „kooperativem Führungsstil“ erkennen können. Dies impliziert, dass die Zielbereiche konkret und anschaulich beschrieben werden müssen. Eine Möglichkeit wäre, dass sich z.B die Gesprächspartner darauf einigen, dass im Bezug auf „kooperativen Führungsstil“ alle Teammitglieder über die wichtigen Vorgänge im Team informiert sind und klar beschriebene Verantwortungsbereiche übernehmen. Als Maßnahme könnte eine wöchentliche Teamsitzung angesetzt werden, bei der alle wichtigen Themen zur Sprache kommen und die Ergebnisse verschriftlicht werden. Weiterhin könnte vereinbart werden, dass die Leistungskraft regelmäßig über die Arbeitsfortschritte informiert werden (vgl. Hölze, C. 2006, S.201).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Zielen für Unternehmen ein und stellt die Fragestellung zur korrekten Formulierung von Zielvereinbarungen vor.
2. Was ist MbO?: Dieses Kapitel definiert das "Management by Objectives", erläutert das Mitarbeitergespräch als zentrales Instrument, beschreibt den Prozess der Zielvereinbarung sowie die SMART-Kriterien und die Zielsetzungstheorie.
3. Vorteile von MbO: Hier werden die positiven Aspekte von Zielvereinbarungen wie erhöhte Transparenz, verbesserte Prioritätensetzung und gesteigerte Mitarbeitermotivation hervorgehoben.
4. Nachteile von MbO: Dieses Kapitel thematisiert kritische Aspekte wie Zielkonflikte, hohen administrativen Aufwand und die Gefahr einer unrealistischen Zielsetzung.
5. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass der Erfolg von MbO entscheidend von der Art der Einführung und Handhabung abhängt und betont die Notwendigkeit klarer Kriterien.
Schlüsselwörter
Management by Objectives, MbO, Führung durch Zielvereinbarung, Mitarbeitergespräch, SMART-Formel, Zielsetzungstheorie, Locke und Latham, Personalentwicklung, Zielformulierung, Führungstechnik, Motivation, Unternehmenskultur, Leistungsbeurteilung, Zielkonflikte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Management-Instrument "Management by Objectives" (MbO) und analysiert, wie Ziele in einem beruflichen Kontext korrekt und effektiv vereinbart werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des MbO, die Durchführung von Mitarbeitergesprächen, die Anwendung der SMART-Kriterien sowie die Zielsetzungstheorie nach Locke und Latham.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie Ziele im Arbeitsalltag "richtig" formuliert werden, um sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter sinnvoll zu sein.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Konzepte und Theorien zum MbO sowie Erkenntnisse aus der Personalentwicklung gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von MbO, die prozessuale Darstellung der Zielvereinbarung, die detaillierte Vorstellung der SMART-Formel, theoretische Ansätze zur Motivation sowie eine kritische Abwägung der Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind MbO, Führung durch Zielvereinbarung, SMART-Kriterien, Motivation, Zielformulierung und Mitarbeiterführung.
Warum ist das Mitarbeitergespräch für das MbO kritisch?
Der Autor weist darauf hin, dass das Mitarbeitergespräch oft asymmetrisch geprägt ist und durch suggestive Kommunikation seitens der Führungskraft negativ vorbelastet sein kann.
Was unterscheidet "Vermeidungsziele" von positiven Zielformulierungen?
Vermeidungsziele basieren auf Negationen und Ängsten, während positive Zielformulierungen den erstrebenswerten Zielzustand exakt und präzise definieren.
- Quote paper
- Zeynep Ören (Author), 2013, Wie werden Ziele richtig formuliert? Vor- und Nachteile des Management by Objectives (MbO), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281056