Die Entstehung der Zeitung in der Frühen Neuzeit


Seminararbeit, 2013

34 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgeschichte und Voraussetzungen
2.1. Öffentlichkeit
2.2. Technische Voraussetzungen
2.3. Das Nachrichtenwesen
2.4. Die Korrespondenten
2.5. Das Mediensystem

3. Die Ursprünge der Zeitung
3.1. Orale Medien
3.2. Brief und geschriebene Zeitungen
3.3. Neue Zeitungen
3.4. Flugblatt und Flugschrift
3.5. Meßrelationen
3.6. Monatsschriften

4. Die Zeitung
4.1. Merkmale
4.2. Der Begriff „Zeitung“
4.3. Die Straßburger Relation: Aller Fürnemmen und gedenckwürdigen Historien
4.4. Der Wolfenbütteler Aviso Relation oder Zeitung
4.5. Der Forschungsstreit
4.6. Die Zeitung im 17. Jahrhundert
4.7. Die Rezeption der Zeitgenossen

5. Zusammenfassung und Schluss

6. Literaturverzeichnis
6.1. Sekundärliteratur
6.2. Internetquellen

1. Einleitung

Die Zeitung gehört für uns heute zu jenen zahlreichen alltäglichen Dingen, denen wir über ihren eigentlichen Nutzen hinaus kaum einen Gedanken widmen. Vom Langzeitabonnenten, für den das Zeitung Lesen gemeinsam mit dem Frühstück zum Start in den Tag gehört, hin zum sporadischen Konsumenten von Presseerzeugnissen in der Freizeit oder am Wochenende, ein Großteil unserer Gesellschaft gibt sich zumindest ab und an dem vergnüglich-interessanten bis lehrreich-informativen Vergnügen des Studierens von Zeitungen und verwandten Mediengattungen hin. Ähnlich wie beim Radio oder Fernseher, stellen wir uns aber auch beim Medium Zeitung nicht die Frage nach ihrem Ursprung oder ihren Entstehungsbedingungen. Wir nehmen dieses nützliche Informationsmittel allzu selbstverständlich und die Vorstellung, nicht permanent über alles Mögliche informiert zu sein, scheint unserer modernen und überall mit Internet ausgestatteten Gesellschaft schon fast absurd.

Doch seit wann besteht für eine breite Masse nun wirklich die Möglichkeit sich mit Hilfe von diversen Medien auf dem Laufenden zu halten? Und in welchem historischen Kontext bzw. nach welchen erfolgten Vorentwicklungen entstand die uns heute so vertraute Zeitung? In welcher äußeren und inneren Form präsentierte sich dieses Informationsmittel den Zeitgenossen?

Aus diesen wenigen Fragen wird sogleich ersichtlich, wie viele Unbekannte dieses uns scheinbar so sehr geläufige Printmedium aufwirft. Trotz der Alltäglichkeit, oder vielleicht gerade deswegen, ist das allgemeine Wissen darüber selbst in den direkt betroffenen Berufsgruppen gering. Johannes Weber brachte es provokant auf den Punkt, als er von der Unkenntnis der Journalisten über ihren eigenen Ursprung schrieb.[1] Fairerweise gestand er dabei allerdings aber auch einen Nachholbedarf unter den Historikern ein. In einem Beitrag über die Geschichte der Zeitung darf nämlich ihre eigene problematische Forschungsgeschichte nicht unerwähnt bleiben. Während sich in anderen geisteswissenschaftlichen bzw. historischen Disziplinen das Wissen und die Literatur in einer Geschwindigkeit vervielfältigen, die kaum einen Überblick, geschweige denn eine genaue Rezeption der neuen Erkenntnisse zulässt, will Martin Welke in der Presseforschung momentan eine andere Tendenz erkennen: Die Zwischenkriegszeit konnte wesentlich mehr Veröffentlichungen zur sich damals ausbildenden Zeitungswissenschaft vorweisen, als in den letzten Jahrzehnten verzeichnet wurden.[2] Ein großer Streitpunkt in der damaligen Forschung lag in der Bestimmung der ersten Zeitung. Auch aus politischen Gründen wurde diese dabei zuerst in Augsburg, anschließend in Wolfenbüttel verortet, und nicht in Straßburg, was den damals bekannten historischen Tatsachen wohl mehr entsprochen hätte (und auch der Wahrheit entspricht). Diese (und weitere) Auseinandersetzungen führten schließlich zum Beinah-Stillstand der Forschung und überließen der nachkommenden Generation von Historikern, Literaturwissenschaftlern und Volkskundlern die Klärung vieler offener Fragen. Zum Beispiel nach dem Weg der Nachricht in die Zeitung, technischen Details des Drucks oder den beteiligten Personen (Redakteure, Korrespondenten, Rezipienten, etc.).

Dieser Beitrag kann seiner Natur gemäß natürlich nur versuchen, einige klärende Antworten aus der bestehenden Literatur zusammenzustellen. Schlussendlich wird es unter anderem weiteren und noch unzulänglich vorgenommenen Archiv- und Editionsarbeiten vorbehalten sein, profundere Fragestellungen zur Geschichte der Zeitung aufzuzeigen und umfassend zu klären. Eben diese erwünschte Fortsetzung der Forschung bleibe laut Welke aber momentan aus: „[…] die pressehistorische Forschung in ihrer heutigen Ausprägung, von Ausnahmen abgesehen, [ist] an der archivalischen Kärrnerarbeit, die allein die Funktionsweise und inneren Strukturen des Zeitungswesens in den ersten Jahrhunderten seiner Existenz erhellen kann, nicht ernstlich interessiert.“[3]

Welkes gar allzu pessimistische Einschätzung etwas vernachlässigend, scheint allerdings doch ein Aufwärtstrend in den letzten 15 bis 20 Jahren feststellbar. Das Institut für Deutsche Presseforschung an der Universität Bremen, das einzige seiner Art und bereits 1957 gegründet,[4] arbeitet unentwegt an verschiedensten Projekten zur Mediengeschichte. Dabei hat es unter anderem in Zusammenarbeit mit dem seit 1998 bestehenden Verlag edition lumière, ebenfalls in Bremen beheimatet, eine in der Zwischenzeit auf über 70 Bände angewachsene Reihe zur Presse und Geschichte herausgegeben.[5] Auch das Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte erscheint jährlich seit 1999 unter maßgeblicher Mitarbeit des Bremer Institutes sowie anderer einschlägiger Forscher.[6] Von einer Stagnation oder Ähnlichem kann demzufolge in der Medien- und Zeitungsgeschichte wohl gerade kaum gesprochen werden.

Entsprechend wird an Literatur für diese Arbeit auf mehrere Publikationen der edition lumière zurückgegriffen.[7] Zusätzlich erwiesen sich auch diverse Beiträge aus dem Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte und einige weitere Werke als hilfreich.

2. Vorgeschichte und Voraussetzungen

Bevor auf ihre Vorgänger- und Nachbarmedien bzw. die Zeitung selbst eingegangen wird, sollen die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen ihrer Entstehung näher besprochen werden. Günter Kieslich dachte bei diesen erstens an eine gesellschaftliche Schicht mit Interesse an regelmäßiger Information, zweitens mit dem Druck an eine Möglichkeit zur Vervielfältigung, um die bestehende Nachfrage zu befriedigen, drittens ein Boten- und Postwesen, das die Neuigkeiten weiterverbreitete und viertens das Bedürfnis nach solchen erfüllende Personen, die bekannt gewordene Nachrichten aus finanziellen oder anderen Gründen zur Verfügung stellten.[8]

2.1. Öffentlichkeit

Bereits im antiken Rom ließ sich vor allem in den lesefähigen und damit höheren Schichten ein Bedürfnis nach Information feststellen. Ansatzweise wurde dieses durch die Acta diurna oder Acta urbis befriedigt. Auszüge aus Senatsprotokollen, Verlautbarungen des Pontifex Maximus und wohl zum Teil auch erwähnenswerte Nachrichten aus dem Privatleben angesehener und bekannter Römer wurden über öffentlichen Anschlag bekannt gemacht.[9] Aus Papyrus gefertigt und damit nicht mehr erhalten, wissen wir von ihrer Existenz nur über zeitgenössische Erwähnungen. Caesar dienten diese Aushänge zur weiteren Beliebtheitssteigerung, trotzdem begnügte er sich damit, die Acta diurna nur in Rom zu veröffentlichen. In den Provinzen erfuhren die interessierten Lesefähigen nur über ihre Korrespondenzen mit befreundeten Römern von veröffentlichten Neuigkeiten. Aufgrund der aber nur marginal erfüllten Bedingungen für Massenmedien sieht die heutige Forschung in den Acta diurna keinen eigentlichen Vorläufer zur modernen Zeitung mehr.[10]

