Im Jahre 1988 gründeten 14 führende europäische Unternehmen die European Foundation for Quality Management (EFQM). Sie haben seinerzeit erkannt, dass sich Erfolg von Organisationen nur durch den nachhaltigen Einsatz von Methoden des TQM realisieren lässt. Der Sitz der EFQM befindet sich in Brüssel. Bis zum Januar 2003 gehörten der EFQM bereits 800 Organisationen aus der Wirtschaft und des öffentlichen Sektors an. Rechnet man die Partnerorganisationen dazu, dann wächst die Mitgliedszahl schnell auf mehrere tausend und die Zahl der dort Beschäftigten auf mehrere Millionen an. Aufgrund dessen, dass sich das EFQM-Modell im privatwirtschaftlichen wie im öffentlichen Bereich anwenden lässt, gewinnt es auch für den Bildungsbereich an Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
1. Das European Foundation for Quality Management (EFQM) Modell – Qualitätsmanagement in der Schule
2. Die Grundkonzepte für Excellence
3. Die Stufen der Excellence
4. Aufbau und Kriterien des EFQM-Modells
4.1. Befähiger
4.1.1. Führung – Schulleitung
4.1.2. Politik und Strategie – Leitbild, Schulprofil, Schulprogramm
4.1.3. Mitarbeiterorientierung –Fortbildung und informelle Kompetenz-entwicklung der Lehrkräfte
4.1.4. Partnerschaften und Ressourcen – Qualifikationen, Lehrmittel, Lernmittel, Ausstattung, Schulträger
4.1.5. Prozesse – Unterricht und Schulleben
4.2. Ergebnis – Kriterien
4.2.1. Kundenbezogene Ergebnisse – Zufriedenheit von Schülern, Eltern, externen Partnern und weiterführenden Bildungseinrichtungen
4.2.2. Mitarbeiterbezogene Ergebnisse – Lehrkräftezufriedenheit
4.2.3. Gesellschaftsbezogene Ergebnisse – Gesellschaftliche Verantwortung, Image
4.2.4. Schlüsselergebnisse – Erfolge der Schule, Benchmarking
5. RADAR-Methode als Kern des EFQM-Modells
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und den Nutzen des EFQM-Modells (European Foundation for Quality Management) zur Etablierung eines nachhaltigen Qualitätsmanagements im schulischen Kontext, um Bildungseinrichtungen als lernende Organisationen auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.
- Grundkonzepte und Stufen der Excellence innerhalb des EFQM-Modells
- Struktureller Aufbau in Befähiger- und Ergebniskriterien
- Die Bedeutung der Schulleitung und strategischen Schulentwicklung
- Anwendung der RADAR-Logik als Kernstück der Selbstbewertung
Auszug aus dem Buch
4.1. Befähiger
Der Begriff „Befähiger“, abgeleitet aus dem englischen Wort „Enabler“, ist nicht ohne Weiteres verständlich. Aus diesem Grund wird im Deutschen gern von „Mittel und Wegen“ (z.T. auch Potenzialfaktoren) gesprochen. Die Bezeichnung Mittel und Wege ist einleuchtender, da sie besser darauf hinweist, dass es sich letztlich um Vorgänge, Vorgehensweisen und Prozesse handelt. Das Augenmerk der Selbstbewertung im Bereich der Befähiger – Kriterien liegt also auf der Frage: Wie wickelt eine Organisation ihre Hauptaktivitäten ab, [um optimale Ergebnisse zu erzielen d.V.]? Die dazugehörigen Unterkriterien können als „Sollte – Kriterien“ betrachtet werden. Sie sind nicht zwingend zu untersuchen. Jedoch wird empfohlen, dass im Falle des Auslassens, eine Begründung zu gegeben ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das European Foundation for Quality Management (EFQM) Modell – Qualitätsmanagement in der Schule: Einführung in die Historie und Relevanz des EFQM-Modells für Bildungseinrichtungen als lernende Organisation.
2. Die Grundkonzepte für Excellence: Erläuterung der acht fundamentalen Prinzipien, die das EFQM-Modell leiten, wie etwa Ergebnisorientierung und Führung durch Zielkonsequenz.
3. Die Stufen der Excellence: Beschreibung des dreistufigen Modells, von der "Verpflichtung zu Excellence" bis hin zur Auszeichnung als Vorbild.
4. Aufbau und Kriterien des EFQM-Modells: Detaillierte Analyse der Befähiger- und Ergebniskriterien, die als Strukturgerüst für die systematische Schulverbesserung dienen.
5. RADAR-Methode als Kern des EFQM-Modells: Darstellung der RADAR-Logik (Results, Approach, Deployment, Assessment, Review) als methodisches Werkzeug für Selbstbewertung und kontinuierliche Verbesserung.
Schlüsselwörter
EFQM-Modell, Qualitätsmanagement, Schulentwicklung, Excellence, Befähiger, Ergebnisse, RADAR-Methode, TQM, Führung, Schulleitung, Selbstbewertung, Lernende Organisation, Prozessmanagement, Kundenzufriedenheit, Schulqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Anwendung des EFQM-Modells als Qualitätsmanagement-System im schulischen Bereich.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Struktur des EFQM-Modells, die Unterscheidung zwischen Befähiger- und Ergebniskriterien sowie die methodische Umsetzung durch die RADAR-Logik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Schulen durch systematisches Qualitätsmanagement ihre Qualität nachhaltig sichern und auf veränderte Anforderungen reagieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Aufarbeitung des EFQM-Modells, ergänzt durch die Verknüpfung mit dem PDCA-Zyklus und bestehender Literatur zur Schulentwicklung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Grundkonzepte, die detaillierte Darstellung der neun Kriterien des EFQM-Modells sowie deren Anwendung in der Praxis.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind EFQM, Qualitätsmanagement, Schulentwicklung, Befähiger, Ergebnisse und die RADAR-Methodik.
Warum wird die Schulleitung in diesem Modell so stark gewichtet?
Die Schulleitung nimmt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einer Kultur der Exzellenz und der Ausrichtung der strategischen Ziele ein.
Wie unterstützt die RADAR-Logik den Verbesserungsprozess?
RADAR bietet eine methodische Struktur für die Selbstbewertung, die es Organisationen ermöglicht, Vorgehen und Ergebnisse stetig zu überprüfen, zu bewerten und zu optimieren.
- Citation du texte
- Studienrat/Qualitätsmanager Ralph Ulewski (Auteur), 2007, Das European Foundation for Quality Management (EFQM). Qualitätsmanagement in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282118