Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist die wirtschaftliche Entwicklung eines rohstoffreichen Landes am Beispiel Russlands (von 1990 bis heute), das Aufzeigen der wirtschaftlichen Probleme aufgrund einer Rohstoffabhängigkeit sowie deren Bedeutung für die wirtschaftspolitische Struktur bzw. Entwicklung des Landes. Zahlreiche empirische Untersuchungen zeigen, dass beim Vergleich des langfristigen BIP-Wachstums rohstoffreicher Länder der Trend eher rückläufig ist. Dieses Phänomen zeigt sich auch für Russland. Oberflächlich betrachtet, bleiben die Wachstumsraten relativ stabil. Erst ein Vergleich der verschiedenen Wirtschaftssektoren erlaubt eine Aussage darüber, worauf das Wachstum tatsächlich basiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Rohstoffsektor in Russland
- Russland als Erdöl- und Erdgasexporteur
- Russland als Ressourcenökonomie
- Russlands Öl- und Gasreichtum
- Die Holländische Krankheit
- Das Grundmodell
- Die Holländische Krankheit in Industrieländern
- Niederlande
- Norwegen
- Die Holländische Krankheit in den Entwicklungsländer
- Industrieller und Dienstleistungssektor Russlands und deren
Wettbewerbsfähigkeit
- Industrieller Sektor (Manufactoring)
- Dienstleistungssektor
- Die Anfälligkeit gegenüber externen Schocks
- Die Fiskalische Disziplin in Russland
- Die Entwicklung der Fiskalpolitik und die Wirtschaftskrise Russlands bis 1998
- Die schnelle Erholung und das Wirtschaftswachstum Russlands seit 1999
- Einfluss der globalen Wirtschaftskrise 2008/09
- Der Wechslekurs
- Der Fonds
- Allgemeine Probleme, der Fonds zu lösen hat
- Allgemeine Ziele des Fonds
- Russlands Reservefonds
- Die Fiskalische Disziplin in Russland
- Abschwächung der Position Russlands in der Weltwirtschaft
- Veränderungen im russischen Außenhandel
- Hochtechnologien in Russland und der Welt
- Innovationspotential und Forschung und Entwicklung in Russland
- Forschung, Entwicklung und Innovaton in Russland
- Skolkowo als Zukunftsprojekt
- Schluss
- Abkürzungsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Rohstoffreichtums auf die wirtschaftliche Entwicklung Russlands seit 1990. Die Arbeit analysiert die Rolle des Rohstoffsektors, insbesondere der Erdöl- und Erdgasproduktion, im russischen Wirtschaftswachstum und untersucht die Auswirkungen der "Holländischen Krankheit" auf die Diversifizierung der russischen Wirtschaft. Die Arbeit beleuchtet die Anfälligkeit Russlands gegenüber externen Schocks und die Rolle des Reservefonds in der Wirtschaftspolitik. Darüber hinaus werden die Wettbewerbsfähigkeit des industriellen und Dienstleistungssektors sowie die Herausforderungen für die Innovation und Forschung in Russland analysiert.
