Die Rechnungslegung nach IFRS ist auf die Bereitstellung von Informationen und Methoden des Controllings angewiesen. In einigen Fällen greifen sie auf das Controlling als unmittelbaren Informationslieferanten zurück. Die bereitgestellten Daten bzw. Informationen werden dann direkt und unverändert in die externe Rechnungslegung übernommen. Einige Standards der IFRS schreiben in diesem Zusammenhang den sog. Management Approach vor. Dieser besagt, dass die Berichterstattung in der externen Rechnungslegung unmittelbar Daten des Controllings bzw. internen Berichtwesens verwendet. Die IFRS selber legen dafür keine bestimmten Regeln fest, d. h. die Daten werden genau in ihrer intern ermittelten Form ins externe Rechnungswesen übertragen. Zielsetzung des Management Approach ist es, über jene Informationen an externe Adressaten zu berichten, welche auch dem Management für deren operativen Entscheidungen zur Verfügung stehen. Der externe Abschlussadressat soll dadurch praktisch die Sichtweise des Managements einnehmen können. Durch diese direkte Anknüpfung an das interne Reporting können Informationen berichtet werden, welche von dem Management selbst als die relevantesten Informationen angesehen werden. Im Folgenden wird die Anwendung des Management Approach in den IFRS im Rahmen der Segmentberichterstattung betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Controlling als unmittelbarer Informationslieferant
2. Controlling als mittelbarer Methoden- und Datenlieferant
2.1. Erforderliche Kalkulationen
2.2. Cashflow-Planung und Anwendung des Discounted Cashflow- Verfahrens
2.3. Dokumentationserfordernisse und erweiterte Berichtspflichten
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Controllings als zentraler Informations- und Datenlieferant für die externe Rechnungslegung nach IFRS. Es wird analysiert, inwieweit interne Datenbestände und Methoden des Controllings direkt oder indirekt in IFRS-Abschlüsse einfließen und welche Anforderungen dies an das interne Berichtswesen stellt.
- Management Approach in der Segmentberichterstattung
- Anwendung des Discounted Cashflow-Verfahrens (DCF)
- Bewertung von immateriellen Vermögenswerten
- Dokumentationspflichten und Datenermittlung
- Harmonisierung von internem und externem Berichtswesen
Auszug aus dem Buch
1. Controlling als unmittelbarer Informationslieferant
Die Rechnungslegung nach IFRS ist auf die Bereitstellung von Informationen und Methoden des Controllings angewiesen. In einigen Fällen greifen sie auf das Controlling als unmittelbaren Informationslieferanten zurück. Die bereitgestellten Daten bzw. Informationen werden dann direkt und unverändert in die externe Rechnungslegung übernommen. Einige Standards der IFRS schreiben in diesem Zusammenhang den sog. Management Approach vor. Dieser besagt, dass die Berichterstattung in der externen Rechnungslegung unmittelbar Daten des Controllings bzw. internen Berichtwesens verwendet. Die IFRS selber legen dafür keine bestimmten Regeln fest, d. h. die Daten werden genau in ihrer intern ermittelten Form ins externe Rechnungswesen übertragen. Zielsetzung des Management Approach ist es, über jene Informationen an externe Adressaten zu berichten, welche auch dem Management für deren operativen Entscheidungen zur Verfügung stehen. Der externe Abschlussadressat soll dadurch praktisch die Sichtweise des Managements einnehmen können. Durch diese direkte Anknüpfung an das interne Reporting können Informationen berichtet werden, welche von dem Management selbst als die relevantesten Informationen angesehen werden. Im Folgenden wird die Anwendung des Management Approach in den IFRS im Rahmen der Segmentberichterstattung betrachtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Controlling als unmittelbarer Informationslieferant: Dieses Kapitel erläutert den Management Approach, bei dem interne Daten des Controllings direkt in die Segmentberichterstattung nach IFRS einfließen, um externen Adressaten die Sichtweise des Managements zu vermitteln.
2. Controlling als mittelbarer Methoden- und Datenlieferant: Hier wird aufgezeigt, wie das Controlling Methoden wie das DCF-Verfahren zur Unternehmensbewertung bereitstellt und welche Anpassungen für Bilanzierungsstandards wie IAS 2 oder IAS 38 erforderlich sind.
3. Fazit: Das Fazit betont, dass IFRS ein neues Informationsgerüst erfordern, welches das Controlling als unverzichtbaren Partner für konsistente Datenbereitstellung und Dokumentation positioniert.
Schlüsselwörter
Controlling, IFRS, Rechnungslegung, Management Approach, Segmentberichterstattung, Discounted Cashflow, DCF, Fair Value, Immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungstest, Impairment Test, IAS 14, IAS 36, IAS 38, Unternehmensplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Schnittstelle zwischen dem internen Controlling und der externen IFRS-Rechnungslegung sowie die daraus resultierenden Anforderungen an das Berichtswesen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der Management Approach, die Segmentberichterstattung, Bewertungsverfahren wie DCF und die Dokumentation im Rahmen der Bilanzierung immaterieller Werte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Controlling als Daten- und Methodenlieferant zur Erstellung IFRS-konformer Abschlüsse beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) und einschlägiger betriebswirtschaftlicher Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die direkte Datenübernahme durch den Management Approach sowie die indirekte Unterstützung durch das Controlling bei komplexen Bewertungs- und Dokumentationsaufgaben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Controlling, IFRS, Segmentberichterstattung, Fair Value und integrierte Erfolgsrechnung.
Welche Rolle spielt das DCF-Verfahren in diesem Kontext?
Das DCF-Verfahren dient als essenzielle Methode zur Ermittlung von Barwerten, beispielsweise bei Impairment Tests nach IAS 36 oder der Fair Value Bestimmung.
Warum ist eine Trennung von Forschungs- und Entwicklungsphase so kritisch?
Die Trennung ist regulatorisch zwingend, da Forschungskosten generell nicht aktiviert werden dürfen, während für Entwicklungskosten strenge Nachweispflichten zur Aktivierung bestehen.
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- Mathias Kuropka (Autor), 2006, Controlling als Informations- und Datenlieferant für die Rechnungslegung nach IFRS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282109