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Deutsche Physiker im englischen Exil 1933-1945

Título: Deutsche Physiker im englischen Exil 1933-1945

Trabajo , 2014 , 12 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Justus Lindl (Autor)

Historia de Europa - Época de las guerras mundiales
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Infolge der rassefeindlichen Politik der nationalsozialistischen Führung ab 1933 traten enorme Flüchtlingsströme fort von Deutschland auf. Dies betraf auch die Wissenschaftler der deutschen Universitäten. Es wird geschätzt, dass bis zu 2000 Deutschland während des Dritten Reichs verlassen haben. Der Exodus der Wissenschaft hat auch die Aufmerksamkeit der werdenden Exilforschung auf sich gezogen. In dieser beschäftigte man sich bislang vor allem mit herausragenden Einzelschicksalen und hat umfassende Listen der betreffenden Akademiker aufgestellt; kollektiv-systematische Abhandlungen sind noch Mangelware. Je nach untersuchter Wissenschaftsdisziplin liegen mehr oder weniger ausführliche Forschungen vor. Das Exil der Physiker ist durch die Natur des Fachs darunter gut erkundet. Dennoch fehlt ein Überblick, der die Fragen nach Fluchtgründen, Exilbedingungen und Wirkung zusammenfasst. Der USA als quantitativ wichtigstes Aufnahmeland für Wissenschaftler wurde viel Beachtung geschenkt. Großbritannien spielte aber gerade für die Physiker eine eminente Rolle. So soll in der folgenden Untersuchung eine Charakterisierung des britischen Exils für deutsche Physiker das Ziel sein. Zuerst werden dafür die Gründe für das Exil erläutert und die politische Lage Deutschlands ab 1933 dargestellt. Darauf folgt eine Betrachtung des Aufnahmelands Großbritannien, die die britische Asylpolitik und das Netzwerk der Hilfsorganisation beinhaltet. Danach wird dem konkreten Fall der Physiker, die nach Großbritannien auswanderten, nachgegangen, um schließlich die Wirkung dieses Exodus auf Deutschland und Großbritannien abschätzen zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Hauptteil

II.1 Gründe für das Exil der deutschen Physiker

II.2 Einwanderungspolitik und Umfeld in Großbritannien

II.3 Emigration der deutschen Physiker bis 1937

II.4 Auswirkung der physikalischen Wissenschaftsmigration

III Fazit

IV Quellen und Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Schicksal und die Auswirkungen der Emigration deutscher Physiker nach Großbritannien im Zeitraum zwischen 1933 und 1945. Das primäre Ziel ist es, die Gründe für die Flucht, die Bedingungen im britischen Exil sowie den Einfluss der wissenschaftlichen Migration auf die Entwicklung der Physik und die technologische Relevanz in den Aufnahmeländern zu charakterisieren.

  • Politische Ursachen der Emigration ab 1933
  • Britische Einwanderungs- und Asylpolitik der 1930er Jahre
  • Rolle von Hilfsorganisationen wie dem AAC/SPSL
  • Typologie und Erfolgsfaktoren der emigrierten Physiker
  • Wissenschaftlicher Wissenstransfer und Waffentechnologie

Auszug aus dem Buch

II.1 Gründe für das Exil der deutschen Physiker

Um das Exil der deutschen Physiker nachzuzeichnen, soll zuerst eine Ursachenanalyse betrieben werden. Die Gründe der Auswanderung liegen insbesondere im politischen Umbruch Deutschlands durch die Nationalsozialisten. Mit dem Ermächtigungsgesetz im März 1933 änderte sich die allgemeine Situation in Deutschland schlagartig. Von nun an war der demokratische Gesetzgebungsprozess ausgehebelt, wovon die Nationalsozialisten in der Folge schnell Gebrauch machten. Die universitären Wissenschaftler waren insbesondere vom Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 07. April 1933 betroffen. Dieses sorgte für zahlreiche Entlassungen, aber auch für die Entstehung einer perspektivisch unsicheren Situation für die Berufstätigen, die nicht vollends mit dem Nationalsozialismus mitzogen. Die Paragraphen 4-6 stehen maßgeblich für die sich ankündigende Entlassungswillkür gegen all jene, die nicht nur gesellschaftlich, sondern auch wissenschaftlich nicht konform mit den nationalsozialistischen Idealen gingen. Schließlich durften Beamte gar ohne Angabe von Gründen aus dem Dienst entlassen werden. Die gesetzlich begründeten Entlassungen wurden von Boykotten der Studentenschaften vorbereitet und begleitet. Außerdem weitete sich die Anwendung des Gesetzes auch auf nicht beamtete Forscher aus.

