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Metapher und Paratext in Moby-Dick

Titel: Metapher und Paratext in Moby-Dick

Bachelorarbeit , 2014 , 254 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Krieger (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit behandelt die Wirkungsweisen zwischen paratextuellen Elementen und diegetischen Teilen des Werkes Moby-Dick von Herman Melville. Vor allem wird die Funktionsweise der Metapher als Konzept der Bildung des ästhetischen Raumes in den Mittelpunkt gestellt. Darüber hinaus wird eine tabellarische Vollanalyse der Arbeit in der Übersetzung Wilhelm Rathjens vorgenommen, die tiefere Einblicke zulässt und mögliche Anknüpfungspunkte für eigene Untersuchungen liefert. Als theoretische Grundlage dienen Gérard Genette, Hans Blumenberg, Ludwig Wittgenstein und Roland Barthes.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Paratext und Text

2. Auswahl der Edition als Grundlage

3. Annäherung an die Lektüre und Handlung

4. Methodisches Vorgehen zur Analyse

5. Methodische Untersuchung des Werkes

5.1. Einleitung in (para-)textuelle Kategorien

5.2. Analyse der Einleitung in Kategorien

5.2.1. Strenge Diegese

5.2.2. Inhaltliches Denken

5.2.3. Status als Text

5.2.4. Metaphern

5.2.5. Sprünge im Feld

5.2.6. Instabilitäten

5.2.7. Zersplitterung der Ordnung

5.3. Analyse der Transposition

5.4. Die Ethik der Transposition

6. Theoretische Ableitungen

7. Theoretische Annäherung

7.1. Metaphern als semantische Felder

7.2. Der Übergang zwischen Text & Paratext

8. Die Metapher als Bindeglied

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen dem literarischen Text von Herman Melvilles "Moby-Dick" und dessen paratextuellen Elementen. Ziel ist es, durch eine methodische Analyse aufzuzeigen, wie Metaphern als Bindeglied fungieren, um den ästhetischen Raum des Werkes zu definieren, zu krümmen und für den Lesenden erfahrbar zu machen.

  • Wechselwirkung zwischen Paratext und diegetischem Haupttext
  • Die Funktion der Metapher als Vermittler und Strukturgeber
  • Analyse der ästhetischen und ethischen Dimensionen im Roman
  • Methodische Kategorisierung des Textkorpus nach Handlungs- und Bedeutungseinheiten
  • Untersuchung der Lesererfahrung und der Textkonstitution

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung – Paratext und Text

Moby-Dick ist die Erzählung einer Walfanggeschichte. Es ist die Fahrt der Pequod von der ostamerikanischen Insel Nantucket aus auf alle sieben Weltmeere. Es ist das Schiff des Kapitän Ahab und seiner Mannschaft, die vollkommen seinem Wahn erliegen, den weißen Wal zu schnappen, der ihm früher ein Bein abgerissen hat. Es ist diese Geschichte des jungen Ishmael, von dem wir kaum etwas erfahren werden, der zusammen mit seinem Freund Queequeg, einen Harpunier und König eines südamerikanischen Stammes, der diese Geschichte überliefern wird. Es ist dieser Ishmael, der als einziger nicht sterben wird.

Und es ist dieser weiße Wal, der das Böse symbolisieren soll und dabei doch so gescheit, so philosophisch ist. Und es ist diese Klugheit und Raffinesse seiner Angriffe, die die Mannen nicht werden bändigen können. Und es ist dieser Wal, dessen Entwicklung sich nicht in der Geschichte abspielt, sondern außerhalb dieser.

Melvilles Roman aus dem Jahre 1851 breitet auf über achthundert Seiten eine Welt aus, die für den Leser eine Aufgabe, eine Herausforderung darstellt. So sind viele Entwicklungen und Geschehnisse der eigentlichen Geschichte in anderen Texten versteckt: den Paratexten. Ganze Kapitel und Kapitelansammlungen können nicht der eigentlichen Geschichte zugerechnet werden, sondern stehen absonderlich abseits von dieser.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Paratext und Text: Einführung in die Thematik der Walfanggeschichte und die fundamentale Rolle der Paratexte als verborgene Bedeutungsträger im Werk.

