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Liudprand von Cremona auf Gesandtschaftsreisen zwischen West und Ost

Title: Liudprand von Cremona auf Gesandtschaftsreisen zwischen West und Ost

Term Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tom Oschmann (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Arbeit möchte die Frage klären, inwieweit Liudprand von Cremona Teil einer Diplomatendynastie war und welche Vorteile damit einhergingen. Des Weiteren sollten seine Voraussetzungen für seine Diplomatenkarriere betrachtet werden. Davon ausgehend konnten die hervorzuhebenden und notwendigen Merkmale eines erfolgreichen Diplomaten zwischen West und Ost zu jener Zeit erklärt werden. Im Besonderen sollte die Bedeutung des Merkmals Erfahrung betrachtet werden.
Die Merkmale und Fähigkeiten, die Liudprand von Cremona mitbrachte bzw. sich im Laufe des Lebens aneignete, sorgten dafür, dass er wohl als einer der gefragtesten Gesandten des 10. Jahrhunderts zwischen West und Ost bezeichnet werden konnte. Natürlich musste dazu bemerkt werden, dass die Quellenlage und das Wissen über weitere Gesandtschaften zu jener Zeit eher rar gesät waren. Liudprands Leben selbst konnte durch seine eigenen, durchaus subjektiven Schriften, gut rekonstruiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vita Liudprands

3. Die Werke Liudprands im Überblick

3.1. Antapodosis

3.2. Die Historia Ottonis (Liudprandi liber de rebus gestis Ottonis magni imperatoris)

3.3. Die Legatio (Liudprandi relatio de legatione Contstantinopolitana)

4. Die Gesandtenkarriere Liudprands zwischen West und Ost

4.1. Die Gesandtschaftsreisen des Vaters und Stiefvaters als Wegbereiter

4.2. Liudprands Gesandtschaften zwischen West und Ost

4.3. Seine Voraussetzungen

4.4. Ist die Erfahrung ein neues Idealmerkmal im Gesandtschaftsverkehr des 10. Jahrhunderts?

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die diplomatische Karriere des Geschichtsschreibers Liudprand von Cremona im 10. Jahrhundert. Dabei steht insbesondere die Fragestellung im Fokus, ob Liudprand einer "Diplomatendynastie" entstammte, welche Rolle seine familiäre Prägung sowie seine persönliche Bildung spielten und inwiefern "Erfahrung" als entscheidendes Kriterium für erfolgreiche diplomatische Missionen zwischen dem West- und Ostreich zu jener Zeit angesehen werden kann.

  • Biographische Analyse der diplomatischen Familientradition Liudprands
  • Untersuchung der literarischen Werke als Quellenbasis
  • Identifikation notwendiger Erfolgsfaktoren für Diplomaten (Bildung, Sprachen, Welterfahrenheit)
  • Bewertung der Rolle des "Erfahrungsschatzes" in der Außenpolitik des 10. Jahrhunderts
  • Kritische Würdigung der subjektiven Darstellung in Liudprands Schriften

Auszug aus dem Buch

4.4. Ist die Erfahrung ein neues Idealmerkmal im Gesandtschaftsverkehr des 10. Jahrhunderts?

Liudprands Vita zeichnete sich durch 2 gesicherte Gesandtschaften und 2 fragliche bzw. unvollständige Legationen ins byzantinische Reich aus. Er konnte als Gesandter in den Osten auf einige Erfahrung zurückgreifen. Seine persönlichen Erlebnisse ergänzten die Erzählungen und Überlieferungen seines Vaters und Stiefvaters. Damit konnte Liudprand auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz im Laufe seiner Gesandtschaftskarriere zurückblicken. Allein der Umstand, dass er zu mehreren Gesandtschaften eingesetzt wurde, macht deutlich, dass die Erfahrung als Kriterium berücksichtigt und geschätzt wurde. Die Familientradition war dabei eine wichtige Grundlage für seine Kenntnisse über den byzantinischen Raum.

Die Erfahrung und andere Voraussetzungsmerkmale konnten sich auch im gegenseitigen Wechselspiel ergänzen. Eine umfangreiche Ausbildung und die Förderung von Seiten seiner Familie ermöglichten ihm die erste Gesandtschaftsteilnahme. Umgekehrt konnte er wohl durch diese Teilnahme seine griechischen Sprachkenntnisse erst ausreichend ausbauen, so dass diese Verbesserung der Sprachkompetenz ihn für zukünftige Gesandtschaften in das byzantinische Reich ins Gespräch brachte.

