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Die Entwicklung des Corporate-Social-Responsibility-Konzeptes (CSR)

Titre: Die Entwicklung des Corporate-Social-Responsibility-Konzeptes (CSR)

Texte Universitaire , 2007 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Kauffrau Eva Koscher (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Rund um das Thema „Verantwortung von Unternehmen“ gibt es eine Vielzahl verschiedener Begriffe. Der Terminus Corporate Social Responsibility (CSR) findet zwar in zunehmendem Maße Verwendung, jedoch bleibt bei näherer Betrachtung häufig unklar, was genau unter der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen verstanden wird (vgl. Loew et al. 2004, S. 18). Zurückzuführen ist dies vor allem darauf, dass der Begriff CSR noch nicht abschließend definiert wurde und es daher in Praxis und Wissenschaft sowie auch innerhalb dieser Bereiche selbst sehr unterschiedliche, zum Teil divergente Auffassungen und Definitionen von CSR gibt (vgl. Loew et al. 2004, S. 18; Dresewski et al. 2001, S. 2).
Um Missverständnissen und Fehlinterpretationen vorzubeugen, die nicht in der Sache begründet, sondern rein sprachlichen Ursprungs sind, vermittelt diese Arbeit daher einen Überblick über die historische Entwicklung des CSR-Konzepts, bevor der Begriff Corporate Social Responsibility anschließend definiert und von anderen in diesem Kontext oft auftauchenden Begriffen wie z.B. Corporate Social Performance, Corporate Citizenship, Nachhaltigkeit oder Corporate Governance abgegrenzt wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Ursprung von CSR

3. Beginn der wissenschaftlichen Debatte um CSR

4. Das CSR-Konzept nach Carroll

5. Das CSR-Konzept der Europäischen Kommission

6. Definition angrenzender Begriffe

6.1. Corporate Social Performance

6.2. Corporate Governance

6.3. Corporate Citizenship

6.4. Nachhaltige Entwicklung

6.5. Begriffssystematik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) zu schaffen, indem sie dessen historische Entwicklung nachzeichnet, zentrale theoretische Modelle analysiert und eine klare begriffliche Abgrenzung zu verwandten Konzepten vornimmt.

  • Historische Herleitung des CSR-Gedankens von der Antike bis zur Moderne.
  • Detaillierte Analyse des CSR-Pyramidenmodells nach Archie B. Carroll.
  • Gegenüberstellung und Einordnung der CSR-Definition der Europäischen Kommission.
  • Abgrenzung von Begriffen wie Corporate Social Performance, Corporate Governance und Corporate Citizenship.
  • Systematische Einordnung des Verhältnisses von unternehmerischer Verantwortung und nachhaltiger Entwicklung.

Auszug aus dem Buch

4. Das CSR-Konzept nach Carroll

„The social responsibility of business encompasses the economic, legal, ethical, and discretionary expectations that society has of organisations at a given point in time.“ Carroll 1979, S. 500

In seiner 1979 erschienenen Veröffentlichung „A Three-Dimensional Conceptual Model of Corporate Performance“ argumentiert Carroll, dass es sich bei der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen um ein Konstrukt handelt, das sich in die vier Bereiche ökonomische, rechtliche, ethische und freiwillige (bzw. philanthropische) Verantwortung unterteilen lässt (vgl. Carroll 1979, S. 500).

Gemäß dem von Carroll entwickelten Modell stellt die ökonomische Verantwortung das Fundament für ein funktionierendes Unternehmen dar. Für ein Unternehmen als wirtschaftliche Einheit besteht vor allem anderen die Aufgabe, Güter und Dienstleistungen zu produzieren und diese gewinnbringend zu verkaufen. Die Erbringung dieser Leistungen muss jedoch innerhalb der gesetzlichen Grenzen erfolgen, weshalb die rechtliche Verantwortung den zweiten Bereich von Verantwortung darstellt. Sowohl die rechtliche als auch die ökonomische Verantwortung werden von den Unternehmen gefordert und stellen daher eine notwendige Bedingung dar, damit das Unternehmen überhaupt bestehen kann (vgl. Carroll 1979).

Bei dem dritten Bereich der Verantwortung handelt es sich um die ethische Verantwortung. Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Bereichen gibt es hier keine klaren Vorschriften, wie sich ein Unternehmen verhalten soll, um ethisch verantwortlich zu handeln. Vielmehr kommen hier die Erwartungen der Gesellschaft zum Ausdruck, dass sich die Unternehmen gemäß den Normen und Werten der Gesellschaft verhalten sollen (vgl. Carroll 1979). Obgleich sich dieser Bereich damit zum Teil auf ungeschriebene Gesetze bezieht, muss ein Unternehmen mit Sanktionen rechnen, wenn es sich nicht an diese Vorgaben hält (z.B. kann es zu Boykotten kommen, wenn Verbraucher der Meinung sind, dass sich ein Unternehmen unethisch verhält) (vgl. Promberger / Spiess 2006, S. 9).

Die philanthropische Verantwortung stellt in Carrolls Modell den vierten und letzten Bereich der Verantwortung dar. Dieser beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und umfasst einen nicht klar umrissenen Bereich von unternehmerischen Aktivitäten, die von der Gesellschaft zwar nicht erwartet, aber gewünscht werden: „societal expectations do exist for businesses to assume sociale roles over and above those described so far“ (Carroll 1979, S. 500).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die begriffliche Unschärfe von CSR ein und erläutert die Notwendigkeit der Arbeit, das Konzept historisch sowie theoretisch einzuordnen und von anderen Begriffen abzugrenzen.

