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Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer

Exemplarische Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsmedium Sprachbuch im regulären Deutschunterricht in sprachlich heterogenen Klassen

Título: Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer

Tesis de Máster , 2012 , 59 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Kristin Münstermann (Autor)

Didáctica - Filología alemana
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Die Bevölkerungsstruktur in Deutschland ist durch anhaltende Zuwanderungsbewegungen geprägt. Aufgrund neuerer Datenerhebungen hat fast ein Fünftel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. An den Schulen zeigt sich das in der multiethnischen Schülerschaft. Ein großer Teil der Schüler und Schülerinnen wächst mit zwei oder mehr Sprachen auf und verfügt bei Schuleintritt über sprachliche Kompetenzen, die für die jeweilige Sprache unterschiedlich ausgeprägt und entwickelt sind. Ausreichende Kenntnisse in der Unterrichtssprache sind dabei für den Schulerfolg entscheidend.
Für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache werden in dem Zusammenhang häufig Probleme im Umgang mit konzeptioneller Schriftlichkeit, die sich z.B. durch Schwierigkeiten im Leseverstehen äußern, genannt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Leistungen im Fachunterricht. Eine Förderung dieser Kinder findet entweder integriert in den Schulalltag, etwa durch zusätzlichen DaZ-Unterricht, oder häufig auch außerschulisch in Form von Nachmittagsangeboten statt. In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit der reguläre Deutschunterricht dem besonderen sprachlichen Förderbedarf dieser Schüler und Schülerinnen Rechnung tragen kann. Dazu werden allgemeine und DaZ-spezifische Lernziele reflektiert, Überlegungen zu den Lernvoraussetzungen und didaktisch-methodische Erwägungen angestellt. Diese sind zum einen Grundlage zur Entwicklung von Konzepten für eine angemessene sprachliche Förderung dieser Kinder, gehören zum anderen aber auch zu jeder praktischen Unterrichtsvorbereitung.
Um diese grundlegenden Überlegungen zu konkretisieren, wird das Sprachbuch als traditionelles Unterrichtsmedium des Deutschunterrichts im Hinblick auf die Lernbedingungen in sprachlich heterogenen Klassen untersucht. Die Analyse erfolgt exemplarisch bezogen auf den Lerngegenstand Passiv und seine Vermittlung in ausgewählten Sprachlehrwerken.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mehrsprachigkeit in der Schule

2.1 Begriffliche Klärungen: Erstsprache–Zweitsprache–Fremdsprache

2.2 Mehrsprachigkeit und Bildungserfolg

2.2.1 Statistische Daten

2.2.2 Ausgewählte Erklärungsansätze für Lernschwierigkeiten und Bildungsnachteile im Kontext von Mehrsprachigkeit

3 Deutschunterricht in sprachlich heterogenen Lerngruppen

3.1 Bildungsstandards und curriculare Vorgaben

3.2 Lernvoraussetzungen in multilingualen Klassen

3.3 Didaktische Ansätze der Zweitsprachförderung

3.4 Exkurs: Fachunterricht und Deutsch als Zweitsprache

3.5 Das Sprachbuch im Deutschunterricht

3.5.1 Das Sprachbuch als Forschungsgegenstand

3.5.2 Sprachbuchkonzepte - Sprachbuchtypen

4 Das Passiv im Sprachbuch

4.1 Sprachwissenschaftliche Grundlagen

4.2 Das Passiv im L2-Erwerb

4.3 Didaktische Überlegungen

4.4 Untersuchung ausgewählter Sprachbücher

4.4.1 Auswahl der untersuchten Sprachbücher

4.4.2 Untersuchungskriterien

4.4.3 Darstellung der Ergebnisse

4.4.4 Schlussfolgerung

5 Kritische Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Vermittlung und didaktische Aufbereitung des Passivs in ausgewählten Sprachbüchern für den Deutschunterricht der Sekundarstufe I vor dem Hintergrund der besonderen Lernvoraussetzungen mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler.

  • Mehrsprachigkeit und Bildungserfolg im deutschen Schulsystem
  • Herausforderungen des Fachunterrichts bei sprachlicher Heterogenität
  • Didaktische Konzepte zur Zweitsprachförderung
  • Analyse der Passivkonstruktionen in aktuellen Deutsch-Lehrwerken

Auszug aus dem Buch

Der Brustkorb arbeitet wie ein Blasebalg

Die Luft bewegt sich nicht von selbst durch unseren Körper. Sie muss abwechselnd eingesogen und ausgestoßen werden. Beide Vorgänge kannst du gut an einem Blasebalg beobachten, den man beim Aufpumpen von Luftmatratzen benutzt. Genau so wirkt die Verkleinerung und die Vergrößerung des Brustraumes. Daran ist vor allem das Zwerchfell beteiligt, eine dünne Muskelhaut, die quer durch den Bauchraum gespannt ist. Zum Einatmen zieht sich das Zwerchfell nach unten. Der Brustraum vergrößert sich und mit ihm erweitern sich die Lungenflügel. Nun wird Luft in die Lunge gesogen. Wölbt sich das Zwerchfell anschließend wieder nach oben, wird die Lunge zusammengedrückt und presst die Atemluft nach außen. Durch die Bewegung des Zwerchfells wird auch die Bauchdecke leicht nach außen gedrückt. Man spricht deshalb von der Bauchatmung.