Letztendlich war aber die Beziehung zum Herrscher ein Faktor von essentieller Bedeutung, von dieser hing eine erfolgreiche Diplomatenkarriere in jener Zeit ab. Liudprand und seine Familie verhielten sich dementsprechend stets loyal gegenüber dem an der Macht befindlichen Herrscher und versuchten sich damit Vorteile zu verschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die biographische und quellenkritische Thematik ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Bedeutung von Erfahrung für Diplomaten.

2. Die Vita Liudprands: Hier werden die biographischen Eckdaten von Liudprand, seine Ausbildung und seine frühen Jahre am Hofe Berengars von Ivrea dargestellt.

3. Die Werke Liudprands im Überblick: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über die *Antapodosis*, *Historia Ottonis* und die *Legatio* als fundamentale Quellengrundlage.

4. Die Gesandtenkarriere Liudprands zwischen West und Ost: Dieser umfangreiche Hauptteil analysiert die Familientradition, die spezifischen Gesandtschaftsreisen sowie die persönlichen Voraussetzungen und das Ideal der Erfahrung.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Liudprand ein bedeutender Diplomat war, dessen Karriere von einer Kombination aus familiärer Tradition, Bildung und der Gunst des Herrschers geprägt wurde.

Schlüsselwörter

Liudprand von Cremona, Diplomatie, 10. Jahrhundert, West-Ost-Beziehungen, Gesandtschaftsreisen, Antapodosis, Historia Ottonis, Legatio, Otto I., Byzanz, Erfahrung, Bildungsgeschichte, Diplomatendynastie, Mittelalterliche Geschichte, Quellenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der diplomatischen Laufbahn des Bischofs Liudprand von Cremona im 10. Jahrhundert und analysiert die Rahmenbedingungen seines Wirkens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die diplomatische Familientradition, die Bedeutung von Bildung und Sprachkenntnissen sowie den diplomatischen Austausch zwischen den lateinischen Herrschern und dem Byzantinischen Reich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, welche Faktoren eine erfolgreiche Diplomatenkarriere zur Zeit der Ottonen ermöglichten und ob "Erfahrung" dabei als ein neu entstehendes Idealmerkmal zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-biographische Analyse, die primär auf der quellenkritischen Auswertung der Schriften Liudprands sowie auf relevanter Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der familiären Voraussetzungen, eine Darstellung der diplomatischen Reisen nach Konstantinopel und eine Analyse der individuellen Kompetenzen des Gesandten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Liudprand von Cremona, byzantinische Diplomatie, ottonische Zeit, Familientradition, Erfahrungsschatz und politische Repräsentation.

Wie bewertet der Autor den Begriff "Diplomatendynastie" bei Liudprand?

Der Autor mahnt zur Vorsicht bei diesem Begriff; obwohl Liudprand von den Kontakten seines Vaters und Stiefvaters profitierte, hing der Erfolg seiner Karriere letztlich primär von der persönlichen Gunst und Loyalität gegenüber dem jeweiligen Herrscher ab.

Welche Rolle spielt die Sprache bei Liudprands Missionen?

Sprachkenntnisse, insbesondere das Erlernen der griechischen Sprache, sowie eine rhetorische Gewandtheit werden als unentbehrliche Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Verhandlungen an ausländischen Höfen identifiziert.

Warum ist die Quellenlage für diese Arbeit als problematisch einzustufen?

Die Quellenlage wird als schwierig bewertet, da Liudprand seine Werke aus einer sehr subjektiven, teils tendenziösen Perspektive verfasste und politische Vorgänge oft aus einer selbstzentrierten Sicht darstellte.

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Details

Title
Liudprand von Cremona auf Gesandtschaftsreisen zwischen West und Ost
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Grade
1,7
Author
Tom Oschmann (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V281542
ISBN (eBook)
9783656758822
ISBN (Book)
9783656762300
Language
German
Tags
Gesandtschaft Ost West Diplomaten Cremona Liudprand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Oschmann (Author), 2014, Liudprand von Cremona auf Gesandtschaftsreisen zwischen West und Ost, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281542
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