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Die Kapitolinische "Amor und Psyche"-Statuengruppe und deren Rezeption bis in das 19. Jahrhundert

Título: Die Kapitolinische "Amor und Psyche"-Statuengruppe und deren Rezeption bis in das 19. Jahrhundert

Tesis (Bachelor) , 2009 , 53 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: MSc Lina Gebhardt (Autor)

Arqueología
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In dieser Bachelorarbeit wird die "Amor und Psyche"-Statuengruppe auf ihre rezeptionsgeschichtliche Entwicklung untersucht. Dabei wird zunächst das hellenistische Original beziehungsweise die römische Kopie betrachtet. Der Zeitraum der Rezeption umfasst die Nachbildungen in der Antike bis in die Neuzeit. Dabei wird die Entwicklung in der europäischen Kunstgeschichte bis zum 19. Jahrhundert eingegrenzt.
Einen zeitlichen Rahmen zu ziehen, ist immer ein schwieriges Unterfangen. Denn das Motiv der umarmenden Gruppe ist in allen Zeiten existent und auch nach dem 19. Jahrhundert finden sich viele Reproduktionen der Gruppe. Der Schwerpunkt der Darstellungen konzentriert sich hauptsächlich auf das 17. und 18. Jahrhundert.
Das Märchen von Amor und Psyche ist in der Antike verwurzelt und wurde in der Neuzeit immer wieder neu interpretiert. Der Mythos beschäftigte nicht nur die Archäologie und die Kunstgeschichte, sondern auch andere wissenschaftliche Bereiche, wie die Psychologie, Literaturwissenschaften und die Philosophie. Die vorliegende Studie richtet ihr Augenmerk gezielt auf die kunsthistorische Forschung und deren Deutungsansätze. Ausgewählte Stücke sollen die formale und inhaltliche Anlehnung am antiken Vorbild zeigen. Zusätzlich werden die bewussten Neufassungen des Originals angesprochen. Ein komplettes Werk über die Entwicklung der Amor und Psyche-Geschichte und ihrer Darstellungen steht noch aus.
Die berühmte Kapitolinische Gruppe ist in der Klein- und Großplastik vertreten. Das apuleische Märchen kann nicht als ursprüngliche Quelle der Statuengruppe gesehen werden, sondern es gab bereits Vorläufer in der antiken Kunst. Der Psyche-Mythos muss in der Antike fest verankert gewesen sein, denn die Darstellungen zeigen einzelne Szenen der literarischen Vorlage. In den nachfolgenden Kapiteln wird die bekannte Geschichte von Lucius Apuleius (um 124-180) nacherzählt und untersucht, inwiefern die Kapitolinische Gruppe Bezug auf die Erzählung nimmt. Auf die Vorläufer der hellenistischen Umarmungsgruppe in der römischen und griechischen Kunst wird ebenfalls eingegangen. In der Antike findet eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte statt. Griechische Werke werden in der römischen Kaiserzeit zitiert. Antike Nachbildungen der römischen Amor und Psyche-Kopie werden vorgestellt. Im Anschluss erfolgt die rezeptionsgeschichtliche Entwicklung bis in das 19. Jahrhundert. Beispiele u.a. aus der Plastik und Malerei werden zur Untersuchung herangezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Das apuleische Märchen Amor und Psyche

2.1 Fazit

3. Die Kapitolinische Amor und Psyche-Statuengruppe

4. Amor und Psyche in der griechischen Kunst

5. Vorläufer der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe

6. Der Typus Kapitol und der Typus Landsdowne

7. Reproduktionen der Statuengruppe in der Spätantike

8. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe in der europäischen Renaissance und Barock

9. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe im 18. und 19. Jahrhundert

9.1. Malerei:

9.2. Plastikreproduktionen en miniature:

9.3. Plastik:

Exkurs: Kaunos und Biblis

9.4. Gemmen:

9.5. Grafik und Raumausstattung:

10. Fazit und Ergebnisse der Untersuchung:

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die rezeptionsgeschichtliche Entwicklung der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe. Dabei wird der zeitliche Bogen vom hellenistischen Original beziehungsweise der römischen Kopie bis in das 19. Jahrhundert gespannt, wobei ein besonderer Fokus auf der kunsthistorischen Einordnung, den verschiedenen Reproduktionstypen und der Bedeutung des Motivs in unterschiedlichen Epochen und Gattungen liegt.

