Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Sociología - Relaciones y Familia

Beschreibung und körpersoziologische Analyse der Ökologiebewegung

Título: Beschreibung und körpersoziologische Analyse der Ökologiebewegung

Proyecto de Trabajo , 2014 , 10 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Judith Kronschnabl (Autor)

Sociología - Relaciones y Familia
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Es gibt wohl kaum eine soziale Bewegung, die so viele Bereiche umspannt und auf eine so lange Geschichte zurückblicken kann, wie die Ökologiebewegung. Ihre Themengebiete erstrecken sich von der Anti AKW-Bewegung über Tierschutz zu Umweltschutz bis hin zu neueren Problematiken die wie der Gentechnik. Die Ökologiebewegung birgt zusätzlich die Besonderheit, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen sozialen Bewegungen bereits in die Politik vorgedrungen ist und sich dort, beispielsweise in Form der Partei der Grünen, erfolgreich etabliert hat. Dennoch befasst sich diese Bewegung mit eher unkonventionellen Themen wie etwa der Ernährung, sodass sie sich nicht nur in der Politik, sondern auch im Privaten im Sinne eines Lifestyles wiederfinden lässt.
Gerade die Vielfältigkeit der Ökologiebewegung ist höchst faszinierend und bietet sich für eine genauere körpersoziologische Betrachtung an. Welche Rolle spielt der Körper für diese soziale Bewegung? Welche Problematiken in Bezug auf den Körper werden in der Ökologiebewegung thematisiert? Um welche Arten von Körpern handelt es sich? Welche Protestformen kommen zum Einsatz und wie macht sich die Bewegung den Körper zu nutze? Aufschluss über diese Fragestellungen zu geben, ist Ziel des vorliegenden Projektberichts.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE ÖKOLOGIEBEWEGUNG

3. KÖRPERSOZIOLOGISCHE ANALYSE

A. KÖRPER UND PROSTEST

B. KÖRPER/LEIB

4. FAZIT /KRITIK

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel des Projektberichts ist es, die Ökologiebewegung aus einer körpersoziologischen Perspektive zu beleuchten, um zu analysieren, welche Rolle der menschliche und tierische Körper in dieser sozialen Bewegung einnimmt, wie er als Protestmittel instrumentalisiert wird und welche Bedeutung die leibliche Erfahrung in diesem Kontext hat.

  • Historische Entwicklung und Strömungen der Ökologiebewegung
  • Der Körper als Thema, Mittel und Ressource in sozialen Protesten
  • Die Verschränkung von Mensch- und Tierkörpern im Aktivismus
  • Anwendung des Körper/Leib-Modells nach Plessner
  • Ernährung als Form privaten Protests

Auszug aus dem Buch

a. Körper und Prostest

Soziale Bewegungen bringen immer auch spezifische Protestformen hervor. Der Körper kann hierbei unterschiedliche Funktionen einnehmen. Körper kann Thema des Protests sein, er kann zum Mittel des Protests gemacht werden und er kann als Ressource dienen. Bei der Ökologiebewegung sind alle diese drei Aspekte gegeben.

Körper ist in verschiedener Hinsicht Thema der Ökologiebewegung. Denkt man an Atomunglücke wie Tschernobyl oder Fukushima, so ist der Körper Strahlung ausgesetzt, die ihn lebensgefährlich bedrohen. Schlimmer noch: Die freigewordene Strahlung kann schwerwiegende Folgen für noch ungeborenes Leben (den Körper ungeborener Kinder) sowie nachfolgender Generationen haben. Pestizide, Gentechnik und freiwerdende Chemikalien haben ebenfalls das Potential, Körper dauerhaft und umfassend zu schädigen. Der Körper steht bei der Ökologiebewegung also als Thema des Protests im Fokus.

Kampagnen wie etwa von Greenpeace, die Textilhersteller zur Entgiftung von Kleidung und Trinkwasser auffordern, haben das Ziel neben der Umwelt vor allem die Unversehrtheit der Körper zu schützen. Sowohl die Körper derjenigen, die bei der Produktion mit Chemikalien in Berührung kommen, als auch derer, die Giftstoffe auf der Haut tragen oder über das Trinkwasser aufnehmen. Organisationen wie Fair Trade setzen sich im Rahmen der Ökologiebewegung nicht nur für den fairen Handel mit Kleinbauern aus der Dritten Welt ein, sondern machen sich darüber hinaus für das Wohlergehen der Körper dieser Menschen stark, indem sie einen ökologischen Anbau ohne den Einsatz von Chemikalien ermöglichen, der für diese Menschen oft dramatische Ausmaße körperlicher Gebrechen mit sich bringt.

