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Steuern auf ungesunde Lebensmittel

Lösung der Fettleibigkeitskrise?

Titre: Steuern auf ungesunde Lebensmittel

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2012 , 22 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Swaantje Böhme (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit wird das Thema der Steuern auf kalorienreiche und nährstoffarme Lebensmittel, sowie die damit erhofften Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere der Prävalenz von Adipositas innerhalb der Bevölkerung beleuchtet. Gesundheit nimmt in der heutigen Gesellschaft, welche durch die hohe Gewichtung dieses Themas auch als Gesundheitsgesellschaft bezeichnet werden kann, immer mehr an Bedeutung zu. Ziel der vorliegenden Ausarbeitung ist die Klärung der Frage, ob Steuern auf Lebensmittel zu einer Beseitigung der Fettleibigkeitskrise führen. Die Arbeit besteht aus drei Oberthemen, welche sich in unterschiedliche Unterthemen aufgliedern. Zunächst wird in Abschnitt 2 Adipositas und Übergewicht definiert. Anschließend wird die Internationale Prävalenz der Adipositas, die gesundheitlichen Auswirkungen dieser chronischen Krankheit und die damit verbundenen Ausgaben für das Gesundheitssystem vorgestellt. Im Abschnitt 3 wird dann auf die Versteuerung von Lebensmitteln eingegangen. (...)

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS

2.1 INTERNATIONALE PRÄVALENZ

2.2 DIE AUSWIRKUNGEN DER ADIPOSITAS UND DIE DAMIT VERBUNDENEN KOSTEN

3. STEUERN AUF KALORIENREICHE UND NÄHRSTOFFARME LEBENSMITTEL

3.1 VERBRAUCHSTENDENZEN ZUCKERGESÜßTER GETRÄNKE UND DEREN GESUNDHEITSFOLGEN

3.2 AKTUELLER STATUS LOKALER STEUERN

3.3 BEFÜRWORTUNG UND EINWÄNDE

4. PREISELASTIZITÄT DER NACHFRAGE

4.1 BESTANDSAUFNAHME VORHANDENER STUDIEN

4.2 BEWERTUNG DER ERGEBNISSE

5. FAZIT

6. BIBLIOGRAPHIE

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wissenschaftliche Debatte darüber, ob die Einführung von Steuern auf kalorienreiche und nährstoffarme Lebensmittel ein wirksames gesundheitsökonomisches Instrument zur Bekämpfung der globalen Fettleibigkeitskrise darstellt.

  • Definition und internationale Verbreitung von Übergewicht und Adipositas
  • Gesundheitliche und ökonomische Folgen der Adipositas für das Gesundheitssystem
  • Analyse von Besteuerungsmodellen für zuckergesüßte Getränke und Lebensmittel
  • Untersuchung der Preiselastizität der Nachfrage bei ungesunden Lebensmitteln
  • Diskussion der politischen Akzeptanz und industrieller Widerstände

Auszug aus dem Buch

3.1 Verbrauchstendenzen zuckergesüßter Getränke und deren Gesundheitsfolgen

Der Verbrauch von zuckergesüßten Getränken kann mit gesundheitlichen Gefahren wie Adipositas und Diabetes mellitus in Verbindung gesetzt werden, daher ist eine allgemeine Reduzierung des Verbrauchs empfehlenswert (Vgl. Brownell, et al., 2009). Zuckergesüßte Getränke werden laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (2011) als „kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke wie Cola-Getränke und Limonaden sowie solche ohne Kohlensäure wie Fruchtsaftgetränke, -nektare und Eistee bezeichnet, denen Zucker zugesetzt wurde. Ungesüßte Fruchtsäfte zählen nicht dazu. In Nordamerika werden diese Getränke hauptsächlich mit Maissirup (…) gesüßt, während in Europa hierfür zumeist Saccharose als Süßungsmittel verwendet wird.“ In den letzten Jahren hat der Verbrauch dieser Getränke weltweit zugenommen, so verdoppelte sich der Pro-Kopf-Verbrauch bspw. in den USA zwischen 1977 und 2002 in allen Altersgruppen (Vgl. Brownell, et al., 2009). Die Daten von 2005-2006 zeigten, dass Kinder dort täglich 172 kcal und Erwachsene 175 kcal durch diese Getränke zu sich nehmen (Vgl. Brownell, et al., 2009).