Im Rahmen der nationalsozialistischen Gleichschaltungspolitik fand auch eine „Politisierung von Forschung und Lehre“ statt, die mit der Entstehung einer allgemeinen „völkischen Wissenschaft“ einherging. Die damit an Relevanz gewinnende „Deutsche Physik“ stellte für die bislang erfolgreichen Physiker nach und nach ein auch wissenschaftlich unzumutbares Arbeitsumfeld her. Diese Disziplin folgte nicht allgemein festgelegten Erkenntnismethoden wie Empirie und Objektivität, sondern völkisch-nützlichen Grundsätzen. Die sich entwickelnde Dominanz der Deutschen Physik ließ die zuweilen exzellente Arbeit der theoretischen und experimentellen traditionellen Physik stillstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der wissenschaftlichen Fluchtbewegungen ab 1933 ein und umreißt das Ziel der Untersuchung bezüglich der Bedingungen und Wirkungen des britischen Exils für Physiker.

II Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die politischen Gründe für die Auswanderung, die Rahmenbedingungen der britischen Einwanderungspolitik sowie statistische Daten zur Emigration und deren Auswirkungen auf die Kernphysik.

II.1 Gründe für das Exil der deutschen Physiker: Dieses Kapitel erläutert den politischen Druck durch die Nationalsozialisten und die Auswirkungen der „Deutschen Physik“ als zentrales Motiv für die Vertreibung.

II.2 Einwanderungspolitik und Umfeld in Großbritannien: Die Untersuchung betrachtet die restriktive Haltung der britischen Regierung und die Rolle von Hilfsorganisationen bei der Aufnahme emigrierter Akademiker.

II.3 Emigration der deutschen Physiker bis 1937: Hier werden demographische und berufliche Daten der ausgewanderten Physiker analysiert, um ein Profil des „elitären Typs“ des Exilanten zu erstellen.

II.4 Auswirkung der physikalischen Wissenschaftsmigration: Dieses Kapitel diskutiert den Einfluss des Wissenstransfers, insbesondere in der Kernforschung, auf militärtechnologische Projekte wie das Manhattan Project.

III Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur Attraktivität Großbritanniens als Exilland zusammen und reflektiert die langfristige Bedeutung des Exils.

IV Quellen und Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche herangezogenen Primärquellen und die wissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Deutsches Exil, Physiker, Wissenschaftsmigration, Nationalsozialismus, Großbritannien, Kernforschung, Emigration, Berufsbeamtentum, Deutsche Physik, Academic Assistance Council, Wissenschaftsgeschichte, Wissenstransfer, Asylpolitik, NS-Staat, Exilforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Emigration deutscher Physiker im Zeitraum von 1933 bis 1945 und untersucht, unter welchen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen diese Wissenschaftler Deutschland verließen und in Großbritannien aufgenommen wurden.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Ursachen des Exils durch die NS-Gesetzgebung, die restriktive Einwanderungspolitik Großbritanniens, die Rolle internationaler Hilfsorganisationen sowie der wissenschaftliche Wissenstransfer in der Kernphysik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist eine Charakterisierung des britischen Exils für deutsche Physiker, um die Faktoren zu bestimmen, die eine erfolgreiche Integration im Aufnahmeland ermöglichten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine ursachenorientierte Analyse politischer Rahmenbedingungen sowie auf die statistische und qualitative Auswertung von Emigrantenlisten, um typologische Profile der Wissenschaftler zu erstellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ursachenanalyse, die Betrachtung der britischen Aufnahmepolitik, die demographische Auswertung der Emigration bis 1937 und eine Diskussion über die Relevanz der migrierten Kernphysiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den zentralen Begriffen wie Exil, Physiker und Nationalsozialismus sind insbesondere Fachbegriffe wie „Deutsche Physik“, „Wissenschaftsmigration“ und „Kernforschung“ für die inhaltliche Ausrichtung prägend.

Welche Rolle spielte die „Deutsche Physik“ für die Auswanderung der Physiker?

Die „Deutsche Physik“ war ein ideologisches Konzept der Nationalsozialisten, das empirische Erkenntnismethoden ablehnte. Dies schuf ein wissenschaftlich unzumutbares Umfeld, das für viele renommierte Physiker einen direkten Fluchtgrund darstellte.

Warum war Großbritannien trotz restriktiver Einwanderungsgesetze für Wissenschaftler attraktiv?

Obwohl die Einwanderungspolitik generell restriktiv war, galten Wissenschaftler als gesellschaftlich erwünscht. Zudem unterstützten Organisationen wie der Academic Assistance Council (AAC) die Ankommenden, was die Integration erheblich erleichterte.

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Detalles

Título
Deutsche Physiker im englischen Exil 1933-1945
Universidad
LMU Munich  (Historisches Seminar)
Curso
Das deutsche Exil in London. 1848-1945
Calificación
1,5
Autor
Justus Lindl (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
12
No. de catálogo
V282238
ISBN (Ebook)
9783656768098
ISBN (Libro)
9783656768128
Idioma
Alemán
Etiqueta
deutsche physiker exil
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Justus Lindl (Autor), 2014, Deutsche Physiker im englischen Exil 1933-1945, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282238
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