Nach Weineck (1999, 23) wird unter Ausdauer im Allgemeinen die „psychophysische Ermüdungswiderstandsfähigkeit bei längeren Belastungen und die Fähigkeit zur raschen Wiederherstellung nach Belastung“ verstanden. Die Ausdauer tritt in einer Vielzahl von Erscheinungsformen auf. Sie wird je nach Betrachtungsweise in verschiedene Arten unterteilt.
Aus dem Inhalt:
- Trainingswissenschaftliche, sportbiologische und sportmedizinische Grundlagen
- Herz-Kreislauf-System
- Beurteilung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit
Inhaltsverzeichnis
Das Training der konditionellen Fähigkeiten
1. Ausdauer und Ausdauertraining – Begriffsbestimmung
2. Arten der Ausdauer
3. Bedeutung der Ausdauer für die sportliche Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballspielers
4. Trainingswissenschaftliche, sportbiologische und sportmedizinische Grundlagen des Ausdauertrainings von 17/18jährigen Fußballspielern
4.1. Muskelfaser und -zelle
4.2. Herz-Kreislauf-System
4.3. Immunsystem
4.4. Parameter zur Beurteilung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit von jugendlichen Fußballern
4.5. Methoden des Ausdauertrainings im Fußball
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des Konditionstrainings im Jugendfußball, mit einem speziellen Fokus auf die Ausdauerleistungsfähigkeit von 17- bis 18-jährigen Spielern. Ziel ist es, die sportbiologischen und trainingswissenschaftlichen Zusammenhänge zu verdeutlichen, die für eine zielgerichtete und leistungsfördernde Trainingsgestaltung in dieser Altersstufe essenziell sind.
- Grundlagen des Ausdauerbegriffs und der verschiedenen Ausdauerformen im Fußball
- Die Bedeutung der Ausdauer für die physische Leistungsfähigkeit während eines Spiels
- Sportbiologische Anpassungsprozesse an Ausdauertraining (Muskulatur, Herz-Kreislauf, Immunsystem)
- Methodische Ansätze und Parameter zur Leistungsbeurteilung und Trainingssteuerung
Auszug aus dem Buch
4.2. Herz-Kreislauf-System
Eine wesentliche Größe für die metabolische Leistungsfähigkeit des Muskels ist dessen Durchblutung. Bei den dafür zuständigen Kapillaren kommt es durch regelmäßiges aerobes Ausdauertraining zu positiven Anpassungserscheinungen. So konnte Schmidt (1978, 14; in Weineck 1997, 158) bei Ausdauertrainierten eine um 41,2% höhere Kapillardichte als bei Normalpersonen feststellen. Außerdem kommt es zu einer Vergrößerung des Kapillarquerschnitts und deren Austauschfläche (vgl. Zintl 1994, 59; Weineck 1997, 163). Die effektivste Methode zur Kapillarisierung ist nach Weineck (1999, 55) die extensive Dauermethode mit einer Mindestlaufzeit von etwa 30 Minuten.
Auch durch die ausdauertrainingsbedingte Optimierung der intramuskulären Blutverteilung, durch Gefäßengstellung in der nicht arbeitenden Muskulatur und Mehrdurchblutung der Arbeitsmuskulatur, wird die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der belasteten Muskeln verbessert.
Zusammenfassung der Kapitel
Das Training der konditionellen Fähigkeiten: Dieses Kapitel definiert den Konditionsbegriff für den Fußball, indem es die Komponenten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit in den Mittelpunkt stellt.
1. Ausdauer und Ausdauertraining – Begriffsbestimmung: Es wird der Begriff der Ausdauer als psychophysische Ermüdungswiderstandsfähigkeit und Fähigkeit zur raschen Wiederherstellung nach Belastung wissenschaftlich definiert.
2. Arten der Ausdauer: Hier erfolgt eine systematische Differenzierung der verschiedenen Ausdauerformen anhand von Kriterien wie Energiebereitstellung und beanspruchter Muskulatur.
3. Bedeutung der Ausdauer für die sportliche Leistungsfähigkeit des jugendlichen Fußballspielers: Das Kapitel analysiert die physischen Anforderungen im Spiel und betont die Relevanz der Grundlagenausdauer sowie der speziellen Sprintausdauer.
4. Trainingswissenschaftliche, sportbiologische und sportmedizinische Grundlagen des Ausdauertrainings von 17/18jährigen Fußballspielern: Dieser Hauptteil beleuchtet detailliert die Auswirkungen von Training auf Muskelfasern, das Herz-Kreislauf-System, das Immunsystem sowie leistungsdiagnostische Parameter.
Schlüsselwörter
Ausdauertraining, Jugendfußball, aerobe Kapazität, anaerobe Schwelle, Herz-Kreislauf-System, Trainingswissenschaft, Leistungsfähigkeit, Grundlagenausdauer, Muskelfaser, VO2max, Sportbiologie, Sprintausdauer, Immunsystem, Laktatkonzentration, Trainingsmethoden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Ausdauertrainings für 17- bis 18-jährige Fußballer unter Berücksichtigung sportbiologischer Erkenntnisse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Ausdauerformen, die physiologische Anpassung von Herz und Muskulatur sowie die Methoden der Trainingssteuerung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Trainern ein wissenschaftlich fundiertes Verständnis über die physiologischen Voraussetzungen und Notwendigkeiten für das Ausdauertraining im Jugendbereich zu vermitteln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung sportwissenschaftlicher Studien zur Leistungsphysiologie im Fußball.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Wirkungsweise von Ausdauertraining auf das Herz-Kreislauf-System, die Muskulatur und das Immunsystem bei jungen Athleten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Ausdauertraining, Jugendfußball, aerobe Kapazität, anaerobe Schwelle und Leistungsdiagnostik.
Warum ist das Alter von 17/18 Jahren für die Ausdauerentwicklung so kritisch?
In dieser Phase der Adoleszenz entscheidet die funktionelle Anpassung maßgeblich über die spätere, langfristige Ausdauerleistungsfähigkeit des Spielers.
Wie wirkt sich intensives anaerobes Training auf Jugendliche aus?
Da Jugendliche entwicklungsbedingt eine geringere anaerobe Enzymkapazität aufweisen, kann zu intensives anaerobes Training die Schnelligkeitsentwicklung beeinträchtigen.
Welche Rolle spielt die Kapillarisierung im Ausdauertraining?
Die Kapillarisierung ist entscheidend für die metabolische Leistungsfähigkeit des Muskels, da sie die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung durch eine vergrößerte Austauschfläche verbessert.
Warum sollte bei Jugendlichen auf Straftraining verzichtet werden?
Übermäßige Stressanhäufung durch Straftraining kann das Immunsystem schwächen und die Infektionsanfälligkeit der Jugendlichen erhöhen.
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- Thilo Ruprecht (Author), 2005, Konditionstraining im Jugendfußball. Theoretische Grundlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281875