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Personenforschung und Datensammlung im Internet

Title: Personenforschung und Datensammlung im Internet

Term Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Antonia Anzenhofer (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Höher, schneller, weiter – im Zeitalter von Schnelllebigkeit, Globalisierung und Vernetzung nimmt das Internet eine besondere Stellung in der Gesellschaft ein. Es steht gleichbedeutend für unbegrenzte Möglichkeiten, denn im weltweiten Web ist im Prinzip alles für jeden möglich.
Die heutige Generation hat sich längst daran gewöhnt, sämtliche Dinge von jedem Ort auf der Welt mit Freunden zu teilen. Vernetzung ist also das Schlüsselwort unseres Zeitalters. So ließen sich sämtliche Inhalte mit jedem Menschen teilen und jeder könnte über dasselbe Wissen verfügen, wenn er gewillt dazu wäre. Doch hier ist die Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten, denn die globale Informationsflut konzentriert sich noch in kleineren, meist themenzentrierten Einheiten wie Blogs oder Diskussionsforen. Ausnahmen davon sind Webseiten wie die freie Enzyklopädie Wikipedia, die sich mit diversen Themen beschäftigt, dafür aber auch um den Anspruch eines wissenschaftlichen Nachschlagewerkes kämpft. Zweifellos ist die digitale Welt des Internets auf dem Weg, sich von der einstigen statischen Informationsquelle zu etwas zu entwickeln, das die Welt stückweise näher zusammenwachsen lässt, auch wenn dies auf keinen Fall völlig unkritisch betrachtet werden darf und sich hier durchaus neben all den Möglichkeiten und Chancen einige Gefahren und Beschränkungen verbergen.
Auch aus Sicht von Forschern ermöglicht das weltweite Web ungeahnte Möglichkeiten. Das Übertragungsprotokoll HTTP verhilft zur Datensammlung rund um die Uhr und Welt, Umfragen und Experimente können weltweit jeden Web-User erreichen. Die dabei erhaltenen Daten werden automatisch in elektronischer Form gespeichert, wodurch Laborkosten, teures Equipment, Papier, Arbeitskräfte und der Post-Aufwand gespart werden (vgl. Birnbaum 2000b). Doch auch hier lauern zweifellos einige Gefahren und Probleme. Im Folgenden werden zunächst relevante Entwicklungen im Bereich des Computers seit ca. 1990 dargestellt. Danach werden verschiedene Vorgehen zur Sammlung von Daten verglichen und hierbei auch die clientseitige der serverseitigen Programmierung gegenübergestellt. Zudem werden einige methodologische Probleme wie z.B. Dropouts erwähnt und mögliche Lösungswege diskutiert, gefolgt von den Pilotversuchen im Labor vor der Veröffentlichung einer Web-Studie. Zuletzt wird auf Vor-und Nachteile sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Web- und Labor-Forschung eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Gesellschaftlicher Wandel durch Internet

2. Personenforschung und Datensammlung mittels des Internets

2.1 Computer-und Internetentwicklungen seit 1990

2.2 Technische Verfahren

2.2.1 HTML-Formulare

2.2.2 Clientseitige vs. Serverseitige Programmierung

2.2.3 Der eigene Server

2.2.4 Die Reizlieferung

2.3 Methodik

2.3.1 Verhindern der Mehrfach-Eingabe

2.3.3 Überwindung des „Dropout“-Problems

2.3.3 Die Anwerbung von Studienteilnehmern

2.3.4 Stichprobenverzerrung und Schichtanalyse

2.3.5 Mögliche Antwortverzerrungen

2.4 Pilotversuche im Labor

2.5 Vergleich der Datensammlung: Web vs. Labor

3. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und methodischen Herausforderungen der Datensammlung mittels des Internets im Vergleich zur klassischen Laborforschung. Dabei wird insbesondere analysiert, wie technischer Wandel die Online-Forschung prägt und welche Strategien zur Sicherung der Datenqualität angewendet werden können.

  • Entwicklung und technische Grundlagen der Online-Datenerhebung
  • Methodische Herausforderungen wie Mehrfach-Eingaben und Dropouts
  • Strategien zur Rekrutierung und Stichprobenqualität
  • Vermeidung von Antwortverzerrungen und Versuchsleitereffekten
  • Vergleich der Effizienz und Validität von Web- versus Laborstudien

Auszug aus dem Buch

2.3.4 Stichprobenverzerrung und Schichtanalyse

Eine Stichprobenverzerrung liegt vor, wenn eine Stichprobe auf Grund von nicht zufälligen Ausfällen, also aufgrund eines systemtischen Fehlers in Folge fehlerhafter Untersuchungsmethoden, nicht mehr repräsentativ ist. Die Verteilung der Merkmale in der Stichprobe entspricht dann nicht mehr der tatsächlichen Verteilung der Merkmale in der Grundgesamtheit (vgl. Birnbaum 1999b). Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, bei einer großen Anzahl von Probanden die Stichprobe nach Alter, Bildung, Geschlecht etc. in kleinere Gruppen aufzuteilen und jede Gruppe für sich zu analysieren. Kommt man dann bei jeder Gruppe zu den gleichen Schlussfolgerungen, kann man dazu übergehen, das Ergebnis zu generalisieren. Diese Methode zur Vermeidung von Stichprobenverzerrungen nennt man auch Schichtanalyse (ebd.).

