Die Finanzkrise im Jahre 2008 hatte weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft, deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind. „Diese Krise dauert fort! Sie hat sich zu einer lähmenden Vertrauenskrise ausgewachsen und ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht“. Häufig wird der Luxusgütermarkt als krisenfester Sektor innerhalb der Konsumgüterlandschaft betrachtet. Deshalb stellt sich die Frage, ob er von der Finanzkrise betroffen war und eventuell noch ist, oder ob er aufgrund seiner Erfolgsfaktoren den wirtschaftlichen Problemen und Risiken standhalten konnte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Gang der Arbeit
2. Definitionen
2.1. Finanzkrise
2.2. Luxus
2.3. Luxusmarke
3. Die Finanzkrise
3.1. Hauptursachen und Folgen
3.2. Auswirkungen auf den Handel
3.3. Auswirkungen auf die Luxusgüterindustrie
4. Der Luxusbegriff
4.1. Kaufmotive
4.2. Zielgruppen
4.3. Erfolgsfaktoren der Luxusmarken
5. Praxisteil
5.1. Die Erfolgsgeschichte von Porsche
5.2. Analyse der Auswirkungen der Krise
5.2.1. Vor der Krise
5.2.2. Während der Krise
5.3. Vergleich zur Luxusgüterindustrie
6. Ausblick und Chancen der Luxusgüterindustrie
7. Fazit und Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Finanzkrise ab 2008 die Luxusgüterindustrie beeinflusst hat. Dabei wird analysiert, ob dieser Sektor tatsächlich, wie oft behauptet, krisenfest ist, oder ob auch Luxusmarkenhersteller spürbare Auswirkungen zu verzeichnen hatten, wobei die Entwicklung der Porsche AG als Fallbeispiel dient.
- Grundlagen der Finanzkrise, des Luxusbegriffs und der Definition von Luxusmarken.
- Analyse der Ursachen und globalen Auswirkungen der Finanzkrise auf den Handel.
- Untersuchung von Kaufmotiven, Zielgruppen und Erfolgsfaktoren im Luxussegment.
- Detaillierte Betrachtung der wirtschaftlichen Performance der Porsche AG vor und während der Krise.
- Vergleich der Krisenfestigkeit von Luxusmarken gegenüber der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung.
Auszug aus dem Buch
4.1. Kaufmotive
„Aus einer gesamtwirtschaftlichen Perspektive stellt vor allem der gestiegene Wohlstand eine Erklärung für die zunehmende Nachfrage nach Luxusgütern dar. (…) Luxus bedeutet, nach etwas Höherem zu streben, die bedrückend eintönigen Ebenen des Massenkonsums hinter sich zu lassen, der Banalität den Rücken zu kehren.“ 30 Viele Kunden glauben sich Stil erkaufen zu können, indem sie sich mit luxuriösen Dingen umgeben.31
Zu allen Zeiten waren die Menschen von Luxus fasziniert und strebten schon immer danach, sich aus der anonymen Masse hervorzuheben, indem Sie kost-bare, teure und seltene Güter besaßen. Seither hat Luxus immer Konjunktur. Solange es Modezyklen gibt, werde der Markt für Luxusgüter nie gesättigt sein, denn es werden immer wieder neue Bedürfnisse und Begierden geweckt. Doch nicht nur der Wunsch sich abzuheben und der Wunsch nach Individualismus stützen den Luxusgütermarkt, sondern Aspekte wie Qualität und Nachhaltigkeit sind von großer Bedeutsamkeit. Menschen verspüren selbst beim Anprobieren eines Produktes bester Qualität ein subjektives Wohlbefinden, was auf die Aktivierung bestimmter Teile des Gehirns zurückzuführen ist, demnach ist die Wirkung luxuriöser Waren auf die Menschen keineswegs ein oberflächliches; subjektives Empfinden.32
Bestimmte Luxusgüter wie Kunst, teure Uhren oder Oldtimer steigen sogar an Wert und stellen folglich eine Investition wirtschaftlicher Krisen zum Trotz dar. Beispielsweise verdreifachte sich bis zur Lehman-Pleite der Kunstindex. Danach folgten lediglich Stagnation oder geringe Wertverluste.33
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Finanzkrise 2008 ein, stellt die Forschungsfrage zur Krisenfestigkeit der Luxusgüterindustrie und erläutert das methodische Vorgehen.
2. Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe Finanzkrise, Luxus und Luxusmarke definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Die Finanzkrise: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung, die globalen Hauptursachen und die weitreichenden Folgen der Finanzkrise für den Handel und die Luxusgüterindustrie.
4. Der Luxusbegriff: Hier werden die psychologischen und ökonomischen Aspekte von Luxus, wie Kaufmotive, Zielgruppen und die Erfolgsfaktoren von Luxusmarken, detailliert beleuchtet.
5. Praxisteil: Dieser Abschnitt analysiert anhand der Porsche AG die konkreten Auswirkungen der Finanzkrise auf ein Unternehmen und vergleicht diese mit der allgemeinen Industrielage.
6. Ausblick und Chancen der Luxusgüterindustrie: Das Kapitel identifiziert künftige Haltungen des Konsumentenverhaltens und Entwicklungen, wie die Bedeutung des Onlineshoppings für Luxusmarken.
7. Fazit und Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die relative Krisenfestigkeit der Luxusbranche trotz temporärer Einbrüche.
Schlüsselwörter
Finanzkrise, Luxus, Luxusgüterindustrie, Porsche AG, Kaufmotive, Zielgruppen, Markenidentität, Krisenfestigkeit, Konsumklima, Luxusmarke, Wirtschaftskrise, Wertanlage, Marktentwicklung, Konsumverhalten, Premiumsegmente.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 auf die Luxusgüterindustrie und untersucht, ob dieser Markt tatsächlich eine besondere Krisenresistenz aufweist.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Definition von Luxus, die ökonomischen Folgen der Finanzkrise, psychologische Kaufmotive und die spezifische Unternehmensentwicklung von Porsche während dieser Krisenphase.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob und inwieweit die Finanzkrise Auswirkungen auf die Luxusgüterindustrie hatte, und dies beispielhaft anhand der Porsche AG zu veranschaulichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer praxisorientierten Fallstudie (Porsche AG), um theoretische Erkenntnisse mit realen Marktdaten und Unternehmenszahlen zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Analyse der Finanzkrise, die Erläuterung von Luxuskaufmotiven sowie den Praxisteil, der die Unternehmensgeschichte und Krisenbewältigung von Porsche detailliert betrachtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Luxusgüterindustrie, Finanzkrise, Porsche AG, Krisenfestigkeit, Kaufmotive und Zielgruppen charakterisiert.
Warum wird Porsche als Fallbeispiel gewählt?
Porsche dient als prominenter Sportwagenhersteller und Luxusmarke, um die theoretischen Erkenntnisse zur Krisenfestigkeit an einem konkreten, prominenten Beispiel aus der Industrie zu verdeutlichen.
Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich der Krisenfestigkeit?
Die Untersuchung zeigt, dass die Luxusbranche zwar nicht komplett immun war, jedoch durch ihre Erfolgsfaktoren und die kaufkräftige Zielgruppe deutlich widerstandsfähiger agierte als der breite Konsumgütermarkt.
- Arbeit zitieren
- Elisa Lenz (Autor:in), 2014, Die Luxusgüterindustrie während der Finanzkrise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282037