Ein positiver Zusammenhang zwischen dem Verbrauch zuckergesüßter Getränke und dem Körpergewicht lässt sich feststellen: „A prospective study involving middle-school students over the course of 2 academic years showed that the risk of becoming obese increased by 60% for every additional serving of sugar-sweetened beverages per day” (Brownell, et al., 2009; Vgl. Ludwig, et al., 2001). Eine Studie in England, bei welcher durch schulbasiertes Eingreifen, der Verbrauch von 644 Schülern im Alter von sieben bis elf reduziert werden sollte, zeigte zwar keinen signifikanten Einfluss auf den BMI der Schüler, im Vergleich zur Kontrollgruppe wiesen sie allerding eine um 7,7% niedrigere und damit deutlich geminderte Inzidenz für Adipositas auf (James, et al., 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Relevanz der Adipositas-Problematik und stellt das Ziel der Untersuchung dar, die Wirksamkeit von Lebensmittelsteuern kritisch zu hinterfragen.

2. ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS: Dieses Kapitel definiert Adipositas anhand des BMI und beleuchtet die weltweite Prävalenz sowie die massiven Belastungen für das Gesundheitssystem.

3. STEUERN AUF KALORIENREICHE UND NÄHRSTOFFARME LEBENSMITTEL: Es werden verschiedene Ansätze zur Besteuerung zuckergesüßter Getränke sowie die Befürwortungen und Widerstände aus Industrie und Gesellschaft diskutiert.

4. PREISELASTIZITÄT DER NACHFRAGE: Dieses Kapitel analysiert anhand vorhandener Studien, wie sensibel Verbraucher auf Preisänderungen bei ungesunden versus gesunden Lebensmitteln reagieren.

5. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Steuern zwar einen positiven, aber begrenzten Einfluss auf die Adipositasprävalenz haben und eine kombinierte gesundheitspolitische Strategie erforderlich ist.

6. BIBLIOGRAPHIE: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Adipositas, Übergewicht, Gesundheitsökonomik, Lebensmittelsteuer, Zuckergetränke, Preiselastizität, Kalorienkonsum, Prävention, WHO, Körpermasssenindex, Steuereinnahmen, Ernährungspolitik, Metabolische Risiken, Subventionierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gesundheitsökonomischen Perspektive auf Adipositas und untersucht, ob durch staatliche Steuern auf ungesunde Lebensmittel eine Reduktion des Überkonsums und damit eine Verbesserung der öffentlichen Gesundheit erreicht werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die epidemiologische Lage bei Übergewicht, die ökonomische Bewertung von Krankheitskosten, verschiedene Besteuerungsmodelle für kalorienreiche Lebensmittel sowie die Preiselastizität der Verbrauchernachfrage.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Klärung der Frage, ob eine Besteuerung von Lebensmitteln mit hohem Zuckeranteil oder niedriger Nährstoffdichte ein geeignetes Instrument zur Beseitigung oder Eindämmung der globalen Fettleibigkeitskrise darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die internationale Studien, Daten zur Adipositasprävalenz sowie empirische Untersuchungen zur Preiselastizität der Nachfrage zusammenführt und auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medizinische Definition von Adipositas, eine detaillierte Analyse der Besteuerungspraxis in verschiedenen Staaten sowie eine wissenschaftliche Bewertung, wie sich Preisänderungen tatsächlich auf das Konsumverhalten und das Körpergewicht auswirken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adipositasprävalenz, Preiselastizität, gesundheitsorientierte Besteuerung und die ökonomischen Folgen chronischer Krankheiten charakterisiert.

Wie reagieren Konsumenten auf Preisänderungen bei Lebensmitteln laut den untersuchten Studien?

Die meisten Studien zeigen eine unelastische Nachfrage, was bedeutet, dass der Konsum nur moderat auf Preiserhöhungen reagiert, wobei jedoch insbesondere bei gefährdeten Gruppen und Jugendlichen signifikante Auswirkungen auf das Gewicht feststellbar sind.

Welchen Einfluss hat die Lebensmittelindustrie auf die Steuergesetzgebung?

Die Lebensmittelindustrie nutzt ihre Macht als Standortfaktor, indem sie beispielsweise mit Abwanderung droht, um lokale Steuern zu verhindern oder aufzuheben, was oft zu einer signifikanten Verringerung der potenziellen Steuereinnahmen führt.

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Résumé des informations

Titre
Steuern auf ungesunde Lebensmittel
Sous-titre
Lösung der Fettleibigkeitskrise?
Université
University of Wuppertal
Note
1,7
Auteur
Swaantje Böhme (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
22
N° de catalogue
V282841
ISBN (ebook)
9783656821229
ISBN (Livre)
9783656821212
Langue
allemand
mots-clé
steuern lebensmittel lösung fettleibigkeitskrise
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Swaantje Böhme (Auteur), 2012, Steuern auf ungesunde Lebensmittel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282841
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Extrait de  22  pages
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