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Krankenhausalltag in Potsdam im 2. Weltkrieg

Titel: Krankenhausalltag in Potsdam im 2. Weltkrieg

Hausarbeit , 2009 , 15 Seiten

Autor:in: Alexander Huwe (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwieweit veränderte sich der Alltag an den Potsdamer Kliniken durch den 2. Weltkrieg und welche Auswirkungen hatte er auf die Versorgung und Betreuung von Patienten? Die Veränderungen werden an den Beispielen des „St. Josefs-Krankenhauses“ und des „städtischen Krankenhauses“ der Stadt Potsdam (heute „Ernst von Bergmann Klinikum“) erläutert.
Es geht in dieser Arbeit nicht bzw. nur am Rande um die Täter des Nationalsozialismus, sondern vielmehr um die Darstellung der Situation der Patienten und des medizinischen Personals, deren Möglichkeiten und um den Zustand der Krankenhäuser von 1939-1945.
Ohnehin stellt sich die Situation für Mediziner und Pflegepersonal in dieser historischen Epoche besonders schwierig dar: Die Versorgung des Patienten, welches im zivilem Leben von der Sorge um das Wohl des Individuums bestimmt ist, gerät in Kriegszeiten nicht selten in Konflikt mit militärischen bzw. daraus entstehenden Erfordernissen. Es wird versucht in dieser Arbeit auf diese kriegsbedingten Veränderungen Aufmerksam zu machen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Organisation der Krankenpflege in Deutschland

3. Die Krankenhausversorgung in Potsdam

4. Situation im Josefs Krankenhaus von 1939-1945

5. Die Situation im „städtischen Krankenhaus“

6. Die Lage der Krankenversorgung nach dem Luftangriff vom 14.04.1945

7. Fazit

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie sich der Alltag und die Patientenversorgung an den Potsdamer Kliniken während des Zweiten Weltkriegs veränderten. Dabei stehen insbesondere die Auswirkungen auf das medizinische Personal, die infrastrukturellen Herausforderungen sowie die spezifische Situation in den Krankenhäusern unter den Bedingungen der NS-Herrschaft und der zunehmenden Luftkriegsbedrohung im Fokus.

  • Veränderungen in der Organisation der Krankenpflege durch die nationalsozialistische Gleichschaltung.
  • Detaillierte Analyse der Situation im St. Josefs-Krankenhaus und im städtischen Krankenhaus während des Krieges.
  • Einfluss von Luftangriffen auf die medizinische Infrastruktur und die Patientenbetreuung.
  • Widerstand und Handlungsspielräume des medizinischen Personals gegenüber dem NS-Regime.
  • Herausforderungen in der Arzneimittel- und Personalversorgung in der Endphase des Krieges.

Auszug aus dem Buch

Situation im „St-Josefs Krankenhaus“ von 1939-1945

Der NS-Staat brachte dem Haus Zwänge und belastende Veränderungen bei. Alle Angestellten mussten als Beispiel der deutschen Arbeiterfront beitreten und die Waisenknaben dem Jungvolk. Die Arbeitszeiten wurden genormt, was bedeutete das Männer 8 und Frauen 10 Stunden arbeiten mussten. Für Sonntags- und Schichtarbeit gab es zwar freie Tage, die Urlaubzeit betrug aber nur 6-18 Tage. Mit Ausbruch des Krieges spitzte sich die Lage weiter zu indem Ärzte, Wärter und männliche Angestellte ihren Einberufungsbefehl erhielten und daraus resultierte ein extremer Personalmangel an der Klinik. Personale Veränderungen gab es aber auch noch außerdem durch die Räumung des Saargebietes 1939. Durch das Mutterhaus in Trier wurden somit 9 Schwestern und 37 Saarkinder dem Krankenhaus zugeführt.

