Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes

Herrscher als Frauenhelden. Die Liebe vieler Frauen zur Festigung der Macht am Beispiel von August dem Starken

Titre: Herrscher als Frauenhelden. Die Liebe vieler Frauen zur Festigung der Macht am Beispiel von August dem Starken

Dossier / Travail , 2011 , 12 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Tom Oschmann (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Macht eines Herrschers drückte sich in der Frühen Neuzeit für viele in kriegerischen Aktivitäten aus. Dieser Fakt ist ein wesentliches Merkmal um seine eigene politische Macht zu manifestieren. Antje Stannek sieht als weiteren Punkt zur Festigung der politischen Macht: „In höfischen Gesellschaften manifestiert sich die politische Virilität eines Herrschers ganz direkt in seiner sexuellen Potenz.“ Die Herausbildung dieser Männlichkeit beginnt dabei schon mit den Kavallierstouren im Ausland, wo junge Adlige ihre ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht machten. Ein Herrscher hatte, auch nachdem er verheiratet war, noch Geliebte, sogenannte Mätressen, denen er sich widmete und die er der Öffentlichkeit präsentierte. In der Frühen Neuzeit galten besonders der französische König Henry IV. und auch August der Starke, König von Polen, als Frauenhelden, ihnen wurden unzählige Affären angedichtet.
In der Literatur finden sich explizit zu dem Thema „Herrscher als Frauenhelden und dieser Einfluss auf die politische Macht“ sehr wenig gesonderte Werke. Katherine B. Crawfords Aufsatz „The Politics of Promiscuity: Masculinity and Heroic Representation at the Court of Henry IV.“ zählt zu diesen wenigen Werken. Das Thema wird meistens nur angerissen und als solches nicht wirklich beachtet. Gerade die deutschsprachige Literatur weist zu diesem Themenbereich keinerlei spezielle Werke auf.
Anhand des Beispiels August des Starken versucht die vorliegende Hausarbeit die punktuellen Sachverhalte der Literatur zusammenzuführen und einen Standpunkt zu diesem Thema herauszuarbeiten. Der Aufsatz versucht folgende Fragestellungen zu beantworten: „Herrscher als Frauenhelden, wann ist ein Herrscher ein Frauenheld?“, „Zeigt sich die sexuelle Potenz darin, dass ihm die Frauen zu Füßen liegen?“, „Wie ist das Verhalten der Frauen?“ und „Wie drückt sich die sexuelle Potenz für die Umwelt des Herrschers aus?“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Biographie

2.1.Friedrich August und die Frauen

2.2. August der Starke und seine Mätressen

3. Darstellung der Potenz - Feste am sächsischen Hof

4. Die Grundsätze der Religionen und ihre Beachtung für August

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Mätressen und das Bild des Herrschers als „Frauenheld“ im Kontext der frühneuzeitlichen Machtausübung am Beispiel von August dem Starken. Dabei wird analysiert, inwieweit sexuelle Potenz und galante Repräsentation als politisches Instrument zur Festigung der fürstlichen Macht dienten.

  • Analyse der Mätressen-Institution als politisches Repräsentationsinstrument
  • Bedeutung von Festlichkeiten und Inszenierung am sächsischen Hof
  • Verhältnis zwischen persönlichem Lebenswandel und gesellschaftlichen Moralvorstellungen
  • Kritische Beleuchtung der historischen Quellen und zeitgenössischen Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

2.2. August der Starke und seine Mätressen

Die Mätresse hatte ein öffentliches Amt inne, sie begleitete den Herrscher, auch neben der Gemahlin, bei öffentlichen Feierlichkeiten und fungierte als Repräsentationsfigur. Die Wahl der Mätresse erfolgte nach damaligen Schönheitsidealen, mit dem Motto: „Seht, das schönste Weib bei Hof ist mein.“ Jede Berufung zur Mätresse war mitunter ein öffentliches Schauspiel, der Fürst gestand der Schönheit zunächst seine Leidenschaft. Die Dame zeigte anfangs nicht sehr viel Sympathie, sie gewährte Stück für Stück neue Freiheiten, das Werben wurde allerdings bis zur Hingabe ihrer Tugend fortgesetzt. Sie erhielt schließlich Geschenke von ihrem Liebhaber. Bei der Wahl war allerdings auch klar, dass die Mätressen mitunter nicht aus reiner Liebe zustimmten, sondern auch ihren eigenen Vorteil im Blick hatten.

