Servant-Leadership. Ein besserer Führungsstil?


Studienarbeit, 2014

11 Seiten, Note: 2,7

Richard Rouge (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leadership und Management

3. Grundlagen des „Servant Leadership“ nach „Seven Pillars of Leadership“
3.1 Begrifflichkeiten von Dienen und Führen
3.2 Die sieben Säulen des „Servant Leadership“
3.2.1 Person of Character
3.2.2 Puts People First
3.2.3 Skilled Communicator
3.2.4. Compassionate Collaborator
3.2.5 Foresight
3.2.6 Systems Thinker
3.2.7 Moral Authority

4. Christliche Verbindung zu „Servant Leadership“

5. Fazit

Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Spätestens seitdem es mehrere neue Fernsehformate gibt, in denen Missstände in Unternehmen aufdeckt werden, ist das Thema Mitarbeiter-Führung wieder in aller Munde. So verkleiden sich in „Undercover Boss“ Geschäftsführer großer Firmen als Praktikanten, um anschließend in der eigenen Firma in einer niedrigen Position zu arbeiten. Oftmals sind die Chefs dann in der Show total überfordert mit den Vorgaben, die sie selbst an die Mitarbeiter gestellt haben. Zudem wird häufig festgestellt, dass immenser Druck ausgeübt wird und die Mitarbeiter daher unter ständigem Stress stehen. Leider sind solche Probleme nicht fiktiv und nur im Fernsehen zu finden, sondern können beinahe auf der ganzen Welt und in allen Branchen beobachtet werden. Aufgrund vieler Fehler und fehlenden Tugenden wie „Demut“ oder „Vorbild sein“ werden Führungskräfte von der breiten Masse kaum noch als Repräsentanten des „kleinen Mannes“ (bzw. der Arbeiter und Angestellten) gesehen.[1]

Doch was kann gegen diese Problematik unternommen werden und wie können Führungskräfte Vorbild und Chef zugleich sein? Eine mögliche Antwort bietet „Servant Leadership“ und präsentiert eine neue Fragestellung: Was kann ich für andere tun, damit sie eine persönliche Weiterentwicklung erfahren und die gemeinschaftlichen Ziele erfolgreich erreichen können?[2] Aufgrund dieser wechselseitigen Beziehung wird die Führungskraft in der „Servant Leadership“ auch als „Diener“ seiner Mitarbeiter bezeichnet.

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den Grundlagen des „Servant Leadership“ anhand des Buches „Seven Pillars of Servant Leadership“ von James Sipe und Don Frick auseinander.

2. Leadership und Management

„Leadership“ bedeutet auf Deutsch etwa Führung oder Leitung. Im deutschen Sprachgebrauch wird aber eher selten von „Leadership“ jedoch sehr häufig von „Management“ gesprochen - obwohl die Übersetzung fast identisch ist. John Kotter unterschied in seinem Buch „A Force For Change: How Leadership Differs From Management“ den Unterschied zwischen Managern und Führern folgendermaßen: Manager sind Verwalter und Leader hingegen Visionäre.[3]

Zudem bedeutet „Leadership“ (und auch somit von Management abgegrenzt):

-„eine große Organisation (ein komplexes System) zielgerichtet und ganzheitlich in einem Prozess dauerhafter Entwicklung zu ihrer Höchstleistung zu führen,
- dazu im Interesse der Zukunftsfähigkeit der Organisation grundlegenden Wandel zu wagen, die Menschen dafür zu befähigen und über Widerstände hinweg zu bewegen,
- die dazu erforderliche Umgestaltung und Transformation der Organisation einzuleiten und unter Berücksichtigung aller Elemente der Organisation (Strategie, Kultur, Prozesse, Struktur, Führung, Information und Kommunika­tion, Leistung und Ergebnisse) konsequent voranzutreiben,
- die Menschen in der Organisation mental und emotional für eine Zukunftsvision zu stimulieren und eine Verbundenheit über alle Hierarchieebenen hinweg zu bewirken.“[4]

3. Grundlagen des „Servant Leadership“ nach „Seven Pillars of Leadership“

Das Wort „Servant“ bedeutet auf deutsch etwa Diener und „Leadership“ etwa Führung oder Leitung. Somit könnte man „Servant Leadership“ mit „Dienende Führung“ übersetzen.

