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Konstantinische Reformen der Strafgesetzgebung

Eine rechtsgeschichtliche Analyse

Título: Konstantinische Reformen der Strafgesetzgebung

Texto Academico , 2014 , 14 Páginas

Autor:in: Rechtsanwalt Claus Renzelmann (Autor)

Derecho - Filosofía, Sociología e Historia del Derecho
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Mit der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, ob die Strafgesetzgebung Konstantins des Großen christlich geprägt ist oder nicht. Hierzu wird zu untersuchen sein, ob die einzelnen von Konstantin erlassenen Edikte mit strafrechtlichem Inhalt eine christliche Motivation erkennen lassen, indem sie entweder vom Christentum missbilligte Handlungen unter Strafe stellen oder vom Christentum geförderte Rechtsgüter schützen.

Konstantin der Große hat während seiner Regierungszeit mindestens 361 Gesetze erlassen . Von diesen Gesetzen lassen sich – cum grano salis – etwa ein Drittel als originäre Strafgesetze ausmachen. Ein weiteres Drittel regelt außerstrafrechtliche Tatbestände, sichert aber die Einhaltung dieser Rechtsnormen durch strafrechtliche Sanktionen für den Fall des Verstoßes ab. Das letzte Drittel der Konstantinischen Gesetze hat keinen strafrechtlichen Bezug.

Untersucht werden im Folgenden diejenigen Gesetze, die bereits ausreichend durch die Wissenschaft aufbereitet wurden, die strafrechtlichen Inhalt haben und die eine Affinität zum Christentum vermuten lassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung und Fragestellung

II. Quellenlage

1. Rechtsquellen

2. Sonstige Quellen

III. Die Strafgesetzgebung

1. Allgemeines zu Konstantins Gesetzgebung

2. Verschärfung früheren Rechts

a) Schutz von Familie und Ehe

aa)Brautraub

bb)Ehebruch

dd)Wohnungsschutz der Mutter

ee)Eltern- und Kindermord

b) Sklavereigesetzgebung

aa)Züchtigung von Sklaven

bb)Sexualstrafrecht

3. Abmilderung früheren Rechts

a) Kreuzigung

b) Verbot der Gesichtsschändung

c) Verbot "ad bestias"

d) Milderungen in der Untersuchungshaft

IV. Bewertung, Zusammenfassung und Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Strafgesetzgebung Konstantins des Großen eine christliche Prägung aufweist und ob sich hieraus eine christlich motivierte Humanisierung des Strafrechts ableiten lässt.

  • Analyse der Quellenlage zu konstantinischen Edikten
  • Untersuchung von Gesetzesverschärfungen in den Bereichen Familie, Ehe und Sklaverei
  • Evaluation von Strafmilderungen und humanisierenden Tendenzen
  • Einfluss des öffentlichen Wohls und staatlicher Stabilität auf die Gesetzgebung
  • Kritische Würdigung der christlichen Motivation im römischen Recht der Spätantike

Auszug aus dem Buch

aa) Brautraub

Konstantin verschärfte die Strafen, die auf den sogenannten Brautraub standen. Der Entführer und die Braut, die der Entführung eingewilligt hatte, sollten mit dem Tode bestraft werden. Ammen als Komplizen sollte glühendes Blei in den Mund gegossen werden. Ein Sklave, der beim Brautraub half, sollte verbrannt werden4. Das Edikt ist in einer sehr emotionalen Sprache abgefasst und zeugt von starker persönlicher Berührung Konstantins in dieser Frage. Die Ursache hierfür konnte die Forschung bisher nicht benennen5.

Obwohl der Brautraub auch von der christlichen Religion missbilligt wurde, spricht die barbarische Art der Strafvollstreckung eher gegen eine christliche Motivation Konstantins zu diesem Edikt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung und Fragestellung: Das Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, nämlich die Suche nach christlichen Motiven innerhalb der strafrechtlichen Edikte Konstantins des Großen.

