Vergleich der Prosodie zweier L2-Spanischsprecher mit unterschiedlichen Sprachniveaus


Ausarbeitung, 2013
24 Seiten, Note: 1,7
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Grundlagen der Prosodie
2.1. Hervorhebung (für die deutsche Sprache)
2.2. Phrasierung

3. Phonetische Parameter: Tonhöhe, Länge und Lautstärke

4. Das Modell Sp_ToBI

5. Revision des Sp_ToBI
5.1. Grenztöne (Spanisch)

6. Untersuchung der Prosodie des Spanischen eines L2-Sprechers mit Anfängerkenntnissen und eines fortgeschrittenen L2-Sprechers
6.1. Vorgelesener Text
6.2. Halb-spontane Äußerungen
6.3. Spontane Äußerungen

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage in wie weit sich die Sprachmelodie eines L2-Spanischspreches mit Anfängerkenntnissen von der eines fortgeschrittenen Sprechers unterscheidet.

Um dies zu untersuchen wird erst einmal erläutert was Prosodie bedeutet, sei es im Spanischen als auch im Deutschen. Dabei steht die Prosodie im Spanischen natürlich im Fokus. Außerdem wird das Modell Sp_ToBI sowie dessen Revision, da diese als Basis zur Analyse der Sprachmelodie der beiden L2-Spanischsprecher herangezogen wird. Schließlich kommt es zur Untersuchung der Prosodie des Spanischen eines L2-Sprechers mit Anfängerkenntnissen und eines fortgeschrittenen L2-Sprechers. Um einen Vergleich zum richtigen Spanischen überhaupt durchführen zu können, wurde parallel auch die Sprachmelodie eines L1-Sprechers durchgeführt.

2. Definition und Grundlagen der Prosodie

Der Begriff Prosodie stammt aus dem Lateinischen prosodia und aus dem Griechischen prosōdía, und bedeutet Gesang oder Lied. Für SprachwissenschaftlerInnen ist Prosodie für die Gliederung der Rede bedeutsam als sprachlich-artikulatorische Erscheinungen wie Akzent, Intonation und Pausen.[1]

Prosodie ist die Einheit von phonischen Phänomenen, die mehr als ein Phonem oder Segment umfasst wie die Intonation, die Akzentuierung, der Rhythmus und die Sprechgeschwindigkeit. Außerdem werden emotinale-, soziolinguistische und dialektische Informationen durch Prosodie übermittelt. Für die spanische Sprache sind die wichtigsten prosodischen Phänomene die Akzentuierung und die Intonation. Das dritte wichtigste Phänomen ist der Rhythmus, der als Hauptfunktion die Zusammenstellung der Töne/Laute in einen Diskurs hat, damit eine Botschaft besser dekodiert und interpretiert werden kann. Pausen sind wichtig, um die rhythmischen Muster und die Intonation des Spanischen zu charakterisieren. Beispiele für den Fachausdruck Prosodie sind, zum Beispiel, wenn die Silbe [/sa/] alleine steht kann allein dadurch nicht festgestellt werden ob ihr Vokal unbetont oder betont ist. Aber wenn die Wörter [/lamésa/] oder [/losábe/] betrachtet werden, ist festzustellen, dass die Silbe [/sa/] von [/lamésa/] unbetont und die Silbe [/sá/] von [/losábe/] betont ist. Um die prosodischen Phänomene einer Sprache zu verstehen, ist es notwendig, dass man die verschiedenen prosodischen Merkmale betrachtet wie ihren Laut, Timbre, Geschwindigkeit und ihre Dauer. Andere Funktionen der Prosodie beschreiben die verschiedenen Qualitäten einer Stimme, ob sie geflüstert, heiser, instabil oder nasal sind. Gleichwohl ob die Artikulation einer Person deutlich oder undeutlich ist.[2]

Die kleinste Einheit, die man analysieren kann, heißt Prosodem. Prosodem ist eine abstrakte Einheit, wie ein Phonem. Im Spanischen redet man von “acentemas, entonemas und patrones rítmicos“. Alle diese Einheiten sind prosodische Muster einer Sprache. Es gibt dennoch gemeinsame Aspekte bei der Prosodie und der verbalen Kommunikation, wie zum Beispiel eine Wechselung zwischen Erhöhung und Abstieg des Tons und der analogen Bewegung des Kopfes oder der Augenbrauen der Sprecher. Viele, die eine Fremdsprache (L2) lernen, erhalten mehr oder weniger die phonischen segmentalen und suprasegmentalen Aspekte ihre Muttersprache (L1). Auch wenn man in anderen Bereichen der L2 gute Kenntnisse erreichen kann, wie in lexikalischen und grammatikalischen. Man kann sagen, dass die Aussprache und die Intonation als linguistische Einheiten einem Schüler vertraut sind, wegen der engen Beziehung zwischen der affektiven Komponente und der Intonation. Die Intonation zeigt persönliche Informationen, wie Emotionen, Gefühle, etc. Deswegen sind für die Lerner einer ELE die fremden Intonationen viel zu schwierig, weil sie an diese fremden Intonationen nicht gewöhnt sind. Es gibt dennoch das Problem, dass ein Schüler, ohne es zu wollen, jemanden beleidigen kann, weil er eine falsche Intonation benutzt. Dies kann bei der nachdrücklichen Intonation passieren, weil sie schwierig und komplex zu beherrschen ist. Ein Beispiel ist, wenn einem Schüler etwas gebeten wird und dieser Schüler nicht reagiert und deswegen als unhöfflich erscheint, weil er es einfach nicht gemerkt hat, dass jemand ihn angesprochen hat. Der Schüler hat also die Intonation einer Frage, die am Ende aufsteigend ist, nicht erkannt. Lehrer und Sprachwissenschaftler erkennen, dass die spanische Prosodie komplex ist und deswegen müssen Schüler gut aufpassen. Bedeutung in einem Unterricht hat Prosodie, wenn der Lehrer die ‚Direkte Methode‘ benutzt. Das heißt, wenn es um das ‚Audiolinguistische Modell‘ bzw. um mündliche Fokussierung geht, wo der Schüler den Lehrer oder eine Aufnahme hört und nachahmen muss. Damit Schüler die Prosodie des Spanischen gut beherrschen, müssen sie nicht nur geplante Aufgaben üben, sondern auch durch das spontane Sprechen lernen.[3]

Prosodie hat zwei Funktionen. Die erste Funktion der Prosodie ist die Hervorhebung, die der Markierung von Prominenzrelationen einer Äußerung dient und die zweite Funktion ist die Phrasierung, die die gesprochene Sprache in Sinneinheiten unterteilt und analysiert. Beide Funktionen basieren auf verschiedenen phonetischen Parametern.[4]

2.1. Hervorhebung (für die deutsche Sprache)

Die Prominenzrelation wird auf lexikalischer Ebene/ Wortebene als ‚Betonung’ und auf die postlexikalische Ebene/ Äußerungsebene als ‚Akzentuierung‘ bezeichnet. Höhere Lautstärke und unreduzierte Vokalqualität sind Merkmale der postlexikalischen prominenten Silben. Diese Merkmalen werden ‚Druckakzenten‘ genannt. Es gibt dennoch die ‘Tonakzente’. Tonakzente sind zusätzliche Tonbewegungen. Beispiele für Hervorhebungen durch Tonakzente sind zu beobachten, wenn ein Satz drei verschiedene Betonungen an verschiedener Stelle hat. Der Sprecher kann eine Silbe des Subjekts eines Satzes stärker betonen oder eine andere Komponente des Prädikats. Es gibt (im Deutschen) vier verschiedene Möglichkeiten, eine lexikalisch betonte Silbe zu realisieren: (1) Die unakzentuierte Silbe kann unakzentuiert sein; (2) Der Druckakzent hat eine Silbe, die lauter, deutlicher und länger ausgesprochen wird; (3) Der Tonakzent hat Eigenschaften eines Druckakzentes und dazu noch die tonalen Eigenschaften. Man findet meistens bei einem Tonakzent eine Tonhöhenbewegung auf der akzentuierten Silbe und am Schluss, den (4) nuklearen Tonakzent, der ein obligatorischer Akzent ist. Außerdem gibt es Wörter, die mehrere Nuklearakzente haben und in diesen Fällen ist immer der letzte Nuklearakzent der wichtigste.[5]

2.2. Phrasierung

Phrasierung heißt die gesprochene Sprache und ihre ‚Intonationseinheiten‘ zu analysieren. Intonationseinheiten sind in einem Satz jedes einzelnen Wortes eines Satzes. Die Phrasierung analysiert die Pausen und Grenzen zwischen Wörtern eines Satzes. Wie lang war die Pause zwischen den Wörtern? Wo/Wann finden die Grenzen zwischen Anfang und Ende eines Satzes statt?[6]