Doch nicht nur menschliche Körper sind Thema der Ökologiebewegung – auch der Tierkörper spielt eine enorme Rolle. Die Forderung des Stopps von Tierversuchen, Jagd, unangemessener Nutztierhaltung sowie quälender Schlachtmethoden sind nur einige Beispiele, die hier zu nennen sind. Besonders hervorzuheben ist dabei auch die Verschränkung von Tier- und Menschenkörper. Die Forderung den Tierkörper zu schützen, hat unweigerlich Auswirkungen auf den Körper des Menschen. Und zwar hinsichtlich dessen Ernährung. Immer mehr Menschen entschließen sich dazu, sich und ihren eigenen Körper ohne Fleisch oder Tierprodukte zu ernähren um Tiere vor Qualen und unwürdiger Behandlung zu schützen. Wie gezeigt werden konnte, stellt der Körper also durchaus ein zentrales Thema innerhalb der Ökologiebewegung dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die Ökologiebewegung als vielschichtige soziale Bewegung vor und definiert das Ziel, diese unter körpersoziologischen Gesichtspunkten zu untersuchen.

2. DIE ÖKOLOGIEBEWEGUNG: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die Entstehung, die Institutionalisierung sowie die verschiedenen Strömungen und Ziele der ökologischen Bewegung in Deutschland.

3. KÖRPERSOZIOLOGISCHE ANALYSE: In diesem Hauptteil wird der Körper als Thema, Mittel und Ressource des Protests untersucht und die Bedeutung der leiblichen Erfahrung analysiert.

A. KÖRPER UND PROSTEST: Hier wird analysiert, wie Körper in der Ökologiebewegung sowohl durch Bedrohung zum Gegenstand werden als auch aktiv als Protestinstrument oder Ressource zur Sichtbarmachung genutzt werden.

B. KÖRPER/LEIB: Dieser Abschnitt wendet Plessners Unterscheidung an, um aufzuzeigen, wie Aktivisten mit der leiblichen Ebene spielen, etwa durch die provokante Vertauschung von Menschen- und Tierkörpern.

4. FAZIT /KRITIK: Das abschließende Kapitel bewertet den Mehrwert körpersoziologischer Betrachtungsweisen für das Verständnis der Ökologiebewegung und weist auf die Grenzen dieses analytischen Zugangs hin.

Schlüsselwörter

Ökologiebewegung, Körpersoziologie, sozialer Protest, Körper, Leib, Plessner, Protestformen, Umweltschutz, Tierversuche, Ernährung, Identität, Körperinstrumentalisierung, Sichtbarmachung, nachhaltige Entwicklung, Protestkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Der Projektbericht analysiert die Ökologiebewegung unter Anwendung körpersoziologischer Theorien, um die Rolle und Funktion des Körpers innerhalb dieser Bewegung zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Ökologiebewegung, die Nutzung des Körpers in verschiedenen Protestformen sowie die ethische Verschränkung von Tier- und Menschenkörpern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Blick auf eine soziale Bewegung verändert, wenn der Faktor Körper konsequent in die Analyse von Protestformen und Zielen einbezogen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen körpersoziologischen Betrachtungsweise, wobei insbesondere das Körper/Leib-Modell von Helmuth Plessner zur Anwendung kommt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der ökologischen Bewegung und eine tiefgehende Analyse, wie Körper als Thema, Mittel und Ressource in politischen und privaten Protesten fungieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Körpersoziologie, Ökologiebewegung, sozialer Protest, Körperinstrumentalisierung und leibliche Erfahrung beschreiben.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Körper und Leib?

Basierend auf Plessner wird der Körper als das physisch wahrnehmbare Instrument betrachtet, während der Leib die Dimension des „Denkens durch den Körper“ und das damit verbundene individuelle, geistige Erleben umfasst.

Warum ist die Ernährung in diesem Kontext relevant?

Die Ernährung wird als eine Form von privatem Protest verstanden, bei dem der eigene Körper durch den Verzicht auf bestimmte Produkte zum Ausdrucksmittel gegen Tierleid und industrielle Missstände wird.

Welche Rolle spielen Organisationen wie PETA in der Analyse?

PETA dient als Paradebeispiel dafür, wie durch die provokante Zurschaustellung des Körpers und die gezielte Vermischung von Mensch- und Tierkörpern mediale Aufmerksamkeit erzeugt und auf ethische Perversionen hingewiesen wird.

Final del extracto de 10 páginas  - subir

Detalles

Título
Beschreibung und körpersoziologische Analyse der Ökologiebewegung
Universidad
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Curso
Bodypolitics
Calificación
1,3
Autor
Judith Kronschnabl (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
10
No. de catálogo
V281120
ISBN (Ebook)
9783656747383
ISBN (Libro)
9783656747369
Idioma
Alemán
Etiqueta
beschreibung analyse ökologiebewegung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Judith Kronschnabl (Autor), 2014, Beschreibung und körpersoziologische Analyse der Ökologiebewegung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281120
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  10  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint