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Ist die christliche Moral opportunistisch? Auseinandersetzung mit dem Vorwurf von Richard Dawkins

Título: Ist die christliche Moral opportunistisch? Auseinandersetzung mit dem Vorwurf von Richard Dawkins

Trabajo Escrito , 2012 , 11 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lena Knauer (Autor)

Teología - Teología práctica
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Der Religionskritiker Richard Dawkins wirft den Christen eine opportunistische Moral vor. Seiner Meinung nach folgt der Christ der Moral im theologischen Kontext allein aus dem Grund, dass er Strafen Gottes vermeiden und Lob erlangen will. Der Christ hätte die opportunistische Geisteshaltung eines Amoralisten - so Dawkins. Doch ist dieser Vorwurf gerechtfertigt?
Die Arbeit setzt sich mit dieser Frage auseinander, indem sowohl die Moral der Christen als auch des Egoismus genauer betrachtet und im Anschluss miteinander verglichen wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Das Modell des Opportunismus

2. Christliche Moral - Opportunistisch oder nicht?

2.1 Der Vorwurf Richard Dawkins an die christliche Moral

2.2 Theonome Deutung der Moral und deren Begründungsschwierigkeit

2.3 Die christliche Moral

2.4 Die Moral des Egoismus

2.5 Die Moral des Egoismus im Vergleich mit der christlichen Moral

2.6 Abschließende Zusammenfassung

3 Christliches Moralverständnis als ein Modell unter vielen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Vorwurf des Religionskritikers Richard Dawkins, dass christliche Moral im Kern opportunistisch sei, da sie primär auf dem Streben nach Belohnung und der Vermeidung von Strafe durch Gott basiere. Das Ziel der Arbeit ist es, diesen Vorwurf kritisch zu prüfen und aufzuzeigen, dass die christliche Ethik bei korrekter theologischer Betrachtung über einen rein instrumentellen Egoismus hinausgeht.

  • Analyse des Opportunismus-Begriffs und Dawkins' Kritik an religiöser Moral.
  • Untersuchung der theonomen Begründung der Moral und deren Schwachstellen.
  • Charakterisierung der christlichen Ethik als Verantwortungsethik.
  • Gegenüberstellung von christlicher Moral und der Moral des Egoismus.
  • Einordnung des christlichen Moralverständnisses als eines von vielen Modellen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Vorwurf Richard Dawkins an die christliche Moral

Kurt Bayertz, Professor für Philosophie an der Universität Münster, setzt sich in seinem Werk „Warum überhaupt moralisch sein?“ intensiv mit dieser Frage auseinander und führt seine Leser in die Thematik ein, indem er zunächst einmal aufzeigt, aus welchen Grund ein Mensch diese Frage zu stellen vermag. Bayertz nennt hier sowohl Naivität und Protest als Grund, wie aber auch die Positionen des Skeptizismus und des Amoralismus. Letztere Position kennzeichnet sich vor allem dadurch, dass der Amoralist zwar um die Richtigkeit moralischer Normen weiß, sich aber von ihnen distanziert und deren Verbindlichkeit bestreitet. „Daß [der Amoralist] die Verbindlichkeit der moralischen Normen bestreitet, wird ihn nicht daran hindern, in Übereinstimmung mit diesen moralischen Normen zu handeln, wenn es ihm nützt.“ Kurt Bayertz beschreibt in diesem Zitat das opportunistische Verhältnis des Amoralisten zur Moral. Wenn es ihm nützt, folgt er den moralischen Handlungsprinzipien. Wenn es ihm nicht nützt, so folgt er ihnen nicht.

Genau dieses Verhältnis zur Moral wirft der Religionskritiker Richard Dawkins den Christen und der theologisch christlichen Ethik vor. Seiner Meinung nach folgt der Christ der Moral im theologischen Kontext allein aus dem Grund, dass er Strafen Gottes vermeiden und Lob erlangen will. Er wirft den Christen demnach vor, die opportunistische Geisteshaltung eines Amoralisten zu verfolgen, weshalb er bei der Moral im Kontext der theologischen Ethik nicht von einer Moral sprechen will.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Modell des Opportunismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Opportunismus als bedenkenlose Wahrnehmung günstiger Gelegenheiten zum persönlichen Vorteil und führt den Vorwurf von Richard Dawkins ein, dass christliche Moral genau diesem Prinzip folge.

