Die heutige Gesellschaft steht unter dem Druck, sich stets weiter zu entwickeln und auch die Filmindustrie versucht, sich immer wieder neu zu erfinden. Dass die Entwicklung und Schaffung von „etwas Neuem und Besserem“ andere wichtige Dinge in den Hintergrund stellt und Probleme verursachen kann, wird dabei meist nicht berücksichtigt oder verdrängt. Mit dieser Thematik beschäftigt sich der Film „The Artist“. Er zeigt außerdem die Entwicklung des Tonfilms und den dadurch verursachten Verdrängungsmechanismus des „Alten“, des Stummfilms und kann somit als ein „Film über das Filme machen“ angesehen werden. Obwohl der Film in der heutigen Zeit des 3D-Kinos gedreht wurde, ist er im Stil der schwarz- weiß Stummfilme der 1920er Jahre gehalten, in denen sich die Handlung abspielt. Diese beginnt genau im Jahr 1927, in dem auch der erste Tonfilm „The Jazz Singer“ erschien.
In der folgenden Hausarbeit soll verdeutlicht werden, wie sich Ton und Bild miteinander verbinden und die Wichtigkeit des Tons im Stummfilm diskutiert werden. Es gibt verschiedene Perspektiven, aus denen der Film betrachtet und analysiert werden kann, jedoch wird sich hier nur auf die Verwendung des Tons bezogen.
Dazu werden im ersten Kapitel Grundinformationen sowie eine Inhaltsangabe des Films herangeführt. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Theorie, wie Bild und Ton aufeinander Einfluss nehmen und geht auf die verschiedenen Informationskanäle ein, die im Film verwendet werden. Daneben wird ein kleiner Einblick in die damalige Entwicklung der musikalischen Begleitung zum Stummfilm gegeben sowie die Beschreibung des Vitaphone- und Nadeltonverfahrens, die eine Vertonung der Filme erst möglich machten.
Das dritte Kapitel beinhaltet die Analyse des Films, bei der insbesondere Szene 4, 7 und 11 berücksichtigt und genauer betrachtet werden, da sie aus meiner Sicht drei der Wichtigsten sind und die Intention des Films gut an den Zuschauer herantragen. Zuletzt wird auf die Relevanz der Filmthematik für die heutige Zeit eingegangen und versucht, ein Bezug zur Sozialen Arbeit herzustellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundinformationen zum Film
- Äußere Produktionsbedingungen
- Handlung
- Vom Stummfilm zum Tonfilm – Theorie und Entwicklung des Tonfilms
- Bild und Ton
- Vom Soloklavier zum Riesenorchester
- Vom Stummfilm zum Tonfilm
- Filmanalyse
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert den Film „The Artist“ mit Fokus auf die Bedeutung des Tons im Stummfilm. Ziel ist es, die Verbindung von Bild und Ton zu verdeutlichen und die Rolle des Tons in einem vermeintlichen Stummfilm zu beleuchten.
- Verdrängung des Stummfilms durch den Tonfilm
- Bedeutung des Tons in der Filmanalyse
- Entwicklung des Tons im Film und seine Informationskanäle
- Die Rolle der Musik in „The Artist“ als zentrale Gestaltungselemente
- Reflexion der Filmthematik im Kontext der Sozialen Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel präsentiert Grundinformationen zum Film "The Artist", einschließlich der äußeren Produktionsbedingungen und einer Inhaltsangabe. Es wird die Handlung des Films dargestellt, die sich im Hollywood der 1920er Jahre abspielt und die Verdrängung des Stummfilms durch den Tonfilm thematisiert.
Das zweite Kapitel widmet sich der Theorie von Bild und Ton im Film, beleuchtet verschiedene Informationskanäle und die Bedeutung des Tons für die Filmgestaltung. Es bietet einen Einblick in die Entwicklung der musikalischen Begleitung im Stummfilm und die Entstehung des Tonfilms durch Verfahren wie Vitaphone und Nadelton.
Das dritte Kapitel analysiert den Film "The Artist" anhand ausgewählter Szenen, die als besonders relevant für die Thematik des Tons im Stummfilm erachtet werden. Es werden die Interaktion von Bild, Musik und Zwischentiteln sowie die symbolische Bedeutung von Szenen analysiert.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Stummfilm, Tonfilm, Bild und Ton, Filmanalyse, Musikanalyse, "The Artist", Filmgeschichte, Filmindustrie, Soziale Arbeit, Medienentwicklung, gesellschaftlicher Wandel.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt der Ton im Film „The Artist“?
Obwohl „The Artist“ im Stil eines Stummfilms gedreht wurde, nutzt er Ton und Musik gezielt als Informationskanäle und zur thematischen Untermalung des Übergangs zum Tonfilm.
Wann spielt die Handlung des Films?
Die Handlung beginnt im Jahr 1927, dem Veröffentlichungsjahr des ersten Tonfilms „The Jazz Singer“, und thematisiert das Ende der Stummfilm-Ära.
Was war das Vitaphone-Verfahren?
Das Vitaphone-Verfahren war eine frühe Technik zur Vertonung von Filmen mittels Nadelton, die den Übergang zum modernen Tonfilm ermöglichte.
Welche Szenen sind für die Tonanalyse in „The Artist“ besonders wichtig?
In der Hausarbeit werden insbesondere die Szenen 4, 7 und 11 analysiert, da sie die Intention des Films und den Einsatz von Ton am besten verdeutlichen.
Wie hängen Bild und Ton in der Theorie zusammen?
Die Arbeit erläutert, wie Bild und Ton sich gegenseitig beeinflussen und wie die musikalische Begleitung von Soloklavieren bis hin zu Riesenorchestern evolvierte.
Welchen Bezug hat die Thematik zur Sozialen Arbeit?
Die Arbeit versucht, einen Bezug zwischen dem Verdrängungsmechanismus des „Alten“ durch das „Neue“ und gesellschaftlichen Wandlungsprozessen in der Sozialen Arbeit herzustellen.
- Citar trabajo
- Sarah Proske (Autor), 2013, Der Ton im Stummfilm am Beispiel von „The Artist“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282489