2. Auswahl der Edition als Grundlage: Darstellung der Editionsgeschichte und Begründung der Wahl der Übersetzung durch Friedhelm Rathjen als wissenschaftliche Grundlage.

3. Annäherung an die Lektüre und Handlung: Diskussion der Herausforderung, sich dem kulturell tief verankerten Stoff von Moby-Dick unvoreingenommen zu nähern.

4. Methodisches Vorgehen zur Analyse: Erläuterung der Strategie, den Textkorpus anhand von Handlungs- und Sinneinheiten zu kategorisieren.

5. Methodische Untersuchung des Werkes: Detaillierte Analyse der Interdependenz von Paratext und diegetischer Ebene unter Verwendung von Kategorien wie strenger Diegese und Metaphorik.

6. Theoretische Ableitungen: Reflexion über die Ergebnisse der Werkanalyse und deren Übertragbarkeit auf theoretische Grundannahmen.

7. Theoretische Annäherung: Vertiefende Auseinandersetzung mit der Metapher als semantisches Instrument zur Weltwahrnehmung.

8. Die Metapher als Bindeglied: Fazit zur transformativen Kraft der Metapher, die den ästhetischen Raum des Romans maßgeblich mitgestaltet.

Schlüsselwörter

Moby-Dick, Herman Melville, Paratext, Diegese, Metapher, ästhetischer Raum, Transposition, Walfang, Literaturwissenschaft, Narratologie, semantische Felder, Goldzunze, Jona-Gleichnis, Pequod, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Erzähltext und Paratext (wie Vorworte, Anhänge oder Fußnoten) in Herman Melvilles "Moby-Dick" und untersucht, wie diese Ebenen den ästhetischen Raum des Romans beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Metaphorik, die Narratologie (Diegetik), die Rolle von Übersetzungen bei der Textkonstitution und die ethische Bewertung des Erzählens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die Verschränkung von Text und Paratext mittels der Metapher eine spezifische Leseerfahrung erzeugt und den "ästhetischen Raum" des Werkes konstruiert bzw. krümmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Autor nutzt eine strukturalistische Kategorisierung des Werkes in "diegetische" und "paratextuelle" Einheiten, ergänzt durch eine metaphorologische Analyse im Sinne von Hans Blumenberg.

Was wird im umfangreichen Hauptteil (Kapitel 5) behandelt?

Kapitel 5 bietet eine detaillierte tabellarische Analyse der Kapitel von Moby-Dick, wobei jedes Segment auf seine diegetische oder paratextuelle Funktion hin bewertet wird.

Was charakterisiert die Analyse der Schlüsselwörter in dieser Arbeit?

Die Analyse stützt sich auf die Identifikation von semantischen Feldern (z. B. die Farbe Weiß, religiöse Gleichnisse wie Jona), die über das gesamte Werk hinweg als verbindende Elemente wirken.

Wie spielt die Editionsgeschichte für die Analyse eine Rolle?

Die Editionswahl (Rathjen) ist entscheidend, da der Autor argumentiert, dass verschiedene Bearbeitungen und Kürzungen das Verständnis für die Struktur der Paratexte und die metaphorische Tiefe verfälschen können.

Warum wird die Geschichte des Propheten Jona als zentrales Beispiel angeführt?

Das Gleichnis von Jona dient als ideale Metapher für das Ausgeliefertsein im "Wal" (dem Schiff/dem Text) und verdeutlicht, wie paratextuelle Bezüge die Lektüre des eigentlichen Handlungsverlaufs fundamental verändern.

Ende der Leseprobe aus 254 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Metapher und Paratext in Moby-Dick
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaften)
Note
1,0
Autor
Michael Krieger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
254
Katalognummer
V282736
ISBN (eBook)
9783656817512
ISBN (Buch)
9783656817505
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moby-Dick Paratext Metapher Palimpseste Genette Wittgenstein Barthes Ästhetik Ethik Tiere
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Krieger (Autor:in), 2014, Metapher und Paratext in Moby-Dick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282736
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Leseprobe aus  254  Seiten
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