Ein weltbekanntes Beispiel einer Stichprobenverzerrung ist die als Literary Digest’s Desaster benannte irrtümliche Aussage des US-amerikanischen Magazins Literary Digest’s, dass der Republikaner Landon die Präsidentschaftswahl 1936 gewinnt und somit den Demokraten Roosevelt im Weißen Haus ablöst (vgl. Huff 1954). Neben einer postalischen Befragung wurde hier zusätzlich eine zufällige Telefonbefragung durchgeführt. Erreicht wurden dadurch zehn Millionen Wahlberechtigte, es beteiligten sich letztendlich insgesamt ca. 2,3 Millionen an der Umfrage (ebd.). Die falsche Vorhersage lässt sich zurückführen auf zwei Verzerrungseffekte: Bei der Planung der Telefonbefragung wurde außer Acht gelassen, dass Telefone 1936 längst nicht flächendeckend verfügbar waren und sich das Merkmal „Telefoninhaber" keineswegs zufällig in der Gesamtbevölkerung verteilte. Der Großteil aller Anschlüsse befand sich in einkommensstarken Haushalten, die bis heute traditionell dem konservativ republikanischen Lager anhängen (ebd.). Die zweite Verzerrung trat hier im Bereich der schriftlichen Befragung auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Gesellschaftlicher Wandel durch Internet: Beschreibt den Einfluss der Vernetzung auf die moderne Gesellschaft und leitet die Relevanz der Online-Datensammlung für die Forschung ein.

2. Personenforschung und Datensammlung mittels des Internets: Detaillierte Darstellung technischer Voraussetzungen, methodischer Lösungsansätze für Web-spezifische Probleme sowie der Vergleich von Online- und Laborstudien.

3. Zusammenfassung und Fazit: Resümiert die Entwicklung der Web-Forschung, bewertet deren Vorteile gegenüber traditionellen Labormethoden und wirft einen Blick auf zukünftige Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Online-Forschung, Internet, Datensammlung, Web-Studien, Laborforschung, Methodik, Stichprobenverzerrung, Schichtanalyse, Dropout-Problematik, Antwortverzerrung, Repräsentativität, Validität, HTML, Client-Server-Prinzip, Reizlieferung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Datenerhebung über das Internet und vergleicht diese mit klassischen Methoden in Laborexperimenten.

Welche zentralen Themen werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf technischer Umsetzung, methodischen Herausforderungen wie Dropout-Raten, sowie der Sicherung der Datenqualität und Repräsentativität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der Web-Forschung aufzuzeigen und Strategien zu diskutieren, um die Validität von Online-Studien zu gewährleisten.

Welche methodischen Ansätze werden beleuchtet?

Besprochen werden unter anderem die Hohe-Hürde-Technik, Warm-Up-Phasen, die Schichtanalyse sowie verschiedene Ansätze zur aktiven und passiven Rekrutierung.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert technische Grundlagen wie HTML-Formulare und Programmierung, methodologische Probleme bei der Teilnehmergewinnung und -bindung sowie die Bedeutung von Pilotversuchen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Online-Datensammlung, methodische Verzerrung, Validitätsprüfung und den Vergleich zwischen Web- und Laborumgebungen geprägt.

Warum ist das Dropout-Problem bei Web-Studien besonders relevant?

Web-Studien weisen eine höhere Abbruchrate auf, da Teilnehmer sich im Internet ohne sozialen Druck frei bewegen und die Studie leichter verlassen können als in einer Laborsituation.

Welche Rolle spielen Pilotversuche im Labor?

Sie dienen dazu, technische Abläufe, die Verständlichkeit von Anweisungen und die Effektivität der Studiengestaltung vor dem offiziellen Start zu prüfen.

Was besagt das Beispiel des "Literary Digest's Desaster"?

Es verdeutlicht, wie durch eine systematische Verzerrung bei der Stichprobenziehung (Schichtungsfehler) trotz einer sehr großen Teilnehmerzahl zu falsche Schlussfolgerungen gelangt werden kann.

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Details

Title
Personenforschung und Datensammlung im Internet
College
University of Bamberg
Grade
1,0
Author
Antonia Anzenhofer (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V281583
ISBN (eBook)
9783656759461
ISBN (Book)
9783656838173
Language
German
Tags
personenforschung datensammlung internet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antonia Anzenhofer (Author), 2012, Personenforschung und Datensammlung im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281583
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