Mit dem vorliegenden Dossier werden die Ergebnisse einer im Rahmen des Seminars „Die gekrönten Dichter“ durchgeführten Recherche zur Dichterkrönung von Jakob Klinkbeil dokumentiert. Der Fokus der Recherche liegt dabei in erster Linie auf der Dichterkrönung. Ausgehend von dem Eintrag in John L. Floods vierbändigem Handbuch "Poets Laureate in the Holy Roman Empire" lassen sich zunächst weitere Informationen zur Biographie, zum Werk und zur Dichterkrönung Jakob Klinkbeils zusammentragen. Im Anschluss daran werden die ermittelten Hinweise aus der Forschungsliteratur und die zeitgenössischen Dokumente bzw. Zeugnisse im Hinblick auf eine mögliche Bedeutung der Dichterkrönung für den Krönenden und den Gekrönten diskutiert. In einem Ausblick sollen abschließend offene Fragen formuliert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Biographische Daten
3 Werke
4 Die Dichterkrönung Jakob Klinkbeils
4.1 Forschungsliteratur und zeitgenössische Dokumente zur Dichterkrönung
4.1.1 Forschungsliteratur
4.1.2 Zeitgenössische Dokumente: Danck-Altar
4.1.3 Zeitgenössische Dokumente: Fest- und Ehrenschriften
4.2 Überlegungen zur Bedeutung der Dichterkrönung Klinkbeils
5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Dossier dokumentiert die Rechercheergebnisse zu der Dichterkrönung von Jakob Klinkbeil. Ziel der Arbeit ist es, durch die Auswertung von Forschungsliteratur und zeitgenössischen Dokumenten die Bedeutung dieser Krönung für den Dichter selbst sowie für den Krönenden zu analysieren und offene Forschungsfragen für die Zukunft zu identifizieren.
- Biographische Eckdaten zu Jakob Klinkbeil
- Analyse seines literarischen Werkes, insbesondere der geistlichen Lieder
- Untersuchung der zeitgenössischen Dokumente zur Dichterkrönung (u.a. Danck-Altar, Festschriften)
- Diskussion der Bedeutung der Dichterkrönung mittels soziologischer Ansätze
- Einordnung des Dichterlebens in den literarischen Kontext des 17. Jahrhunderts
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Zeitgenössische Dokumente: Danck-Altar
Klinkbeil bedankt sich bei Birken mit dem 1659 gedruckten Danck-Altar. Birken verzeichnet in seinem Tagebuch, ein entsprechendes Schreiben von Klinkbeil erhalten zu haben. Die briefliche Kommunikation zwischen Birken und Klinkbeil scheint zum Teil vermittelt über einen Herrn Ingolstetter, einem Freund Klinkbeils, erfolgt zu sein. Das geht sowohl aus dem Danck-Altar als auch aus dem bereits erwähnten Tagebucheintrag Birkens hervor.
Es gibt darüber hinaus keinen Hinweis auf eine Krönungsrede Klinkbeils, ebenso wenig auf Feierlichkeiten oder eine besondere bzw. zeremonielle Gestaltung der Dichterkrönung. Der zu Ehren Birkens verfasste Danck-Altar ist das einzige Dokument, das eine persönliche Stellungnahme Klinkbeils zu seiner Krönung enthält. In diesem Schreiben stellt er die Bedeutung seiner Dichterkrönung durch Sigmund von Birken heraus.
Zunächst verweist Klinkbeil darauf, dass ihm der Dichterlorbeer aus Nürnberg übersendet wurde, nachdem er das Angebot Rists, ihn zu krönen, ausgeschlagen hatte. Er beschreibt die Ehrung mit dem Dichterlorbeer als eine, „ob mancher noch so ädel/ Nicht vermag hier zuerlangen/ geb er gleich viel Geld und Gold“.
Dabei bringt er die Ehrung durch die Dichterkrönung in besonderer Weise mit der Stadt Nürnberg in Verbindung, zuerst in einem Nachruf auf Georg Philipp Harsdörffer, Begründer des Pegnesischen Blumenordens und über die Landesgrenzen hinaus geachtetes Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft, und später im Verweis auf die Krönung Conrad Celtis´ in Nürnberg durch Kaiser Friedrich.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den Anlass des Dossiers im Rahmen eines Seminars und steckt den Forschungsfokus auf die Dichterkrönung von Jakob Klinkbeil ab.
2 Biographische Daten: Dieses Kapitel fasst die Lebensdaten Klinkbeils zusammen, einschließlich seiner Herkunft, seiner beruflichen Stationen und seiner Erhebung in den Adelsstand.
3 Werke: Hier werden die literarischen Schöpfungen Klinkbeils, insbesondere seine geistlichen Lieder und Widmungsschriften, vorgestellt und bibliographisch eingeordnet.
4 Die Dichterkrönung Jakob Klinkbeils: Dieser Hauptteil untersucht anhand von Forschungsliteratur und zeitgenössischen Dokumenten wie dem Danck-Altar und verschiedenen Festschriften die Umstände und die Bedeutung der Dichterkrönung.
5 Ausblick: Der Ausblick resümiert den Forschungsbedarf bezüglich der Dichterkrönungen im 17. Jahrhundert und wirft weitere Fragen zum Selbstbild der Literaten auf.
Schlüsselwörter
Jakob Klinkbeil, Dichterkrönung, Poeta Laureatus, Sigmund von Birken, Danck-Altar, 17. Jahrhundert, geistliche Lyrik, Symbolisches Kapital, Literaturgeschichte, Guben, Dichtergesellschaften, Hofpfalzgrafenregister, Festschriften, Barockliteratur, literarisches Feld.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein Dossier, das die Dichterkrönung des im 17. Jahrhundert lebenden Dichters Jakob Klinkbeil durch Sigmund von Birken im Jahr 1658 dokumentiert und analysiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das Leben Klinkbeils, seine literarischen Werke, der historische Kontext der Dichterkrönung und die damit verbundenen Ehrungen sowie die soziologische Bedeutung dieses Aktes für das literarische Feld der Zeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Umstände der Dichterkrönung Klinkbeils aufzuklären und die Bedeutung dieser Ehrung für ihn und den Krönenden Birken sowie den Stellenwert der Dichtkunst zu ergründen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische Analyse historischer Dokumente (Zeitzeugnisse, Festschriften) und Forschungsliteratur, ergänzt durch soziologische Überlegungen zur Beschreibung literarischer Strukturen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme von Forschungsliteratur und zeitgenössischen Zeugnissen, eine detaillierte Analyse spezifischer Dokumente (wie den Danck-Altar) und eine theoretische Reflexion über die Bedeutung der Krönung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Jakob Klinkbeil, Dichterkrönung, Poeta Laureatus, Sigmund von Birken, Barockliteratur und symbolisches Kapital.
Welche Rolle spielte der Danck-Altar für die Forschung zu Klinkbeil?
Der Danck-Altar ist für die Forschung von zentraler Bedeutung, da er das einzige Dokument darstellt, in dem Klinkbeil selbst seine persönliche Stellungnahme und die Bedeutung seiner Krönung durch Birken ausdrückt.
Wie bewertet der Autor die Quellenlage zu Klinkbeils Dichterkrönung?
Die Quellenlage wird als teilweise lückenhaft beschrieben, was dazu führt, dass viele Aspekte der Krönung – etwa die spezifischen Kriterien oder die Rolle von Sprachgesellschaften – nicht abschließend geklärt werden konnten.
- Citation du texte
- Kristin Münstermann (Auteur), 2010, Die Dichterkrönung Jacob Klinkbeils 1658, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282543