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Hundebesuchsdienst. Die Möglichkeiten der Begegnung zwischen Hunden und pflegebedürftigen Menschen im Heim

Tiergestützte Intervention im Landespflegeheim Tulln

Title: Hundebesuchsdienst. Die Möglichkeiten der Begegnung zwischen Hunden und pflegebedürftigen Menschen im Heim

Project Report , 2013 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Rigler (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der „Tiergestützten Aktivität“ (TGA) anhand eines Hunde-Besuchsdienstes in einem Pflegeheim am Beispiel der Landes-Pflegeeinrichtung Tulln „Rosenheim“. Sie soll dabei die Wirkung auf den Menschen aber auch die Wirkung auf den Hund untersuchen und möchte herausfinden, ob durch diese Begegnungen die Lebensqualität von HeimbewohnerInnen verbessert werden kann.

Ziel der Projektarbeit ist es auch zu untersuchen, welche Kriterien für Hundebesuche im Pflegeheim als maßgeblich erachtet werden können und welche Ausbildungsmöglichkeiten interessierten Menschen mit ihren Hunden in Österreich zur Verfügung stehen. Dabei soll auch der Kostenfaktor beleuchtet werden.

Die Projektarbeit soll jenen Menschen eine Orientierungshilfe sein, die nebenberuflich oder nachberuflich mit ihrem Hund eine ehrenamtliche Besuchs– oder Begleittätigkeit in Pflegeeinrichtungen und Seniorenheimen anstreben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

1.2. Ziele und Nutzen der Arbeit

1.3. Methodische Vorgangsweise

1.4. Aufbau der Arbeit

2. ÖRTLICHE UND PERSONELLE STRUKTUR DES PROJEKTES

2.1 Das Landespflegeheim „Rosenheim“

2.2. Die Bildung des Teams

3. GRUNDLEGENDES ZUR TIERGESTÜTZTEN INTERVENTION

3.1 Ausprägung von Formen und deren Definitionen

3.1.1 Tiergestützte Aktivitäten (TGA)

3.1.2. Tiergestützte Förderung (TGF)

3.1.3. Tiergestützte Pädagogik (TGP)

3.1.4 Tiergestützte Therapie (TGT)

3.2 Die Mensch –Tier – Beziehung im Kontext Tierbesuch

4. BEISPIELE DER HUNDE – MENSCH – INTERAKTIONEN

4.1 Der Hund als Erinnerungs- und Gesprächsauslöser

4.2. Das taktile Kontakterlebnis Hund

5. KRITERIEN – FINDUNG FÜR HUNDEBESUCHSDIENST

5.1 Allgemeine Grundgedanken zum Tierbesuchsdienst

5.2 Voraussetzungen für den Hund im Team

5.3 Voraussetzungen für den Menschen

6. AUS- UND WEITERBILDUNGSMÖGLICHKEITEN IN ÖSTERREICH

6.1 Die anbietenden Institutionen

6.2 Studiengebühren und Kosten

7. SCHLUSSTEIL UND CONCLUSIO

7.1 Zusammenfassung und kritische Reflexion

7.2. Hinweis auf weiterführende Projekte

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Wirkungsweise von tiergestützten Aktivitäten durch einen Hundebesuchsdienst in einem Pflegeheim zur Steigerung der Lebensqualität der Bewohner. Dabei wird erforscht, inwiefern die Begegnungen zwischen Mensch und Tier kognitive Fähigkeiten aktivieren, Erinnerungen fördern und das taktile Wohlbefinden steigern können, während gleichzeitig notwendige Kriterien für den ehrenamtlichen Einsatz definiert werden.

  • Analyse der Mensch-Tier-Kommunikation und der Biophilie-Hypothese
  • Differenzierung der Formen tiergestützter Interventionen (TGA, TGF, TGP, TGT)
  • Praktische Erprobung als ehrenamtlicher Hundebesuchsdienst im Landespflegeheim Tulln
  • Erarbeitung von Anforderungsprofilen für Hund und Halter
  • Übersicht über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Kostenstrukturen in Österreich

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Hund als Erinnerungs- und Gesprächsauslöser

Bei Begegnungen mit einer Heimbewohnerin, die zu Beginn der regelmäßigen Besuche meist vor sich hin blickend im Rollstuhl sitzt, steht zunächst immer der Hund in einer direkten Kommunikation mit der Bewohnerin. Er wird von der Bewohnerin begrüßt, angelacht und mit freudigem Tonfall angesprochen. Er darf taktilen Kontakt mit ihr aufnehmen und wird auch von ihr berührt und gekrault. Danach beginnt die Bewohnerin zu erzählen, dass sie zu Hause am Bauernhof immer viele Tiere gehabt habe und der Hund dies merke und zu ihr deswegen eine besondere Beziehung habe. Tatsächlich ist der Verlauf der Kommunikation zwischen ihr und dem Hund auffallend stimmig. Im weiteren Gespräch zwischen Bewohnerin und Hundebegleiter, bei dem die Bewohnerin die taktile Kommunikation mit dem Hund weiter aufrecht erhält, werden die Erinnerungen an Tiere auf ihrem ehemaligen Bauernhof durch gezielte Fragestellungen noch etwas präsenter. Bei jedem Besuch gleichen sich allerdings die Erinnerungen und bleiben beim Thema Tiere am Bauernhof hängen. Fragen nach Personen am Hof bleiben immer unbeantwortet.