3. Phonetische Parameter: Tonhöhe, Länge und Lautstärke

Die Tonhöhe gehört zur Markierung von Prominenz auf der Äußerungsebene. Wichtige Aspekte diese Analyse sind (1) Die Perzeption der Tonhöhe, die hoch, tief, steigend oder fallend sein kann; (2) die Produktion des Tons, der als quasi- periodisch genannt wird, die Analyse der Schwingung der Stimmlippe und (3) die Akustik, die die Grundfrequenz (F0) in Hertz (HZ) misst. Die Akustik eines Sprachsignals kann durch PRAAT berechnet werden. Wichtige Aspekte der Länge einer Silbe sind (1) die Perzeption, ob die Silbe lang oder kurz ist; (2) die Produktion einer Silbe und ihr Artikulationsprozess und (3) die Akustik, die Zeit und Dauer einer Silbe in Millisekunden (ms) misst. Analytische Aspekte der Lautstärke sind (1) Perzeption, ob es laut oder leise ist; (2) die Produktion und ihr artikulatorischer Aufwand und (3) die Akustik, die die Intensität eines Lautes in Dezibel (db) misst.[7]

4. Das Modell Sp_ToBI

Eva Estebas Vilaplana und Pilar Pietro Vives (2008) haben einen Artikel über das Sp_ToBI geschrieben, wo sie einen Vorschlag für ein neues prosodisches Modell für die Spanische Sprache vorstellen. Der Vorschlag basiert auf dem ‚Autosegmental- Metrischen Modell‘ (Spanisch ToBI). Für diese Arbeit haben die Autoren traditionelle Arbeiten über die Intonation des Spanischen, eine Revision/Überprüfung vorheriger Artikeln über das Sp_ToBI und eine systematische Analyse des unterschiedlichen Spanischen aus Madrid, Sevilla und Mexiko benutzt. Die verwendete Version des Sp_ToBI besteht aus folgenden phonische Einheiten: Das System beinhaltet zwei monotonale Tonakzente (L* y H*) und vier bitonale Tonakzente (L*+H, L+ H*, L+>H* und H+L*). Die hohen Töne H können aufsteigende oder absteigende sein. Außerdem beinhaltet das System drei monotonale Tonakzente (L%, H%, M%), drei bitonale Tonakzente (LH%, HL% und HH%) und einen tritonalen Tonakzent (LHL%). Neu in dieser Arbeit sind (1) die Existenz/ Präsenz von L* als Tonakzent; (2) ein dreifaches Kontrast der absteigenden Tonakzente (L*+H, L+H* und L+>H*) und (3) die Existenz von bi- und tritonalen Grenztönen.[8]

Das Sp_ToBI (Tones and Break Indices) ist ein Transkriptionssystem für die Intonation des Spanischen. Das System stammt aus dem ‚Autosegmental- Metrischen Modell‘ oder auch AM (Pierrehumbert, 1980, u.a.). Ursprünglich wurde das System für die Transkription der Intonation der englischen Sprache verwendet. Seit ein paar Jahren gibt es das System auch für andere Sprecher, wie für das Koreanische, Deutsche und Griechische. Das ToBI-System kennt vier Ebenen: (1) Ebene der Orthographie, damit man eine Aussage/ einen Satz in Wörter oder Silben einteilen kann; (2) Tonebene, damit man Tonakzente und seine dazugehörende akzentuierte Silbe bzw. Grenztöne transkribieren kann; (3) Prosodische Trennungsebene, damit man die Existenz oder nicht Existenz prosodischer Bereiche erkennen kann, also von Intonationssätzen bis zu prosodischen Wörtern und (4) die Vermischungsebene, damit man paralinguistische Phänomene anzeigen kann, wie Lächeln oder Zweifel, weil solche Phänomene eine melodische Analyse verhindern oder stören können. Das ToBI- System, wie das AM beschreibt melodische Kurven, die im Zusammenhang mit den metrischen Strukturen eines Ausdrucks stehen und zeigen die zwei phonologische Ebenen: (1) Tonakzente, die sich an Silben mit lexikalischen Akzenten assoziieren und (2) Grenztöne, die sich an den Grenzen der prosodischen Bereiche assoziieren.[9]

Die Töne werden durch ihre Anfangsbuchstaben dargestellt: L für “low tone” oder tiefer Ton und H für “high tone” oder hoher Ton. Ein erster Vorschlag für die Transkription der Intonation des Spanischen durch das Sp_ToBI System wurde von Beckmann im Jahr 2002 vorgestellt. Vilaplana und Vives haben eine neue Studie durchgeführt. Dabei haben sie 200 Sätze analysiert. Die Sprecher waren aus Madrid, Sevilla und Mexiko. Ihre Ergebnisse haben gezeigt, dass es mehrere Töne gibt, wie schon bisher beschrieben. Vilaplana und Vives haben neuen Tönen gefunden, wie die bitonalen Grenztöne, die man mit den Sp_ToBI nicht betrachten kann. Deswegen präsentieren die Autoren eine Revision des traditionellen Sp_ToBI, damit man eine präzise Analyse mit dem System führen kann. Für die Revision haben die Autoren die Arbeit von Navarro Tomás, 1918, Quilis, 1975, 1981 u.a. benutzt.[10]

