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Aufgabe und Inhalt des Prüfunsgberichts nach § 321 HGB

Title: Aufgabe und Inhalt des Prüfunsgberichts nach § 321 HGB

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Strobel (Author)

Business economics - Revision, Auditing
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Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann mit Recht die These aufgestellt werden, der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer sei ins Gerede gekommen und befinde sich aktuell in einer schweren Vertrauenskrise. Maßgeblich zur öffentlichen Kritik an den Wirtschaftsprüfern beigetragen haben spektakuläre Unternehmenszusammenbrüche mit sich anschließenden Insolvenzen in den USA und Europa. So stellte der Zusammenbruch des Telekommunikationsunternehmens WorldCom die größte Firmenpleite in den USA dar, die ihre Ursache darin hatte, dass durch Falschbuchungen in einer Höhe von 3,85 Milliarden US-Dollar versucht wurde, entsprechende Verluste zu verschleiern. Die offensichtlichen Falschbuchungen wurden von den zuständigen Abschlussprüfern entweder nicht erkannt oder wurden zumindest nicht beanstandet. Als bis dato größter Bilanzbetrug innerhalb Europas ist der Fall des italienischen Unternehmens der Milch- und Nahrungsmittelindustrie Parmalat anzusehen. Obwohl der Quartalsbericht zum 30.09.2003 noch einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 4,2 Milliarden EURO aufwies konnte nur kurze Zeit später eine Anleihe über 150 Millionen EURO nicht mehr bedient werden. Aber auch zahlreiche Skandale innerhalb Deutschlands haben ihren Beitrag zum angeschlagenen Ruf der Wirtschaftsprüfer geleistet. Beispielhaft sei an dieser Stelle der Fall des Telematik-Anbieters ComRoad angeführt, bei dem von den in 2001 bilanzierten Umsätzen in Höhe von 93,6 Millionen EUR nur 1,6% real getätigt wurden; die verbleibenden Umsätze wurden lediglich vorgetäuscht.




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Inhaltsverzeichnis

1 Abgrenzung der Themenstellung

2 Grundlagen des Prüfungsberichts

2.1 Einordnung innerhalb des Prüfungsprozesses

2.2 Gesetzliche Grundlagen des Prüfungsberichts

2.3 Berufsständische Grundlagen des Prüfungsberichts

3 Aufgaben des Prüfungsberichts

3.1 Die Informationsfunktion

3.2 Die Unterstützungsfunktion

3.3 Die Nachweisfunktion

4 Allgemeine Berichtsgrundsätze

4.1 Der Grundsatz der Unparteilichkeit

4.2 Der Grundsatz der Vollständigkeit

4.3 Der Grundsatz der Wahrheit

4.4 Der Grundsatz der Klarheit

5 Inhalte des Prüfungsberichts

5.1 Die Gliederungsempfehlung des IDW

5.2 Der Prüfungsauftrag

5.3 Grundsätzliche Feststellungen

5.4 Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

5.5 Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.6 Feststellungen zum Risikofrüherkennungssystem

5.7 Feststellungen aus Erweiterungen des Prüfungsauftrags

5.8 Der Bestätigungsvermerk

6 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Aufgaben und Inhalten des Prüfungsberichts nach § 321 HGB auseinander. Angesichts einer Vertrauenskrise im Berufsstand der Wirtschaftsprüfer, ausgelöst durch spektakuläre Bilanzskandale, wird untersucht, inwieweit der Prüfungsbericht als Rechenschafts- und Nachweisdokument die Informationsbedürfnisse von Adressaten erfüllen kann und wie sich gesetzliche Neuregelungen (KonTraG, TransPuG) auf die Berichterstattung auswirken.

  • Grundlagen des Prüfungsprozesses und gesetzliche Rahmenbedingungen des Prüfungsberichts.
  • Analyse der zentralen Funktionen des Prüfungsberichts (Informations-, Unterstützungs- und Nachweisfunktion).
  • Erläuterung der allgemeinen Berichtsgrundsätze wie Unparteilichkeit, Vollständigkeit, Wahrheit und Klarheit.
  • Detaillierte Untersuchung der inhaltlichen Anforderungen und der Gliederungsempfehlungen des IDW.
  • Kritische Würdigung der Tendenz zur Verlagerung von Berichtspflichten auf den Abschlussprüfer im internationalen Kontext.

Auszug aus dem Buch

1 Abgrenzung der Themenstellung

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann mit Recht die These aufgestellt werden, der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer sei ins Gerede gekommen und befinde sich aktuell in einer schweren Vertrauenskrise.

Maßgeblich zur öffentlichen Kritik an den Wirtschaftsprüfern beigetragen haben spektakuläre Unternehmenszusammenbrüche mit sich anschließenden Insolvenzen in den USA und Europa. So stellte der Zusammenbruch des Telekommunikationsunternehmens WorldCom die größte Firmenpleite in den USA dar, die ihre Ursache darin hatte, dass durch Falschbuchungen in einer Höhe von 3,85 Milliarden US-Dollar versucht wurde, entsprechende Verluste zu verschleiern. Die offensichtlichen Falschbuchungen wurden von den zuständigen Abschlussprüfern entweder nicht erkannt oder wurden zumindest nicht beanstandet.