Aurora Gräfin von Königsmarck kam 1694 mit ihrer Schwester aus Schweden und bat um eine Audienz bei Friedrich August. Er war von ihrer Schönheit begeistert und fand auch ihre schlagfertige, geistvolle Art durchaus angenehm. Aurora gab zögerlich dem Werben Augusts nach mehreren Treffen nach und wurde die erste Mätresse des Königs. Sie war insgesamt als Mätresse kein Neuling, da sie schon ein solches Verhältnis mit dem Kurprinzen von Hannover inne hatte. Aus der Beziehung mit August schlug sie Vorteile heraus, so besorgte sie ihrem Schwager eine hohe Stellung am Hofe. Geschenke des Fürsten nahm sie dankend an, Aurora konnte so ihren Lebensunterhalt für längere Zeit sichern und zum Abschluss ihrer Beziehung bekam sie eine Stelle am Frauenstift Quedlinburg versprochen. Sie verstand es also durchaus dieses Spiel mit hohem Einsatz zu spielen und so für ihr eigenes Leben in der Zukunft auszusorgen. Denn eines war aus Sicht der Geliebten auch klar: Der Fürst hatte verschiedene Möglichkeiten die Beziehung mit einer Mätresse schnell zu lösen, durch Verkuppeln, Verheiraten oder einfaches Verstoßen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik der Herrschermacht und der sexuellen Potenz in der Frühen Neuzeit ein und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.

2.Biographie: Dieser Abschnitt zeichnet den Lebensweg Augusts des Starken nach, von seiner Herkunft bis hin zu seiner Rolle als Kurfürst und polnischer König.

2.1.Friedrich August und die Frauen: Es wird untersucht, wie der Ruf des potenter Herrschers entstand und welche Rolle die arrangierte Ehe sowie die zahlreichen Affären spielten.

2.2. August der Starke und seine Mätressen: Dieses Kapitel erläutert die Funktion der Mätresse als öffentliches Amt und beleuchtet beispielhaft die Beziehungen zu Aurora von Königsmarck und Anna Constantia von Brockdorf.

3. Darstellung der Potenz - Feste am sächsischen Hof: Der Autor beschreibt, wie aufwendige Feste und der Karneval zur Inszenierung der fürstlichen Macht und zur Demonstration der Potenz genutzt wurden.

4. Die Grundsätze der Religionen und ihre Beachtung für August: Hier wird das Spannungsfeld zwischen den kirchlichen Moralvorstellungen zur Keuschheit und der tatsächlichen sexuellen Laxheit am Hof thematisiert.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Inszenierung als „Frauenheld“ ein bewusstes Instrument zur Festigung der Herrschaft war, das trotz militärischer Schwächen den politischen Bestand sicherte.

Schlüsselwörter

August der Starke, Frühe Neuzeit, Mätresse, Geschlechtergeschichte, Herrschaftslegitimation, Repräsentation, sexuelle Potenz, sächsischer Hof, Aurora von Königsmarck, Anna Constantia von Brockdorf, politische Macht, höfische Gesellschaft, Barock, Frauenheld, Machtinszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Mätressenwirtschaft und das öffentliche Bild des Herrschers als „Frauenheld“ im barocken Sachsen, um dessen Nutzen für die politische Machtausübung zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle des sächsischen Hofes als Bühne der Repräsentation, die Funktion der Mätresse als öffentliches Amt und die Wahrnehmung von Männlichkeit durch sexuelle Potenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie August der Starke sein Liebesleben und seine öffentliche Inszenierung als potenter Mann gezielt zur Festigung seiner politischen Herrschaft instrumentalisierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die zeitgenössische Quellen und neuere geschichtswissenschaftliche Literatur zusammenführt, um einen Standpunkt zur Rolle des Herrschers zu erarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische Einordnung, die Analyse der Mätressenbeziehungen, die Bedeutung höfischer Feste als Potenzdarstellung sowie eine Untersuchung des Verhältnisses zur christlichen Moral.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Machtinszenierung, Mätresse, sexuelle Potenz, Barock, höfische Gesellschaft und Herrschaftslegitimation definieren.

Welche Rolle spielte die Mätresse bei August dem Starken konkret?

Die Mätresse fungierte als Repräsentationsfigur am Hof, die Schönheit und Vollkommenheit darstellte und den Herrscher bei öffentlichen Feierlichkeiten begleitete.

Inwieweit stand der Lebenswandel im Widerspruch zu kirchlichen Grundsätzen?

Obwohl Kirche und Gesellschaft Keuschheit predigten, wurde die sexuelle Laxheit bei Herrschern als Privileg der Macht toleriert, wobei sich der Fürst letztlich nur vor Gott zu rechtfertigen hatte.

Wurden die Mätressen rein aus Liebe gewählt?

Nein, die Wahl war oft von politischen Zwängen, dem Streben nach Aufsehen und dem Nutzen für das eigene Fortkommen der Mätressen geprägt, wie der Fall der Reichsgräfin von Kosel zeigt.

Fin de l'extrait de 12 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Herrscher als Frauenhelden. Die Liebe vieler Frauen zur Festigung der Macht am Beispiel von August dem Starken
Université
http://www.uni-jena.de/
Note
2,0
Auteur
Tom Oschmann (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
12
N° de catalogue
V282217
ISBN (ebook)
9783656765745
ISBN (Livre)
9783656838296
Langue
allemand
mots-clé
August der Starke Frauenheld Herrscher Liebe Frau Friedrich Promiskuität Musen König von Polen potent Potenz Sachsen Mätresse Geliebte Sex sexuelle Kriegsherr
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tom Oschmann (Auteur), 2011, Herrscher als Frauenhelden. Die Liebe vieler Frauen zur Festigung der Macht am Beispiel von August dem Starken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282217
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint