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Der konstruierte Traum in der konstruierten Wirklichkeit. Eine Zusammenführung des Films „Inception“ mit der Arbeit von Berger und Luckman

Title: Der konstruierte Traum in der konstruierten Wirklichkeit. Eine Zusammenführung des Films „Inception“ mit der Arbeit von Berger und Luckman

Term Paper , 2012 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Im Jahr 2010 eroberte der Blockbuster „Inception“ die Kinoleinwände und begeisterte insgesamt 3,4 Millionen Zuschauer alleine in Deutschland. Das Zusammenspiel von Traum und Wirklichkeit scheint seit jeher die Menschen zu faszinieren. Die Realität wirkt im Vergleich zu den vielfältigen Möglichkeiten des Traumgeschehens fast schon beengend.
In Anlehnung an ein Seminar, in dem die Arbeit zweier Soziologen in Bezug auf die Konstruktion der Wirklichkeit analysiert wurde, entstand die Idee sich mit dem Verhältnis von Traum und Wirklichkeit im Film „Inception“ zu befassen. Dabei soll das Modell der konstruierten Wirklichkeit auf dem des Films übertragen und veranschaulicht werden. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Erläuterung des Films, da dieser in vielen Bereichen für Spekulationen sorgte. Die Spekulationen richteten sich vor allem auf die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Darum soll es größtenteils in dieser wissenschaftlichen Arbeit gehen: die Verschmelzung zwischen Traum und Wirklichkeit und das Konstrukt dahinter.
Im ersten Teil der Hausarbeit soll eine detaillierte Inhaltsangabe die Handlung des Films erläutern, das beigefügtes Personenregister soll ein besseres Leseverständnis ermöglichen. Im Folgenden wird das Verhältnis von Traum und Wirklichkeit in der Arbeit von Peter L. Berger und Thomas Luckmann dargestellt. Daran anknüpfend wird die Funktion des Traums im Allgemeinen für den Menschen erläutert, zudem wird das Phänomen „Klartraum“ aufgegriffen. Im analytischen Teil der Hausarbeit werden zuerst die verschiedenen Traumebenen des Films beschrieben, sowie die Komplexität von Träumen, wie sie im Film dargestellt wird. Darauf aufbauend wird das Modell nach Berger und Luckmann auf die Handlung des Films bezogen, um Unterschiede zu unserer Realität aufzeigen zu können. Dabei werden die Grenzen von Traum und Wirklichkeit in der Realität des Films aufgezeigt und analysiert. Der letzte Abschnitt der Hausarbeit stellt die verschiedenen Interpretationsansätze des Filmendes dar und gibt einen kurzen Ausblick zu der Frage, ob ein Szenario, wie im Film dargestellt, heute wissenschaftlich realisierbar wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines zum Film „Inception“

2.1 Inhaltsangabe

2.2 Personenregister zum Film „Inception“

3. Die Bedeutung von Träumen bei Berger/Luckmann

4. Die Funktion des Traums aus naturwissenschaftlicher Sicht

5. Die Darstellung und Funktion des Traums im Film

6. Die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit

7. Das wahre Ende? Verschiedene Interpretationsansätze

8. Ausblick: Ist das Szenario möglich?

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Verhältnis von Traum und Wirklichkeit im Film „Inception“ unter Rückgriff auf das soziologische Modell der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit nach Peter L. Berger und Thomas Luckmann. Das primäre Ziel ist es, die im Film dargestellte Verschmelzung dieser Ebenen theoretisch einzuordnen, die Komplexität der Traumkonstruktionen zu analysieren und zu hinterfragen, inwiefern die im Film gezeigten Grenzsituationen eine Herausforderung für die gesellschaftlich konstruierte Wirklichkeit darstellen.

  • Analyse der Filmhandlung und Traumstruktur von „Inception“.
  • Anwendung des Modells der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit (Berger/Luckmann) auf filmische Traumszenarien.
  • Untersuchung der naturwissenschaftlichen Grundlagen des Traums und des Klarträumens.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Grenze zwischen Traum und Realität.
  • Diskussion verschiedener Interpretationsansätze zum Filmende.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von Träumen bei Berger/Luckmann

Die Soziologen Peter L. Berger und Thomas Luckmann beschreiben und analysieren in ihrem Werk „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ (1969) die Alltagswelt und ihre Wahrnehmung der in ihr lebenden Individuen. Wie der Titel schon andeutet, leben die Individuen in einer von der Gesellschaft konstruierten Wirklichkeit, die von ihnen kontrolliert, eingehalten und weitergegeben wird. Dieser Aspekt wird bereits im Vorwort zum Buch von Helmuth Plessner (S. IX, 2009) deutlich. Die Wirklichkeit wird nicht als gegeben vorausgesetzt und nicht als Ergebnis einzelner Individuen angesehen, sondern als von der gesamten Gesellschaft getragen. Berger/Luckmann stellen in ihrem Buch die Prozesse und Systeme dar, die in dieser Wirklichkeit vorhanden sind, sodass sie nicht zusammenbricht und sie funktionieren kann.

Aufgrund der Begrenztheit einer jeden Hausarbeit, wird im Folgenden nur auf die für die Fragestellung relevanten Stellen der Arbeit von Berger/Luckmann eingegangen. Wir bitten Sie dies zu berücksichtigen.

