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Maria Magdalena. Jüngerin Jesu, namenlose Sünderin oder Maria von Betanien?

Drei Frauengestalten in Bibel und Legendik

Titre: Maria Magdalena. Jüngerin Jesu, namenlose Sünderin oder Maria von Betanien?

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 27 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Melanie W. (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Maria Magdalena spielt bis heute eine wichtige Rolle in der frühchristlichen Literatur. Sie ist neben Maria, der Mutter Jesu eine der bedeutendsten Frauen in der biblischen Geschichte. Allerdings taucht ihr Name nicht nur in der Bibel auf, so schrieb auch Hansel 1935: „Neben Maria, der Mutter Jesu, hat keine zweite Heilige im Leben des gläubigen Volkes, in der Kunst und Dichtung einen derart tiefen Eindruck hinterlassen wie Maria Magdalena.“ Hier wird sie als Heilige deklariert, als Maria Magdalena, aus der der Herr die sieben Teufel ausgetrieben hat, die mit den anderen Frauen unter dem Kreuz von Jesus Christus stand , die Zeugin der Grablegung war , die am Ostermorgen mit diesen anderen Frauen zum Grab ging und dann die Begegnung mit dem Auferstandenen hatte um den Jüngern von seiner Auferstehung zu berichten. Doch in dieser Hinsicht scheiden sich die Geister, denn andere halten sie wiederum für die namenlose Sünderin , die durch ihre Reue die Vergebung der Sünden erhält nachdem sie dem Herrn die Füße wusch, küsste und salbte. Außerdem stellt sich die Frage, ob die biblischen Frauen Maria Magdalena, die namenlose Sünderin und Maria von Bethanien , Schwester des Lazarus und Martha, die den Herrn ebenfalls salbte und der sie vor ihrer Schwester in Schutz nahm , ein und dieselbe Figur darstellen oder drei ganz unterschiedliche Frauen waren?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Maria Magdalena in der Bibel

2.1 Jüngerin Jesu

2.2 Die namenlose Sünderin

2.3 Maria von Bethanien

3 Maria Magdalena in der Legendik

3.1 Die Legende

3.2 Legenda aurea

3.3 Die Verschmelzung der drei Frauengestalten

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und legendäre Entwicklung der Figur der Maria Magdalena. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob es sich bei den drei in der Bibel erwähnten Frauengestalten – Maria Magdalena, der namenlosen Sünderin und Maria von Bethanien – um eine einzige historische Person handelt oder um drei verschiedene Frauen, deren Schicksale im Laufe der Tradition verschmolzen wurden.

  • Analyse der biblischen Textstellen zur Identität der drei Frauenfiguren
  • Untersuchung der Entstehung und Funktion mittelalterlicher Heiligenlegenden
  • Betrachtung der "Legenda aurea" als zentrales Werk der Legendenbildung
  • Kritische Würdigung der Homilien von Gregor dem Großen als Ursprung der Verschmelzung

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Verschmelzung der drei Frauengestalten

Am Ende der neutestamentlichen Quellen erlebt Maria Magdalena die Auferstehung Christi und wird als erste Zeugin dieses Ereignisses genannt, doch was danach mit ihr geschieht, findet in der Bibel keine Erwähnung mehr. Genauso gibt es keine biblische Quelle über den weiteren Werdegang der namenlosen Sünderin oder der Maria von Bethanien. Erst in der Legende wird Maria Magdalenas weiteres Schicksal beschrieben. Hier werden die einzelnen Erzählungen aus der Bibel miteinander verknüpft und weitererzählt, sodass die drei Frauengestalten zur Figur der Maria Magdalena zusammenwachsen.

So erfährt sie in der abendländischen Legende einen Aufstieg von der reuigen Sünderin über den Ruhm der salbenden Maria von Bethanien bis hin zur Jüngerin Jesu, zur apostola apostolorum, welche die Botschaft Christus in Südfrankreich verkündet, in einer einsamen Höhle ihre Sünden bereut und schließlich als Heilige den Menschen Trost spendet und Hilfe bietet.