Schon dieses frühe Beispiel von Informationsvermittlung zeigt nun eine wichtige Voraussetzung für den erwünschten Erfolg von Medien: Eine entsprechende Schicht oder Gruppe, die als Rezipienten in Frage kommen.[11] Eine Öffentlichkeit also, die von dem Publizierten angesprochen wird. Jürgen Habermas bezeichnete diese in Zeiten des Mittelalters und der frühen Neuzeit als „repräsentative Öffentlichkeit“.[12] Dabei werde Herrschaft öffentlich zur Schau gestellt, die Öffentlichkeit entspräche bei Habermas also den Statusmerkmalen der Herrschenden und der Repräsentation ihrer Erkennungszeichen wie „Insignien (Abzeichen, Waffen), Habitus (Kleidung, Haartracht), Gestus (Grußform, Gebärde), Rhetorik (Form der Anrede, förmliche Rede überhaupt)“.[13] Erst für das 18. Jahrhundert, frühestens seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert, ändere sich dies zu einer „bürgerlichen Öffentlichkeit“[14]. Diese Einschätzungen Habermas‘ wurden mittlerweile vielfach kritisiert: Vom völligen Außerachtlassen der Reformationszeit und ihres Einflusses auf Öffentlichkeit, sowie der politischen Nutzung von Medien wie der Zeitung im Dreißigjährigen Krieg bis hin zu bereits im 17. Jahrhundert nachweisbaren Legitimationshandlungen Herrschender über alle verfügbaren Kanäle, ging Wolfgang Behringer sogar so weit, Habermas „schlichte(r) Unkenntnis der historischen Verhältnisse“[15] vorzuwerfen. Esther-Beate Körber bescheinigte der Frühneuzeit in ihrem Ansatz gleich drei Öffentlichkeiten, nämlich eine der Macht, der Bildung und der Information.[16] Erstere beträfe die Kommunikation innerhalb der Machteliten, mittlere den Meinungsaustausch der akademisch und religiösen Gelehrten und deren Weitervermittlung des Wissens und letztere spiele mit der Verwendung von Flugblättern und Ähnlichem schon auf Vorstufen der späteren Presse an.[17] Eine komplette Trennung der drei genannten Bereiche wäre allerdings eine künstliche; auch Ernst Opgenoorth geht hierbei von einer gewissen Überlappung und Zusammengehörigkeit aus.[18] Wilke paraphrasierte Behringer: „Habermas‘ These [basiert] auf einer unzureichenden Kenntnis der Pressegeschichte“[19], denn bereits Anfang des 17. Jahrhunderts schuf das aufkommende Zeitungswesen eine politisch interessierte Öffentlichkeit. Und für Weber existierte eine „publizistische Öffentlichkeit“ sogar bereits während der Reformationszeit.[20] Aus diesen wenigen beispielhaften Argumenten wird ersichtlich, dass die Forschung momentan von Habermas‘ Ansätzen zu einem adäquateren und differenzierterem Bild der Öffentlichkeit abgekommen ist: Bereits in der Frühneuzeit dürfte dementsprechend ein potenzieller Kundenstamm für Informationen vermittelnde Medien bestanden haben.

2.2. Technische Voraussetzungen

In der Erfindung der Drucktechnik mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg in den 1440er Jahren sehen manche Historiker den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Das Buch erfuhr seinen Wechsel vom Schreib- zum Druckmedium allerdings bereits schon kurz vor der breiten Durchsetzung der neuen Technik: Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurden mithilfe der sogenannten Holzdrucktechnik Heiligenbilder und andere Einblattdrucke hergestellt. Auf die angefärbten Holzschnitte wurde dabei Papier gelegt und anschließend mittels eines Reibers ein Abdruck erzeugt. Mitte des Jahrhunderts entstanden auf diese Weise auch die ersten Bücher, zu diesen sogenannten Blockbüchern zählte unter anderem die bekannte Armenbibel (Biblia pauperum) für den niederen Klerus.[21] Eine ähnliche Technik erleichterte in China, Korea und Japan bereits im 8. Jahrhundert die Vervielfältigung, aber auch aus Ton gefertigte Lettern waren ab dem 11. Jahrhundert in diesem geographischen Raum in Verwendung.[22] Der Holzdruck stellte aufgrund aufwendiger Herstellung bei gleichzeitig rascher Materialermüdung allerdings keinen wirklichen Entwicklungssprung dar.[23] Die Auflagen waren gering, der entsprechend hohe Preis schränkte die potenzielle Kundschaft auf wenige elitäre Schichten ein. Nach wie vor waren die Zeitgenossen zur Vervielfältigung von Büchern und anderen Schriften aber auch auf Schreiber, vornehmlich in Klöstern, angewiesen. Dadurch mochten zwar künstlerisch aufwendige und beachtenswerte Einzelarbeiten entstanden sein, die niedrige Quantität machte die Bücher oder ähnliche Produkte preislich allerdings ebenfalls nur für einen sehr kleinen Kreis der Gesellschaft erschwinglich.[24]

Gutenberg verband nun zu seiner Zeit bereits bekannte Techniken zu einer neuen Erfindung: Die filigranen Arbeitsschritte der Goldschmiedekunst und der Glockengießer dienten als Vorbild für die Herstellung der metallenen Lettern mittels Gießvorrichtung und Matrizen. Die mechanische Presse der Winzer zum Pressen der Weintrauben wurde entsprechend adaptiert. Des Weiteren benötigte Gutenberg noch eine Druckfarbe, die ebenso kurzzeitig auf Metall wie permanent auf Papier haftete.[25] Schließlich diente Papier als kostengünstiger und haltbarer Bedruckstoff.[26] Aus diesen vier, isoliert betrachtet, einfachen Komponenten, entwickelte Gutenberg eine Maschine zur typographischen Vervielfältigung und löste damit die erste Medienrevolution aus.[27] Faulstich kritisierte in diesem Zusammenhang, dass viele Autoren diese Revolution mit dem Buchdruck selbst gleichsetzen würden, während genaugenommen der Druck an sich das ausschlaggebende Kriterium darstellte.[28] Natürlich erfuhr die Druckerpresse mit der Zeit immer wieder kleine Verbesserungen, das grundsätzliche Verfahren blieb zunächst allerdings Jahrhunderte erhalten. Friedrich Koenig sollte schließlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Zylinderdruckpresse entwickeln, um damit die Effektivität der alten Handdruckmaschinen zu vervielfachen.[29]