Als bis dato größter Bilanzbetrug innerhalb Europas ist der Fall des italienischen Unternehmens der Milch- und Nahrungsmittelindustrie Parmalat anzusehen. Obwohl der Quartalsbericht zum 30.09.2003 noch einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 4,2 Milliarden EURO aufwies konnte nur kurze Zeit später eine Anleihe über 150 Millionen EURO nicht mehr bedient werden.

Aber auch zahlreiche Skandale innerhalb Deutschlands haben ihren Beitrag zum angeschlagenen Ruf der Wirtschaftsprüfer geleistet. Beispielhaft sei an dieser Stelle der Fall des Telematik-Anbieters ComRoad angeführt, bei dem von den in 2001 bilanzierten Umsätzen in Höhe von 93,6 Millionen EUR nur 1,6% real getätigt wurden; die verbleibenden Umsätze wurden lediglich vorgetäuscht. Weitere – öffentlich stark beachtete und diskutierte – Bilanzskandale sind mit den Namen „Bankgesellschaft Berlin“ und „Flow Tex“ verbunden. In allen Fällen sahen sich die beauftragen Wirtschaftsprüfer dem Vorwurf ausgesetzt, fingierte Umsätze und Erträge nicht entdeckt bzw. vorhandene Risiken bewusst ignoriert zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Abgrenzung der Themenstellung: Beschreibt die aktuelle Vertrauenskrise des Berufsstandes der Wirtschaftsprüfer durch Bilanzskandale und definiert den Prüfungsbericht als Rechenschaftsbericht.

2 Grundlagen des Prüfungsberichts: Erläutert die Einordnung des Berichts in den Prüfungsprozess sowie die gesetzlichen und berufsständischen Grundlagen (insb. § 321 HGB).

3 Aufgaben des Prüfungsberichts: Analysiert die zentralen Funktionen des Prüfungsberichts als Informations-, Unterstützungs- und Nachweisinstrument für verschiedene Adressaten.

4 Allgemeine Berichtsgrundsätze: Definiert die an den Abschlussprüfer gestellten qualitativen Anforderungen hinsichtlich Unparteilichkeit, Vollständigkeit, Wahrheit und Klarheit.

5 Inhalte des Prüfungsberichts: Detaildarstellung der inhaltlichen Anforderungen und der IDW-Gliederungsempfehlungen für den Prüfungsbericht.

6 Ausblick: Erörtert aktuelle Entwicklungen in der Gesetzgebung sowie Tendenzen zur verstärkten Berichtspflicht und zur internationalen Harmonisierung.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsprüfung, Prüfungsbericht, § 321 HGB, Jahresabschlussprüfung, Bilanzskandal, Berichtsgrundsätze, Informationsfunktion, TransPuG, KonTraG, IDW, Abschlussprüfer, Rechenschaftsbericht, Unternehmensüberwachung, Unparteilichkeit, Vollständigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die rechtliche und inhaltliche Ausgestaltung des Prüfungsberichts durch den Wirtschaftsprüfer in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen des § 321 HGB.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Funktionen des Berichts (Informations-, Unterstützungs- und Nachweisfunktion), die geltenden Berichtsgrundsätze sowie die Auswirkungen gesetzlicher Reformen auf die Prüfungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Rolle des Prüfungsberichts als wichtiges Instrument der Unternehmensüberwachung und Rechenschaftslegung vor dem Hintergrund der durch Bilanzskandale verursachten Vertrauenskrise im Berufsstand zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fundierte Literaturanalyse unter Einbeziehung gesetzlicher Vorschriften (HGB, AktG), des Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 450) sowie relevanter Fachkommentare und Fachartikel.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Herleitung der Berichtsgrundsätze, der Detaillierung der gesetzlich fixierten Mindestinhalte des Prüfungsberichts und der kritischen Reflexion über die Erweiterung der Berichtspflichten für Abschlussprüfer.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wirtschaftsprüfung, Prüfungsbericht, § 321 HGB, Abschlussprüfung, Berichtsgrundsätze, Informationsfunktion, TransPuG und Unternehmensüberwachung sind prägende Begriffe.

Welche Rolle spielt die sogenannte „Positiverklärung“ im Zusammenhang mit dem Prüfungsbericht?

Nach Wegfall der durch das KonTraG eingeführten Negativerklärung muss der Abschlussprüfer gemäß § 321 Abs. 1 S. 3 HGB nur noch über tatsächlich festgestellte Unrichtigkeiten oder Verstöße berichten, was als Positiverklärung bezeichnet wird.

Wie wird das Spannungsfeld zwischen Vollständigkeit der Berichterstattung und Vertraulichkeit beurteilt?

Der Autor stellt fest, dass der Grundsatz der Vollständigkeit mit der Wahrung von Geschäftsgeheimnissen kollidieren kann, weshalb die Berichterstattung in begründeten Ausnahmefällen eingeschränkt werden kann, sofern die Grundsätze von Klarheit und Vollständigkeit im Kern gewahrt bleiben.

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Details

Title
Aufgabe und Inhalt des Prüfunsgberichts nach § 321 HGB
College
University of Applied Sciences Hamburg  (Fachbereich Wirtschaft)
Grade
2,0
Author
Christian Strobel (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V28180
ISBN (eBook)
9783638300346
ISBN (Book)
9783638760478
Language
German
Tags
Aufgabe Inhalt Prüfunsgberichts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Strobel (Author), 2004, Aufgabe und Inhalt des Prüfunsgberichts nach § 321 HGB, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28180
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