Der schwerste Vogel, den es jemals auf der Erde gab, hat im Miozän vor etwa 8 bis 6 Millionen Jahren in Australien gelebt. Er trägt den Namen Stirton-Donnervogel, wird zur Art Dromornis stirtoni gerechnet, war bis zu 2,80 Meter hoch und wog zu Lebzeiten maximal 570 Kilogramm. Dieser gefiederte Rekordhalter steht im Mittelpunkt des Taschenbuches „Dromornis – Der schwerste Vogel aller Zeiten“. Donnervögel werden weltweit auch Riesen-Emus oder regional auf dem „Fünften Kontinent“ Mihirungs genannt. Der Begriff Mihirungs oder Mihirung-Vogel stammt aus der Sprache der Tjapwurong-Aborigines in Western Victoria, die in ihren Legenden solche Riesenvögel als „mihirung parnmal“ bezeichneten. Über die Ernährungsweise des Stirton-Donnervogels sind sich die Experten noch nicht einig. Verfasser des Taschenbuches „Dromornis – Der schwerste Vogel aller Zeiten“ ist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der zahlreiche Werke über urzeitliche Tiere geschrieben hat. Darin werden außer Dromornis auch andere Gattungen der Donnervögel wie Barawertornis, Bullockornis, Genyornis und Ilbandornis vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Gefiedertes Schwergewicht
Der schwerste Vogel aller Zeiten
Dromornis
Bullockornis
Ilbandornis
Genyornis
Barawertornis
Funde von Laufvögeln in Australien
Donnervögel der Indianer
Literatur
Bildquellen
Teile des Vogelskeletts
Der Autor
Bücher von Ernst Probst
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Dieses Buch bietet eine fundierte Übersicht über die ausgestorbene Familie der Dromornithidae, die im englischsprachigen Raum auch als "Donnervögel" bekannt sind. Ziel ist es, die wissenschaftliche Historie, die biologischen Merkmale sowie die Fundgeschichte dieser faszinierenden flugunfähigen Vögel, die in Australien lebten, detailliert darzustellen.
- Biologische Klassifikation und Merkmale der Dromornithidae
- Detaillierte Vorstellung der Gattungen Dromornis, Bullockornis, Ilbandornis, Genyornis und Barawertornis
- Die historische Entdeckung und Erforschung fossiler Reste in Australien
- Die Bedeutung der Fundstellen wie z.B. der Alcoota Fossil Beds und Riversleigh
- Kulturelle Einflüsse und die Rezeption des "Donnervogels" in den Mythen nordamerikanischer Indianer
Auszug aus dem Buch
Der schwerste Vogel aller Zeiten
Der Stirton-Donnervogel (Dromornis stirtoni) aus dem Obermiozän vor etwa 8 bis 6 Millionen Jahren in Australien gilt mit einem Lebendgewicht von schätzungsweise maximal 570 Kilogramm als der schwerste Vogel der Erdgeschichte. Und dies, obwohl er mit einer Höhe bis zu 2,80 Metern nicht der größte Vogel aller Zeiten war. An Höhe übertrafen den Stirton-Donnervogel beispielsweise weibliche Tiere der bis zu 3,60 Meter großen Riesen-Moa Dinornis robustus und Dinornis novaezealandiae auf Neuseeland sowie der bis zu 3 Meter hohe Elefantenvogel Aepyornis maximus auf der Insel Madagaskar vor Ostafrika. Die schlanker gebauten Dinornis robustus und Dinornis novaezealandiae erreichten nur ein Lebendgewicht bis zu knapp 280 Kilogramm. Der maximal 3 Meter hohe Elefantenvogel Aepyornis maximus brachte es auf schätzungsweise bis zu 450 Kilogramm. Mit einem Lebendgewicht von ungefähr 400 Kilogramm konnte der bis zu 2,80 Meter hohe Brontornis burmeisteri aus Südamerika aufwarten.
Die erste wissenschaftliche Beschreibung des Stirton-Donnervogels erfolgte 1979 durch die 1944 in Kalifornien geborene, heute australische Paläontologin Patricia („Pat“) Vickers-Rich. Mit dem Artnamen stirtoni ehrte sie den amerikanischen Paläontologen Ruben Arthur Stirton (1901–1966), genannt „Stirt“. Dieser hatte ab 1953 in Australien an Ausgrabungen teilgenommen und in Zusammenarbeit mit dem „South Australian Museum“ in Adelaide etliche Faunen aus dem Tertiär (66 bis 2,3 Millionen Jahre), einschließlich primitiver Mitglieder mehrerer Beuteltier-Familien, entdeckt.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einleitende Worte des Autors zu der Publikation.
Gefiedertes Schwergewicht: Einführung in das Thema der Donnervögel und deren Bedeutung in der Wissenschaft.
Der schwerste Vogel aller Zeiten: Detaillierte Betrachtung des Stirton-Donnervogels im Vergleich zu anderen riesigen Vogelarten.
Dromornis: Spezifische Vorstellung der Gattung Dromornis.
Bullockornis: Untersuchung der Gattung Bullockornis, oft auch als räuberische Ente interpretiert.
Ilbandornis: Darstellung der Gattung Ilbandornis.
Genyornis: Ausführliche Beschreibung von Genyornis, der als einziger Vertreter noch im Eiszeitalter vorkam.
Barawertornis: Vorstellung der kleinsten Gattung innerhalb der Donnervögel.
Funde von Laufvögeln in Australien: Übersicht über die Entdeckungsgeschichte und bedeutende Fundorte in Australien.
Donnervögel der Indianer: Exkurs in die Mythologie Nordamerikas und die dortige Symbolik des Donnervogels.
Schlüsselwörter
Dromornis, Donnervögel, Paläontologie, Australien, Dromornithidae, Fossilien, Miozän, Evolution, Stirton-Donnervogel, Bullockornis, Genyornis, Artenvielfalt, Wirbeltierfunde, Urzeit, Patricia Vickers-Rich
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch beschäftigt sich mit der ausgestorbenen Familie der Dromornithidae, den sogenannten australischen Donnervögeln, und beleuchtet deren Biologie sowie Entdeckungsgeschichte.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die paläontologische Beschreibung der verschiedenen Gattungen, die Fundgeschichte der Fossilien in Australien und die mythologische Einordnung des Begriffes "Donnervogel".
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte und zugleich allgemein verständliche Aufarbeitung des aktuellen Kenntnisstandes über diese ausgestorbenen Riesenvögel.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Publikationen sowie der Auswertung von Fossilienbeschreibungen und historischen Forschungsberichten.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert die einzelnen Gattungen der Familie Dromornithidae und dokumentiert die bedeutendsten Funde sowie die Forscher, die maßgeblich an deren Entdeckung beteiligt waren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Das Werk wird vor allem durch Begriffe wie Paläontologie, Dromornithidae, Australien, Fossilien und die spezifischen Gattungsnamen wie Dromornis und Genyornis charakterisiert.
Was unterscheidet Genyornis von anderen Donnervögeln?
Genyornis newtoni ist die einzige Gattung der Donnervögel, von der ein zusammenhängendes Skelett existiert, und sie ist zudem die einzige Gattung, die noch bis in das Eiszeitalter überdauerte.
Warum gibt es Diskussionen um die "Scott River" und "Cervantes" Rieseneier?
Die Forschung diskutiert, ob diese Eier zu ausgestorbenen australischen Vögeln gehören oder ob es sich um fossile Eier des Elefantenvogels aus Madagaskar handelt, die über den Ozean nach Australien gedriftet sind.
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- Ernst Probst (Autor), 2014, Dromornis, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281527