Bei tieferen Atembewegungen wird die Bauchatmung von der Brustatmung unterstützt. Dabei bewegen sich die Rippen schräg nach oben. Brustraum und Lunge erweitern sich und die Luft wird tief eingesogen. Kehren die Rippen in ihre Ausgangsstellung zurück, wird die Luft zum Ausatmen wieder herausgepresst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die sprachlichen Herausforderungen für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache und stellt das Sprachbuch als zu untersuchendes Unterrichtsmedium vor.

2 Mehrsprachigkeit in der Schule: Es werden begriffliche Klärungen vorgenommen und der Zusammenhang zwischen Mehrsprachigkeit, statistischen Daten und Bildungserfolg analysiert.

3 Deutschunterricht in sprachlich heterogenen Lerngruppen: Dieses Kapitel betrachtet curriculare Vorgaben, Lernvoraussetzungen und didaktische Ansätze zur Zweitsprachförderung sowie das Sprachbuch als Forschungsgegenstand.

4 Das Passiv im Sprachbuch: Der Hauptteil bietet eine sprachwissenschaftliche Sachanalyse zum Passiv und eine empirische Untersuchung der Passivvermittlung in ausgewählten Sprachbüchern.

5 Kritische Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden kritisch reflektiert, wobei auf offene Fragen und den Forschungsbedarf eingegangen wird.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Sprachbuch, Passivkonstruktionen, Fachunterricht, sprachliche Förderung, Schulleistung, grammatische Kompetenz, Sekundarstufe I, Textkompetenz, Deutschunterricht, Lernvoraussetzungen, Didaktik, Sprachbuchanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sprachdidaktischen Aufbereitung von Grammatik, speziell des Passivs, in Deutsch-Lehrwerken und dessen Bedeutung für mehrsprachige Schülerinnen und Schüler.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer, der Erwerb der Zweitsprache Deutsch, Anforderungen des Fachunterrichts und die Analyse von Schulbüchern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie Sprachbücher den besonderen Förderbedarf von DaZ-Lernenden im Hinblick auf den Lerngegenstand Passiv berücksichtigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exemplarische Untersuchung und Analyse von fünf ausgewählten Sprachbüchern auf Basis fachdidaktischer Kriterien durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine sprachwissenschaftliche Darstellung des Passivs, eine Analyse des L2-Erwerbs, didaktische Überlegungen und die konkrete Untersuchung der Lehrwerke.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie DaZ-Förderung, sprachliche Heterogenität, Passiv-Grammatik und bildungssprachliche Kompetenz charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Vermittlung des Passivs in den analysierten Büchern?

Die Bücher unterscheiden sich in ihrer methodischen Anlage: von rein formeller Grammatikdarstellung bis hin zu Ansätzen, die das Passiv funktional in Kontexten wie Sachtexten einbetten.

Warum ist das Passiv für mehrsprachige Schüler oft eine besondere Hürde?

Die morphosyntaktische Komplexität des Passivs und die Tatsache, dass es in der Fachsprache gehäuft auftritt, stellen ohne gezielte Förderung große Anforderungen an diese Schülergruppe.

Welche Rolle spielt die Bildung des Partizip II?

Die Arbeit identifiziert die Bildung des Partizip II bei starken Verben als eine häufige Fehlerquelle für DaZ-Lernende, die in Sprachbüchern oft unzureichend erklärt wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Schulpraxis?

Es wird gefordert, dass die Sprachförderung im Fachunterricht und im regulären Deutschunterricht stärker koordiniert werden muss, um Passivkonstruktionen funktional und verständlich zu vermitteln.

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Detalles

Título
Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer
Subtítulo
Exemplarische Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsmedium Sprachbuch im regulären Deutschunterricht in sprachlich heterogenen Klassen
Universidad
University of Osnabrück  (Fachbereich Germanistik)
Curso
Germanistik - Sprachdidaktik
Calificación
1,5
Autor
Kristin Münstermann (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
59
No. de catálogo
V282541
ISBN (Ebook)
9783656847168
ISBN (Libro)
9783656847175
Idioma
Alemán
Etiqueta
mehrsprachigkeit klassenzimmer exemplarische auseinandersetzung unterrichtsmedium sprachbuch deutschunterricht klassen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kristin Münstermann (Autor), 2012, Mehrsprachigkeit im Klassenzimmer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282541
Leer eBook
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