Der Aspekt des Träumens hat ebenfalls in einer konstruierten Gesellschaft seinen Platz und seine „Funktion“. Berger/Luckmann greifen das in ihrer Arbeit unter dem Punkt der Legitimierung auf (vgl. 2009, S. 98-138). In diesem Abschnitt wird analysiert, warum die einzelnen Individuen in der Gesellschaft ihre Wirklichkeit als gerechtfertigt ansehen. Auf der einen Seite muss jedes Individuum den Sinn der Institutionen in der Gesellschaft verstehen und ihre Aktionen als sinnvoll ansehen (vgl. ders., S. 99). Das Individuum muss eine Institution als sinnvoll wahrnehmen, da es sonst Probleme bei der Vermittlung der „institutionellen Ordnung“ an die nachfolgende Generation gibt. Die Legitimation schreibt der herrschenden Ordnung Gültigkeit zu, indem Wissen und Werte den Individuen der neuen Generation vermittelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Faszination des Films „Inception“ ein und skizziert die Zielsetzung, das Modell der konstruierten Wirklichkeit von Berger und Luckmann auf den Film anzuwenden.

2. Allgemeines zum Film „Inception“: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Inhaltsangabe des Plots und stellt die relevanten Charaktere in einem Personenregister vor.

3. Die Bedeutung von Träumen bei Berger/Luckmann: Hier wird das theoretische Fundament gelegt, indem die Legitimierungsprozesse gesellschaftlicher Wirklichkeit und die Rolle von Träumen als Grenzsituationen bei Berger und Luckmann erläutert werden.

4. Die Funktion des Traums aus naturwissenschaftlicher Sicht: Dieses Kapitel beleuchtet die physiologischen Aspekte des Schlafzyklus und definiert das Phänomen des Klartraums inklusive der Methoden zu dessen Einleitung.

5. Die Darstellung und Funktion des Traums im Film: Hier wird analysiert, wie der Film Traumebenen, das Konzept des Limbus und die Manipulation durch „Inception“ sowie „Extraction“ visualisiert und narrativ umsetzt.

6. Die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit: Dieses Kapitel vergleicht die filmischen Grenzsituationen mit den soziologischen Theorien und untersucht, wie Träume die Alltagswelt im Film destabilisieren.

7. Das wahre Ende? Verschiedene Interpretationsansätze: Verschiedene Theorien zur finalen Szene des Films werden vorgestellt, um die bewusste Ambivalenz des Endes zu diskutieren.

8. Ausblick: Ist das Szenario möglich?: Dieses Kapitel bewertet den aktuellen Stand der Wissenschaft bezüglich „brain-reading“ und der Sichtbarmachung von Träumen im Vergleich zur Fiktion.

9. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Faszination des Films und den Erkenntnisgewinn durch die soziologische Betrachtung.

10. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Internetquellen aufgelistet.

Schlüsselwörter

Inception, Peter L. Berger, Thomas Luckmann, gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, Traum, Klartraum, Realität, Legitimation, Grenzsituation, Limbus, Dom Cobb, Traumebenen, Traumdeutung, Industriespionage, Neurobiologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Hollywood-Blockbuster „Inception“ im Kontext soziologischer Theorien über die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Themen Traum, Realität, Bewusstsein, die soziologische Legitimierung von Ordnung sowie die filmische Darstellung von Traumebenen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Modell von Berger und Luckmann auf die komplexe Handlung des Films zu übertragen und zu zeigen, wie Träume als Grenzsituationen die wahrgenommene Wirklichkeit beeinflussen oder stören.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine analytische Hausarbeit, die filmwissenschaftliche Beobachtungen mit soziologischer Theoriebildung und Erkenntnissen aus der naturwissenschaftlichen Traumforschung verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Traummechanismen im Film, den Vergleich mit soziologischen Konstruktionsmodellen, die Erläuterung biologischer Aspekte des Schlafes sowie die Interpretation des kontroversen Filmendes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Inception“, „gesellschaftliche Konstruktion“, „Klartraum“, „Realität“ und „Legitimation“ beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung von Traum und Wirklichkeit im Film eine so große Rolle?

Weil das gesamte filmische Konstrukt darauf aufbaut, dass die Charaktere durch gezielte Manipulation und das Fehlen stabiler Totems die Gewissheit über ihre Umgebung verlieren, was den Kern der Spannung ausmacht.

Welche Rolle spielt das „Totem“ im Kontext der Arbeit?

Das Totem dient als zentrales Symbol für die Suche des Individuums nach einer stabilen Realität in einer Welt, in der die Grenzen zur subjektiven Traumwelt verschwimmen.

Wie bewertet die Arbeit die Möglichkeit der filmischen Traummanipulation?

Die Arbeit stellt fest, dass „Inception“ zwar technologisch noch Fiktion ist, jedoch aktuelle Forschungen im Bereich „brain-reading“ und der neuronalen Schnittstellen erste Parallelen zur wissenschaftlichen Realisierbarkeit aufzeigen.

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Details

Title
Der konstruierte Traum in der konstruierten Wirklichkeit. Eine Zusammenführung des Films „Inception“ mit der Arbeit von Berger und Luckman
College
University of Paderborn
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V282861
ISBN (eBook)
9783656822639
ISBN (Book)
9783656838807
Language
German
Tags
traum wirklichkeit eine zusammenführung films inception arbeit peter berger thomas luckman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2012, Der konstruierte Traum in der konstruierten Wirklichkeit. Eine Zusammenführung des Films „Inception“ mit der Arbeit von Berger und Luckman, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282861
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