2. Historischer Ursprung von CSR: Dieses Kapitel zeigt auf, dass CSR keine moderne Erfindung ist, sondern seine Wurzeln in der Antike hat und sich über Beispiele wie die Ost-Indien Company bis hin zur Industrialisierung entwickelt hat.

3. Beginn der wissenschaftlichen Debatte um CSR: Hier wird die Publikation „Social Responsibilities of the Businessmen“ von Bowen (1953) als Startpunkt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung identifiziert und die Entwicklung hin zu einer ganzheitlichen Unternehmensverantwortung beschrieben.

4. Das CSR-Konzept nach Carroll: Das Kapitel erläutert das vierstufige Modell von Carroll, welches ökonomische, rechtliche, ethische und philanthropische Verantwortung in eine logische Hierarchie bzw. Pyramidenform bringt.

5. Das CSR-Konzept der Europäischen Kommission: Dieser Abschnitt thematisiert das europäische CSR-Verständnis, das besonders nach Unternehmensskandalen an Bedeutung gewann und den Fokus stärker auf die Integration sozialer und ökologischer Aspekte legt.

6. Definition angrenzender Begriffe: In diesem Kapitel werden wichtige verwandte Konzepte definiert, um eine klare begriffliche Trennung zu ermöglichen.

6.1. Corporate Social Performance: Erläutert die Variable zur Messung des tatsächlichen gesellschaftlichen Engagements eines Unternehmens.

6.2. Corporate Governance: Beschreibt den Fokus auf Unternehmensführung, Transparenz und die Beziehungen zwischen Management, Aufsichtsrat und Anteilseignern.

6.3. Corporate Citizenship: Definiert das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen, das über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgeht.

6.4. Nachhaltige Entwicklung: Leitet den Begriff aus der Forstwirtschaft ab und beschreibt ihn als normatives Konzept zur Sicherung zukünftiger Generationen.

6.5. Begriffssystematik: Fasst das Verhältnis der vorgestellten Begriffe in einer Systematik zusammen, in der CSR und Corporate Citizenship als unternehmensebenenbezogene Voraussetzung für Nachhaltigkeit verstanden werden.

Schlüsselwörter

Corporate Social Responsibility, CSR, Carroll, Europäische Kommission, Corporate Citizenship, Corporate Social Performance, Corporate Governance, Nachhaltige Entwicklung, Stakeholder, Unternehmensverantwortung, Philanthropie, Unternehmensethik, Nachhaltigkeitsmanagement, Sozialbilanz, Marktmechanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR), seine historische Genese und die theoretischen Fundamente, auf denen die moderne Unternehmensverantwortung basiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von CSR-Modellen, der Definition durch europäische Institutionen sowie der Differenzierung zu verwandten Konzepten wie Corporate Governance oder Nachhaltigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine präzise Aufarbeitung und Definition der Begrifflichkeiten zur Klarheit in der wissenschaftlichen und praktischen Debatte über unternehmerische Verantwortung beizutragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener theoretischer Konzeptionen (z. B. Carroll vs. EU-Kommission), um ein strukturiertes Begriffsverständnis zu generieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Vorstellung von Carrolls Pyramiden-Modell, das EU-Grünbuch sowie eine detaillierte begriffliche Abgrenzung (CSP, Corporate Governance, CC).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Corporate Social Responsibility, Carrolls Pyramidenmodell, Stakeholder, Nachhaltige Entwicklung und Corporate Citizenship.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „sozialer“ und „gesellschaftlicher“ Verantwortung für die EU-Definition so wichtig?

Da die deutsche Übersetzung des EU-Grünbuchs den Fokus fälschlicherweise auf das „Soziale“ einengte, wird betont, dass „gesellschaftliche Verantwortung“ auch zwingend ökologische Aspekte umfasst.

Inwiefern unterscheidet sich die europäische Sicht auf CSR von anderen Ansätzen?

Während einige US-amerikanische Ansätze ökonomische Ziele stark in den Vordergrund stellen, integriert die EU-Kommission CSR als freiwillige Basis zur Einbindung von Stakeholder-Interessen, ohne das ökonomische Ziel als integralen Bestandteil der Definition zu sehen.

Welche Rolle spielt die „philanthropische Verantwortung“ in Carrolls Modell?

Sie bildet die Spitze der Pyramide und basiert auf dem Prinzip der Freiwilligkeit; sie beschreibt Aktivitäten, die von der Gesellschaft zwar gewünscht, aber nicht explizit eingefordert werden.

Warum ist CSR laut der Begriffssystematik eine Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung?

CSR ist der Ansatz auf Unternehmensebene, dessen erfolgreiche Umsetzung durch die verschiedenen Dimensionen (sozial, ökonomisch, ökologisch) erst eine nachhaltige Entwicklung auf gesamtwirtschaftlicher Ebene ermöglicht.

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Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung des Corporate-Social-Responsibility-Konzeptes (CSR)
Université
University of Augsburg
Note
1,3
Auteur
Diplom-Kauffrau Eva Koscher (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
24
N° de catalogue
V282173
ISBN (ebook)
9783656764700
ISBN (Livre)
9783668136724
Langue
allemand
mots-clé
entwicklung corporate-social-responsibility-konzeptes
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Diplom-Kauffrau Eva Koscher (Auteur), 2007, Die Entwicklung des Corporate-Social-Responsibility-Konzeptes (CSR), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282173
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Extrait de  24  pages
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