Konditionstraining im Jugendfußball. Theoretische Grundlagen


Akademische Arbeit, 2005

19 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Das Training der konditionellen Fähigkeiten

1. Ausdauer und Ausdauertraining – Begriffsbestimmung

2. Arten der Ausdauer

3. Bedeutung der Ausdauer für die sportliche Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballspielers

4. Trainingswissenschaftliche, sportbiologische und sportmedizinische Grundlagen des Ausdauertrainings von 17/18jährigen Fußballspielern
4.1. Muskelfaser und -zelle
4.2. Herz-Kreislauf-System
4.3. Immunsystem
4.4. Parameter zur Beurteilung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit von jugendlichen Fußballern
4.5. Methoden des Ausdauertrainings im Fußball

5. Literaturverzeichnis (inklusive weiterführender Literatur)

Das Training der konditionellen Fähigkeiten

Der Konditionsbegriff soll hier in einer relativ engen Begriffsfassung verstanden werden, in der es zu einer Beschränkung der konditionellen Eigenschaften auf die physischen Faktoren Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit kommt (Weineck 1999, 15). Abbildung 1 gibt einen Überblick über die Komponenten der Kondition in diesem Konditionsverständnis.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Komponenten der Kondition des jugendlichen Fußballers (nach Schmidtbleicher et al. 1989, 7; in Weineck 1999, 17).

1. Ausdauer und Ausdauertraining – Begriffsbestimmung

Nach Weineck (1999, 23) wird unter Ausdauer im Allgemeinen die „psychophysische Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei längeren Belastungen und die Fähigkeit zur raschen Wiederherstellung nach Belastung“ verstanden.

2. Arten der Ausdauer

Die Ausdauer tritt in einer Vielzahl von Erscheinungsformen auf. Sie wird je nach Betrachtungsweise in verschiedene Arten unterteilt (siehe Tabelle 3).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Strukturierung der Ausdauerformen nach ausgewählten Kriterien (nach Grosser 1988, 94; Zintl 1994, 30; Weineck 1997, 141)

Für den Fußballer von Bedeutung ist entsprechend der Wettkampfbeanspruchung vor allem die allgemeine aerobe dynamische Ausdauer, auch Grundlagenausdauer genannt, und die spezielle fußballspezifische anaerobe Ausdauer, auch Sprintausdauer genannt (Weineck 1999, 23).

3. Bedeutung der Ausdauer für die sportliche Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballspielers

Zur Erfassung der Ausdauerbelastung können Betrachtungen der Laufstrecken und Laufintensitäten des Fußballspielers während des Spiels herangezogen werden.

Zahlreiche Untersuchungen in den letzten dreißig Jahren ermittelten, je nach Ligazugehörigkeit, individuellem Leistungsniveau, taktischer Aufgabe und Spielposition, mittlere Gesamtlaufleistungen zwischen 9 und 12 km pro Spiel (Saltin 1973; Whitebread 1975; Reilly/Thomas 1976; Whiters et al. 1982; Ekblom 1986; Gerish et al. 1988; Van Gool et al. 1988; Ohashi et al. 1988; in Bangsbo 1993, 24). Winkler (1985, 24; in Weineck 1999, 25) ermittelte sogar Einzelleistungen von über 14 km pro Spiel und beziffert die Gesamtstrecke der im Sprint zurückgelegten Läufe zwischen 500 und 3000m.

Eine quantitative Betrachtung der Bewegungsleistungen während eines Spiels offenbarte, dass im Durchschnitt 83-88% der Spielzeit mit Gehen oder Traben, 7-11% mit zügigem Laufen oder Sprinten und 2-10% mit Stehen verbracht wird (Yamanaka et al. 1988, 33; Mayhew/Wenger 1985, 49; in Weineck 1999, 25).

In mehreren Studien wurde herausgefunden, dass Mittelfeldspieler im Durchschnitt sowohl eine längere Gesamtlaufstrecke im Spiel zurücklegen (Reilly/Thomas 1976; Withers et al. 1982; Ekblom 1986; in Bangsbo 1993, 32), als auch ein durchschnittlich intensiveres Laufpensum (höherer Anteil an zügigem Laufen und Sprints) zu absolvieren haben (Yamanaka et al. 1988, 338; in Weineck 1999, 27).

Messungen der Laktatkonzentration im Blut von Spielern aus der ersten und zweiten dänischen Liga während Meisterschaftsspielen ergaben durchschnittliche Werte von 4,1-6,6 mmol/l in der ersten und 2,4-4,0 mmol/l in der zweiten Halbzeit (Smith et al. 1993; Bangsbo 1992; in Bangsbo 1993, 43).

Die Bedeutung einer gut ausgebildeten Grundlagen- bzw. speziellen Ausdauer für die Leistungsfähigkeit des Fußballspielers kann der Tabelle 4 (S. 29) entnommen werden.

Eine optimal entwickelte Grundlagenausdauer ist nicht nur Grundvoraussetzung für eine hohe spielerische Leistungsfähigkeit auf dem Platz, sondern sie stellt auch „die Grundlage für ein qualitativ und quantitativ hohes Niveau des Trainings zur Entwicklung spezieller Fähigkeiten dar“ (Weineck 1999, 63).

Tabelle 2: Auswirkungen gut ausgebildeter fußballrelevanter Ausdauerformen auf die Leistungsfähigkeit des Fußballspielers (nach Weineck 1999, 27 ff.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Konditionstraining im Jugendfußball. Theoretische Grundlagen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Sportwissenschaft und Sport)
Note
1
Autor
Jahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V281875
ISBN (eBook)
9783656758204
ISBN (Buch)
9783668136632
Dateigröße
797 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konditionstraining, jugendfußball, theoretische, grundlagen
Arbeit zitieren
Thilo Ruprecht (Autor:in), 2005, Konditionstraining im Jugendfußball. Theoretische Grundlagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281875

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