Diese Ausarbeitung beschäftigt sich mit einem neuen, aktuellen Element des mathematischnaturwissenschaftlichen Unterrichts, der sogenannten dynamischen Software und zeigt die Seiten des Nutzens in dem schulpädagogischen Aspekt des selbstregulierten Lernens und Lehrens im Unterricht.
Diverse Unterrichtsmethoden sind der Wissenschaft heutzutage bekannt, wobei eine sehr unter den Lehrkräften verbreitete und von den Wissenschaftlern empfohlene Methode das selbstregulierte Lernen ist. Diese Methode wird insbesondere von dem Modellversuch SINUS1 beobachtet und umgesetzt, das 1998 ins Leben gerufen wurde. Das Ziel des Versuchs ist die Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts.
Die Dynamik dieser Arbeit wurde auf einer Homepage (www.dynamisch-lernen.npage.de) ausgearbeitet und kann sich auch nur in Kombination mit dieser vollständig entfalten, sodass diese Arbeit keine umfangreiche Hausarbeit darstellt, sondern nur die entwickelte Homepage in ihren Inhalten unterstützt, indem sie auf das spezielle oben erwähnte Thema eingeht. Die Inhalte dieser Arbeit werden auf der Homepage ausführlicher behandelt. Wie kann die dynamische Software das selbstständige, selbstregulierte Lernen der SchülerInnen fördern und wie können eigentlich die LehrerInnen die vielmals unbekannte, neue Technik in ihrem Schulunterricht einsetzen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Dynamische Software
2.1 Dynamische Software für die Schule
2.1.1 GeoGebra
2.1.2 Archimedes Geo3D
2.1.3 TI-nspire CAS
2.1.4 Excel
3. Selbstreguliertes Lernen
3.1 Lernen und Leisten
3.1.1 Kernlernplan und die Anforderungen an die SchülerInnen
3.2 Selbstreguliertes Lernen im Unterrichtverlauf
4. Zur Entwicklung von naturwissenschaftlichen Aufgaben
4.1 Produktives Arbeiten mit Aufgaben
4.2 Unterrichtsbeispiel
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen dynamischer Software zur Förderung des selbstregulierten Lernens im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie digitale Werkzeuge den Anforderungen moderner Lehrpläne entsprechen und SchülerInnen durch praxisnahe Aufgabenstellungen zu eigenständigem, kompetenzorientiertem Arbeiten befähigen können.
- Integration dynamischer Software (GeoGebra, Archimedes Geo3D, TI-nspire CAS, Excel) in den Unterricht.
- Bedeutung des selbstregulierten Lernens für den modernen Bildungsprozess.
- Konzeptualisierung kompetenzorientierter Aufgabenstellungen im naturwissenschaftlichen Kontext.
- Praktische Anwendungsbeispiele zur Förderung des prozessbezogenen und inhaltsbezogenen Kompetenzerwerbs.
Auszug aus dem Buch
4.1 Produktives Arbeiten mit Aufgaben
Ein Teil der Entwicklung von Aufgaben ist der Kontext. Der Kontext einer Aufgabe ist für die Bearbeitung tatsächlich sehr bedeutsam und entscheidet über die Produktivität des Arbeitens. Ein erster Schritt zur Verbesserung der Lernsituation ist somit, die Aufgabe in einen Kontext einzukleiden, der für die SchülerInnen griffig und vorstellbar ist. Die Erschließung von mathematisch-naturwissenschaftlichen Phänomenen in der eigenen Lebenswelt ist für die SchülerInnen unabdingbar, damit der reale Bezug hergestellt werden kann. So könnte man z.B. mathematische Objekte, wie Kurven als Straßen oder Flächen als Größe von Grundstücksflächen darstellen. Dabei sollte jede Lehrkraft dringendst beachten, dass der realitätsnahe Kontext der SchülerInnen berücksichtigt wird, d.h. dass der Inhalt der Aufgabe dem realen Bezug der SchülerInnen entspricht und nicht den deutlich mehr im Leben erfahrenen Lehrkräften.
