Als Vorarbeit für meine Masterarbeit zum Thema „Klimawandel und Sicherheit“ mit der Fragestellung „Welche Auswirkungen hat die globale Erwärmung auf die internationale Sicherheit
und die nationale Sicherheit ausgewählter Staaten?“, soll in der vorliegenden Arbeit ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand geboten werden, der bis auf das Jahr 2006 zurückgeht, da seit diesem Jahr fast das gesamte heute relevante Material (vor allem wissenschaftliche Studien, Dokumentationen, Monographien und Berichte über politische Ereignisse) veröffentlicht wurde. Dazu wird in der Folge die Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse vorgestellt, anhand derer zuerst der akademische Diskurs und dann der politische Diskurs zwischen Klimawandelverfechtern und Klimawandelskeptikern analysiert wird, in denen ein besonderes Augenmerk auf die Verbindung zu den daraus hervorgehenden sicherheitspolitischen Implikationen gelegt wird. Am Ende dieser Arbeit wird ein Fazit gezogen sowie ein Ausblick in die Zukunft versucht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse und Kategorienbildung
3. Der Akademische Diskurs
3.1 Die Klimawandelverfechter
3.1.1 Kampf um knapper werdende Ressourcen
3.1.2 Zunahme von Extremwetterereignissen
3.1.3 Nahrungsmittel- und Wasserknappheit
3.1.4 Anstieg des Meeresspiegels
3.1.5 Klimaflüchtlinge
3.2. Die Klimawandelskeptiker
4. Der Politsche Diskurs
4.1 Die Klimawandelverfechter
4.2 Die Klimawandelskeptiker
5. Fazit/Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Klimawandel und Sicherheit“ zu geben, wobei der Fokus auf der Analyse der Debatten zwischen Klimawandelverfechtern und -skeptikern liegt. Die Arbeit untersucht die sicherheitspolitischen Implikationen, die aus verschiedenen klimawandelbedingten Konfliktkonstellationen hervorgehen.
- Akademischer vs. politischer Diskurs über den Klimawandel
- Klimawandel als Bedrohung der internationalen Sicherheit
- Analyse der Konfliktkonstellationen: Ressourcen, Wetter, Meeresspiegel und Migration
- Die Rolle der Klimawandelskeptiker in der wissenschaftlichen und politischen Debatte
- Sicherheitspolitische Herausforderungen und Anpassungsstrategien
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Kampf um knapper werdende Ressourcen
Die Arktis ist das bekannteste Beispiel dafür, dass der Klimawandel eine neue Dimension von Unsicherheit hervorrufen kann. Schon seit Jahren schmilzt das "ewige" Eis der Arktis. Die Bilder berstender Eisberge sind aus den Medien bekannt. Erst durch die Eisschmelze und verbesserte Zugänglichkeit zu den dortigen Ressourcen, wird die Arktis als einer der größten Öl und Gasspeicher der Welt relevant und birgt das Potenzial die diplomatischen Beziehungen zwischen den Anrainerstaaten zu belasten. Aber auch neue Fischgründe, erwartete Vorkommen von Gold, Silber, Diamanten und anderen Ressourcen, sowie die Entstehung neuer Handelsrouten könnten geopolitische Konstellationen und Allianzen verändern (USGS 2008; Winkelmann 2011: 62). Aus diesem Grund ist die Arktis für die internationale Politik interessant geworden und in der Zwischenzeit ein brisanter Streit um die Gebietsansprüche entstanden (Winkelmann 2011: 62ff.).
Große Medienaufmerksamkeit erlangte eine russische U-Boot-Expedition im Jahre 2007, die zum Abschluss eine russische Flagge auf dem Meeresboden unter dem Nordpol platzierte. Diese Aktion, die im russischen Fernsehen sogar live übertragen wurde, zeigt, dass das Thema der ungeklärten Gebietsansprüche immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte über den Klimawandel im UN-Sicherheitsrat ein und skizziert die wissenschaftliche sowie politische Aufmerksamkeit für das Thema seit 2007.
2. Die Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse und Kategorienbildung: Hier wird die angewandte Methode zur systematischen Textanalyse erläutert, um den Forschungsstand zum Klimawandel kategorisiert aufzuarbeiten.
3. Der Akademische Diskurs: Das Kapitel differenziert zwischen den Positionen der Klimawandelverfechter und -skeptiker in der Wissenschaft und beleuchtet zentrale sicherheitspolitische Risikofelder.
4. Der Politsche Diskurs: Dieser Abschnitt untersucht, wie konservative und progressive Politikanschauungen sowie die Lobbyarbeit von Skeptikern die internationale Klimapolitik beeinflussen.
5. Fazit/Ausblick: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Klimawandel als "Threat Multiplier" wahrgenommen wird, wobei wirtschaftliche Interessen und die politische Finanzkrise den effektiven Klimaschutz behindern.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Sicherheit, internationale Politik, Qualitative Inhaltsanalyse, Klimawandelverfechter, Klimawandelskeptiker, Ressourcenkonflikte, Extremwetterereignisse, Meeresspiegelanstieg, Klimaflüchtlinge, Sicherheitsrisiko, Umweltveränderungen, Threat Multiplier, Klimaschutzabkommen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den wissenschaftlichen und politischen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Klimawandel und internationaler Sicherheit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des Klimawandels auf Ressourcen, Extremwetterereignisse, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit, den Meeresspiegelanstieg sowie die daraus resultierende Migration.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Debatten zwischen Klimawandelverfechtern und -skeptikern strukturiert aufzubereiten und die daraus folgenden sicherheitspolitischen Risiken für Staaten zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Der Autor nutzt die Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur systematischen Auswertung der relevanten Literatur und Dokumentationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen akademischen und einen politischen Diskurs, wobei jeweils die Argumentationslinien von Verfechtern und Skeptikern detailliert gegenübergestellt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Klimawandel, Sicherheitspolitik, Bedrohungsanalysen und den Diskurs zwischen Wissenschaft und Politik definieren.
Warum spielt die Arktis eine so große Rolle im akademischen Diskurs?
Die Arktis dient als prominentes Beispiel für einen durch Eisschmelze entstehenden Ressourcenstreit, der diplomatische Spannungen zwischen Anrainerstaaten verschärfen kann.
Inwiefern beeinflussen Klimawandelskeptiker die politische Ebene?
Skeptiker beeinflussen die Politik durch Lobbyarbeit, das Infragestellen wissenschaftlicher Konsense und das Betonen ökonomischer Kosten, was verbindliche internationale Klimaschutzabkommen erschwert.
- Quote paper
- M.A. Florian Hideg (Author), 2012, Klimawandel und Sicherheit. Der aktuelle Forschungsstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281915