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Die konzerninterne Leiharbeit in Unternehmen des öffentlichen Gesundheitswesens

Chancen und Risiken

Título: Die konzerninterne Leiharbeit in Unternehmen des öffentlichen Gesundheitswesens

Trabajo Escrito , 2014 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Peter Kappesser (Autor)

Gestión de recursos humanos - Otros
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„Menschenhandel“, „moderne Sklaverei“ - das sind Begriffe, die fallen, wenn im Volksmund über das Thema Arbeitnehmerüberlassung, auch als Leih- oder Zeitarbeit bezeichnet, diskutiert wird. Eine negative Anhaftung unter der Bevölkerung lässt sich nicht leugnen und doch gewinnt der Geschäftszweig Zeitarbeit in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung.
Die Arbeitnehmerüberlassungsstatistik spricht eine deutliche Sprache. So waren im Jahre 2013 bereits 852.000 Leiharbeiter in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt. Dies entspricht einer Erhöhung um das Zweieinhalbfache in den letzten zehn Jahren und sogar einer Versiebenfachung seit dem Jahre 1980, Tendenz steigend. Insgesamt sind rund zwei Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland in einem Leiharbeitsverhältnis beschäftigt. Die Gründe sind vor allem der Wunsch nach mehr Flexibilität im Personaleinsatz.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegendes der Arbeitnehmerüberlassung

2.1 Definition der Arbeitnehmerüberlassung

2.2 Wesentliche Gründe für die Arbeitnehmerüberlassung

2.3 Abgrenzung wesentlicher Formen der Arbeitnehmerüberlassung sowie anderer Formen drittbezogenen Personaleinsatzes

2.4 Vorgehensweise und Herausforderung bei konzerninterner Arbeitnehmerüberlassung

3. Chancen der Arbeitnehmerüberlassung durch konzerneigene Personalführungsgesellschaften

3.1 Personalkostensenkung durch Tarifunabhängigkeit

3.2 Personaleinsatz- und –kostenflexibilisierung im Unternehmen

4. Risiken der Arbeitnehmerüberlassung durch konzerneigene Personalführungsgesellschaften

4.1 Gefahr der Bildung einer Zweischichtengesellschaft im Unternehmen

4.2 Steigende Komplexität der vertraglichen Ausgestaltung durch staatliche Eingriffe und drohende Rechtsfolgen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Chancen und Risiken der Gründung von konzerninternen Personalführungsgesellschaften in Krankenhäusern unter öffentlicher Trägerschaft. Dabei wird analysiert, wie diese Modelle zur Personalkostensenkung und Flexibilisierung genutzt werden, während gleichzeitig rechtliche Hürden und soziale Auswirkungen betrachtet werden.

  • Grundlagen der Arbeitnehmerüberlassung
  • Wirtschaftliche Anreize für konzerninterne Personaldienstleister
  • Tarifunabhängigkeit und Kostensenkungspotenziale
  • Risiken durch soziale Spannungen (Zweischichtengesellschaft)
  • Rechtliche Komplexität und staatliche Reglementierungen

Auszug aus dem Buch

3.2 Personaleinsatz- und –kostenflexibilisierung im Unternehmen

Ein weiterer Aspekt, der bei der konzerneigenen Personalführungsgesellschaft beachtet werden muss, ist die mit ihr einhergehende Flexibilitätssteigerung. Verleiht die Personalservicegesellschaft Leiharbeitnehmer lediglich an einen konzerninternen Entleiher, führt dies zu einer bloßen, wenn auch in der Summe kostengünstigeren, Personalkostenverlagerung vom Entleiherunternehmen auf die Personalführungsgesellschaft. Bedient der Verleiher jedoch mehrere Konzernunternehmen oder tritt eventuell zusätzlich nach extern als Personaldienstleister auf, zeigt sich der zweite Aspekt, der aus Unternehmenssicht für die Personalservicegesellschaft spricht. Durch ein solches Konstrukt kann eine Optimierung der Personalkostendeckung erreicht werden. Es entsteht die Möglichkeit, Personal nur dann zum Einsatz zu bringen, wenn das vorliegende Arbeitspensum dies erfordert, wodurch auch nur in diesem Zeitraum Personalkosten anfallen. Aus den bisher fixen Personalkosten werden - auf das einzelne Unternehmen (Entleiher) gesehen - variable Kosten. Die Arbeitsbelastung unterliegt stets einer gewissen Schwankung, in den „Leerlaufphasen“ des einen Entleihers, kann das Personal im Bereich eines anderen Entleihers eingesetzt werden und so zusätzliche Erträge zur Personalkostendeckung erwirtschaften. Bezugnehmend auf den Krankenhausbereich ist dies vor allem interessant, wenn beispielsweise ein Krankenhausträger mehrere Einrichtungen betreibt.