  • Die ikonografische Entwicklung und symbolische Bedeutung des Amor und Psyche-Motivs.
  • Die Analyse der Kapitolinischen Gruppe und ihrer stilistischen Einordnung.
  • Die vielfältige Rezeption des Themas in Renaissance, Barock und Klassizismus.
  • Die Bedeutung des Mythos in der Kleinkunst, Malerei und Raumgestaltung.
  • Der Einfluss von antiken Originalen auf die künstlerische Produktion um 1800.

Auszug aus dem Buch

3. Die Kapitolinische Amor und Psyche-Statuengruppe

Die Zweifigurengruppe (Abb. 1) symbolisiert die endgültige Vereinigung von Amor und Psyche, nachdem alle Qualen überstanden sind und ihre Ehe legitimiert ist.12 In der apuleischen Erzählung und in den Nachdichtungen kommt das sinnliche Umarmungsmotiv der beiden Liebenden nicht vor. Die Geschichte endet mit der göttlichen Hochzeitsfeier. Amor und Psyche stehen zeichenhaft für die endgültige Vereinigung von göttlicher Liebe mit der menschlichen Seele. 13 Darüber hinaus ist die Statuengruppe als Fortdauer der Seele nach dem Tod zu interpretieren.14 Die Amor und Psyche-Darstellungen auf Sarkophagen deuten auf eine Apotheose des Verstorbenen hin.15 Die Kapitolinische Gruppe kennzeichnet sich besonders durch die Feinheit des Motivs aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Die Autorin erläutert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung zur Amor und Psyche-Statuengruppe und grenzt den Schwerpunkt auf die europäische Kunstgeschichte bis zum 19. Jahrhundert ein.

2. Das apuleische Märchen Amor und Psyche: In diesem Kapitel wird die literarische Vorlage von Lucius Apuleius zusammengefasst, die als Grundlage für viele spätere künstlerische Adaptionen dient.

3. Die Kapitolinische Amor und Psyche-Statuengruppe: Hier erfolgt eine detaillierte Beschreibung und kunsthistorische Einordnung der berühmten Marmorskulptur aus dem Kapitolinischen Museum.

4. Amor und Psyche in der griechischen Kunst: Dieses Kapitel beleuchtet die Wurzeln des Eros-Mythos und die Entwicklung des kindlichen Liebespaares in der griechischen Kunst und Kleinkunst.

5. Vorläufer der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe: Es werden frühe Darstellungen des Paares auf Sarkophagen und anderen antiken Objekten analysiert, um die Entwicklung des Umarmungsgestus aufzuzeigen.

6. Der Typus Kapitol und der Typus Landsdowne: Der Autor vergleicht verschiedene Gestaltungsvarianten der Liebenden und deren formale Unterschiede in der Ikonografie.

7. Reproduktionen der Statuengruppe in der Spätantike: Dieses Kapitel befasst sich mit der Verbreitung und den Variationen der Statuengruppe in der römischen Kaiserzeit.

8. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe in der europäischen Renaissance und Barock: Die Arbeit untersucht die Wiederentdeckung des Stoffes in der Renaissance und dessen Nutzung als Motiv für Cassoni und höfische Raumgestaltungen.

9. Die Antikenrezeption der Kapitolinischen Gruppe im 18. und 19. Jahrhundert: Ein umfassender Blick auf die große Popularität des Motivs während der Aufklärung, im Klassizismus und die Produktion zahlreicher Repliken in verschiedenen Medien.

