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Schadenszauber als Element der Hexenprozesse

Title: Schadenszauber als Element der Hexenprozesse

Term Paper , 2012 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Patricia Glowania (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Summary Excerpt Details

Schaut man heute in esoterische Internetforen, in denen sich selbst bezeichnete Hexen und Magier austauschen, wird man feststellen, dass Schadenszauber, insbesondere Liebeszauber, sehr beliebt sind. Es werden Schadenszauber für ehemalige Liebespartner vorgeschlagen oder Schadenszauber zur Bestrafung anderer Personen erwünscht. Dass dieser Schadenszauber mit seinen diversen Anwendungsgebieten eine sehr lange Geschichte hat und bereits in den Hexenprozessen des Mittelalters von Bedeutung war, vermutet man nicht, wenn man sich die Beiträge der Forenbenutzer anschaut.
Ziel der Arbeit ist es die Tradition der Schadenszauber aufzuzeigen. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Rolle der Schadenszauber in den Hexenprozessen gespielt hat. Neben der Klärung allgemeiner Begrifflichkeiten und geschichtlicher Fakten soll der Schadenszauber an konkreten Beispielen erläutert werden. Da der „Hexenhammer“, verfasst von den beiden dominikanischen Inquisitoren Heinrich Institoris und Jakob Sprenger, bei der Benennung der einzelnen Elemente der Hexenprozesse eine entscheidende Rolle gespielt hat, wird er zur näheren Betrachtung herangezogen werden. Zudem soll er zur Eingrenzung der Datierung der Hexenprozesse dienen. Durch einen Exkurs in die Internetforen über Magie, Hexerei und Esoterik soll das Verständnis von Schadenszauber im heutigen Zeitalter mit dem ursprünglichen Verständnis verglichen und abgerundet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Hexenprozesse im Mittelalter

2.1 Geschichtliche Einordnung und Begründung

2.2 Die Elemente des Hexenprozesses und der „Hexenhammer“

2.3 Das Element des Schadenszaubers im „Hexenhammer“

2.3.1 Über die Art, wie sie die Zeugungskraft zu hemmen pflegen.

2.3.2 Über die Art, wie sie die männlichen Glieder wegzuhexen pflegen.

2.3.3 Über die Weise, wie sie jede Art von Krankheit anhexen können; und zwar im allgemeinen von den schwereren.

2.3.4 Es folgt über die Art, wie die Hexen den Haustieren verschiedenen Schaden antun.

2.3.5 Über die Art, wie sie Hagelschlag und Gewitter zu erregen und auch Blitze auf Menschen und Haustiere zu schleudern pflegen.

2.4 Zwischenresümee

3. Der Schadenszauber und seine Wirkung(sbereiche)

3.1 Hintergrund

3.2 Wirkungsbereiche und Erscheinungsformen

3.3 Mittel zur Durchführung eines Schadenzaubers

3.4 Schadenszaubersprüche

3.5 Schadenszauber heute

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Tradition des Schadenszaubers und dessen Rolle innerhalb der mittelalterlichen Hexenprozesse, wobei insbesondere der Einfluss des „Hexenhammers“ analysiert wird. Ziel ist es, die Entwicklung dieses Konzepts bis in die heutige Zeit nachzuvollziehen und das veränderte Verständnis von Schadenszauber im Vergleich zum ursprünglichen Hexenglauben darzustellen.

  • Tradition und historische Bedeutung des Schadenszaubers
  • Die Rolle des „Hexenhammers“ als Grundlage der Hexenlehre
  • Erscheinungsformen und Anwendungsgebiete des Schadenszaubers
  • Mittel zur Durchführung magischer Praktiken
  • Vergleich zwischen historischem Verständnis und moderner esoterischer Praxis

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Element des Schadenszaubers im „Hexenhammer“