Bereits angesprochen, spielte das im Verhältnis zum Pergament billigere Papier eine wichtige Rolle in der Erfolgsgeschichte des Drucks. In China wohl bereits schon im 1. Jahrhundert vor Christus bekannt, brachten die Araber das Material im 12. Jahrhundert nach Europa.[30] Über Italien, Frankreich und Spanien kam es nach Deutschland, wo 1389 die erste Papiermühle bei Nürnberg aufgestellt wurde.[31] Zum Zeitpunkt der Erfindung Gutenbergs dürften auf deutschem Boden ungefähr zehn, Ende des 16. Jahrhunderts bereits 190 Mühlen tätig gewesen sein.[32] Hergestellt wurde das Papier zunächst mittels Lumpen aus Hanf, Flachs oder Baumwolle, erst im 19. Jahrhundert diente Holz als Grundstoff.[33] Der Preis betrug nur ein Viertel dessen Pergaments, das Material war flexibler und konnte beidseitig bedruckt werden.[34] Allerdings konnte sich das Papier erst im 17. Jahrhundert gegenüber dem als „echter“ empfundenen Pergament durchsetzen.[35]

Hans Lülfing rechnete bis Ende des 15. Jahrhunderts mit 1100 Druckereien in 260 Städten und 40.000 Buchtiteln mit 10 Millionen Exemplaren.[36] Im folgenden Jahrhundert dürften es ungefähr 70 bis 90 Millionen Exemplare gewesen sein.[37] Hingegen sank die Buchproduktion im 17. Jahrhundert auf 265.000 Titel mit 1,7 Millionen Ausgaben.[38] Neben dem Dreißigjährigen Krieg und seinen wirtschaftlichen Folgen als mutmaßliche Hauptursache, vermutete Rolf Engelsing einen Niedergang der Buch- zu Gunsten der Zeitungsproduktion.[39]

Bei all diesen Zahlen sei laut Faulstich allerdings Vorsicht geboten, er rechnete dabei mit einem hohen Anteil an fälschlicherweise dazu gezählten Flugschriften und ähnlichen, nicht der heutigen Definition eines Buches entsprechenden Druckwerken.[40] Auch preislich dürfte das gedruckte Buch nach wie vor nur eine schmale Gesellschaftsschicht angesprochen haben, unter anderem auch wegen der zu Anfang nach wie vor bestehenden vorrangigen Latinität der Druckerzeugnisse.[41] Es entspricht also kurzum nicht der historischen Realität, dass dem Buchdruck die Kommunikationsrevolution zu verdanken wäre. Vielmehr waren dafür wohl Flugblatt, Flugschrift und die verschiedenen Arten von Zeitungen verantwortlich.[42] Auch die vielfach hingeworfene Behauptung, im 16. Jahrhundert habe die Reformation den Buchdruck nachhaltig gefördert und umgekehrt, lässt sich nicht ausreichend belegen.[43].Hier sollte vielmehr von der Wirkung der Druckmedien als Katalysatoren der Reformation gesprochen werden.[44] Zugestanden sei der konfessionellen Strömung in diesem Kontext aber ein begünstigender Einfluss auf die Flugblätter und Flugschriften, welche wohl ohne Reformation zu diesem Zeitpunkt nicht in solchem Ausmaß floriert hätten.[45] Faulstich meinte die Blütezeit des Buchs als kulturelle Errungenschaft erst im 18. Jahrhundert zu erkennen.[46]

2.3. Das Nachrichtenwesen

Die noch zu besprechenden Medien waren für die ihnen angedachte Aufgabe auf regelmäßig erhaltene Neuigkeiten und Informationen angewiesen. Solch ein reger Nachrichtenaustausch setzte ein funktionierendes Boten- und Postwesen voraus.[47]

In bestimmten Kreisen der Gesellschaft herrschte von jeher ein notwendiges Bedürfnis, wichtige Dinge den gewünschten Empfängern über weite Strecken hinweg mitteilen zu können. Neben Korrespondenzen innerhalb der herrschenden Klasse, zwang das immer größere werdende Handelsnetz auch die Kaufmänner zum Briefschreiben.[48] Dementsprechend entwickelten sich Handels- auch zu Nachrichtenzentren.[49] Margot Lindemann folgend, kamen Neuigkeiten vom Balkan über Wien, solche aus Italien, Süddeutschland, der Schweiz und vom Orient (über Venedig) über Augsburg, Köln gab französische, spanische, englische und niederländische Begebenheiten weiter, Hamburg entsprechend welche aus Norddeutschland und Skandinavien und aus Osteuropa liefen Nachrichten über Danzig und Breslau.[50]

