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Ursachen und Folgen einer Niedrigzinspolitik der öffentlich-rechtlichen Banken in Deutschland

Titel: Ursachen und Folgen einer Niedrigzinspolitik der öffentlich-rechtlichen Banken in Deutschland

Bachelorarbeit , 2014 , 76 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Malitsky (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende wissenschaftliche Ausarbeitung untersucht die mittelbaren und unmittelbaren Auswirkungen einer Niedrigzinsphase auf die gegenwärtige und zukünftige Ertragssituation von deutschen Sparkassen und Landesbanken. In einem praxisorientierten Kontext soll mit Abschluss der Arbeit eine präzise Positionierung und Beantwortung der anschließenden These generiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Thesendefinition

2 Grundsätzlicher Gegenstandsbereich der Niedrigzinspolitik

2.1 Einleitung in die Theorie der Geldpolitik

2.2 Theoretische Grundlage zum Instrument Leitzinssatz

2.3 Ursachen und resultierende Ziele einer Niedrigzinspolitik

2.4 Gewinner und Verlierer einer Niedrigzinspolitik

2.5 Risiken einer langfristigen Niedrigzinspolitik

3 Die Niedrigzinspolitik im europäischen Wirtschaftsraum nach dem Jahr 2008

3.1 Auslösende Ereignisse für die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank

3.2 Kritische Analyse von speziellen Zielen und Ergebnissen der durch die Europäische Zentralbank implementierten Niedrigzins-politik

3.3 Besondere Auswirkungen für den Bankensektor in Europa im Vergleich zu dem der USA

4 Die speziellen Auswirkungen der Niedrigzinspolitik für die Kreditinstitute des deutschen Bankensektors

4.1 Aktueller Gegenstandsbereich und Entwicklung des deutschen Bankensektors

4.2 Gegenüberstellung der Geschäftsmodelle des privaten und des öffentlich-rechtlichen Bankensektors

4.3 Folgen der Niedrigzinspolitik für das Geschäftsmodell des öffentlich-rechtlichen Bankensektors

5 Thesenevaluierung und Modifikationsvorschläge

5.1 Status Quo im öffentlich-rechtlichen Bankensektor und Evaluierung der Kernthese

5.2 Geschäftsmodellmodifizierung als Vorschlag zur Begegnung der analysierten Schwächen

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer anhaltenden Niedrigzinsphase auf die Ertragssituation und das Geschäftsmodell öffentlich-rechtlicher Universalbanken in Deutschland, insbesondere von Sparkassen und Landesbanken, und evaluiert deren Wettbewerbsfähigkeit.

  • Theoretische Grundlagen der Geldpolitik und Wirkungsweise von Leitzinssenkungen
  • Analyse der Niedrigzinspolitik der EZB nach der Finanzkrise 2008
  • Vergleichende Analyse der Bankensektoren in Europa und den USA
  • Bewertung der Geschäftsmodellstrukturen von Sparkassen im aktuellen Marktumfeld
  • Entwicklung von Modifikationsvorschlägen für das Geschäftsmodell öffentlich-rechtlicher Banken

Auszug aus dem Buch

2.4 Gewinner und Verlierer einer Niedrigzinspolitik

Eine pauschale und allumfassende Antwort auf die Frage hinsichtlich direkter Profiteure oder benachteiligter Personen existiert nicht. Dessen ungeachtet werden Mehrheiten bestimmter Gruppierungen, wie der Staat, volkswirtschaftlich essentielle Großunternehmen und Geldhäuser, grundsätzlich und insbesondere einem theoretischen Gedankengang folgend, positiv und andere wiederum negativ von niedrigen Leitzinsen tangiert. Unter den negativ tangierten Gruppierungen können sowohl private Sparer wie auch institutionelle Kapitalanlagegesellschaften subsumiert werden. Eine detaillierte, oben erwähnte theoretische Betrachtung der sequentiellen Parteien erfolgt in diesem Kapitel.

