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Öffentliches und privates Leben in Japan

Titre: Öffentliches und privates Leben in Japan

Dossier / Travail , 2014 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: An Lin (Auteur)

Sociologie - Habitation et Sociologie urbaine
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Das Leben in der Stadt beschäftigt verschiedene Fachrichtungen seit der Existenz solchen Lebens. Davon zeugen nicht zuletzt die ersten deutschsprachigen Großstadtromane im 19. und 20. Jahrhundert. Auch die Stadtsoziologie beschäftigt sich mit den Merkmalen städtischen Lebens. Schnell stößt man in dem Zusammenhang auf die Theorie Hans Paul Bahrdts über die Polarität von Öffentlichkeit und Privatheit. Demzufolge sei das Leben einer Ansiedlung umso städtischer, je stärker ausgeprägt die Polarität zwischen seinem privaten und öffentlichen Aggregatzustand ausfalle.

Wie das Theorie-Kapitel der vorliegenden Arbeit aufzeigt, war diese Aussage von 1961 seither mehrfach der Kritik ausgesetzt. Dennoch regt Bahrdt dazu an, wiederkehrende Merkmale für das Leben in konkreten Ortschaften auf Öffentlichkeit und Privatheit hin zu untersuchen. Davon inspiriert werden Familien-, Freizeit- und Arbeitsleben in japanischen Siedlungen betrachtet. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern das Bild dieser drei Welten und ihr Verhältnis zueinander als Kennzeichen für heutiges Leben in Japan verstanden werden kann, und ob sich das städtische Leben vom ländlichen unterscheidet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Öffentliches und privates Leben in der Theorie

2.1. Privatheit und Öffentlichkeit im Kontext

2.2. Die Polarität nach Hans Paul Bahrdt

3. Öffentliches und privates Leben in Japan

3.1. Arbeitsleben in japanischen Siedlungen

3.2. Familienleben in japanischen Siedlungen

3.3. Freizeitleben in japanischen Siedlungen

3.4. Japans Lebensweise im Wandel

4. Der Westen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

5. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von öffentlichem und privatem Leben in Japan unter Rückgriff auf die soziologische Theorie der Polarität von Öffentlichkeit und Privatheit nach Hans Paul Bahrdt. Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern dieses theoretische Modell als Kennzeichen für das heutige Leben in japanischen Siedlungen dienen kann und ob sich dabei Unterschiede zwischen städtischer und ländlicher Lebensweise feststellen lassen.

  • Theoretische Fundierung der Begriffe Öffentlichkeit und Privatheit (Habermas, Bahrdt)
  • Analyse der Lebensbereiche Arbeit, Familie und Freizeit im japanischen Kontext
  • Untersuchung des soziokulturellen Wandels in japanischen Großstädten
  • Vergleich der japanischen Verhältnisse mit westlichen Industrieländern wie Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Polarität nach Hans Paul Bahrdt

Eine häufig diskutierte These von Hans Paul Bahrdt zu den Merkmalen städtischen Lebens dient dieser Arbeit auszugsweise als Denkanstoß:

„Es bilden sich eine öffentliche und eine private Sphäre, die in engem Wechselverhältnis stehen, ohne daß die Polarität verlorengeht. Die Lebensbereiche, die weder als >öffentlich< noch als >privat< charakterisiert werden können, verlieren hingegen an Bedeutung. Je stärker Polarität und Wechselbeziehung zwischen öffentlicher und privater Sphäre sich ausprägen, desto >städtischer< ist, soziologisch gesehen, das Leben einer Ansiedlung.“ (Bahrdt 1998 [1961], 83f.)