Die Lerngruppe soll sich somit mit der Problemstellung der Aufgabe vertraut fühlen. Außerdem sollte man in der Arbeit mit kontextbezogenen Aufgaben den Realitätsbezug nicht überbewerten. Derartige Aufgaben könnten nämlich in der Form kritisiert werden, dass „reale Naturwissenschaftler“ im „realen Leben“ solche Problemstellungen nicht haben oder nicht wie gelehrt rechnen. Hinzu kommt, dass prozessbezogene Kompetenzen, wie Argumentieren oder Problemlösen, durch die Aufgabe verlangt bzw. gefördert werden müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die sich wandelnden Anforderungen an den Unterricht und stellt das Konzept des selbstregulierten Lernens sowie den Einsatz dynamischer Software als methodischen Ansatz vor.
2. Dynamische Software: Das Kapitel definiert dynamische Software als interaktiv veränderbare Systeme und stellt vier spezifische Programme vor, die für den Einsatz im naturwissenschaftlichen Unterricht geeignet sind.
3. Selbstreguliertes Lernen: Es wird die Bedeutung selbstgesteuerten Lernens und der Kompetenzorientierung im Unterricht erläutert, wobei insbesondere die prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche des Kernlehrplans beleuchtet werden.
4. Zur Entwicklung von naturwissenschaftlichen Aufgaben: Das Kapitel diskutiert die Gestaltung authentischer Aufgabenstellungen, wobei der Fokus auf lebensweltlichem Kontext, Offenheit der Aufgaben und dem produktiven Umgang durch die Lernenden liegt.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Analyse und der Einsatz des Unterrichtsbeispiels maßgeblich zur Vertiefung des Themas beitragen und verweist auf die begleitende Internetpräsenz.
Schlüsselwörter
Dynamische Software, selbstreguliertes Lernen, Mathematikunterricht, Naturwissenschaften, Kompetenzorientierung, GeoGebra, Archimedes Geo3D, TI-nspire CAS, Unterrichtsentwicklung, Aufgabenkultur, prozessbezogene Kompetenzen, SINUS-Modell, Medienpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz von dynamischer Software als Mittel zur Förderung selbstregulierten Lernens im mathematisch-naturwissenschaftlichen Schulunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Definition dynamischer Software, die Didaktik des selbstregulierten Lernens, die Kompetenzorientierung laut Kernlehrplan sowie die Konstruktion praxisorientierter Aufgaben.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften aufzuzeigen, wie sie moderne Technik und kompetenzorientierte Aufgaben nutzen können, um SchülerInnen zu eigenständigerem Lernen zu motivieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und die Analyse didaktischer Rahmenkonzepte (wie SINUS), ergänzt durch die Entwicklung eines praktischen Unterrichtsbeispiels.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Softwaretypen, diskutiert Anforderungen an den Unterricht und präsentiert konkrete Aufgabenstellungen für den Einsatz im Klassenzimmer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie dynamische Software, Kompetenzorientierung, selbstreguliertes Lernen und naturwissenschaftlicher Unterricht definiert.
Welche Software wird in den Aufgabenbeispielen konkret eingesetzt?
Zur Umsetzung der Aufgaben werden GeoGebra, Archimedes Geo3D, TI-nspire CAS und Excel verwendet.
Wie unterscheidet sich die "Goldene Ellipse" in Aufgabe 3 von einer normalen Ellipse?
Die "Goldene Ellipse" ist durch ein spezifisches Halbachsen-Verhältnis von Wurzel 2 zu 1 charakterisiert, was besondere mathematische Eigenschaften hervorbringt.
Warum betont der Autor die Bedeutung des Kontextes bei Aufgaben?
Der Autor argumentiert, dass ein realitätsnaher Kontext für SchülerInnen essenziell ist, um mathematische Phänomene greifbar zu machen und eine höhere Produktivität bei der Bearbeitung zu erreichen.
Welche Rolle spielt die begleitende Internetpräsenz?
Die Internetpräsenz dient als ergänzende Plattform, die vertiefende Analysen, didaktische Diskussionen und das vollständige Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellt.
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- Dervis Pehlivan (Autor), 2012, Lernen mit dynamischer Software auf www.dynamisch-lernen.npage.de, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281472