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Auswirkungen des Wohlfahrtsstaats auf geschlechtsspezifische Bildungschancen. Schweden und Deutschland im Vergleich

Título: Auswirkungen des Wohlfahrtsstaats auf geschlechtsspezifische Bildungschancen. Schweden und Deutschland im Vergleich

Elaboración , 2013 , 11 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jennifer Hein (Autor)

Sociología - Sistemas sociales y Estructuras sociales
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Die Frauen gelten als die Gewinnerinnen der Bildungsexpansion, da sich ihre Bildungsbeteiligung und ihr Bildungsniveau stetig gesteigert haben. Allerdings gibt es enorme Unterschiede zwischen den einzelnen europäischen Staaten. Die folgende Analyse beschäftigt sich deshalb mit den unterschiedlichen Wohlfahrtsstaatstypen Deutschland und Schweden, der jeweiligen Stratifizierung des Bildungssystems und den sich daraus ergebenden geschlechtsspezifischen Bildungsungleichheiten. Es wird davon ausgegangen, dass der Wohlfahrtsstaatstypus und die Art der Startifizierung, Auswirkungen auf die geschlechtsspezifischen Bildungsungleichheiten haben.
Zunächst wird die Individualisierungsthese von Ulrich Beck, die als soziologische Grundlage dient, vorgestellt. Er geht von einem Bruch in der Moderne aus, bei dem sich eine dreifache Individualisierung vollzogen hat, von der die Frauen besonders profitierten. Die geschlechtsspezifischen Bildungschancen haben sich zu Gunsten der Frauen verändert. Weiterhin wird Becks kritische Meinung zu der Stellung des Wohlfahrtsstaates und zum deutschen Bildungssystem erläutert.
Darauf folgt dann eine Darstellung der Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schwedens, um die Unterschiede zu erläutern und dann im letzten Abschnitt explizit aufzuzeigen, welche Bedingungen zu ungleichen, geschlechtsspezifischen Bildungschancen führen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Individualisierung Ulrich Beck

III. Geschlechtsspezifische Bildungsungleichheiten

1. Wohlfahrtsstaaten

2. Bildungsungleichheiten: Deutschland und Schweden

IV. Fazit

Zielsetzung und Themen der Analyse

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Wohlfahrtsstaatstypen, der Stratifizierung von Bildungssystemen und den daraus resultierenden geschlechtsspezifischen Bildungsungleichheiten am Beispiel von Deutschland und Schweden. Ziel ist es aufzuzeigen, wie staatliche Rahmenbedingungen und bildungspolitische Strukturen die Bildungschancen von Frauen beeinflussen.

  • Soziologische Grundlagen der Individualisierungsthese nach Ulrich Beck
  • Vergleichende Analyse der Wohlfahrtsstaatstypen (Deutschland vs. Schweden)
  • Strukturelle Unterschiede in der Stratifizierung der Bildungssysteme
  • Einfluss der Familien- und Sozialpolitik auf die Bildungsbiografien von Frauen

Auszug aus dem Buch

II. Individualisierung Ulrich Beck

Ulrich Beck geht in seiner Individualisierungsthese davon aus, dass sich seit den 60er Jahren ein entscheidender Vorgang in der modernen Gesellschaft vollzieht. Er schildert in seinem Konzept die aktuelle Situation der Menschen in dem Gesellschaftsgefüge. Familien- und Geschlechterkonstellationen, Ordnungen der Gesellschaft, wie Schicht- und Klassenzugehörigkeit und die geschlechtstypische Erwerbsarbeit verlieren an Bedeutung. Zudem findet ein gesellschaftlicher Ordnungsverlust statt, da sich die individuellen Interessenlagen erweitern, und die Abhängigkeit von Institutionen erhöht sich. Es vollzieht sich ein Bruch, bei dem sich aus der klassischen Industriegesellschaft, in der ersten Moderne, eine neue Gesellschaft, die Risikogesellschaft, in der zweiten Moderne herauslöst.

