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Forschungsmethoden bei pathologischer Verwendung von PC und Internet

Title: Forschungsmethoden bei pathologischer Verwendung von PC und Internet

Term Paper , 2011 , 10 Pages , Grade: unbenotet (bestanden)

Autor:in: Bachelor of Science Melanie Römer (Author)

Psychology - Methods
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Personen, die unter dem Störungsbild des pathologischen PC-/Internetgebrauchs leiden, fallen besonders durch ihren niedrigen Selbstwert, ihre Depressivität, ihre Ängstlichkeit und die mangelnde Kompetenz zu sozialen Beziehungen (im echten Leben) auf. Angesichts der rasant wachsenden Zahl der PC- und Internetnutzer, die auch immer jünger werden, ist es höchste Zeit, sich diesem Themenbereich intensiv zu widmen. Sollte nachgewiesen werden können, dass die Bindungserfahrungen in der Kindheit entscheidend sind, könnte dies Eltern, Therapeuten und Patienten helfen. Einerseits könnte man schon in Kindergärten gezielt auf solche Defizite achten und Therapeuten einschalten, was ohnehin (auch im Bezug auf andere Störungsbilder) sinnvoll wäre und andererseits könnte man in der Therapie der bereits erkrankten Personen speziell an diesem Punkt ansetzen. Mit dieser Erkenntnis wäre ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der Ätiologie dieses Krankheitsbildes geleistet. In dieser Ausarbeitung werden daher sowohl ein qualitatives als auch ein quantitatives Design vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung

2. Theoretischer Hintergrund

3. Design 1 (qualitativ orientiert)

3.1 Begründung, Ablaufschritte

3.2 Stichprobe

3.3 Erhebungsmethode (Beschreibung, Begründung, Beispiele)

3.4 Auswertungsmethoden

3.5 Mögliche Ergebnisse

4. Design 2 (quantitativ orientiert)

4.1 Begründung, Ablaufschritte

4.2 Stichprobe

4.3 Erhebungsmethode

4.4 Auswertungsmethode

4.5 Mögliche Ergebnisse

5. Vergleich der beiden Designs

6. Mögliche Schlussfolgerungen, Konsequenzen für die Praxis

7. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den theoretischen Zusammenhang zwischen Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit und der Entstehung eines pathologischen PC- bzw. Internetgebrauchs bei Jugendlichen und Erwachsenen. Ziel ist es, methodische Ansätze zur Erforschung dieser Verbindung aufzuzeigen und deren Relevanz für Prävention und Therapie zu diskutieren.

  • Qualitative und quantitative Forschungsdesigns in der Psychologie
  • Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth
  • Erscheinungsformen des pathologischen Internetgebrauchs
  • Klinische Diagnostik und Ätiologie
  • Praktische Implikationen für Therapeuten und Eltern

Auszug aus dem Buch

3.1 Begründung, Ablaufschritte

Als qualitatives Design hab ich mir eine qualitative Kausalanalyse überlegt. Dabei sollte es sich um eine deskriptive Fallanalyse handeln, bei der mehrere Fälle analysiert und beschrieben werden. Das hat den Vorteil, dass man die gesamte Lebensgeschichte der Person untersuchen kann und vielfältige Untersuchungsmöglichkeiten offen stehen. Hierbei kann man verschiedene Methoden einsetzen: Zunächst würde ich ein offenes, biographisches Interview mit der jeweiligen Person führen, um möglichst viele Informationen über die Lebensgeschichte, insbesondere die Kindheit zu bekommen. Diese Interviews können dann im Nachhinein zusammengefasst, strukturiert und interpretiert werden, sodass ein ganzheitliches Bild entsteht und Gemeinsamkeiten erkannt werden können. Es könnte auch hilfreich sein, zusätzlich zu dem Patienten die Mutter oder beide Elternteile über die Kindheit des Patienten zu befragen, falls dieser sich nicht mehr besonders gut an manche Dinge erinnern kann. Theoretisch wird bei der Studie von der Bindungstheorie ausgegangen. Nach Bowlby (Bowlby, 1969) ist Bindung zum einen eine emotionale Erfahrung und zum anderen ein während der frühen Kindheit ausgebildetes Interaktionsmuster, welches sich dann in den Beziehungen im ganzen weiteren Leben der Person widerspiegelt. Ainsworth führte die berühmte Studie der „fremden Situation“ durch, bei der sich in einer festgelegten Abfolge von Situationen das Bindungsmuster des Kindes zeigt (Ainsworth, 1969). Aufgrund ihrer Untersuchungen kam Ainsworth zu der Unterscheidung von vier verschiedenen Bindungsmustern: Sicher, unsicher-vermeidend, unsicher-ambivalent und desorganisiert. Ich werde hier jedoch nur auf die gröbere Unterscheidung sicher vs. unsicher gebunden Bezug nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung: Das Kapitel führt in die Problemstellung ein, ob ein unsicheres Bindungsmuster die Entwicklung einer Internetsucht begünstigen kann.