2. Christliche Moral - Opportunistisch oder nicht?: Der Hauptteil analysiert die theologische Begründung der Moral, setzt sich mit dem Amoralismus nach Kurt Bayertz auseinander und stellt die christliche Ethik der Moral des Egoismus gegenüber, um Dawkins' Kritik zu relativieren.

3 Christliches Moralverständnis als ein Modell unter vielen: Das abschließende Kapitel ordnet die theologische Ethik in den breiteren Kontext verschiedener Handlungstheorien ein und betont ihre Beständigkeit trotz notwendiger Verteidigung.

Schlüsselwörter

Christliche Moral, Opportunismus, Richard Dawkins, Theologische Ethik, Egoismus, Amoralismus, Theonome Begründung, Verantwortungsethik, Dekalog, Gottesglaube, Moralität, Instrumentalisierung, Handlungstheorie, Religionskritik, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem Vorwurf des Evolutionsbiologen Richard Dawkins auseinander, dass christliche Moral lediglich eine Form von Opportunismus sei, motiviert durch das Streben nach Gotteslohn oder die Vermeidung von Strafe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind das Wesen des Opportunismus, die theoretischen Begründungsschwierigkeiten einer theonomen (gottgegebenen) Moral sowie die Unterscheidung zwischen rein interessengeleitetem Egoismus und dem christlichen Verantwortungsethos.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erörterung, ob die Kritik von Richard Dawkins auf die christliche Ethik zutrifft und ob sich nachweisen lässt, dass diese Kritik aus einer theologisch-ethischen Perspektive in dieser Pauschalität nicht gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine analytische Literaturrecherche, bei der sie Positionen der Religionskritik (Dawkins) mit philosophischen Analysen (Kurt Bayertz) und theologischen Definitionen (u.a. zur christlichen Ethik) vergleicht und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Gegenüberstellung von amoralistischen, egoistischen und christlichen Handlungsmaximen, um die fundamentale Unterscheidung zwischen instrumentalisiertem Interesse und moralischer Verantwortungsübernahme herauszuarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Opportunismus, christliche Moral, Egoismus, theonome Begründung, Verantwortungsethik und die theologische Ethik als wissenschaftliche Reflexion.

Warum ist laut der Arbeit die "theonome Deutung" der Moral so angreifbar?

Sie ist angreifbar, weil die Begründung moralischen Handelns allein durch den göttlichen Willen die Frage aufwirft, ob der Mensch nur aus Furcht vor Strafe oder Hoffnung auf Belohnung handelt – was genau den Kern von Dawkins' Vorwurf trifft.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin bezüglich der Kritik von Richard Dawkins?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Dawkins zwar einen nachvollziehbaren Anlass für seine Kritik hat (die Begründungsproblematik), seine pauschale Verurteilung der christlichen Moral als Opportunismus jedoch falsch ist, da sie den Kern der christlichen Verantwortungsethik verkennt.

Final del extracto de 11 páginas  - subir

Detalles

Título
Ist die christliche Moral opportunistisch? Auseinandersetzung mit dem Vorwurf von Richard Dawkins
Universidad
University of Bamberg
Calificación
1,0
Autor
Lena Knauer (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
11
No. de catálogo
V282440
ISBN (Ebook)
9783656818465
ISBN (Libro)
9783656818489
Idioma
Alemán
Etiqueta
christliche Moral Richard Dawkins Opportunismus Religionskritik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lena Knauer (Autor), 2012, Ist die christliche Moral opportunistisch? Auseinandersetzung mit dem Vorwurf von Richard Dawkins, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282440
Leer eBook
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