Wie wird nun aber der Schadenszauber im „Hexenhammer“ beschrieben? Im zweiten der insgesamt drei Teile des „Hexenhammers“ geht es um die verschiedenen Arten und Wirkungen der Hexerei. Die Autoren nehmen zunächst eine Differenzierung der Hexen aufgrund ihrer Fähigkeiten vor. So unterscheiden sie zwischen Hexen, die heilen, aber nicht schädigen können; Hexen, die schädigen, aber nicht heilen können und Hexen, die beides vermögen. Zu letzteren zählen Hexen, die in der Lage sind auch „alle übrigen Hexereien auszuführen“. Zudem vergehen sie sich an Kindern, indem sie sie zu essen pflegen. Bei ihren Taten begehen die Hexen immer ein gotteslästerliches Handwerk und gehen einen Treuepakt mit dem Teufel ein. Entgegenwirken kann man dem durch Gebete und Exorzismus nicht. Weitere Kapitel des zweiten Teiles berichten über die Fähigkeit der Hexen mit ihrer Hexerei anderen Menschen zu schaden. Zudem werden Heilmittel aufgelistet, die die vorher aufgezählten Behexungen oder auch Schadenszauber beheben oder auch heilen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Thematik der Schadenszauber, Darstellung des Ziels der Arbeit und methodische Vorgehensweise unter Einbeziehung des „Hexenhammers“.

2. Hexenprozesse im Mittelalter: Überblick über die Hintergründe der Hexenverfolgung sowie die Bedeutung des „Hexenhammers“ für die systematische Erfassung von Hexereivorstellungen.

3. Der Schadenszauber und seine Wirkung(sbereiche): Detaillierte Definition, Analyse der Erscheinungsformen, Durchführungsmittel und der heutigen Relevanz von Schadenszauber.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Transformation des Schadenszaubers vom mittelalterlichen Sündenbock-Konzept hin zum heutigen esoterischen Verständnis.

Schlüsselwörter

Schadenszauber, Hexenprozesse, Hexenhammer, Malleus Maleficarum, Aberglaube, Magie, Mittelalter, Liebeszauber, Teufelspakt, Esoterik, Maleficium, Hexerei, Schadenszaubersprüche, Volksglaube, Wirkungsbereiche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Tradition und der Bedeutung des Schadenszaubers innerhalb der Hexenprozesse des Mittelalters sowie dessen Wandel in der heutigen Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die Hexenverfolgung, die systematische Darstellung von Hexenmerkmalen im „Hexenhammer“, magische Praktiken und der Vergleich zwischen historischen Hexenbildern und moderner Esoterik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Rolle des Schadenszaubers in Hexenprozessen aufzuzeigen, diesen anhand des „Hexenhammers“ zu erläutern und das Verständnis für dieses Phänomen im heutigen Zeitalter kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Analyse historischer Quellen (insb. den „Hexenhammer“) sowie einen Exkurs in zeitgenössische Internetforen für einen Vergleich der Anwendungsformen von Magie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen der Hexenprozesse, kategorisiert die verschiedenen Erscheinungsformen des Schadenszaubers (z.B. Wetterzauber, Liebeszauber) und untersucht die eingesetzten Mittel und Sprüche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Schadenszauber, Hexenhammer, Hexenprozesse, Teufelspakt, Maleficium und Aberglaube geprägt.

Welche Rolle spielt der „Hexenhammer“ für die Argumentation des Autors?

Der „Hexenhammer“ fungiert als zentrales Handbuch, das die verschiedenen, teils unsystematischen Volksvorstellungen seiner Zeit bündelte und den Inquisitoren als rechtliche und theoretische Grundlage für die Hexenverfolgung diente.

Warum wird im Fazit von einem „Wandel“ des Verständnisses gesprochen?

Während Schadenszauber im Mittelalter als existenzielle Bedrohung für das soziale Leben und die Produktion (Landwirtschaft, Zeugungskraft) galten, steht heute in Foren eher das individuelle Rachebedürfnis in persönlichen Konfliktsituationen im Vordergrund.

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Details

Title
Schadenszauber als Element der Hexenprozesse
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Germanistik)
Grade
2,3
Author
Patricia Glowania (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V281082
ISBN (eBook)
9783656745587
ISBN (Book)
9783656745570
Language
German
Tags
schadenszauber element hexenprozesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Glowania (Author), 2012, Schadenszauber als Element der Hexenprozesse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281082
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