5. Revision des Sp_ToBI

Beckmann schlug in 2002 folgende Tonakzente vor: (1) L*+ H, aufsteigender Akzent mit Spitze F0 nach der akzentuierte Silbe; (2) L+ H*, aufsteigender Akzent mit Spitze F0, der sich während der akzentuierten Silbe entfremdet/entfernt; (3) H+L*, absteigender Akzent mit deutlichem Fall/Sturz der F0 während der akzentuierte Silbe. Beckmann schlug auch einen hohen Ton H* vor, den man nutzen soll, wenn eine Silbe akzentuiert klingt, aber schwierig ist es, sie mit den vorherigen Tönen, zu transkribieren. Face und Pietro (2007) haben neue Studien durchgeführt und drei verschiedene aufsteigende Tonakzente im Spanischen gefunden: (1) L*+H, den man benutzen soll, wenn die Steigung der F0 mit einer nachgestellten betonten Silbe beginnt; (2) L+H*, den man nutzen soll, um auf einen aufsteigenden Akzent hinzuweisen, der eine entfremdete/entfernte Spitze in einer betonten Silbe hat und (3), L+>H*, die auf einen aufsteigenden Akzent hinweist, wenn die betonte Silbe eine gerückte Spitze hat.[11]

Der neue Vorschlag für Sp_ToBI basiert auf einer Analyse von drei Sprecherinnen aus Madrid, aus Sevilla und aus Mexiko. Die aufgenommenen Sätze zeigen Kontexte und Situationen, die halb-spontane Antworten haben. Zum Beispiel, durch den Kontext “el electricista tenía que venir a las 10 pero has tenido que ir a comprar y tu hija se ha quedado esperándolo. Al llegar de la compra, el electricista aún no ha venido” um die folgende Exklamation der SprecherInnen zu bekommen “¿!Aún no há llegado!? Die halb-spontanen Kontexte sind wichtig, um eine große Variation der Intonation zu bekommen, die normalerweise schwierig zu bekommen ist, wenn jemand etwas nur vorliest. Vilaplana und Vives haben sechs verschiedene Arten von Aussagen aufgenommen: declarativas neutras y no neutras, interrogativas absolutas, intrrogativas parciales, interrogativas reiterativas, imperativas y vocativos. Von jeder Art der Aussagen wurden unterschiedliche Sätze mit verschiedenen Sprechweisen aufgenommen, wie Befehlsätze, anflehen/bitten, einladen, usw. 70 Sätzen wurde von den Sprecherinnen aufgenommen. Die Sätze wurden perzeptiv und akustisch durch die Programme PRAAT und Pitchworks analysiert. Nach der Analyse schlugen die Autoren neue Tonakzente vor, haben aber auch zwei der traditionellen Tonakzente beibehalten: (1) der absteigende Bitonalakzent H+L* und (2) der Monotonalakzent H*, den man für den Fall, dass ein hoher F0 eine betonte Silbe ohne ein vorherige tiefer Einschnitt hat, transkribieren kann. Die Autoren haben die Unterscheidung zwischen drei aufsteigenden Tönen für wichtig gehalten, also L*+H, L+H* und L+>H*. Sie haben dennoch ein Monotonalakzent L* vorgeschlagen, der einen progressiven Abstieg der F0 präsentiert . Die hohen Töne H können durch eine Reduktion oder eine systematische Ausdehnung der Tonhöhe realisiert werden, den so genannten “escalonamiento ascendente”, der mit einem Ausrufezeichen (!) gekennzeichnet wird und den “escalonamiento descendente”, der durch (¡) gekennzeichnet wird.[12]

Wenn ein Tonakzent relativ vor einem anderen melodischen Akzent oder vor einer prosodischen Grenze steht, ergibt sich eine Antizipation der Plätze der Tonbewegungen, um die Verwirklichung der Posttonbewegung zu gestatten. Um einen phonologischen Kontrast zwischen dem ersten Tonakzent eines Satzes, einen aufsteigenden Akzent mit einer deplazierten Spitze L+>H* zu illustrieren, der typisch für den pronuklearen Akzent ist, in Sätzen, die declaratives de foco amplio zu finden sind und um der erste Tonakzent L*+H ebenfalls zu illustrieren, der in einer pronuklearen Position und in nicht erwarteten Fragen erscheint, kann man in den folgenden Sätzen sehen:

(1) Bebe una limonada. (Madrid) à L+>H*
(2) ¿Bebe uma limonada? (Madrid) à L*+H

Die nächsten Beispiele zeigen den Kontrast zwischen den Akzent L+H*, der in einer Position Nuklear in frases declarativas vorkommt und der einen engen Fokus hat und den Akzent H*, der als Nuklearakzent in einem interrogativa parcial con matiz de sorpresa erscheint. Die folgenden Beispiele zeigen den Kontrast zwischen L+H*, exclamativa und H*, interrogativa parcial con matiz de sorpresa, in Nuklearposition

(3) ¡Bebe una limonada! (Madrid) à L+H*

(4) ¿Quién bebe uma limonada? (Madrid) à H*

Zum Schluss zeigen die Autoren ein Beispiel des Ton H+L*, den man als Nuklearakzent in einem interrogative absoluta confirmatoria benutzen kann und ein Beispiel des Monotonalakzent L*, der als Nuklearton in einem interrogative de tipo neutro erscheint. Den Akzent L* nutzt man um den letzten Akzent einer

declarative de foco amplio zu beschreiben

(5) ¿Queréis callar? (Madrid) à H+L*

(6) ¿Tiene marmelada? (Madrid) à L*

Es gibt Fälle, wo der Ton L+H* durch eine aufsteigende Abstufung (L+¡H*) verwirklicht wird. Oder durch eine absteigende Abstufung (L+!H*)

(7) ¿A qué hora acabo llegando?, (Sevilla) à L+¡H*

(8) Si mujer, de Guillermo (Madrid) à L+!H*

Bei den Beispielen 7 und 8 erscheinen L+¡H* als Nuklearakzent in einem interrogativa parcial exclamativa, und L+!H* als Nuklearakzent ganz detailliert. Laut Vilaplana und Vives wäre eine Studie, die genau feststellt, ob diese Akzente unabhängige phonologische Entitäten sind oder es um eine fremdartige Version der Akzent L+H* geht, angemessen.[13]

[...]


[1] Vgl. Die Prosodie, in Duden Online, URL: http://www.duden.de/rechtschreibung/Prosodie, 5.8.2013.

[2] Vgl. Prosodia, in URL: http://cvc.cervantes.es/ensenanza/biblioteca_ele/diccio_ele/diccionario/prosodia.htm, 10.8.2013

[3] Vgl. Prosodia, in URL: http://cvc.cervantes.es/ensenanza/biblioteca_ele/diccio_ele/diccionario/prosodia.htm, 10.8.2013.

[4] Vgl. Grundlagen der Prosodie, in URL: http://www.gtobi.uni-koeln.de/x_grundlagen_prosodie.html, 7.8.2013.

[5] Vgl. Grundlagen der Prosodie, in URL: http://www.gtobi.uni-koeln.de/x_grundlagen_prosodie.html, 7.8.2013.

[6] Vgl. ebd.

[7] Vgl. Grundlagen der Prosodie, in URL: http://www.gtobi.uni-koeln.de/x_grundlagen_prosodie.html, 7.8.2013.

[8] Vgl. Vilaplana, E. E./ Vives, P. P.: La notación prosódica del español: uma revisón del Sp_ToBI, Universidad Nacional de Educación a Distancia, 2008, pp. 263~283.

[9] Vgl. Vilaplana, E. E./ Vives, P. P.: La notación prosódica del español: uma revisón del Sp_ToBI, Universidad Nacional de Educación a Distancia, 2008, pp. 263~283.

[10] Vgl. ebd.

[11] Vgl. Vilaplana, E. E./ Vives, P. P.: La notación prosódica del español: uma revisón del Sp_ToBI, Universidad Nacional de Educación a Distancia, 2008, pp. 263~283.

[12] Vgl. ebd.

[13] Vgl. Vilaplana, E. E./ Vives, P. P.: La notación prosódica del español: uma revisón del Sp_ToBI, Universidad Nacional de Educación a Distancia, 2008, pp. 263~283.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Vergleich der Prosodie zweier L2-Spanischsprecher mit unterschiedlichen Sprachniveaus
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,7
Jahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V282459
ISBN (eBook)
9783656818557
ISBN (Buch)
9783656838647
Dateigröße
1229 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spanisch, Prosodie, Linguistik, Sp_ToBI
Arbeit zitieren
Anonym, 2013, Vergleich der Prosodie zweier L2-Spanischsprecher mit unterschiedlichen Sprachniveaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282459

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