Das Konzept des „Servant Leadership“ geht auf den Amerikaner Robert Greenleaf (1904 – 1990) zurück. Dieser arbeitete nach seinem Universitätsabschluss 38 Jahre bei dem amerikanischen Telefonanbieter AT&T und war maßgeblich an großen Vorschritten und Entwicklungen, wie des ersten Assesment-Centers in einer Firma, die Förderung von Frauen und Schwarzen in gehobenen Positionen sowie einem Programm, dass den Angestellten in Führungspositionen Wissen aus Geisteswissenschaften (Theologie, Psychologie, Pädagogik etc.) näherbringen und ihnen somit die Spannweite ihrer Entscheidungen verdeutlichen sollte, beteiligt.[5] Aus diesem Ansatz entstand später auch das Konzept des „Servant Leadership“, was 1970 in dem Essay „The Servant as Leader“ erschien. Das daraus entstandene Konzept „Servant Leadership“ ist eine praxisnahe, altruisitsche Philosophie, die Zusammenarbeit, Vertrauen, Vorsorge, Zuhören und den ethischen Gebrauch von Macht und Bevollmächtigung fördert.[6]

Dr. James Sipe und Professor Don Frick veröffentlichten 2009 das Buch „Seven Pillars of Servant Leadership – Practicing the Wisdom of Leading by Serving“ worin sie die 10 Grundsätze, die der Erfinder Greenleaf beschrieb, in sieben „Säulen“ umänderten. Literarisch erinnert das Buch an einen Ratgeber was sich auch mit dem Untertitel deckt (übersetzt ungefähr: Die Weisheit des Führens durch Dienen erfahren). Zudem sind oftmals Übungen enthalten um das „Servant Leadership“ besser zu verstehen und somit eine bessere Führungskraft zu werden.

3.1 Begrifflichkeiten von Dienen und Führen

Auf den ersten Blick scheint durchaus ein Widerspruch zwischen Dienen und Führen zu bestehen. Vor allem in Anbetracht eines „dienenden Chefs“ ist dieser Gedanke durchaus berechtigt. Jedoch eröffnet sich bei näherer Betrachtung eine durchaus schlüssige Perspektive. So ist das Führen in „Servant Leadership“ eher das motivieren der anderen Menschen für ein gemeinsames Ziel um letztlich einem höheren Ziel zu dienen. Ferner ist im deutschen Sprachraum das Wort „Dienen“ eher negativ behaftet. Diest ist gut am Beispiel „Diener“ zu sehen. Jedoch ist die Führungskraft nicht als einfacher „Diener“ anzusehen, was folgendes Beispiel gut verdeutlicht: Eine Führungskraft darf seinen MitarbeiterInnen auch mal einen Kaffee kochen, ist aber nicht gleich deren „Getränkeservice“![7]

3.2 Die sieben Säulen des „Servant Leadership“

Die Eigenschaften, die einen „Servant Leader“ ausmachen, lassen sich laut James W. Sipe und Don M. Frick auf sieben Säulen aufteilen, die das Gesamtkonzept tragen sollen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung: http://www.essbay.de/fileadmin/user_upload/Tagung_der_Leitenden/Führungshandeln_in_der_Schule_TdLESSt_130314.pdf

[...]


[1] Ostermeier 2012, S. 1.

[2] Schnorrenberg, 2006, S. 18.

[3] Ostermeier 2012, S. 4.

[4] http://www.spirit-of-leadership.de/SL-Leadership/The-Spirit-of-Leadership-Information-rund-um-das-Thema-Leadership-K150.htm (23.09.2014)

[5] vgl. https://greenleaf.org/about-us/about-robert-k-greenleaf/ (27.09.14)

[6] vgl. http://www.12manage.com/methods_greenleaf_servant_leadership_de.html (27.09.14)

[7] Ostermeier 2012, S. 4.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Servant-Leadership. Ein besserer Führungsstil?
Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
2,7
Autor
Jahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V281955
ISBN (eBook)
9783656766933
ISBN (Buch)
9783656766940
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
servant-leadership, führungsstil
Arbeit zitieren
Richard Rouge (Autor), 2014, Servant-Leadership. Ein besserer Führungsstil?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281955

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