Auch Bahrdt definiert die Öffentlichkeit als etwas, das Vermittlung leistet. Sie vermittle vor den Augen aller zwischen einander kaum bekannten, flüchtig aber im Rahmen der Ansiedlung unausweichlich getroffenen Menschen, indem sie zwischen ihnen Kommunikationsformen entwickelt (vgl. ebd., 89, 95). In der öffentlichen Sphäre verstellen und präsentieren Menschen ihr Verhalten stilisierend bis inszenierend, indem sie nicht alles von sich preisgeben, sondern bewusst nur das zeigen oder extra dafür entwickeln, was für Kommunikation, Arrangements und auch für gutes Auftreten notwendig sei (vgl. ebd., 89-93). Jene Repräsentation äußere sich vielseitig in Umgangsformen, Geselligkeitsformen, Kleidung, Bauformen und politischen Gebilden (vgl. ebd., 93). Dabei könne es vorkommen, dass Vermittlungsanläufe bei einzelnen Menschen aufgrund der Fremdheit scheitern oder aber in die private Sphäre verlegt werden (vgl ebd., 94). Diese Öffentlichkeit zeige sich in ländlichen Ansiedlungen schwächer ausgeprägt, da Menschen dort nicht zügig zu Fremden Verbindungen aufzubauen haben (vgl. ebd., 91). Das der Öffentlichkeit bewusst Vorenthaltene und Verborgene sei das, was intim und mit eigenen Gesetzen und eigener Kultur die private Sphäre bilde und sich vor allem in der Familie als Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft in einem Haushalt mit mehreren Generationen wiederfinde (vgl. ebd., 99f.). Großstädter ziehen sich bewusster und stärker als Dorfbewohner zurück, so dass auch die Privatheit bei ihnen ausgeprägter erscheint (vgl. ebd., 137f., 140f., 164). Dort, wo Arbeiten und Wohnen zusammentreffen, werde diese private Sphäre gestört (vgl. ebd., 137). Öffentlichkeit und Privatheit können ohne einander existieren oder sich vermischen, aber ihre Pflege bestehe aus gegenseitigen Impulsen (vgl. ebd., 105).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die soziologische Fragestellung zur Polarität von Öffentlichkeit und Privatheit vor und erläutert die methodische Herangehensweise zur Untersuchung des modernen Lebens in Japan.

2. Öffentliches und privates Leben in der Theorie: Dieses Kapitel arbeitet die theoretischen Grundlagen der Begriffe Öffentlichkeit und Privatheit auf, wobei der Fokus auf den Konzepten von Jürgen Habermas und Hans Paul Bahrdt liegt.

3. Öffentliches und privates Leben in Japan: Hier wird die Theorie auf die japanische Lebensweise übertragen und in den Unterkapiteln Arbeit, Familie, Freizeit sowie dem aktuellen Wandel spezifisch analysiert.

4. Der Westen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Ein Vergleich mit Deutschland verdeutlicht Parallelen und Unterschiede in den gesellschaftlichen Entwicklungen, insbesondere hinsichtlich der Arbeitswelt und Familienpolitik.

5. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die zunehmende Angleichung von westlichen und östlichen Strukturen sowie die künftige Entwicklung des gesellschaftlichen Verhältnisses von Arbeit, Familie und Privatsphäre.

Schlüsselwörter

Japan, Stadtsoziologie, Öffentlichkeit, Privatheit, Hans Paul Bahrdt, Lebensweise, Arbeitswelt, Familienleben, Freizeitleben, demografischer Wandel, Modernisierung, Urbanität, Sozialstruktur, Geschlechterrollen, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung des öffentlichen und privaten Lebens in Japan unter Anwendung der Theorie der Polarität von Öffentlichkeit und Privatheit nach Hans Paul Bahrdt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Strukturierung des Alltagslebens in Japan, unterteilt in die Bereiche Arbeit, Familie und Freizeit, sowie deren soziologische Einordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit das Verhältnis zwischen öffentlicher und privater Sphäre als Kennzeichen für das moderne Leben in Japan verstanden werden kann und ob sich signifikante Unterschiede zwischen städtischer und ländlicher Lebensführung identifizieren lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, bei der soziologische Theorien auf aktuelle Forschungsergebnisse und Berichte über die japanische Gesellschaft angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Arbeitsleben, die Familienstruktur und die Freizeitgestaltung in Japan detailliert betrachtet und der aktuelle gesellschaftliche Wandel in Japan kritisch reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen Japan, Öffentlichkeit, Privatheit, Stadtsoziologie, Lebensweise, Modernisierung und der demografische Wandel.

Wie hat sich die japanische Familie nach 1945 entwickelt?

Die japanische Familie hat sich von einer staatlich instrumentalisierten Institution hin zu einer autonomeren Struktur entwickelt, in der Individualität und die Aufwertung der Privatsphäre zunehmend an Bedeutung gewonnen haben.

Welche Bedeutung hat das Arbeitsleben für die Sphärentrennung in Japan?

Das Arbeitsleben ist laut der Untersuchung problematisch einzuordnen; es bildet oft das Gegenstück zur Privatheit, wobei die Grenzen zur öffentlichen Sphäre zunehmend verwischen.

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Résumé des informations

Titre
Öffentliches und privates Leben in Japan
Université
University of Hagen  (Institut für Soziologie, Arbeitsbereich Stadt- und Regionalsoziologie)
Cours
Kurse 03646 und 03639
Note
1,0
Auteur
An Lin (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
27
N° de catalogue
V281489
ISBN (ebook)
9783656759584
ISBN (Livre)
9783656759591
Langue
allemand
mots-clé
öffentliches leben japan
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
An Lin (Auteur), 2014, Öffentliches und privates Leben in Japan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281489
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Extrait de  27  pages
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