„Ähnlich wie im 19. Jahrhundert Modernisierung die ständisch verknöcherte Agrargesellschaft und das Strukturbild der Industriegesellschaft herausgeschält hat, löst Modernisierung heute die Konturen der Industriegesellschaft auf und in der Kontinuität der Moderne entsteht eine andere gesellschaftliche Gestalt“ (Hein 2013: 34 zit. Beck 1986: 14). Die Moderne modernisiert und restrukturiert sich und es vollzieht sich eine dreifache Individualisierung. Die erste Individualisierungsdimension ist die Freisetzung der Individuen aus vorgegebenen Sozialformen und Sozialbindungen. Das Individuum wird von Klassen und Schichten freigesetzt und institutionalisiert. Dieser Umbruch bedeutet allerdings nicht, dass sich soziale Ungleichheiten auflösen, viel mehr gibt es neue soziale Ungleichheiten, die im weiteren Verlauf genauer erläutert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik geschlechtsspezifischer Bildungsungleichheiten ein und stellt das Forschungsinteresse an den Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden dar.

II. Individualisierung Ulrich Beck: Dieses Kapitel erläutert die soziologische Theorie der Individualisierung, die als Basis für das Verständnis des gesellschaftlichen Wandels und der sich verändernden Geschlechterrollen dient.

III. Geschlechtsspezifische Bildungsungleichheiten: Hier erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Wohlfahrtsstaatstypen sowie der bildungssystemischen Stratifizierung, um die Bildungschancen in Deutschland und Schweden zu vergleichen.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bestätigt den Einfluss staatlicher Ausrichtungen auf die Bildungschancen von Frauen.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Ulrich Beck, Bildungsungleichheit, Wohlfahrtsstaat, Deutschland, Schweden, Stratifizierung, Bildungschancen, Geschlechterverhältnis, soziale Ungleichheit, Bildungsexpansion, Familienpolitik, Sozialpolitik, Risikogesellschaft, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum Frauen in verschiedenen europäischen Ländern unterschiedliche Bildungschancen haben, und wie dies mit den jeweiligen politischen Systemen zusammenhängt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Individualisierungstheorie, die Typologie von Wohlfahrtsstaaten und die strukturelle Gestaltung nationaler Bildungssysteme.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich der Wohlfahrtsstaatstypus und die Stratifizierung des Bildungssystems auf die geschlechtsspezifischen Bildungschancen in Deutschland und Schweden auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse soziologischer Theorien und empirischer Daten herangezogen, um Unterschiede zwischen zwei wohlfahrtsstaatlichen Modellen herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Ulrich Beck sowie eine spezifische Analyse der Bildungs- und Wohlfahrtsstrukturen in Deutschland und Schweden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Bildungsungleichheit, Wohlfahrtsstaat, Individualisierung und Stratifizierung definieren.

Warum schneidet Schweden im Vergleich zu Deutschland in der Untersuchung besser ab?

Schweden verfolgt einen sozialdemokratischen Wohlfahrtsansatz mit universellen Programmen und einer starken Betreuungsinfrastruktur, die individuelle Unabhängigkeit und somit Bildungschancen für Frauen stärker fördert als das konservative deutsche Modell.

Welche Rolle spielt die „Stratifizierung“ für die Bildungschancen?

Eine hohe Stratifizierung, wie sie im deutschen dreigliedrigen Schulsystem vorzufinden ist, geht häufig mit einem frühzeitigen Tracking einher, das soziale Selektivität fördert und somit Bildungschancen ungleich verteilt.

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Detalles

Título
Auswirkungen des Wohlfahrtsstaats auf geschlechtsspezifische Bildungschancen. Schweden und Deutschland im Vergleich
Universidad
University of Vechta
Curso
Soziale Ungleichheit aus internationaler Perspektive
Calificación
1,7
Autor
Jennifer Hein (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
11
No. de catálogo
V282667
ISBN (Ebook)
9783656820574
ISBN (Libro)
9783656838609
Idioma
Alemán
Etiqueta
auswirkungen wohlfahrtsstaats bildungschancen schweden deutschland vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jennifer Hein (Autor), 2013, Auswirkungen des Wohlfahrtsstaats auf geschlechtsspezifische Bildungschancen. Schweden und Deutschland im Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282667
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