Wie oben thematisiert, profitiert der Fiskus unter Vorliegen gewisser volkswirtschaftlicher Kriterien äußerst positiv von einem sinkenden Zinsniveau. Einer ökonomischen Regel folgend, ist die Neuverschuldung eines Staates solange akzeptabel sofern dieser eine gleichwertige Vermögensposition gegen-über steht. Als logische Schlussfolgerung ist das Erreichen dieser Vorgabe umso trivialer, je geringer die Refinanzierungskosten sind.19

In analoger Weise profitieren hochverschuldete Unternehmen, insbesondere jene mit einem herausragenden Ausmaß an Relevanz für die Gesamtwirtschaft. Entschuldungspläne geraten in den Hintergrund und die Profitabilität einer Neuinvestition mit Fremdkapital nimmt hochgradig zu.20 Unterstützung findet dieser Effekt durch die Notwendigkeit von Großanlegern und Finanzinstituten lukrative Investitionen mit vorhanden liquiden Mitteln tätigen zu müssen.21 Simultan hierzu befinden sich die Kreditinstitute durch ihren direkten kostengünstigen Zugang zu neuer Liquidität bei der Zentralbank und den entgegengesetzten, höheren Zinssatz bei der Kreditvergabe in einer vorteilhaften Position.22

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Thesendefinition: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz der Niedrigzinsphase für deutsche Sparkassen und Landesbanken sowie Definition der zentralen Kernthese.

2 Grundsätzlicher Gegenstandsbereich der Niedrigzinspolitik: Erläuterung der geldpolitischen Grundlagen, der Funktion des Leitzinses sowie der Zielsetzungen und Risiken einer Niedrigzinspolitik.

3 Die Niedrigzinspolitik im europäischen Wirtschaftsraum nach dem Jahr 2008: Analyse der Maßnahmen der EZB nach der Finanzkrise und Kontrastierung der europäischen mit der US-amerikanischen Situation.

4 Die speziellen Auswirkungen der Niedrigzinspolitik für die Kreditinstitute des deutschen Bankensektors: Untersuchung der Folgen für den deutschen Markt unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Sektor.

5 Thesenevaluierung und Modifikationsvorschläge: Kritische Überprüfung der Ausgangsthese anhand der Datenlage sowie Ableitung von Empfehlungen zur Anpassung der Geschäftsmodelle.

6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der geldpolitischen Auswirkungen und Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Bankenmodells.

Schlüsselwörter

Niedrigzinspolitik, Europäische Zentralbank, Sparkassen, Landesbanken, Geschäftsmodell, Leitzinssatz, Finanzkrise, Zinsmarge, Bankenmarkt, Eigenkapitalvorschriften, Basel III, Refinanzierung, Kreditvergabe, Geldpolitik, Wettbewerb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die langanhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf die Ertragslage und das Geschäftsmodell von deutschen Sparkassen und Landesbanken auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der geldpolitischen Theorie, den Ursachen und Folgen der Niedrigzinsphase im europäischen Raum sowie einem Strukturvergleich zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Banken in Deutschland.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob das klassische Geschäftsmodell der öffentlich-rechtlichen Universalbanken in Zeiten nachhaltiger Niedrigzinsen noch tragfähig ist und welche Anpassungen für die zukünftige Konkurrenzfähigkeit notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine thesenbasierte Analyse, kombiniert mit einer Auswertung aggregierter Marktdaten und einem direkten Vergleich von Bankenkennzahlen zwischen verschiedenen Sektoren und Regionen.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der EZB-Geldpolitik nach 2008, einen Vergleich der Geschäftsmodelle (privat vs. öffentlich-rechtlich) und die Untersuchung spezifischer Auswirkungen wie Margendruck und Zinsänderungsrisiken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Niedrigzinspolitik, Zinsmarge, Drei-Säulen-System, Fristentransformation und Geschäftsmodell-Modifizierung zusammenfassen.

Welche Rolle spielen Landesbanken im Modell der Sparkassen?

Landesbanken fungieren für Sparkassen als notwendige Partner für den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten und unterstützen bei komplexen Großfinanzierungen.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit von Sparkassen?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass das Geschäftsmodell der Sparkassen trotz der Niedrigzinsphase tragfähig bleibt, jedoch eine stärkere Priorisierung von Provisionsüberschüssen und eine Modernisierung des Produktportfolios ratsam ist.

Wie wirkt sich die Niedrigzinspolitik auf das Depot-A-Geschäft aus?

Durch den hohen Anteil festverzinslicher Papiere führt das niedrige Zinsniveau zu Risiken bei einer eventuellen Zinswende, was hohe Anforderungen an das Risikomanagement und die Anlagestrategie stellt.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ursachen und Folgen einer Niedrigzinspolitik der öffentlich-rechtlichen Banken in Deutschland
Hochschule
2. Schulpraktisches Seminar (S) Treptow-Köpenick
Note
1,3
Autor
Alexander Malitsky (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
76
Katalognummer
V281441
ISBN (eBook)
9783656758631
ISBN (Buch)
9783656838180
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ursachen folgen niedrigzinspolitik banken deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Malitsky (Autor:in), 2014, Ursachen und Folgen einer Niedrigzinspolitik der öffentlich-rechtlichen Banken in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281441
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Leseprobe aus  76  Seiten
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