2. Theoretischer Hintergrund: Es wird der aktuelle Forschungsstand zum pathologischen Internetgebrauch und dessen Einordnung als klinisches Störungsbild thematisiert.

3. Design 1 (qualitativ orientiert): Vorstellung einer qualitativen Kausalanalyse mittels biographischer Interviews zur Untersuchung von Lebensgeschichten.

3.1 Begründung, Ablaufschritte: Detaillierte Darlegung der methodischen Vorgehensweise und theoretischen Verankerung in der Bindungstheorie.

3.2 Stichprobe: Erörterung der Rekrutierung von Probanden aus spezialisierten Kliniken.

3.3 Erhebungsmethode (Beschreibung, Begründung, Beispiele): Beschreibung der Durchführung der Interviews und notwendiger organisatorischer Rahmenbedingungen.

3.4 Auswertungsmethoden: Erläuterung der qualitativen Inhaltsanalyse zur Kategorisierung der Interviewdaten.

3.5 Mögliche Ergebnisse: Diskussion der Hypothesenbildung bezüglich Bindungsstörungen im Kindesalter.

4. Design 2 (quantitativ orientiert): Vorstellung eines quantitativen Ansatzes unter Nutzung des Adult Attachment Interview (AAI).

4.1 Begründung, Ablaufschritte: Einsatz eines halbstandardisierten Interviews zur retrospektiven Erfassung von Bindungserfahrungen.

4.2 Stichprobe: Notwendigkeit einer größeren Fallzahl für quantitative Analysen.

4.3 Erhebungsmethode: Beschreibung des AAI-Fragenkatalogs und der Fokussierung auf Bindungsmerkmale.

4.4 Auswertungsmethode: Klassifikation in fünf verschiedene Bindungstypen.

4.5 Mögliche Ergebnisse: Vergleich der Ergebnisse mit nicht-pathologischen Kontrollgruppen.

5. Vergleich der beiden Designs: Abwägung der Vor- und Nachteile beider methodischer Ansätze.

6. Mögliche Schlussfolgerungen, Konsequenzen für die Praxis: Zusammenfassung der Bedeutung der Ergebnisse für Prävention, Therapie und das Verständnis der Ätiologie.

7. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Pathologischer Internetgebrauch, Bindungstheorie, Psychologie, Fallanalyse, Qualitatives Design, Quantitatives Design, Adult Attachment Interview, Kindheit, Psychische Störungen, Prävention, Therapie, Bindungsmuster, Internetsucht, Sozialverhalten, Ätiologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den vermuteten Zusammenhang zwischen Bindungserfahrungen in der frühen Kindheit und der späteren Entwicklung eines pathologischen PC- bzw. Internetgebrauchs.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Bindungstheorie, die Diagnostik pathologischen Internetgebrauchs sowie methodische Ansätze zur psychologischen Erforschung dieser Zusammenhänge.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob unsichere Bindungsmuster einen Risikofaktor für die Entstehung von Internetsucht darstellen und wie dies empirisch untersucht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stellt zwei methodische Ansätze gegenüber: ein qualitatives Design mittels biographischer Fallanalysen und ein quantitatives Design unter Verwendung des Adult Attachment Interview (AAI).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung des qualitativen und quantitativen Forschungsdesigns, inklusive Stichprobenwahl, Erhebungsmethode und Auswertung, sowie deren kritischen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie pathologischer Internetgebrauch, Bindungstheorie, Forschungsdesign und klinische Psychologie charakterisieren.

Welche Bindungstypen werden bei der quantitativen Auswertung unterschieden?

Die Auswertung des Adult Attachment Interview führt zur Klassifikation in fünf Typen, darunter der autonome Bindungstyp, der distanziert-beziehungsabweisende Typ, der präokkupiert-verstrickte Typ sowie der unverarbeitete Objektverlust.

Warum hält die Autorin eine Kombination beider Designs für sinnvoll?

Eine Kombination würde die Validität durch Vergleiche mit der Normalpopulation erhöhen und gleichzeitig tiefgreifende biographische Erkenntnisse liefern, ist jedoch durch hohen Zeit- und Geldaufwand begrenzt.

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Details

Title
Forschungsmethoden bei pathologischer Verwendung von PC und Internet
College
Klagenfurt University  (Psychologie)
Course
Grundlagen und Designs
Grade
unbenotet (bestanden)
Author
Bachelor of Science Melanie Römer (Author)
Publication Year
2011
Pages
10
Catalog Number
V281766
ISBN (eBook)
9783656765103
ISBN (Book)
9783656765110
Language
German
Tags
forschungsmethoden verwendung internet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Science Melanie Römer (Author), 2011, Forschungsmethoden bei pathologischer Verwendung von PC und Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281766
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