Die Anwendungsbeispiele sind vielfältig, unter anderem bestünde die Möglichkeit, die Mitarbeiter des ärztlichen Schreibdienstes je nach Arbeitsanfall in mehreren Kliniken zu beschäftigen, wodurch die Personalkosten nur anteilig, je nach Beanspruchung, getragen werden müssten. Ebenfalls denkbar wäre der gezieltere Einsatz von Pflegekräften, um den in der Krankenhausfinanzierung angewandten Fallpauschalen, die Patientenfälle je nach Art der Erkrankung auf eine bestimmte Zahl von Behandlungstagen begrenzen, gerecht zu werden. So bestünde die Möglichkeit, einen variablen Anteil an Pflegekräften, je nach Bettenbelegung bzw. den von den Kostenträgern vorgegebenen Behandlungstagen punktuell zu rekrutieren und damit einen Teil der Personalkosten ebenfalls auf diese Behandlungstage zu begrenzen. In Verbindung mit der o. g. Tarifunabhängigkeit multipliziert sich dieser Effekt noch und es entsteht ein enormes Einsparpotential.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung der Zeitarbeit sowie der kritischen Debatte um konzerninterne Personaldienstleister im öffentlichen Gesundheitswesen.

2. Grundlegendes der Arbeitnehmerüberlassung: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen, Definitionen, Konzernprivilegien und der Abgrenzung zu anderen Dienstleistungsformen.

3. Chancen der Arbeitnehmerüberlassung durch konzerneigene Personalführungsgesellschaften: Analyse der Kostensenkungen durch Tarifunabhängigkeit sowie der Möglichkeiten zur Flexibilisierung des Personaleinsatzes.

4. Risiken der Arbeitnehmerüberlassung durch konzerneigene Personalführungsgesellschaften: Untersuchung der sozialen Auswirkungen und der wachsenden rechtlichen Unsicherheit durch staatliche Regulierungen.

5. Fazit: Zusammenfassende Abwägung von Chancen und Risiken bei der Gründung von Personalführungsgesellschaften im Krankenhaussektor.

Schlüsselwörter

Arbeitnehmerüberlassung, Personalführungsgesellschaft, Zeitarbeit, Krankenhaus, Personalkosten, Flexibilisierung, Tarifunabhängigkeit, Konzernprivileg, AÜG, Outsourcing, Personalservicegesellschaft, Arbeitsrecht, Kostensenkung, öffentliche Trägerschaft, Lohndumping.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem Einsatz der Arbeitnehmerüberlassung innerhalb von Konzernen, insbesondere mit der Gründung konzerneigener Personalführungsgesellschaften im öffentlichen Gesundheitswesen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Flexibilisierungspotenzial für Unternehmen, die Möglichkeiten zur Senkung von Personalkosten und die damit verbundenen rechtlichen sowie sozialen Herausforderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die detaillierte Analyse der Chancen und Risiken, die für ein Krankenhaus unter öffentlicher Trägerschaft bei der Nutzung einer solchen Personalservicegesellschaft entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse unter Auswertung von Fachliteratur, Gesetzen (AÜG), Rechtsprechung und aktuellen Statistiken zur Krankenhausfinanzierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Darstellung der Kostenvorteile durch Tarifumgehungen und Flexibilität sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der sozialen Spaltung und rechtlichen Komplexität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Arbeitnehmerüberlassung, Personalführungsgesellschaft, Personalkostensenkung, Krankenhaus, Tarifunabhängigkeit und AÜG.

Warum ist das Thema gerade für öffentliche Krankenhäuser relevant?

Da Personalkosten in Krankenhäusern etwa 60 % der Gesamtkosten ausmachen und Erlössteigerungen durch das DRG-System begrenzt sind, suchen öffentliche Träger gezielt nach Wegen zur Kosteneinsparung.

Welche Gefahr besteht bei der Arbeitnehmerüberlassung für das Betriebsklima?

Es besteht das Risiko der Bildung einer "Zweischichtengesellschaft", in der Mitarbeiter mit unterschiedlichen Arbeitsbedingungen und Vergütungen zusammenarbeiten, was zu sozialen Spannungen und Motivationsverlust führen kann.

Wie reagiert der Gesetzgeber auf diese Konstrukte?

Durch zahlreiche Novellierungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) versucht der Gesetzgeber, Missbrauch einzudämmen, was die rechtlichen Anforderungen an solche Firmen stetig erhöht.

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Detalles

Título
Die konzerninterne Leiharbeit in Unternehmen des öffentlichen Gesundheitswesens
Subtítulo
Chancen und Risiken
Universidad
Private University of Applied Sciences Goettingen
Calificación
1,7
Autor
Peter Kappesser (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
19
No. de catálogo
V282467
ISBN (Ebook)
9783656818571
ISBN (Libro)
9783656818663
Idioma
Alemán
Etiqueta
Leiharbeit Zeitarbeit Gesundheitswesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Peter Kappesser (Autor), 2014, Die konzerninterne Leiharbeit in Unternehmen des öffentlichen Gesundheitswesens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282467
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