Auch wenn bei Demenz das kurz- bzw. mittelfristige Erinnerungsvermögen beeinträchtigt oder bereits zerstört ist, bleibt der Speicher „Langzeitgedächtnis“ noch lange intakt. Selbst Menschen mit schwerer Demenzausprägung verfügen noch über Reserven und Flexibilität, die sich plötzlich und unerwartet zeigen können (Kitwood, 2005, S. 88, 97). Der Rückzug der Betroffenen in ihre eigene Realität, dockt bei solchen längst vergangenen Situationen an. Hundebegegnungen können dadurch eine Rolle als Auslöser von themenbezogenen Gedächtnisleistungen implementieren. Durch den Hund werden Erinnerungen an eigene Tiere und Erlebnisse geweckt und positive Emotionen ausgelöst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage in einem Pflegeheim und Begründung für den Einsatz eines ehrenamtlichen Hundebesuchsdienstes zur Steigerung der Lebensqualität.

2. ÖRTLICHE UND PERSONELLE STRUKTUR DES PROJEKTES: Beschreibung der Rahmenbedingungen des Landespflegeheims „Rosenheim“ und der Vorbereitungen für das ehrenamtliche Besuchsteam.

3. GRUNDLEGENDES ZUR TIERGESTÜTZTEN INTERVENTION: Systematische Einordnung und Abgrenzung verschiedener Formen tiergestützter Interventionsmodelle inklusive der theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung.

4. BEISPIELE DER HUNDE – MENSCH – INTERAKTIONEN: Analyse der beobachteten Effekte des Hundes als Gesprächsauslöser und Bedeutung des taktilen Kontakts für Bewohner mit Demenz.

5. KRITERIEN – FINDUNG FÜR HUNDEBESUCHSDIENST: Erarbeitung von Qualitätsstandards und Anforderungsprofilen für Mensch und Hund für einen sicheren und erfolgreichen Besuchsdienst.

6. AUS- UND WEITERBILDUNGSMÖGLICHKEITEN IN ÖSTERREICH: Überblick über akkreditierte Ausbildungsinstitutionen, Lehrgänge und die damit verbundenen Kostenstrukturen.

7. SCHLUSSTEIL UND CONCLUSIO: Zusammenfassende kritische Reflexion des Projekts sowie Ausblick auf die Notwendigkeit politischer Förderung ehrenamtlicher Dienste.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Intervention, Hundebesuchsdienst, Pflegeheim, Demenz, Mensch-Tier-Beziehung, Lebensqualität, Ehrenamt, Taktile Kommunikation, Langzeitgedächtnis, ASAAT, Tiergestützte Therapie, Basisausbildung, Mensch-Hund-Team.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Projektarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Durchführung und Analyse eines ehrenamtlichen Hundebesuchsdienstes im Landespflegeheim Tulln „Rosenheim“ und dessen positiven Einfluss auf die Lebensqualität der Bewohner.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung tiergestützter Interventionen, die Analyse der Mensch-Tier-Kommunikation, das Anforderungsprofil an Besuchsteams sowie die Ausbildungssituation in Österreich.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie durch tiergestützte Besuche die Lebensqualität von Pflegeheimbewohnern verbessert werden kann und welche Kriterien für einen verantwortungsvollen ehrenamtlichen Einsatz maßgeblich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung einschlägiger Fachliteratur sowie auf der Dokumentation von Beobachtungsergebnissen bei Mensch-Tier-Begegnungen im Rahmen der praktischen Durchführung des Projekts.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Interventionsformen, die Darstellung konkreter Interaktionsbeispiele aus dem Heimalltag sowie die Definition von Eignungskriterien für Mensch und Tier.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Tiergestützte Intervention, Hundebesuchsdienst, Demenz, Mensch-Tier-Beziehung, Lebensqualität und ehrenamtliche Ausbildung.

Welche Bedeutung kommt dem „Langzeitgedächtnis“ bei demenzkranken Personen in dieser Arbeit zu?

Die Arbeit betont, dass das Langzeitgedächtnis auch bei Demenz oft intakt bleibt und der Hund als Ankerpunkt dienen kann, um verdrängte Erinnerungen und positive Emotionen zu reaktivieren.

Warum ist eine Basisausbildung laut dem Autor für die Zukunft wichtig?

Der Autor kommt zu der Überzeugung, dass ohne fundiertes Wissen über Risiken und Verhaltensweisen ein selbstständiger Besuchsdienst ein Wagnis darstellt, weshalb er selbst eine entsprechende Weiterbildung anstrebt.

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Details

Title
Hundebesuchsdienst. Die Möglichkeiten der Begegnung zwischen Hunden und pflegebedürftigen Menschen im Heim
Subtitle
Tiergestützte Intervention im Landespflegeheim Tulln
College
University of applied sciences
Course
SeniorInnenuni Aktiv Plus
Grade
1,0
Author
Thomas Rigler (Author)
Publication Year
2013
Pages
34
Catalog Number
V282869
ISBN (eBook)
9783656823377
ISBN (Book)
9783656823063
Language
German
Tags
Hunde Therapie Intervention Demenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Rigler (Author), 2013, Hundebesuchsdienst. Die Möglichkeiten der Begegnung zwischen Hunden und pflegebedürftigen Menschen im Heim, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/282869
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