Im 14. Jahrhundert führte dies zu einer Professionalisierung der Nachrichtenübermittlung; ein geregeltes Botenwesen entstand.[51] Schon diese sogenannten Ordinari-Boten lieferten neben den behördlichen auch nichtamtliche Briefe.[52] Aus diesen konkurrierenden Botendiensten entwickelte sich in weiterer Folge die frühe Post. Der Begriff selbst wurde dabei dem Lateinischen „Posita statio“ entlehnt und bezeichnete ursprünglich eine Station auf einer Nachrichtenroute, woraus sich auch das italienische „Posta“ ableitete.[53] Ein Stafettensystem mit stetig wechselndem Pferd und Reiter ermöglichte der Post im Unterschied zum ursprünglichen Botenwesen wesentlich weitere Tagesstrecken bei gleichzeitig niedrigeren Preisen.[54] Arndt errechnete dabei mögliche Entfernungen bis 150 km[55], Behringer sogar bis zu 180 km.[56]

Maximilian I. erkannte in der Stafettenpost eine Möglichkeit zwischen seinen Ländern Burgund und Tirol einen schnellen Informationstransfer zu erreichen und engagierte dafür die bereits erfahrenen Taxis aus Bergamo als Generalpostmeister.[57] Innerhalb weniger Jahrzehnte breitete sich dieses Kommunikationsnetz auf zahlreiche, weitere Nachrichtenzentren aus, die Post wurde international.[58] Mit dem äußerst einträglichen Versand auch privater Nachrichten, florierte das Unternehmen Taxis und entwickelte sich zu einem multinationalen Großkonzern der Frühen Neuzeit.[59] 1595 wurde das Oberhaupt der Taxis zum kaiserlichen Reichsgeneralpostmeister ernannt und zwei Jahre später mit dem Reichspostregal versehen.[60] Die Habsburger erklärten dieses Amt 1615 zu einem erblichen Lehen und gewährten den Taxis damit das Monopol auf das Postwesen im Reich.[61] Trotzdem hatte die Reichspost mit erheblicher Konkurrenz vor allem auf landesherrlicher und städtischer Ebene zu kämpfen.[62] Mit dem Dreißigjähren Krieg und dem zurückgehenden kaiserlichen Einfluss, erstarkten auch die Konkurrenten der Taxis.[63] Die Folge davon war eine anhaltende Zunahme an Postrouten mit entsprechend kürzeren Versandzeiten.[64]

2.4. Die Korrespondenten

Die Politik und der Handel, aber auch die Wissenschaften, nutzten das aufkommende Informationsnetz für ihre Zwecke. Für einen funktionierenden Nachrichtenaustausch wurden in den Zentren allerdings entsprechende Verfasser, sogenannte Korrespondenten, solcher Neuigkeiten benötigt.

Handelsherren verlangte es neben geschäftlichen, mit dem Ziel einer den aktuellen Begebenheiten angepassten ökonomisch-klugen Vorgehensweise, auch nach politischen, militärischen und religiösen Informationen.[65] Neben dem eigenen Personal in den entfernten, auch außerhalb Europas liegenden Niederlassungen, fungierten natürlich auch Geschäftspartner als Informationsquellen. Die Korrespondenz des italienischen Händlers Francesco Marco Dantini mit 140.000 Briefen und die sogenannten „Fugger-Zeitungen“, eine Sammlung von Mitteilungen eigener wie fremder Korrespondenten, gehören wohl zu den bekanntesten Beispielen solch frühneuzeitlichen Informationsaustauschs.[66]

Die sogenannte Fürstenkorrespondenz diente den Herrschenden unter anderem zur gegenseitigen Benachrichtigung über gemeinsame politische Interessen.[67] Bereits seit dem ausgehenden Mittelalter benötigten Herrschaften zur Machterhaltung ein entsprechendes Informationssystem.[68] Dafür etablierten sich schon im 15. Jahrhundert permanente diplomatische Vertretungen an den politisch einflussreichsten Höfen.[69] Neben den eigentlichen Botschaftern, gab es die mit der Nachrichtenermittlung und -lieferung für ihre jeweiligen Herren betrauten Residenten. Als offiziell von ihren Auftraggebern am jeweiligen Zielort angemeldete Diplomaten niederen Ranges, oblag ihnen auch eine gewisse Geheimhaltungspflicht.[70] An den Höfen und in den Reichsstädten schrieben Korrespondenten aber auch für den im 16. Jahrhundert entstehenden „Medienmarkt“.[71] Da sich nicht alle Reichsstände offizielle Botschaften mitsamt Residenten leisten konnten, griffen diese auf die wesentlich billigeren Schreiber vor Ort als Agenten zurück.[72] Als Voraussetzungen für Korrespondenten nannte Arndt eine mit interessanten Nachrichten versorgte berufliche Tätigkeit und einen entsprechenden, direkten oder indirekten Kontakt zum Mediensystem.[73] Dem entsprachen die Verbindungen und das nötige Hintergrundwissen Personen höherer gesellschaftlicher Schichten.[74] Ohne persönliche Beziehungen waren die Korrespondenten auf Informanten angewiesen.[75]