II. Quellenlage: Es wird dargelegt, dass sich die Analyse primär auf Gesetzessammlungen wie den Codex Theodosianus stützt, wobei der Mangel an persönlichen Motiven in den Edikten die Forschung erschwert.

III. Die Strafgesetzgebung: In diesem Hauptteil werden spezifische Gesetzesänderungen hinsichtlich ihrer Härte oder Milderung analysiert, um einen möglichen christlichen Einfluss zu prüfen.

IV. Bewertung, Zusammenfassung und Stellungnahme: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass eine systematische christliche Prägung nicht erkennbar ist und staatliche Interessen dominierten.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Strafgesetzgebung, Spätantike, Codex Theodosianus, Christentum, Rechtsgeschichte, Brautraub, Ehebruch, Sklavereigesetzgebung, Humanisierung, Strafrecht, Kaiserliche Edikte, Gesetzessammlungen, Rechtsgüterschutz, Rechtsreformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die strafrechtlichen Reformen Konstantins des Großen auf christlichen Wertvorstellungen basieren oder primär durch andere Faktoren wie staatliches Interesse bestimmt wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Schutz von Ehe und Familie, der Sklavereigesetzgebung, der Verschärfung oder Abmilderung von Strafen sowie der Rolle des Kaisers als Gesetzgeber.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Hypothese einer christlich motivierten Strafrechtsreform durch eine rechtsgeschichtliche Analyse der erhaltenen Edikte zu verifizieren oder zu widerlegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsgeschichtliche Analyse, die Edikte aus Gesetzessammlungen wie dem Codex Theodosianus systematisch untersucht und in den Kontext zeitgenössischer Quellen stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Gesetzen, die früheres Recht verschärfen (z.B. Brautraub, Ehebruch), und solchen, die es abmildern (z.B. Verbot der Gesichtsschändung, Abschaffung von "ad bestias").

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konstantin der Große, Strafgesetzgebung, Christentum, Humanisierung, Codex Theodosianus und Sklavereigesetzgebung.

Warum konnte Konstantin trotz christlicher Tendenzen keine durchgängig christliche Gesetzgebung schaffen?

Der Arbeit zufolge fehlt der konstantinischen Gesetzgebung die Systematik, da sie oft auf tagespolitische Probleme reagierte und nicht als einheitliches, von einer Ideologie gesteuertes Regelwerk konzipiert war.

Wie bewertet der Autor das Edikt zum Brautraub?

Der Autor stuft die Strafvollstreckung beim Brautraub als derart barbarisch ein, dass er sie als Argument gegen eine christliche Motivation des Kaisers in diesem spezifischen Fall anführt.

Welche Rolle spielt die Sklaverei in den Reformen?

Die Regelungen zur Züchtigung von Sklaven und zum Sexualstrafrecht werden zwar auf humanistische Aspekte hin geprüft, jedoch kommt der Autor zu dem Schluss, dass hier oft eher wirtschaftliche Erwägungen oder staatliche Disziplinierung im Vordergrund standen.

Was lässt sich über die Motivation hinter den Milderungen in der Untersuchungshaft sagen?

Diese Milderungen werden als frühe Ansätze einer Unschuldsvermutung interpretiert, wobei eine direkte christliche Motivation hier als eher fernliegend betrachtet wird.

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Detalles

Título
Konstantinische Reformen der Strafgesetzgebung
Subtítulo
Eine rechtsgeschichtliche Analyse
Autor
Rechtsanwalt Claus Renzelmann (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
14
No. de catálogo
V281661
ISBN (Ebook)
9783656757030
ISBN (Libro)
9783656757047
Idioma
Alemán
Etiqueta
konstantinische reformen strafgesetzgebung eine analyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rechtsanwalt Claus Renzelmann (Autor), 2014, Konstantinische Reformen der Strafgesetzgebung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281661
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