10. Fazit und Ergebnisse der Untersuchung: Die zentralen Erkenntnisse über die Entwicklung des Amor und Psyche-Motivs und seine beständige Präsenz als Sinnbild für Liebe und Seele werden zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Amor und Psyche, Kapitolinische Gruppe, Kunstgeschichte, Klassische Archäologie, Antikenrezeption, Renaissance, Barock, Klassizismus, Sarkophag, Reproduktion, Mythologie, Lucius Apuleius, Skulptur, Motivgeschichte, Liebespaar.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der rezeptionsgeschichtlichen Entwicklung der Kapitolinischen Amor und Psyche-Statuengruppe vom antiken Vorbild bis zur breiten künstlerischen Nachahmung im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die ikonografische Entwicklung des Mythos, die formale Analyse der Skulptur, die Bedeutung literarischer Vorlagen wie die von Apuleius sowie die enorme Popularität des Motivs in verschiedenen Kunstgattungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, die künstlerische und inhaltliche Transformation des Amor und Psyche-Motivs über mehrere Jahrhunderte hinweg nachzuzeichnen und zu erklären, warum dieses Sujet besonders um 1800 eine solche Blüte erlebte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine kunsthistorische Untersuchung durchgeführt, die eine formale Werkanalyse der Skulpturen mit der Analyse literarischer Quellen und archäologischer Fundberichte verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung antiker Vorläufer, den Vergleich verschiedener Statuentypen, die Rezeption in Renaissance und Barock sowie eine detaillierte Betrachtung der vielfältigen Reproduktionen in Malerei, Plastik und Grafik im 18. und 19. Jahrhundert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Amor und Psyche, Klassizismus, Antikenrezeption, Skulptur, Mythologie und das Märchen des Lucius Apuleius.

Was macht die "Kapitolinische Gruppe" in der Kunstgeschichte so bedeutend?

Sie gilt als eines der berühmtesten Studienobjekte und diente als kanonisches Vorbild für unzählige Künstler, da sie die Vereinigung von Seele und Liebe in einer besonders feinen und sinnlichen Form darstellt.

Warum wurde das Motiv um 1800 so häufig kopiert?

Die Entdeckung der Gruppe 1749 in Rom weckte ein großes Interesse bei Reisenden und Gelehrten; das Motiv wurde zu einem begehrten Souvenir und entsprach dem zeitgenössischen Bedürfnis nach einer Verinnerlichung des antiken Ideals.

Welche Rolle spielt die literarische Vorlage von Apuleius?

Obwohl die Statuengruppe nicht direkt auf das Märchen zurückgeht, diente die Erzählung als wichtiger Interpretationsrahmen, der den Künstlern half, die dargestellten Szenen und Emotionen in ihre Werke einzubinden.

Was unterscheidet die "Kaunos und Biblis"-Gruppe von der Amor und Psyche-Gruppe?

Obwohl sie sich in der Form ähneln, zeigt die Analyse, dass die "Kaunos und Biblis"-Gruppe eine abweichende Ikonografie aufweist, bei der die männliche Figur eine abweisende Geste einnimmt, was den mythischen Hintergrund der unerwiderten Geschwisterliebe betont.

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Detalles

Título
Die Kapitolinische "Amor und Psyche"-Statuengruppe und deren Rezeption bis in das 19. Jahrhundert
Universidad
Free University of Berlin
Calificación
2,0
Autor
MSc Lina Gebhardt (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
53
No. de catálogo
V282004
ISBN (Ebook)
9783656767053
ISBN (Libro)
9783656767060
Idioma
Alemán
Etiqueta
kapitolinische amor psyche rezeption jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
MSc Lina Gebhardt (Autor), 2009, Die Kapitolinische "Amor und Psyche"-Statuengruppe und deren Rezeption bis in das 19. Jahrhundert, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282004
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