Die Grenze zwischen offiziellen Residenten, die nur ihrem Herren berichten sollten, und den freischaffenden Korrespondenten, wurde des Öfteren überschritten, wie schon zeitgenössische Beobachter in ihren Schriften kritisierten.[76]

Laut Lindemann gab es zusätzlich noch den Typ des Gelegenheitskorrespondenten. Darunter fielen Personen mit sporadisch auftretenden, interessanten Ereignissen in ihren jeweiligen Berufen, wie zum Beispiel reisende Händler, hohe Militärs im Feld oder Seeleute auf Schifffahrten.[77]

Gelehrte Männer ihrer Zeit unterhielten ebenfalls Korrespondenzen, begierig ihr eigenes Wissen zu ergänzen und zu erweitern. Aber nicht nur innerhalb der gebildeten Schicht, auch mit außenstehenden Interessierten bestand ein Briefwechsel. Wilke führte als Beispiel den Reformator und Intellektuellen Philipp Melanchthon an, der mit seinen heute noch 9.500 erhaltenen Briefen auch zur Handels- und Fürstenkorrespondenz beitrug.[78]

2.5. Das Mediensystem

Gemeinsam mit den behandelten Möglichkeiten in der Frühneuzeit Neuigkeiten zu erfahren, bekannt zu machen oder zu verbreiten, soll in diesem Zusammenhang Johannes Arndts Modell eines Mediensystems kurz vorgestellt werden. Ausgehend von der Systemtheorie Niklas Luhmanns, sprach Arndt den betroffenen, handelnden Personen bereits in der Frühneuzeit ein eigenständiges und nicht direkt von außen beeinflusstes Verhalten zu.[79] In diesem konkreten Fall des Mediensystems der politischen Publizistik könnten die agierenden Subjekte als Geschäftsmänner angesehen werden, die mit Informationen handelten. Diese würden zum einen in den verschiedenen, zur Verfügung stehenden Druckmedien bekannt gemacht und zum anderen in die interne Kommunikation eingegeben werden, wodurch das Medien- zu einem sich selbst erhaltenden, sogenannten autopoietischen System würde.[80]

[...]


[1] Vgl. Johannes Weber, Zum 350. Geburtstag der Tageszeitung am 1. Juli 2000, in: Arnulf Kutsch/Johannes Weber (Hg.), 350 Jahre Tageszeitung. Forschungen und Dokumente (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 51), Bremen 20102, 9-20, 9.

[2] Vgl. Martin Welke, Vom Elend der pressehistorischen Forschung in Deutschland. Dargestellt am Beispiel des Wolfenbütteler Aviso, in: Volker Bauer/Holger Böning (Hg.), Die Entstehung des Zeitungswesens im 17. Jahrhundert: Ein neues Medium und seine Folgen für das Kommunikationssystem der Frühen Neuzeit (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 54), Bremen 2011, 135-158, 135.

[3] Vgl. Welke, Forschung, 145f.

[4] Vgl. Johannes Weber, Zu Geschichte und Aufgaben der Deutschen Presseforschung, in: Holger Böning/Hartwig Gebhardt/Michael Nagel/Johannes Weber (Hg.), Deutsche Presseforschung. Geschichte, Projekte und Perspektiven eines Forschungsinstitutes der Universität Bremen (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 13), Bremen 2004, 11-15, 11.

[5] edition lumière, URL: http://www.editionlumiere.de/index.html (abgerufen am 26.3.2013).

[6] Vgl. Universität Bremen, Institut für Deutsche Presseforschung, Publikationen, URL: http://www.presseforschung.uni-bremen.de/publikationen.html (abgerufen am 26.3.2013).

[7] Martin Welke/Jürgen Wilke (Hg.), 400 Jahre Zeitung. Die Entwicklung der Tagespresse im internationalen Kontext (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 22), Bremen 2008; Arnulf Kutsch/Johannes Weber (Hg.), 350 Jahre Tageszeitung. Forschungen und Dokumente (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 51), Bremen 20102; Volker Bauer/Holger Böning (Hg.), Die Entstehung des Zeitungswesens im 17. Jahrhundert: Ein neues Medium und seine Folgen für das Kommunikationssystem der Frühen Neuzeit (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 54), Bremen 2011.

[8] Vgl. Günter Kieslich, Berufsbilder im frühen Zeitungswesen. Vorstudien zu einer Soziologie des Journalismus zwischen 1609 und 1650, in: Publizistik 11 (1966) 3/4, 253-263, 253.

