Das Thema dieser Arbeit verbindet die motorische Entwicklung des Kindes mit der Fähigkeit zu Malen. Deshalb wird die Fragestellung behandelt: Korrespondiert die Fähigkeit zu malen mit dem jeweiligen Entwicklungsstand eines Kindes? Die aufgestellte Hypothese lautet: Die Entwicklungsphase der Motorik entspricht der Entwicklungsphase des Malens.
Um die Hypothese zu überprüfen, wird die motorische Entwicklung des Kindes dargelegt und eine quantitativ empirische Untersuchung vorgestellt. Sie wurde in einer Kunstschule in einem Kurs mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren durchgeführt. Zunächst werden die Beobachtungsschwerpunkte des Untersuchungsbogens erläutert. Die Mal- und Bastelergebnisse der Kursteilnehmer werden den Kategorien „herausragend“, „durchschnittlich“ und „ausreichend“ zugeordnet. Anschließend werden die Beobachtungen bezüglich der Motorik von drei Kindern vorgestellt und ebenfalls diesen Kategorien zugeteilt. Dadurch kann in der Auswertung ein Vergleich zwischen dem Entwicklungsstand zu Malen und dem motorischen Entwicklungsstadium gezogen werden.
Diese Gegenüberstellung unterstützt die Hypothese, da in allen drei Fällen die Kategorisierung der Mal- und Bastelergebnisse, der Kategorisierung des motorischen Entwicklungsstandes entsprach.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise und Untersuchungsmethode
1.3 Abgrenzung des Themengebietes
2 Hauptteil
2.1 Motorische Entwicklung des Kindes
2.1.1 Phase 1
2.1.2 Phase 2
2.1.3 Phase 3
2.1.4 Phase 4
2.2 Empirische Untersuchung
2.2.1 Rahmenbedingungen
2.2.2 Festlegung der Beobachtungsschwerpunkte
2.2.3 Untersuchungsergebnisse
3 Auswertung
3.1 Zuordnung des motorischen Entwicklungsstandes
3.2 Vergleich der Ergebnisse
3.3 Kritische Einschätzung/ Bewertung
4 Anhang
4.1 Literaturverzeichnis
4.2 Beobachtungsbogen
4.3 Fotos
4.4 Interview
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der motorischen Entwicklung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren und ihrer Fähigkeit zu malen. Ziel ist es zu prüfen, ob die motorische Entwicklungsphase mit der künstlerischen Ausdrucksfähigkeit korrespondiert.
- Grundlagen der kindlichen Motorik nach Britta Holle
- Empirische Untersuchung in einer Kunstschule
- Analyse von Mal- und Bastelergebnissen
- Vergleich von motorischem Entwicklungsstand und Kreativität
- Experteninterview zum Thema Inklusion und motorische Förderung
Auszug aus dem Buch
2.1 Motorische Entwicklung des Kindes
Der motorische Entwicklungsprozess des Menschen ist kein vorherbestimmter und in feste Schritte zu unterteilender Vorgang, sondern im wesentlichen von der „Erbanlage, den Umwelteinflüssen, also wie anregend und bewegungsfreundlich die Umgebung ist, und den Sozialisationsbedingungen, also die familiäre und soziale Situation, in die das Kind hinein wächst“6, abhängig.
„Zwischen der Entwicklung motorischer Fertigkeiten und der Entwicklung gesamtmenschlicher Fähigkeiten bestehen enge Wechselbeziehungen“7. Deshalb ist die Motorik niemals als unabhängiger und in sich geschlossener Bereich zu betrachten, sondern immer im Kontext der gesamtmenschlichen Ontogenese.
Der motorische Werdegang des Menschen beginnt auch nicht erst mit der Geburt, denn „schon in der pränatalen Phase lassen sich vielfältige Reflexbewegungen beobachten“8.
Wesentliche Teile der theoretischen motorischen Entwicklung werden basierend auf dem Werk von HOLLE erläutert. Die Entwicklung der menschlichen Motorik wird dort in vier Phasen eingeteilt:
1. Phase: Bei Neugeborenen lassen sich zunächst unterschiedlichste Reflexbewegungen beobachten, die ohne Mitwirken des Cortex (Hirnrinde) ausgeführt werden, da dieser noch nicht ausreichend entwickelt ist, um eine Kontrolle über die Bewegungen zu übernehmen. Diese Bewegungen werden subcortikale Bewegungen genannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und der Hypothese, dass die motorische Entwicklung mit der Fähigkeit zum Malen korrespondiert.
2 Hauptteil: Detaillierte Darlegung der vier Phasen der motorischen Entwicklung sowie Beschreibung der empirischen Untersuchung in einer Kunstschule.
3 Auswertung: Analyse der Untersuchungsergebnisse, Vergleich der motorischen Stadien mit den kreativen Leistungen und Bestätigung der Hypothese.
4 Anhang: Enthält das Literaturverzeichnis, Beobachtungsbögen, Fotodokumentationen der Arbeiten sowie die Verschriftlichung eines Interviews.
Schlüsselwörter
Motorik, kindliche Entwicklung, Malen, Kreativität, Feinmotorik, Greiffähigkeit, Kunstschule, Beobachtungsbogen, Wahrnehmung, Inklusion, Förderschule, Entwicklungsstadium, Koordination, Kindheit, motorisches Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der kindlichen motorischen Entwicklung und der Fähigkeit zu malen bzw. kreativ zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die motorischen Entwicklungsphasen nach Britta Holle, die praktische Beobachtung von Kindern in Kunstkursen sowie die Bedeutung der Motorik für die gestalterische Ausdrucksfähigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, ob das motorische Stadium eines Kindes direkt mit dessen Fähigkeit zum Malen korrespondiert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine quantitativ empirische Untersuchung durch gezielte Beobachtungen in einer Kunstschule, ergänzt durch ein Experteninterview.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der motorischen Entwicklung und die Durchführung sowie Ergebnisse der empirischen Studie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Motorik, Feinmotorik, Malentwicklung, Entwicklungsphasen, Auge-Hand-Koordination und visuelle Perzeption.
Welche Rolle spielt das Interview im Anhang?
Das Interview mit einer Förderschullehrerin liefert wichtige Einblicke in die motorische Förderung von Kindern und die Abgrenzung von normalen Entwicklungsprozessen zu Behinderungen.
Was ist das Ergebnis der Untersuchung?
Die Hypothese konnte in allen untersuchten Einzelfällen bestätigt werden, da die motorische Entwicklungsphase mit dem gestalterischen Leistungsniveau der Kinder übereinstimmte.
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- Karlotta Schultz (Autor), 2011, Motorische Entwicklung von Kindern am Beispiel der Fähigkeit zu Malen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281558