- Die Rolle des Rohstoffsektors in der russischen Wirtschaft
- Die Auswirkungen der "Holländischen Krankheit" auf die Diversifizierung der Wirtschaft
- Die Anfälligkeit Russlands gegenüber externen Schocks
- Die Wettbewerbsfähigkeit des industriellen und Dienstleistungssektors
- Die Herausforderungen für die Innovation und Forschung in Russland
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen des Rohstoffreichtums auf die wirtschaftliche Entwicklung Russlands. Sie erläutert die Relevanz der Thematik und die Forschungsmethodik. Kapitel 2 analysiert den Rohstoffsektor in Russland, insbesondere die Rolle der Erdöl- und Erdgasproduktion. Es werden die Bedeutung Russlands als Erdöl- und Erdgasexporteur, die Charakteristika der russischen Ressourcenökonomie und die Bedeutung des Öl- und Gasreichtums für die russische Wirtschaft beleuchtet. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der "Holländischen Krankheit", einem Phänomen, das die negative Auswirkung von Rohstoffreichtum auf die Entwicklung anderer Wirtschaftssektoren beschreibt. Das Kapitel erläutert das Grundmodell der "Holländischen Krankheit" und analysiert die Auswirkungen dieses Phänomens in Industrieländern wie den Niederlanden und Norwegen sowie in Entwicklungsländern. Kapitel 4 untersucht den industriellen und Dienstleistungssektor Russlands und deren Wettbewerbsfähigkeit. Es werden die Herausforderungen für die Diversifizierung der russischen Wirtschaft und die Bedeutung der Entwicklung von wettbewerbsfähigen Industrien und Dienstleistungen analysiert. Kapitel 5 untersucht die Anfälligkeit Russlands gegenüber externen Schocks. Es werden die fiskalische Disziplin, die Entwicklung der Fiskalpolitik und die Wirtschaftskrise Russlands bis 1998 analysiert. Darüber hinaus werden die schnelle Erholung und das Wirtschaftswachstum Russlands seit 1999 sowie der Einfluss der globalen Wirtschaftskrise 2008/09 beleuchtet. Das Kapitel analysiert auch die Rolle des Wechsekkurses und des Reservefonds in der Wirtschaftspolitik Russlands. Kapitel 6 untersucht die Abschwächung der Position Russlands in der Weltwirtschaft. Es werden die Veränderungen im russischen Außenhandel, die Bedeutung von Hochtechnologien und die Herausforderungen für die Diversifizierung der russischen Wirtschaft analysiert. Kapitel 7 beschäftigt sich mit dem Innovationspotential und der Forschung und Entwicklung in Russland. Es werden die Herausforderungen für die Entwicklung von Innovationen und die Rolle von Forschung und Entwicklung in der russischen Wirtschaft analysiert. Das Kapitel beleuchtet auch das Zukunftsprojekt Skolkowo. Der Schluss fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und zieht Schlussfolgerungen für die zukünftige Entwicklung Russlands.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Rohstoffreichtum, die wirtschaftliche Entwicklung Russlands, die "Holländische Krankheit", die Diversifizierung der Wirtschaft, die Anfälligkeit gegenüber externen Schocks, die Wettbewerbsfähigkeit des industriellen und Dienstleistungssektors, die Innovation und Forschung in Russland, der Reservefonds, die Fiskalpolitik, der Wechslekurs, der Außenhandel und die Hochtechnologien.
Häufig gestellte Fragen
Welche Auswirkungen hat der Rohstoffreichtum auf Russlands Wirtschaft?
Russlands Wirtschaft ist stark von Exporten wie Erdöl und Erdgas abhängig. Diese Abhängigkeit führt oft zu stabilen oberflächlichen Wachstumsraten, verbirgt jedoch strukturelle Probleme in anderen Sektoren und eine Anfälligkeit gegenüber Preisschwankungen auf dem Weltmarkt.
Was versteht man unter der "Holländischen Krankheit" im Kontext Russlands?
Die Holländische Krankheit beschreibt das Phänomen, bei dem der Boom im Rohstoffsektor zu einer Aufwertung der Währung führt, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes und anderer Sektoren schwächt und die Diversifizierung der Wirtschaft behindert.
Welche Rolle spielt der russische Reservefonds?
Der Reservefonds dient als fiskalisches Instrument, um die russische Wirtschaft vor externen Schocks und schwankenden Rohstoffpreisen zu schützen, indem Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft in stabilen Zeiten angespart werden.
Wie entwickelte sich die russische Fiskalpolitik nach der Krise von 1998?
Nach dem Zusammenbruch 1998 erlebte Russland ab 1999 eine schnelle Erholung und ein starkes Wirtschaftswachstum, das primär durch steigende Energiepreise und eine verbesserte fiskalische Disziplin getragen wurde.
Was ist das Projekt Skolkowo?
Skolkowo ist ein geplantes Innovationszentrum bei Moskau, das als russisches "Silicon Valley" fungieren soll, um Hochtechnologien zu fördern und die Abhängigkeit von Rohstoffen durch Forschung und Entwicklung zu verringern.
Wie hat sich die Position Russlands in der Weltwirtschaft verändert?
Trotz seines Ressourcenreichtums zeigt sich ein Trend zur Abschwächung der globalen Position, da Russland Schwierigkeiten hat, im Bereich der Hochtechnologien mitzuhalten und seinen Außenhandel über Rohstoffe hinaus zu diversifizieren.
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- Evgeniya Yakovleva (Author), 2012, Russlands Rohstoffreichtum. Eine Untersuchung der wirtschaftlichen Entwicklung seit 1990, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281753