[9] Vgl. Jürgen Wilke, Grundzüge der Medien- und Kommunikationsgeschichte, Köln-Weimar-Wien 20082, 8.

[10] Vgl. Werner Faulstich, Medien zwischen Herrschaft und Revolte. Die Medienkultur der frühen Neuzeit (1400-1700) (Die Geschichte der Medien 3), Göttingen 1998, 210.

[11] Vgl. Johannes Arndt/Esther-Beate Körber (Hg.), Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600-1750) (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz 75), Göttingen 2010, 9.

[12] Vgl. Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft, Frankfurt am Main 1990, 60.

[13] Vgl. ebd., 61f.

[14] Vgl. ebd., 69.

[15] Vgl. Wolfgang Behringer, Veränderung der Raum-Zeit-Relation. Zur Bedeutung des Zeitungs- und Nachrichtenwesens während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, in: Benigna von Krusenstjern/Hans Medick (Hg.), Zwischen Alltag und Katastrophe. Der Dreißigjährige Krieg aus der Nähe, Göttingen 1999, 39-82, 53.

[16] Vgl. Esther-Beate Körber, Öffentlichkeiten der frühen Neuzeit: Teilnehmer, Formen, Institutionen und Entscheidungen öffentlicher Kommunikation im Herzogtum Preußen von 1525 bis 1618 (Beiträge zur Kommunikationsgeschichte 7), Berlin 1998, 367.

[17] Vgl. Arndt/Körber, Mediensystem, 13.

[18] Vgl. Ernst Opgenoorth, Publicum – privatum – arcanum. Ein Versuch zur Begrifflichkeit frühneuzeitlicher Kommunikationsgeschichte, in: Bernd Sösemann (Hg.), Kommunikation und Medien in Preußen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert (Beiträge zur Kommunikationsgeschichte 12), Stuttgart 2002, 22-44, 44.

[19] Vgl. Wilke, Grundzüge, 152.

[20] Vgl. Johannes Weber, Straßburg 1605: Die Geburt der Zeitung, in: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 7 (2005), 3-26, 3.

[21] Vgl. Faulstich, Medien, 272.

[22] Vgl. Wilke, Grundzüge, 13.

[23] Vgl. Faulstich, Medien, 272.

[24] Vgl. Faulstich, Medien, 253.

[25] Vgl. Wilke, Grundzüge, 13.

[26] Vgl. Heinz Pürer/Johannes Raabe (Hg.), Medien in Deutschland. Band 1 Presse, Konstanz 19962, 14.

[27] Vgl. Martin Welke, Johann Carolus und der Beginn der periodischen Tagespresse. Versuch, einen Irrweg in der Forschung zu korrigieren, in: Martin Welke/Jürgen Wilke (Hg.), 400 Jahre Zeitung. Die Entwicklung der Tagespresse im internationalen Kontext (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 22), Bremen 2008, 9-116, 9.

[28] Vgl. Faulstich, Medien, 251.

[29] Vgl. Margot Lindemann, Deutsche Presse bis 1815. Geschichte der deutschen Presse. Teil I (Abhandlungen und Materialien zur Publizistik 5), Berlin 1969, 23.

[30] Vgl. Pürer/Raabe, Medien, 14.

[31] Vgl. Faulstich, Medien, 252.

[32] Vgl. Pürer/Raabe, Medien, 14; Faulstich, Medien, 252.

[33] Vgl. Lindemann, Presse, 26f.

[34] Vgl. Faulstich, Medien, 252.

[35] Vgl. ebd.

[36] Vgl. Hans Lülfing, Johannes Gutenberg und das Buchwesen des 14. und 15. Jahrhunderts, München 1969, 21, zitiert nach: Dieter Mertens, Früher Buchdruck und Historiographie. Zur Rezeption historiographischer Literatur im Bürgertum des deutschen Spätmittelalters beim Übergang vom Schreiben zum Drucken, URL: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/2755/ (abgerufen am 28.3.2013).

[37] Vgl. Erdmann Weyrauch, Das Buch als Träger der frühneuzeitlichen Kommunikationsrevolution, in: Michael North (Hg.), Kommunikationsrevolutionen. Die neuen Medien des 16. und 19. Jahrhunderts, Köln-Weimar-Wien 1995, 1-13, 3.

[38] Vgl. Reinhard Wittmann, Geschichte des deutschen Buchhandels. Ein Überblick, München 1991, 76.

[39] Vgl. Rolf Engelsing, Analphabetentum und Lektüre. Zur Sozialgeschichte des Lesens in Deutschland zwischen feudaler und industrieller Gesellschaft, Stuttgart 1973, 42, zitiert nach: Faulstich, Medien, 283.

[40] Vgl. Faulstich, Medien, 283.

[41] Vgl. ebd.

[42] Vgl. Pürer/Raabe, Medien, 14.