Somit ergibt sich aus den vier Evangelien in der Bibel eine zeitlich chronologische Abfolge der Handlung um Maria Magdalena für die Legendik. Zuerst wird die Frau Maria, nach ihrem Herkunftsort Magdala benannt, von den sieben Dämonen befreit. Dann bereut sie als Sünderin im Hause eines Pharisäers in einer galiläischen Stadt ihre Schuld zu Füßen Jesu, woraufhin sie ihm als Jüngerin auf seinem Weg von Galiläa nach Judäa begleitet. In Bethanien folgt sie als Schwester der Marta gebannt den Worten Jesu Christi und weint dann um ihren toten Bruder Lazarus. Wiederum in Bethanien salbt sie den Herrn einige Tage vor seinem Tod. Maria Magdalena folgt ihm dann bis unter das Kreuz und zum Grab, kommt am Ostermorgen zur Grabstätte und begegnet dem Auferstandenen als erste Zeugin.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt Maria Magdalena als eine der bedeutendsten Frauengestalten der Bibel vor und führt in die zentrale Fragestellung ein, ob die drei biblischen Frauen als eine Identität zu verstehen sind.

2 Maria Magdalena in der Bibel: Dieses Kapitel analysiert die Rollen der Jüngerin Jesu, der namenlosen Sünderin und der Maria von Bethanien anhand biblischer Textstellen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

3 Maria Magdalena in der Legendik: Der Hauptteil untersucht die gattungstheoretischen Grundlagen der Legende, die Bedeutung der Legenda aurea und den Prozess der Verschmelzung der drei Frauengestalten durch kirchenväterliche Einflüsse.

4 Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert die Ergebnisse der Untersuchung und stellt fest, dass die Verschmelzung der Identitäten primär ein Ergebnis der mittelalterlichen Traditionsbildung unter dem Einfluss von Gregor dem Großen ist.

Schlüsselwörter

Maria Magdalena, Bibel, Legenda aurea, Legendik, Gregor der Große, Sünderin, Jüngerin Jesu, Maria von Bethanien, Heiligenlegende, Exegese, Mittelalter, Apostola apostolorum, christliche Tradition, Identität, Salbung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identitätsfrage von Maria Magdalena und untersucht, wie aus drei verschiedenen biblischen Frauengestalten durch kirchengeschichtliche Tradition eine einzige Heiligenfigur wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die biblische Exegese, die mittelalterliche Legendenforschung sowie die Rezeptionsgeschichte von Heiligenviten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Ursprung der Verschmelzung der drei Frauenfiguren zu klären und zu analysieren, wie die Legende die biblischen Informationen erzählerisch ergänzt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische Literaturanalyse, bei der biblische Schriften mit legendären Werken des Mittelalters und exegetischen Texten, insbesondere von Gregor dem Großen, verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Rollen der Frauen in der Bibel, definiert den Gattungsbegriff "Legende" und beleuchtet die Entstehung der Legenda aurea.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Maria Magdalena, Legenda aurea, Heiligenlegende, Exegese und die Identitätsfrage der drei Marien-Figuren.

Warum spielt Gregor der Große eine so entscheidende Rolle in der Arbeit?

Gregor der Große gilt durch seine Homilien als maßgeblicher Initiator der Verschmelzung, da seine hohe Autorität im Mittelalter dazu führte, dass die drei Frauen in der lateinischen Kirche als eine Person wahrgenommen wurden.

Welche Bedeutung hat das Motiv der Salbung für die Identitätsfindung?

Das Salbungsmotiv dient in den biblischen Erzählungen als verbindendes Element, das die namenlose Sünderin mit Maria von Bethanien und Maria Magdalena verknüpft, was die spätere kirchengeschichtliche Gleichsetzung begünstigte.

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Résumé des informations

Titre
Maria Magdalena. Jüngerin Jesu, namenlose Sünderin oder Maria von Betanien?
Sous-titre
Drei Frauengestalten in Bibel und Legendik
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald
Note
2,0
Auteur
Melanie W. (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
27
N° de catalogue
V281307
ISBN (ebook)
9783656748922
ISBN (Livre)
9783656748434
Langue
allemand
mots-clé
maria magdalena jüngerin jesu sünderin betanien drei frauengestalten bibel legendik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Melanie W. (Auteur), 2013, Maria Magdalena. Jüngerin Jesu, namenlose Sünderin oder Maria von Betanien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281307
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Extrait de  27  pages
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