Durch den Bau eines Luftschutzbunkers und der Installation einer Notbeleuchtung waren auch kriegsbedingt technische Veränderungen nötig geworden. Die Gesundheitsbehörde richtete im „St-Josefs-Krankenhaus“ zusätzlich eine öffentliche Luftschutz-Rettungsstelle ein, welche Tag und Nacht von Helferinnen des Roten Kreuzes besetzt wurde. Um einen ausreichenden Schutz vor Infektionspatienten bei Luftangriffen zu haben, wurden vier Luftschutzräume nur für solche Patienten eingerichtet. 1943 wurde zusätzlich auf Anordnung des Arbeitsamtes eine Baracke für ausländische Arbeiter errichtet. Weitere Investitionen wurden ab diesen Zeitzpunkt jedoch nicht mehr getätigt und selbst der klinikeigene Krankentransportwagen wurde für den Krieg eingezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die kriegsbedingten Veränderungen im Alltag und der Patientenbetreuung an den Potsdamer Kliniken zwischen 1939 und 1945.

2. Organisation der Krankenpflege in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die nationalsozialistische Gleichschaltung der Krankenpflege und die Umstrukturierung durch die NSV.

3. Die Krankenhausversorgung in Potsdam: Es wird der Status quo der Potsdamer Kliniklandschaft zu Beginn des Krieges sowie die Bedeutung der wichtigsten Krankenhäuser beschrieben.

4. Situation im Josefs Krankenhaus von 1939-1945: Der Fokus liegt auf dem internen Klinikalltag, den Repressalien durch das NS-Regime und dem persönlichen Einsatz des Personals für verfolgte Patienten.

5. Die Situation im „städtischen Krankenhaus“: Hier wird der kriegsbedingte Kapazitätsdruck, der Ausbau der Infektionsstationen und die zunehmende Überlastung durch Verwundete und Personalmangel dargestellt.

6. Die Lage der Krankenversorgung nach dem Luftangriff vom 14.04.1945: Das Kapitel beschreibt die zerstörerischen Folgen des Bombenangriffs auf die medizinische Infrastruktur und die improvisierte Patientenversorgung.

7. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, wie Kriegsvorbereitungen und NS-Ideologie die medizinische Versorgung der Zivilbevölkerung dramatisch verschlechterten.

8. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und zeitgeschichtlichen Dokumente.

Schlüsselwörter

Krankenhausalltag, Potsdam, 2. Weltkrieg, Krankenpflege, St. Josefs-Krankenhaus, Städtisches Krankenhaus, NS-Gleichschaltung, Luftkrieg, Patientenversorgung, Personalmangel, Medizinethik, Luftschutz, Medizingeschichte, Kriegsfolgen, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf den Krankenhausalltag und die Patientenversorgung in der Stadt Potsdam unter besonderer Berücksichtigung der NS-Einflüsse.

Welche Krankenhäuser stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die Studie konzentriert sich beispielhaft auf das „St. Josefs-Krankenhaus“ und das „Städtische Krankenhaus“ (heute Ernst von Bergmann Klinikum).

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die täglichen Herausforderungen und die psychischen sowie physischen Belastungen für Patienten und medizinisches Personal während der Kriegsjahre aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Chronikaufzeichnungen, Archivmaterial und zeitgeschichtlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die organisatorische Gleichschaltung, die infrastrukturellen Veränderungen, die Auswirkungen des Personalmangels und die gravierenden Einschnitte durch die Luftangriffe gegen Ende des Krieges.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Krankenhausalltag, Potsdamer Kliniken, Luftkrieg, NS-Repressalien, medizinische Notversorgung und zivile Gesundheitsfürsorge.

Wie erlebte das St. Josefs-Krankenhaus die Zeit des NS-Regimes?

Das Personal war der Willkür des Regimes ausgesetzt, bewahrte sich jedoch eine geschlossene Haltung und leistete an verschiedenen Stellen Widerstand, indem es beispielsweise verfolgten Personen Zuflucht bot.

Welche Folgen hatte der Luftangriff vom 14. April 1945 für die Kliniken?

Die medizinische Infrastruktur wurde massiv zerstört, was die Versorgung der Verletzten fast unmöglich machte und zu improvisierten Maßnahmen in Kellern und Hilfsstationen zwang.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krankenhausalltag in Potsdam im 2. Weltkrieg
Hochschule
Charité - Universitätsmedizin Berlin  (Medizinpädagogik)
Autor
Alexander Huwe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V281481
ISBN (eBook)
9783656757344
ISBN (Buch)
9783656757351
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krankenhausalltag potsdam weltkrieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Huwe (Autor:in), 2009, Krankenhausalltag in Potsdam im 2. Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281481
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Leseprobe aus  15  Seiten
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