[43] Vgl. Weyrauch, Kommunikationsrevolution, 2.

[44] Vgl. Faulstich, Medien, 279.

[45] Vgl. Ulrich Rosseaux, Flugschriften und Flugblätter im Mediensystem des Alten Reiches, in: Johannes Arndt/Esther-Beate Körber (Hg.), Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600-1750) (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz 75), Göttingen 2010, 99-113, 99.

[46] Vgl. Faulstich, Medien, 284.

[47] Vgl. ebd., 210.

[48] Vgl. Wilke, Grundzüge, 18.

[49] Vgl. Habermas, Strukturwandel, 71.

[50] Vgl. Lindemann, Presse, 27.

[51] Vgl. Thomas Schröder, Die ersten Zeitungen. Textgestaltung und Nachrichtenauswahl, Tübingen 1995, 4.

[52] Vgl. Lindemann, Presse, 28.

[53] Vgl. Johannes Arndt, Herrschaftskontrolle durch Öffentlichkeit. Die publizistische Darstellung politischer Konflikte im Heiligen Römischen Reich 1648-1750 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz 224), Göttingen 2013, 195f.

[54] Vgl. Wolfgang Behringer, Im Zeichen des Merkur. Reichspost und Kommunikationsrevolution in der Frühen Neuzeit (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 189), Göttingen 2003, 57.

[55] Vgl. Arndt, Herrschaftskontrolle, 196.

[56] Vgl. Behringer, Merkur, 61.

[57] Vgl. Weber, Straßburg, 5.

[58] Vgl. Behringer, Merkur, 60.

[59] Vgl. Weber, Straßburg, 5.

[60] Vgl. Schröder, Zeitungen, 4.

[61] Vgl. Wolfgang Behringer, Das Netzwerk der Netzwerke. Raumportionierung und Medienrevolution in der Frühen Neuzeit, in: Johannes Arndt/Esther-Beate Körber (Hg.), Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600-1750) (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz 75), Göttingen 2010, 39-57, 45.

[62] Vgl. Jürgen Wilke, Nachrichtenvermittlung und Informationswege im 17. und 18. Jahrhundert in Brandenburg/Preußen, in: Bernd Sösemann (Hg.), Kommunikation und Medien in Preußen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert (Beiträge zur Kommunikationsgeschichte 12), Stuttgart 2002, 72-84, 77f.

[63] Vgl. Arndt, Herrschaftskontrolle, 198.

[64] Vgl. Pürer/Raabe, Medien, 18.

[65] Vgl. Jürgen Wilke, Korrespondenten und geschriebene Zeitungen, in: Johannes Arndt/Esther-Beate Körber (Hg.), Das Mediensystem im Alten Reich der Frühen Neuzeit (1600-1750) (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz 75), Göttingen 2010, 59-72, 63f.

[66] Vgl. Wilke, Grundzüge, 18.

[67] Vgl. Faulstich, Medien, 218.

[68] Vgl. ebd., 219.

[69] Vgl. Andreas Gestrich, Absolutismus und Öffentlichkeit. Politische Kommunikation in Deutschland zu Beginn des 18. Jahrhunderts (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 103), Göttingen 1994, 83.

[70] Vgl. Arndt, Herrschaftskontrolle, 144.

[71] Vgl. ebd.

[72] Vgl. Gestrich, Absolutismus, 83f.

[73] Vgl. Arndt, Herrschaftskontrolle, 143.

[74] Vgl. Schröder, Zeitungen, 4.

[75] Vgl. Arndt, Herrschaftskontrolle, 64.

[76] Vgl. ebd., 145.

[77] Vgl. Lindemann, Presse, 31.

[78] Vgl. Wilke, Korrespondenten, 76.

[79] Vgl. Johannes Arndt, Gab es im frühmodernen Heiligen Römischen Reich ein „Mediensystem der politischen Publizistik“?. Einige systemtheoretische Überlegungen, in: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte 6 (2004), 74-102, 75.

[80] Vgl. Arndt/Körber, Mediensystem, 5.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Die Entstehung der Zeitung in der Frühen Neuzeit
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie)
Veranstaltung
Politische Kultur und Medien im Reich des 17. und 18. Jahrhunderts
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
34
Katalognummer
V282414
ISBN (eBook)
9783656778271
ISBN (Buch)
9783656806394
Dateigröße
711 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zeitung, Altes Reich, Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation, Heiliges Römisches Reich, HRR, HRRDN, Drucker, Presse, Zeitungswesen, Schreiben, Lesen, Frühneuzeit, Neuzeit, Zeitungsbrief, Flugblatt, Flugschrift, Meßrelationen, Monatsschriften, Straßburger Relation, Wolfenbütteler Aviso Relation oder Zeitung, Aviso, Relation, Zeitungssänger, Neue Zeitung
Arbeit zitieren
Dr.med.univ. Christian Lechner (Autor), 2013, Die Entstehung der Zeitung in der Frühen Neuzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282414

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